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Airbus plant, alle Schlüsseltechniken aus Deutschland nach Frankreich abzuziehen

Nachdem von Airbus bekannt wurde, Werke von Deutschland verlagern zu wollen (ssn berichtete), will Airbus die Krise offenbar zu weit mehr ausnutzen. Die bisher gleichberechtigten Deutschen sollen "in eine untergeordnete Stellung" verwiesen werden.

Bisher dementierten die Franzosen, dass Einschnitte aus dem Sparprogramm nicht "gleich und gerecht" verteilt würden. Der "Welt" liegt jedoch ein internes Papier aus Toulouse vor, dass alle Schlüsseltechnologien nach Frankreich abgezogen werden sollen.

Die deutschen Werke sollen dann nur noch Auslauftechniken fertigen. Die wichtige Verbundstoffproduktion in Stade, die Flügelausrüstung des Werkes Bremen oder die Rumpfheckfertigung in Hamburg sollen zum Beispiel nach England und Spanien abwandern.


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WebReporter: no_trespassing
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Deutschland, Deutsch, Frankreich, Airbus, Schlüssel
Quelle: www.spiegel.de

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18 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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04.02.2007 15:11 Uhr von no_trespassing
 
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Wir befinden uns im Wirtschaftskrieg mit den Franzosen. Das haben a) nur viele noch nicht gemerkt und b) will es keiner aussprechen.

Mit Abschaffung der D-Mark, auf die die Franzosen gedrängt haben, wollte Kohl gleichzeitig allerdings die EU nach heutigem Muster. Und er wußte, daß wir trotz Euro wirtschaftliche Führungsstärke ausspielen können.

Ein Dorn im Auge der Franzosen. Die haben bisher noch jede Übernahme von deutscher Seite aus verhindert (siehe Alstom).
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04.02.2007 17:33 Uhr von Ralph_Kruppa
 
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Ich erkläre mich: für befangen.
Bitte schaut Euch folgenden Artikel an:
ID: 654299 von heute (4.2.2007) mit der Überschrift:

"Bundeswirtschaftsminister verschärft Umgangston mit EADS"

Irgendwie macht diese News einen "nachgeschobenen Eindruck". Ich will mal nicht so streng sein und sie als doppelt zu bewerten, also entscheidet selbst!
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04.02.2007 18:50 Uhr von no_trespassing
 
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@Ralph: Die Themen der News hängen zwar zusammen, sind aber inhaltlich im Kern grundverschieden.

Ich hatte übrigens auch noch eine zweite News eingeliefert, wo sich Glos dazu äußerte - Du hast sie allerdings besser formuliert ;-) .
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04.02.2007 19:40 Uhr von Ralph_Kruppa
 
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@DurchgangVerboten: Da hast Du wohl Recht.....
Deine zweite Nachricht ist mir irgendwie durchgegangen. Ich hoffe nur, ich hab Dir diese Nachricht nicht vor der Nase weggeschnappt. Wenn ja, bitte ich um Nachsehen (war nicht meine Absicht, eher meine Unaufmerksamkeit.....)

Eine weiterhin flüssige Feder von Kollege zu Kollege wünscht der Ralleff....;-))
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04.02.2007 19:41 Uhr von questchen999
 
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schwanzvergleich? was soll das, ist das jetzt ein wettkampf von F und D?

da sieht man das sogar in der gleichen kultur globales wirtschaften unmöglich ist ^^... jeder hat seine intressen.

von dem her -> global ist nich zum grössten teil schlecht =)
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04.02.2007 19:51 Uhr von no_trespassing
 
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@Ralph: >>Ich hoffe nur, ich hab Dir diese Nachricht nicht vor der Nase weggeschnappt. Wenn ja, bitte ich um Nachsehen (war nicht meine Absicht, eher meine Unaufmerksamkeit.....)>>

Mach Dir keine Sorgen, manchmal werden News halt doppelt eingeliefert - passiert mir öfter, wenn ich die Suche durchgegangen bin, aber net gemerkt hab, daß in der Warteliste schon eine solche News ist. Also kein Thema :-).

>>Eine weiterhin flüssige Feder von Kollege zu Kollege wünscht der Ralleff....;-))>>

Wünsche ich ebenso, Kollege! ;-)
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04.02.2007 20:32 Uhr von Julizka84
 
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ist doch ok ...: und die Entscheidung von EADS bzw. Airbus.

Aber natürlich ist es auch die Entscheidung der Bundesregierung wenn sie Aufträge storniert und keine neuen erteilt. Warum soll man Unternehmen mit Aufträgen belohnen wenn diese abwandern.
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05.02.2007 05:26 Uhr von jesse_james
 
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@Julizka: Da hast du unsere Regierung missverstanden.

Die sagen zwar sie "überdenken" die Aufträge, das heißt aber nicht das sie ALLE stornieren.

Wer genauer hinschaut merkt das es sich nur um eine Stückzahlveränderung handelt sollte EADS da was zu Ungunsten der deutschen Regierung machen.

Um den Arbeitnehmer/Bürger geht es doch sowie so nicht dabei !
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05.02.2007 06:54 Uhr von _BigFun_
 
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sollen sie doch gehen nur dann sollte kein Cent mehr an Airbus fließen, und gezahlte Subventionen sollten zurückgefordert werden.
Für mich war und ist die EU nichts weiter als der größte Fehler den Deutschland je gemacht hat.
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05.02.2007 09:29 Uhr von Hinkelstein2000
 
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Qualität made in Germany: dazu passt eine Untersuchung (habe ich vor ca. 2 Tagen auf SWR 3 gehört), wonach die deutschen Airbus-Werke die effektivsten sind und diejenigen mit den wenigsten Reklamationen. Komich, und genau die sollen weg? Da wird sich Boeing aber nen Wolf freuen.
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05.02.2007 12:19 Uhr von eros007
 
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Mir schwant Böses: Leider (?) zeigt der "Erfolg" der Franzosen bei der Technologiepolitik zugunsten der Grande Nation, dass man mit Protektionismus anscheinend doch besser fährt als mit einem etwas liberaleren Kurs, wie ihn etwa Deutschland fährt. Das sieht jedenfalls der gemeine Mann. Die Deutschen ackern sich die Finger wund, und die Franzosen kriegen dann die ganze Technologie.

Aber Vorsicht: Wie sieht es denn um die französische Industriepolitik tatsächlich aus? Wie gut läuft die französische Industrie/Wirtscahft mit den staatlichen/protektionistischen Eingriffen? Ein Vergleich mit Deutschland zeigt, dass Frankreich mit Ausnahme von 2006 seit 1995 in allen Jahren stärker wuchs als wir. Wir haben aber auch eine wirtschaftliche Talsohle hinter uns und "performen" seit 14 Jahren schlechter als so gut wie alle Nachbarn. Bleibt der Vergleich Frankreich mit anderen Ländern. Da steht Frankreich an drittletzter Stelle. Nur unterboten von Deutschland und Italien. Besonders toll ist die französische Wirtschaftspolitik also nicht. Wie bei uns ist die Wirtschaft fest in Händen von gewissen "Bürokraten", die Kreativität schon im Keim ersticken und das ganze System lahm legen. Korruption ist auch in Frankreich an der Tagesordnung.

Erfolgreich sind hingegen die "freieren" Länder. Österreich, Skandinavien, Großbritannien, Irland. Länder, die liberaler umgehen. Länder, die nicht auf Protektionismus setzen. Lohnt es sich da wirklich, den dummen französischen Protektionismus nachzuahmen?

Ach ja, Frankreichs Wirtschaft wird maßgeblich von der hohen Geburtenrate gefeuert. Das französische Familienministerium hat errechnet, dass Frankreich mit einer Kinderrate wie Deutschland weniger wachsen würde als Deutschland. Nach Herausrechnen des Effekts vom höheren Nachwuchs ist Frankreichs Wirtschafts sogar schlechter als unsere. Wir sollten uns hüten, eine Wirtschaftspolitik wie die Grande Nation zu betreiben. Dann geht es uns nämlich bald noch schlechter...

P.S. Wenn die Franzosen darauf aus sind, Deutschland zu schwächen (was sie teilweise ja offen zugeben), muss ihnen dennoch ein Riegel vorgeschoben werden. Liberale Wirtschaftspolitik hört dort auf, wo mutwillig etwas Funktionierendes zerstört wird. Und da kommen mir die Franzosen weit schlimmer vor als die Hedgefonds, die angeblich wie eine Heuschreckenplage über unsere Unternehmen herfielen.

Hedgefonds wollen in den allermeisten Fällen Unternehmen, die Geld abwerfen (also im Grunde doch funktionieren), während bei den Franzosen alles auf die nationale Identität rausläuft und die eigene Wichtigkeit gestärkt werden muss. Ich wünsche mir, dass sie mit diesem Großmachtstreben bald stolpern. Für meinen Geschmack nimmt sich ja Deutschland schon viel zu wichtig; die Franzosen übertreffen uns hierbei aber noch bei Weitem. Ich hoffe, sie kommen zur Vernunft. Sonst hat Europa keine Zukunft. Wobei, die Franzosen haben derzeit eben Wahlkampf. Ich hoffe, die Wogen beruhigen sich wieder.

Ansonsten hoffe ich auf einen Anschluss Nordwestdeutschlands an die Niederlande, des Nordens an Dänemark, des Südwestens an die Schweiz und Bayerns an Österreich (mit der dortigen Regierung als alleinige Gewalt für die ersten 4 Jahre). Dann hört das Arschgekrieche der Deutschen bei den Franzosen nämlich auf, und die Franzosen können schauen, wohin sie mit ihrem übertriebenen Stolz kommen.
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05.02.2007 12:35 Uhr von Garviel
 
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@eros: "Hedgefonds wollen in den allermeisten Fällen Unternehmen, die Geld abwerfen (also im Grunde doch funktionieren"

Das meinst du doch nicht im Ernst, oder? NAtürlich wollen die das, aber doch nur, um sie zu "optimieren", mit Gewinn in Teilchen zerschlagen weiterzuverkaufen und das rauchende Trümmerfeld hinter sich zu lassen. Nein, im Vergleich DAZU ist mir sogar französischer Protektionismus noch lieber...
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05.02.2007 13:11 Uhr von eros007
 
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Garviel: deswegen schrieb ich ja auch "in den allermeisten Fällen". Es gibt leider Hedgefonds, die so agieren, wie Du sie beschreibst. Aber die Regel ist doch jene, dass man am weiteren Funktionieren interessiert ist. Schon deshalb, weil man das, was man billig einkaufte, ja teurer verkaufen möchte. Manchmal geht das, indem ein Unternehmen zerschlagen wird (und die ganzen verkrusteten Strukuren entfernt). Aber im Normalfall kann man den Wert eines Unternehmens nicht steigern, indem man nur rauchende Trümmerfelder übrig lässt. Wer sollte das dem Hedgefonds hinterher denn noch abkaufen?

Du hast Recht - Hedgefonds sind nicht gerade freundliche Zeitgenossen. Aber französischer Protektionismus, der einzig das Ziel hat, alles "Wertvolle" in Frankreich anzuhäufen ohne Rücksicht darauf, ob die Teile hinterher mehr wert sind, hinterlässt viel eher rauchende Trümmer.
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05.02.2007 15:31 Uhr von ArrowTiger
 
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Racheaktion? Die Franzosen beklagen sich ja nun seit geraumer Zeit darüber, daß wir mit unserer Unternehmensteuerbefreiungs- und vor allem Niedriglohnpolitik den anderen europäischen Ländern massiv (besonders den Franzosen?) schaden würden. Ob es da Zusammenhänge gibt?
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05.02.2007 16:11 Uhr von eros007
 
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ArrowTiger: Durchaus vorstellbar, dass die deutsche Wirtschaftspolitik der Lohnzurückhaltung mit der damit einhergehenden Verschiebung der Lohnstückkosten in Frankreich auf Widerstand stößt. Wobei die französische Wirtschaft so schlecht nicht dasteht - Spanien und Italien leiden deutlich stärker an unserer Lohnzurückhaltung als die Franzosen. Jedenfalls, soweit ich weiß. Treffend ausgearbeitet ist das Problem der deutschen Lohnzurückhaltung etwa auf http://blog.zeit.de/... oder http://blog.zeit.de/...

Der interessierte Leser kann ja auch weiteres auf der Seite lesen...


Letzten Endes also doch vielleicht ein impliziter Appell der Franzosen an die Deutschen, doch endlich die Löhne zu erhöhen. Es wäre zwar eine sehr implizite Drohung und etwas versteckt, aber im Grunde durchaus vorstellbar. Das würde - ganz nebenbei - auch dem deutschen Binnenkonsum gut tun und damit Arbeitsplätze schaffen.
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05.02.2007 16:54 Uhr von ArrowTiger
 
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@eros007: Danke für die Links - die beiden Grafiken und ihr "Gebrauch" im ersten Link sind schöne Beispiele für die aktuelle Verunsicherungspolitik.

Wenn Du auf Zahlen "stehst": kennst Du Joachim Jahnke?

Link: http://www.jjahnke.net/

Eine m.E. wirklich fundierte Quelle...
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05.02.2007 19:24 Uhr von eros007
 
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ArrowTiger: Ich kannte die Seite schon vorher, habe sie aber noch nicht so eingehend studiert. Da ist jedenfalls einiges Interessantes dabei! Vielen Dank für den Link!
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06.02.2007 09:38 Uhr von Universum22
 
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Was ist nur passiert, vor Monaten war der Airbus Konzern eine aufstrebendes Unternehmen, dann die kleine Panne mit dem neuem Flieger wo sich die Auslieferungszeit verzögert und schon scheint das Unternehmen kurz vor der Insolvenz zu stehen.

Ich bin der Meinung, sollten Jobs oder fertigungen aus Deutschland verschwinden sollte man überlegen aus dem Airbus Projekt zu verschwinden.

Kein Euro mehr aus D-Land ( und das sind dann ne Menge Euros die dann dem EADS fehlen werden ).

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