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33-Jähriger klaute 3.000 Kirchenorgel-Pfeifen und brachte sie zum Schrotthändler

Ein 33-Jähriger klaute rund 3.000 Kirchenorgel-Pfeifen aus einer Lagerhalle. Diese gehörten zu einer Nürnberger evangelischen Kirche. Die Pfeifen wurden in der Halle aufbewahrt, weil sie restauriert werden sollten.

Das geklaute Orgelzubehör hat einen Gesamtwert von 200.000 EUR. Der Dieb brachte das Diebesgut mit einem Gewicht von 1,3 Tonnen jedoch zum Schrotthändler. Durch die falsche Lagerung sind die Pfeifen nicht mehr zu gebrauchen.

Er wollte dem Lagerhallenmieter "eins auswischen", gab der Dieb als Motiv an. Er habe nach eigener Aussage keine Ahnung gehabt, was er da mitgenommen habe. Als er über das Diebesgut Kenntnis erlangte, ging er freiwilllig zur Polizei.


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WebReporter: no_trespassing
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Kirche, Schrott
Quelle: www.salzburg.com

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8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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05.02.2007 15:16 Uhr von no_trespassing
 
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Echt unglaublich, auf was manche Leute kommen. Und daß der Typ nicht wußte, was er da vertickt, stelle ich mal als Schutzbehauptung hin. Denn der Schrotthändler wird sicher für 1,3 Tonnen Stahl etwas gezahlt haben, nehme ich mal an.

Auf jeden Fall dürfte der Mann zeit seines Lebens nicht mehr glücklich werden. 200.000 EUR und das mit einem Titel über 30 Jahre - da ist er erst mit 63 wieder schuldenfrei.

Das ganze Leben vorbei, kein Urlaub drin, nichts. Ein toller Streich!
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05.02.2007 15:44 Uhr von ThomasHambrecht
 
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Aua - das tut weh wenn ich der Schrotthändler wäre, ich hätte die Pfeifen nicht angenommen.
So ungebildet ist nämlich kaum jemand, dass einer Orgelpfeifen nicht erkennt wenn sie auf dem Haufen liegen.
Ausserdem würde man sich wundern, wenn diese von einem dahergelaufenen Hansel abgegeben werden anstatt von z.B. der Kirche oder Stadtverwaltung.
Ein derartiger Orgelumbau ist nämlich immer weit bekannt und steht in sämtlichen lokalen Zeitungen.
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05.02.2007 16:54 Uhr von liselchen
 
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Tja: Echt saudämliche Aktion.
Wer muss das Geld eigentlich zurückzahlen wenn der Mann nix hat?
Greift man dann seine Kinder/Eltern an ?
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05.02.2007 17:44 Uhr von CarbonBird
 
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über eine Tonne und dann noch Gebilde von einer Sorte.
Eindeutig - der Schrotthändler gehört mit eingebuchtet. Der wird die Menge Buntmetall gern genommen haben. Denn - sind Orgelpfeifen nicht aus legiertem Zinn ?
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05.02.2007 17:49 Uhr von toddie1965
 
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hmmm ich wusste gar nicht, dass man mit schrott soviel kohle verdienen kann.
das kilo für sage und schreibe 153 € !!! waren die orgelpfeifen aus gold ? ;-))))
wird wohl kunstvoll verarbeitet gewesen sein.
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05.02.2007 17:57 Uhr von CarbonBird
 
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Orgelpfeifen herzustellen fällt eindeutig unter Kunsthandwerk. Und kein einfaches.
Da scheinen mir 153,- real bis fast zuwenig.
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05.02.2007 18:47 Uhr von jsbach
 
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Dies war keine kleine Orgel, wenn schon 3.000 Metallpfeifen verhöckert wurden.
Für die Holzpfeifen (die waren bestimmt nicht dabei)
könnte er, soweit vorhanden, seinen Kachelofen beschicken. Aber die Buntmetalle aus Zinn etc. bringen schon ein paar Tsd. €.
Da tut mir als Freund der klassischen Musik und auch selbst Kirchenorgelspieler, das Herzlein weh.
Diese Orgel hat mindestens ~ 40 Register incl. der Holzpfeifen. Und das ist schon was!!
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05.02.2007 20:15 Uhr von no_trespassing
 
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@liselchen: >>Wer muss das Geld eigentlich zurückzahlen wenn der Mann nix hat? Greift man dann seine Kinder/Eltern an ?>>

Naja, bei einem 33-jährigen kann man wohl kaum seine Eltern belangen ;-) .

Der Mann hat sein Leben mit dieser dämlichen Aktion verbockt, würd ich mal sagen.

Weil es Diebstahl und somit mutwillig war, zahlt weder Versicherung, noch kann er nach 6 Jahren schuldenfrei durch Privatinsolvenz werden.

Die Bestohlene (Kirche) kann sich auf 30 Jahre einen Titel geben lassen, d.h., es wird über diesen Zeitraum alles bis auf den Sozialhilfesatz weggepfändet, was übrigbleibt, bis der Schaden inkl. Zinsen ersetzt ist.
Bei 200.000 EUR dürften allein die Zinsen eine harte Belastung werden.

Wenn der Typ nicht im Lotto gewinnt, dann wird er wohl bis zu seinem 63. Lebensjahr statt seinem Haus 3000 Orgelpfeifen abzahlen. Urlaub, Luxusgüter und dergleichen sind natürlich dann nicht drin.

Bleibt nur noch auswandern. Wie kann man sich durch so einen unüberlegten Blödsinn so das Leben verbauen?

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