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Zwangsverheiratung: Buchautorin Hülya Kalkan beschreibt ihre Erlebnisse

Die Buchautorin Hülya Kalkan (28) hält im nordrhein-westfälischen Dorsten eine Lesung aus ihrem Werk "Ich wollte nur frei sein. Meine Flucht vor der Zwangsehe". Es fokussiert die Problematik der Zwangsverheiratung.

In den letzten Monaten sollen allein in der Hauptstadt Berlin fünf Frauen von Familienangehörigen umgebracht worden sein, um die Ehre zu retten. Autorin Hülya Kalkan, 1979 in Stuttgart geboren, wollte wie ein deutsches Mädchen aufwachsen.

Mit 13 Jahren wurde sie gezwungen, eine strenge Koranschule in der Türkei zu besuchen. Sie und ihre Schwester Emse konnten der Zwangsverheiratung entfliehen. Mit dem Buch will sie andere Frauen zur Wehr gegen die Unterdrückung ermutigen.


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WebReporter: no_trespassing
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: Zwang, Erlebnis, Buchautor
Quelle: www.waz.de

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23 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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07.02.2007 20:36 Uhr von christi244
 
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trespassing: Das ist sicherlich ein schlimmes Schicksal ... aber ... hier müssen die Mädels selber für Änderungen sorgen, denn sie kennen ihre Familien, sie kennen ihre Wege, die sie gehen müssen.

Wir können diesbezüglich nichts weiter für sie tun als sichere Fluchtplätze zu schaffen und das heißt, ihnen auch sehr unproblematisch die Wiedereinreise ins Land zu verschaffen, wenn sie durch elterlichen Beschluss in ihre Heimatländer verbracht wurden.

Ich kenne jetzt das Buch von Frau Kalkan nicht, aber, was diese Mädels dringend benötigen sind Anlaufstellen, wo man sie mental und sprachlich versteht und ihnen weiterhelfen kann, ohne sie gleich zwangseindeutschen zu wollen.

Debatten, wie der Kopftuchmurks zeigen diesen Mädels nur eines, nämlich wie ignorant diese Gesellschaft im Grunde ist und dass man ihr sicher besser nicht trauen sollte. Alles, was diese Mädels nämlich nicht gebrauchen können ist dieser Tamtam, der absolut nichts bringt. Diese Mädels wollen weder zum Christentum konvertieren, noch ihrer Familie schaden, an der sie sehr hängen. Dennoch aber wollen sie ihr eigenes Leben und dabei benötigen sie Hilfe, und zwar Hilfe im Stillen und auf stillen geräuschlosen Wegen.
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07.02.2007 20:42 Uhr von Robin von Anderland
 
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richtig so ! Wehrt euch Frauen gegen diese Mittelalterlichen Metoden!
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08.02.2007 09:36 Uhr von Da Remix-World
 
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Noch beschissener ist: Also ich kann das heute immernoch nicht glauben das es so etwas gibt..

Zwar hört man das immer wieder im TV..

Nix gegen die Türken zu sagen.. aber in Ostanatolien und in anderen Anatolischen bereichen soll dies zur Tradition geworden sein???HÄÄÄ?

Ich hab sogar vor paar Tagen gelesen das eine Frau ihren Ehemann verloren hat und das diese Frau dann direkt mit dem Bruder des Ehemanns verheiratet wurde und dies soll seit jahren Tradition sein also ich versteh diese Menschen nicht
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08.02.2007 15:10 Uhr von Superhecht
 
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christi: die Angehörigen nutzen ein europaweites Netz aus "Milli Görös", Moscheen und Vereinen, um ihre flüchtige Verwandte aufzuspüren. Und wie das klappt, ist im GermanTV schon gezeigt worden. In deutschen Amtsstuben sitzen zum Teil 68´er Traumtänzer, von denen keine Hilfe zu erwarten ist.

Die Frauen leben versteckt in von Jugendämtern bereitgestellten Wohnungen, können sich kaum ohne Perücke auf die Straße trauen und selbst in Jugendämtern saßen schon Spitzel, welche die Frauen verrieten.

In dieser Situation überlegt es sich ein Mädchen ganz genau, ehe sie den Schritt wagt.
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08.02.2007 16:14 Uhr von christi244
 
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Hecht: ach weißt Du ... German TV und objektive Berichterstattung ... ;-)

Deswegen sag ich ja, die Mädels ad 1) müssen den ersten SChritt tun und die Empfangsstation muss aus Anwältinnen und Sozialarbeiterinnen bestehen, die sich in deren Kultur und Mentalität auskennen. Wo nicht zu befürchten ist, dass plötzlich RTL um die Ecke kommt.
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09.02.2007 08:49 Uhr von opppa
 
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Das müssen wir: sofort EU-weit einführen!
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09.02.2007 14:43 Uhr von christi244
 
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OPPA: Was meinst Du konkret mit "EU-weit" einführen?

Hab da ne Ladehemmung und komm nicht drauf, was Du meinst! ;-)
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09.02.2007 14:48 Uhr von Garviel
 
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@Da Remix-World: "in Ostanatolien und in anderen Anatolischen bereichen soll dies zur Tradition geworden sein?"

Lebst du wirklich so weit hinterm Mond? Das war dort noch nie anders, es war bei uns bis ins letzte Jahrhundert hinein üblich und ist es in weiten Teilen der heutigen Welt noch. Die freie Partnerwahl ist selbst in unseren Breiten eine sehr junge Entwicklung der Menschheitsgeschichte, und ich bin froh, dass wir sie haben, aber trotzdem - oder gerade deshalb - weiß ich auch, dass abgesprochene und zwanghaft zusammengeführte Ehen auch in Anatolien keine "neue" Erfindung sind.
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09.02.2007 14:54 Uhr von christi244
 
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Garviel: Ich stimme Dir voll und ganz zu.

Leider wollen es viele nur nicht wahrhaben, weil es von "oben" anders propagiert wird.
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09.02.2007 14:55 Uhr von cartman007
 
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Hallo, Frau Roth? Aufwachen! Warum so schweigsam? Wo sind eigentlich unsere Frauenversteher und Feministinnen geblieben?
Darf das Schweigen als stilles Einverständnis gelten?

Ach ja, ich vergaß, aus Respekt vor nichtchristlichen Ideologien, gilt der Maulkorb und grüne Zensur.

Merke:
Frauen dürfen gezwungen, geschlagen, mit dem Tode bedroht werden, wenn sie Angehörige einer nicht kritisierbaren Ethnie angehören.

Mut gegen Rechts.
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09.02.2007 15:02 Uhr von christi244
 
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Cartman: Um Himmelswillen bitte nicht! Im Interesse der Mädels! Genau die Tante hätte noch gefehlt. Dann wäre alles zu spät.

Allerdings Cart, man merkt, dass Du wirklich die Sache aus männlichem Blickwinkel heraus betrachtest.

Übrigens ist Gewalt an Frauen in jeder Kultur beheimatet.
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09.02.2007 19:18 Uhr von opppa
 
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christi244: Ganz einfach:

- Die Zwangsheirat wird EU-weit zur Pflicht
- Die Türkei wird EU-Mitglied.

Sarkasmus aus!

Damit Du verstehst, wie das gemeint war!
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09.02.2007 20:37 Uhr von christi244
 
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Oppa: I agree Türkei wird EU-Mitglied.

Zwangsheiraten sind selbst in der Türkei nicht statthaft. Wie schon gesagt, es liegt an den Mädels selber, sich zu wehren. Wir können ihnen nur adequaten Schutz bieten ... mehr geht nicht.

Und tun wir bitte nicht so, dass "Frau" schon immer hier frei war. Noch vor 50 Jahren konnte ein Mann für seine Frau beim Arbeitgeber die Kündigung veranlassen. Alles klar?
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09.02.2007 22:50 Uhr von Garviel
 
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@christi: "Wir können ihnen nur adäquaten Schutz bieten ... mehr geht nicht."

Wenn das funktionieren würde, wäre schon viel erreicht.
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09.02.2007 23:29 Uhr von christi244
 
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garviel: Mehr ist auch nicht machbar. Den Weg gehen müssen sie selber.
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10.02.2007 09:00 Uhr von opppa
 
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christi244: Alles klar, wenn die Frau sich dann gegen den Willen des Vaters stellt, .....................

Du hast ja recht!

Sarkasmus aus!
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10.02.2007 09:32 Uhr von nw051653
 
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Frauenversteher hier! Melde mich natürlich GERN zu Wort - auch wenn ich nicht so recht weiß,wieso Schweigen stilles Einverständnis sein soll. Zwangsverheiratungen sind aus unserem Verständnis universeller Menschenrechte, u.a. des Rechts aller Menschen auf sexuelle Selbstbestimmung übel, verabscheuungswürdig und verachtenswert. Stimme chrissi grundsätzlich zu, denke aber, dass wir noch mehr tun können, als nur Anlaufstellen für die worst cases zu schaffen - z.B. mehr Aufklärung zu betreiben, in Schulen Wissen über diese Dinge zu vermitteln und generell die Sensibilität erhöhen (wie z.B. durch Lesungen wie die in der News erwähnten). Zwangsehen sind ja nicht nur für die Frauen furchbar, sondern oft genug auch für die (jungen) Männern, die eigentlich ganz anders empfinden, sich dies aber nicht eingestehen können/sich nicht gegen die übermächtigen Clans zur Wehr setzen können. Ich glaube nicht, dass es der Lebenstraum muslimischer Männer ist, mit ihnen unbekannten Frauen zusammenzuleben - rigide Geschlechterrollen und einengende Traditionen schaden sowohl Männern, als auch Frauen.
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10.02.2007 09:50 Uhr von christi244
 
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Du hast recht. Ich dachte auch zunächst einmal an die "Brandgeschichten". Den jungen Männern ergeht es und es gibt einige Fälle, die ebenso unter familiäre "Fatwah" gesetzt wurden.

Schulische Aufklärung ist richtig.

Die wäre besonders wichtig ... allerdings mitnichten über nicht-muslimische Lehrer bzw. über deutsche Lehrer, sondern schon Lehrpersonal aus den betroffenen Ländern. Und dann bestimmt nicht eingegrenzt in "Kann-Fächer" wie Religion, sondern in Pflichtfächer, wie Geschichte, Staatsbürgerkunde o.ä. Somit wird es dann nicht machbar sein, Kids aus eben diesen Fächern so einfach abzumelden. Vor allem aber, sollten alle Kids daran teilhaben und es sollte sicherlich auch damit begonnen werden, Mentalitäten und Abläufe zu verstehen, die Sichtweise dieser Menschen zu begreifen, denn ganz gleich, ob sie sich dagegen wehren, männlich, wie weiblich, in erster Linie fühlen sie sich schuldig ihrer Familie gegenüber. Es muss auch damit aufgeräumt werden, dass sich ein muslimisches Mädchen schuldig fühlt, wenn es Mitte 20 und noch nicht "verheiratet" ist. Denn dies ist nun einmal auch Fakt.
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10.02.2007 10:03 Uhr von vst
 
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ich kenne das buch nicht: kenne aber eine junge türkin die auch von daheim weg ist, weil ihr vater gegen ihren freund (nein, nicht ich) war.
da ging es aber relativ harmlos ab, sie zog aus, hatte ein jahr keinen kontakt zu ihrer familie, die mutter kam eines tages heimlich zu ihr, sie redeten und heute ist die familie wieder glücklich zusammen.

auch der vater, der bruder und der in deutschland lebende österreichische freund.

und das ist - soweit ich das hier in b-w überblicke - der normalzustand.

nicht der ehrenmord, nicht die gewaltsame verschickung der tochter in die türkei.

das sind ausnahmen, allerdings grausige ausnahmen.

ansonsten muss ich christi 100%ig recht geben und die immer gleichen polemischen kommentare von hecht und cartman und sonstigen phobikern nutzen niemand was.
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10.02.2007 10:10 Uhr von nw051653
 
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@ christi dann bin ich beruhigt - und auch froh, dass es hier neben den xenophoben spinnern auch vernünftige Leute gibt :o) Gruß aus Köln
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10.02.2007 10:13 Uhr von christi244
 
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VST: Jepp ... das ist auch der Normalzustand. Alles andere passiert, aber nur zu einem sehr geringen Prozentsatz, wenn es überhaupt eine große Marge erreicht.

Auch die Geschichte zeigt, dass es letztlich in erster Linie auf die Mädels/Jungen ankommt und dann, wenn sie bereit sind, diesen Schritt zu tun auf die Existenz sicherer Anlaufstellen, ohne RTL bzw. die Medien im Rücken.

Es ist nur so, dass sich diese Themen bestens ausschlachten lassen zur politischen Manipulation.
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10.02.2007 10:20 Uhr von christi244
 
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Ich glaube, real gesehen gibt es gar nicht so viele Spinner. Die tummeln sich meist in Foren, wo "Dampf abgelassen" werden kann, wo ursächlich mit der Sache an sich nicht zu tun habende Frusts über diese Themen abgebaut werden. Foren leben davon! ;-)

Es sollte nur die "Kirche/Moschee" im Dorf gelassen werden.

Hallo Nachbar: Grüße zurück aus Düsseldorf in die schönste Vorstadt von Düsseldorf ;-)
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10.02.2007 10:28 Uhr von christi244
 
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OPPA: Jepp, genau das muss sie tun, wie wir alle (Frauen) es kontinuierlich tun mussten (gegen die Familie), um unsere weiblichen Rechte durchzusetzen.

Was Du als Sarkasmus setzt, ist schlicht und ergreifend eine Tatsache, weitab allen Sarkasmus.
Auch in D kamen die Rechte für Frauen nicht durch Däumchendrehen, sondern durch realen Einsatz.

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