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Mannesmann-Prozess: 375 Einrichtungen erhalten vom Landgericht Geld zugewiesen

Die Strafgelder der Angeklagten aus dem spektakulären Mannesmann-Prozess sind teilweise verteilt worden. 2,3 Millionen Euro wies das Düsseldorfer Landgericht genau 375 verschiedenen gemeinnützigen Einrichtungen insgesamt zu. Tausende Anfragen gab es.

Die Beträge liegen zwischen 1.000 und 30.000 Euro. Unter anderem bekamen die Welthungerhilfe, das Kinderhilfswerk, Caritas, der "Amputierten e.V. Nord", "Rettungshundestaffel Warenburg", "Deutsche Flug-Ambulanz" sowie Tier- und Sportvereine Geld.

Da mehrere tausende Organisationen von der Strafzahlungssumme etwas abhaben wollten, wurde das Landgericht derart mit Anfragen per Telefon, e-Mail und Post bombardiert, dass die Telefonzentrale und die Computerserver für gewisse Zeit überlastet waren.


WebReporter: no_trespassing
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Geld, Prozess, Landgericht, Einrichtung
Quelle: ftd.de

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3 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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07.02.2007 18:35 Uhr von no_trespassing
 
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Tja, das wars dann wohl, die vielleicht letzte Episode aus dem Mannesmann-Prozess.

Und was hat es unterm Strich gebracht?

- Ackermann & Co. können nachts beruhigter schlafen, weil sie das Gefühl haben, von der Rettungshundestaffel bis zum Judosport-Verein alle glücklich gemacht zu haben und machen es beim nächsten mal noch dreister.

- Die Gerichte wissen nun, wie man sich viel Arbeit erspart.

- Die Politik begeistert sich für dubiose "Justiz-Deals".

- Und Vodafone schreibt 50 Mrd. Euro ab.
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07.02.2007 19:05 Uhr von Jiperia
 
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und vodafone schreibt 50 mrd euro ab, die sie eh hätten versteuern müssen...

letztendlich zahlts der staat...
keine steuern plus gericht... meine güte...
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07.02.2007 19:59 Uhr von no_trespassing
 
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@Jiperia: Ja, der Mannesmann-Prozess ist ein Musterbeispiel, wie sich Wirtschaftsbosse selbst bedienen, wie Politik und Justiz zugucken und der kleine Arbeitnehmer die Zeche für alles bezahlt. Und das ist nicht polemisch.

Mannesmann hatte seinerzeit enorm viel Geld in gemeinnützige Projekte fließen lassen. Die 2,3 Mio. sind heute nur eine Einmal-Zahlung, früher bekamen die Vereine rund um Düsseldorf viel mehr. -> Vereine haben weniger Geld, entweder sie schränken sich ein, machen dicht oder aber der Staat springt ein.

Die 50 Mrd. EUR hätte Vodafone versteuern müssen, -> nun geht es dem Staat zu Lasten.

Durch die Übernahme wurden viel mehr Stellen abgebaut als neue geschaffen wurden -> Transferzahlungen in Form von Arbeitslosen- und Sozialhilfegelder zahlt der Staat. Wie sieht es denn z.B. aus mit dem Mannesmann-Werk in Schweinfurt?

Die Politik überlegt, "Justiz-Deals" in Gesetz zu gießen. Deals kann man aber nur machen, wenn man etwas anzubieten hat. Also für den kleinen Arbeiter uninteressant.

Gerichte haben ein Musterbeispiel geschaffen, wie man sich viel Arbeit ersparen kann und wie man der Politik und ihren Schützlingen nicht in die Quere kommt. Ein Esser oder Ackermann im Gefängnis - wie macht sich das denn vor der Welt?

Tut mir leid, aber so vorgeführt wie beim Mannesmann-Deal hat das Zusammenspiel zwischen Spitzenpolitik, Großfinanz in Zusammenarbeit mit der Justiz ihr Gebaren noch nie.

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