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Studie: Akademiker werden zunehmend als Praktikanten missbraucht

Schenkt man der Studie "Generation Praktikum - Prekäre Beschäftigungsverhältnisse von Hochschulabsolventen" der FU Berlin Glauben, haben es Hochschulabsolventen im Berufseinstieg so schwer wie nie. Statt einem festen Job gibt es erst einmal ein Praktikum.

In argen Fällen schuften die gut ausgebildeten Fachkräfte dann für Firmen über Monate oder gar Jahre und erhalten dafür schlechte oder gar keine Entlohnung. "Unter dem Begriff 'Praktikum' wird Missbrauch betrieben", so eine DGB-Vorsitzende.

Die Forscher bezeichneten solche Praktika gar als "Übergangsarbeitslosigkeit". Von 25 auf 41 Prozent stieg die Quote derer, die in ein solches Beschäftigungsverhältnis einsteigen. Die Monatsvergütung liegt im Schnitt zwischen 543 und 600 EUR.


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WebReporter: no_trespassing
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Studie, Praktik, Praktikant, Akademiker
Quelle: www.spiegel.de

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03.02.2007 10:43 Uhr von no_trespassing
 
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Ich empfehle bei Interesse die umfangreiche Quelle. Ist schon übel, wenn qualifizierte Fachkräfte, denen man eigentlich versprochen hat, mit mindestens 2000 EUR im Monat einzusteigen nur noch den Bruttolohn eines Azubi erhalten.

Das muß natürlich gesetzlich geregelt werden, aber davor hat die Regierung Angst, weil es sonst etwas schlimmes offenbart: Daß auch Akademiker vor Arbeitslosigkeit nicht gefeit sind. Und das könnte das Kartenhaus zum Einsturz bringen.
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03.02.2007 14:31 Uhr von levo82
 
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Geisteswissenschaften: Mich würde mal interessieren, wie schlimm es denn mit allen technischen Studienrichtungen aussieht.
In der Quelle wird zwar erwähnt, dass schon längst nicht mehr nur die Geisteswissenschaftler von diesem Problem betroffen sind, aber genauer wird darauf auch nicht eingegangen.

Und jetzt mal im Ernst: Wer etwas in die Richtung Philosopie, Kultur etc. studiert, weiss doch eigentlich schon vor dem Studium, dass seine berufliche Zukunft nicht rosig aussehen wird oder?
An unserer Uni wurde kürzlich auch so ein geisteswissenschaftlicher Studiengang eingeführt und der Ansturm darauf war natürlich relativ groß. Kann ich irgendwie nicht wirklich nachvollziehen, sorry.
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03.02.2007 16:12 Uhr von BerlinNews
 
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passt für mich nicht: zusammen mit der news, dass deutschland 2035 das land mit der ältesten bevölkerung sein wird...

Außerdem: Wer sich ausbeuten lässt, ist selbst schuld - Nach meiner Ausbildung habe ich bewusst kostenlose Praktika abgelehnt - Schließlich bekommt man noch nicht mal was vom Staat in der Zeit (nein, auch kein Hart IV, den da darf man nicht arbeiten gehen) - Wozu also den Sklaven spielen? Mein Lebenslauf ist schon voll mit tollen Firmen...
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03.02.2007 17:11 Uhr von Das Allsehende Auge
 
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Ja so ist das in dem "neuen" Deutschland: Überqualifiziert und unbezahlbar (mit einem Satz gesagt)

Also das sieht man bei Ein-Euro-Jobbern genauso wie bei Akademikern. Beide werden sie gerne und bevorzugt genommen (für lau), aber wenn es um Festeinstellungen geht, nein danke, können wir uns nicht leisten, der nächste ("Trottel") bitte.

Tja und Ausbildunkstellen? Tja, das ist auch noch ein Hammer was ich bis jetzt immer oft lese. Erst ab Realschulabschluss. Tja, da hat der größte Teil der Bevölkerung gar keine Chance mehr was zu werden, noch nicht mal mehr Entsorgungstechniker.

Tja schönes neues Deutschland

Und noch was. Merkel predigt. Es muss mehr Ingenieure geben und die Ämter stellen sich Quer, solche Schulungsmöglichkeiten anzubieten und zu finanzieren.

Wie geschrieben, schönes neues Deutschland und Du bist es (Deutschland). :-(

Lange nich mehr geschrieben, Gute Nacht Deutschland, was immer realer wird.

http://deutschland-wette.ch.vu/
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03.02.2007 17:17 Uhr von Das Allsehende Auge
 
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Vergessen: Gemeiner Pöbel geh auf die Strasse.

Düsseldorf macht den Anfang

Jeden Montag 18-19 Uhr am Hauptbahnhof (ist zwar nich das Rathaus, aber ein Anfang und ein Marsch wird man ja wohl hinbekommen ;-)).
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03.02.2007 18:03 Uhr von Das Allsehende Auge
 
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Sorry: Wollte mich Entschuldigen, dass ich hier Ein-Euro-Jobber ("Sozialschmarotzer") und Akademiker ("Gelehrte") in einem Satz genannt habe (Wollen doch Regierungs- und Medienkonform sein.).

Sorry. :-(
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03.02.2007 18:43 Uhr von guelcki
 
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@Allsehendes Auge: >Tja und Ausbildunkstellen? Tja, das ist auch noch ein >Hammer was ich bis jetzt immer oft lese. Erst ab >Realschulabschluss. Tja, da hat der größte Teil der >Bevölkerung gar keine Chance mehr was zu werden, >noch nicht mal mehr Entsorgungstechniker.

Wie bitte? Du stellst hier also die These auf, der größte Teil der deutschen Bevölkerung hat oder macht gerade den Hauptschulabschluss, bzw hat überhaupt keinen Abschluss?

>Es muss mehr Ingenieure geben und die Ämter stellen >sich Quer, solche Schulungsmöglichkeiten anzubieten >und zu finanzieren.

Häh? Schulungsmöglichkeit? Glaubst du, man wird mit einem halbjährlichen Abendschulkurs in der Volkshochschule Ingenieur?

Kennst du den Spruch: "Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal Frese halten!"?

Es ist nicht so, dass ich dir den jetzt an den Kopf werfe, aber beim Lesen deiner Kommentare musste ich doch ein-, zweimal dran denken!
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03.02.2007 18:52 Uhr von guelcki
 
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@levo82: Absolventen technischer Studiengänge haben im Augenblick größtenteils noch nicht mit diesen Praktiken zu kämpfen.

Was ich aber aus dem Bekanntenkreis weiß, ist dass zum Beispiel ganz stark Juristen und BWLer davon betroffen sind.

Der Arbeitsmarkt ist im wahrsten Sinne des Wortes ein "Markt". Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis. Da es Juristen und BWLer wie Sand am Meer gibt (jedenfalls die Absolventen mit einer durchschnittlichen Zensur, Highflyer mal außen vor), können es sich die Firmen leisten, Leute für ein Taschengeld arbeiten zu lassen. Wollen die Betreffenden dies nicht mehr, steht schon der nächste in den Startlöchern.

Dies trifft im Augenblick für die meisten technischen Berufe in diesem Ausmaß nicht zu. Sicherlich gibt es auch dort Negativ-Beispiele, diese sind aber nicht die Regel (vorausgesetzt: wir reden nicht über jemanden mit miserablen Fähigkeiten/Abschluss, der kann es auch in diesem Fachgebiet schwer haben).
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03.02.2007 19:18 Uhr von Das Allsehende Auge
 
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guelcki: Ich hab nichts von Abendschulen erwähnt! Es dauert schon etwas länger (3,5 Jahre plus) und eine gewisse Qualifikation muss man auch mitbringen, aber man muss nun mal auch was reinstecken um was raus zu bekommen ("Deutschland") das kein Airbus 2 z.B. passiert.

SO. Hauptschulabschluss vs. Realschulabschluss: Glaube ersterer ist der verbreitetere (oder Volksschulabschluss, oder wie der jetzt heißt), so war es zumindest früher, heute hab da keine Ahnung, zugegeben.

Aber die Ansprüche, die gestellt werden, werden immer höher, trotz höherer persönlicherer Fähigkeiten, und man bekommt am Ende nichts mehr dafür, doch Hartz IV vielleicht. :-(
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03.02.2007 19:59 Uhr von guelcki
 
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@Allsehendes Auge: >...und die Ämter stellen sich Quer, solche Schulungsmöglichkeiten anzubieten

Tut mir leid, aber was soll man aus diesem Satz lesen, außer Volkshochschulkurs oder ähnlichem?

Ingenieur wird man nach einem kompletten Studium von meistens mind. vier Jahren an einer BA, FH oder Uni. Was soll da bitte das Arbeitsamt (wenn ich das Wort "Ämter" mal so interpretieren darf) finanzieren?

Wenn ist dafür Bafög zuständig, und das gibt es auch heute durchaus noch! (Viele, wie auch ich, bekommen das zwar nicht, aber man kann sein Studium trotzdem auch ohne Eltern finanzieren.)

Was erwartest du denn? Das ein Arbeitsloser vier Jahre lang zB 1000€ monatl bekommt, um an einer Uni zu studieren? Das wäre doch sehr weltfremd!

Du hast Recht damit, dass es mehr Haupt- als Realschüler gibt. Aber insgesamt liegt die Anzahl der Hauptschüler im Sekundarbereich 1 zwischen 35% und 40%. Man kann also kaum vom größten Teil der Bevölkerung reden.

Was hinzukommt: die Aussagen zur niedrigen Qualifikation der Hauptschüler lässt sich sicherlich nicht auf die heute 50-60 jährigen übertragen. Damals war es gerade auf dem Land so, dass fast alle nur auf die Volks-(Haupt)schule gingen. Dies hatte aber mehr mit den Möglichkeiten und dem Willen der Eltern zu tun. In dieser Generation gibt es bei weitem mehr Menschen, die SEHR qualifiziert ihre Arbeit verrichten (zB in der Krankenpflege, also Jobs, die heute Realschule bzw Abitur erfordern), als unqualifzierte. Diese Menschen kannst du also auch nicht zu deinem "größten Teil der Bevölkerung" zählen, da viele von denen relativ "sicher" in ihrem Job stehen.

Ich denke die Diskusion zur niedrigen Qualifikation der Hauptschüler und damit Chancenlosigkeit in unserer Gesellschaft betrifft fast nur die heutigen Schulabgänger.


>Aber die Ansprüche, die gestellt werden, werden immer höher, trotz höherer persönlicherer Fähigkeiten, und man bekommt am Ende nichts mehr dafür, doch Hartz IV vielleicht. :-(

Das hört sich aber sehr pauschalisiert an! Es ist sicher nicht mehr so einfach wie vor zwanzig Jahren einen Job zu bekommnen und zu behalten. Es wird auch noch ein größeres Umdenken in der Bevölkerung von Nöten sein, aber SO schlimm ist es jetzt auch nicht, da es genug Gegenbeispiele gibt!

Sicherlich gibt es viele Menschen, die (unverschuldet) sehr viel Pech in ihrem Leben hatten und es einfach nicht schaffen, im Arbeits- und Alltagsleben wieder auf die Beine zu kommen, aber das ist nicht generell bei allen so.
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03.02.2007 20:59 Uhr von guelcki
 
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@Chorkin: Keine Sorge, so blauäugig bin ich nicht. Bloß Fakt ist, dass es deutlich mehr Menschen MIT Arbeit gibt, als ohne. Ich habe mit meiner Aussage sowieso nicht die aktuelle Situation kommentieren wollen, sondern nur die von mir zitierte pauschalisierte Aussage meines Vorredners, jeder (man) bekommt nichts oder höchstens Hartz 4, denn das stimmt nicht. Er hat seine Aussage nun mal nicht auf 50 jährige unqualifizierte Langzeitarbeitslose begrenzt!

Zu deinen Aussagen über 10e6 Arbeitslose/Sozialhilfeempfänger:

Tu doch bitte nicht so aufgeklärt und Propaganda resistent! Diese Zahlen sind genauso Propaganda, bloß ausgesprochen von der Gegenseite (Gewerkschaften, Arbeitnehmerverbände, Sozialverbände etc). Du bist nicht ein Deut besser, als das was du mir vorwirfst (wobei ich nie gesagt habe, die offiziellen Zahlen und Daten für bare Münze zu nehmen)!

Die Wirklichkeit wird sich wohl doch eher in der Mitte der beiden "Realitäten" befinden!
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03.02.2007 21:19 Uhr von Jorka
 
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@guelcki: Dann sind es immer noch 7 bis 8 Millionen was deutlich zu viel ist.
Wenn ich könnte würde ich mir die Arbeitsverhältnisse der 60er und 70er zurückwünschen, da gab es nämlich sogar noch Vollbeschäftigung! (Leider bin ich zum falschen Zeitpunkt geboren, daher muss meine Generation diese ganze Sch**sse des Arbeitsmarktes ausbaden...
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03.02.2007 21:41 Uhr von guelcki
 
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@Jorka: Keiner bestreitet, dass eine Vollbeschäftigung traumhaft wäre! Ich behaupte ja auch überhaupt nicht, frei von Zukunftsängsten zu sein.

Aber es geht uns als Staat/Bevölkerung auch nicht so schlecht wie viele es darstellen!

Natürlich gibt es viele Menschen am Rande des Existenzminimums oder sogar darunter und Menschen, die alle Perspektive und Hoffnung verloren haben, aber seht euch doch nur mal in einigen unserer Nachbarländer um! Es gibt viele, denen es deutlich schlechter als uns geht, wo es deutlich mehr Menschen gibt, die nicht nur am Exitenzminimum leben, sondern sogar um ihre Gesundheit und Überleben fürchten müssen.

Und wenn man jetzt noch außerhalb Europas guckt, sieht man noch ganz andere Beispiele, wie wohl jeder weiß!

Sicherlich ging es uns teilweise früher besser, aber einem muss immer noch klar sein, dass es uns auch noch deutlich schlechter gehen könnte!
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03.02.2007 22:17 Uhr von jsbach
 
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Immer noch besser: als Navi-Kenner mit `nem Sternchen auf der Motorhaube und "freiberuflicher" Taxlerlizenz,
als Azubi-Gehalt !!
Guter, junger Deutschmichel....
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03.02.2007 22:55 Uhr von kawa
 
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Faule Studies, die es mal so geschaft haben haben eben die Arschkarte! Wer im Studium nich Vollgas gibt, hat heutzutage leider verloren. Das ist gerecht und der Situation angepasst. Ein Hochschulstudium ist unbedeutend (gearbeitet hat doch da noch keiner) und vom Wissen alleine gibts eben mal keinen Blumentopf.

MFG
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03.02.2007 23:58 Uhr von Ralph_Kruppa
 
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Das Problem: ist schon älter.
Schon vor mehr als 10 Jahren wurden eigentlich gut ausgebildete zum Teil studierte Mitarbeiter in der Fernseh- und Medienbranche als billige "Arbeitsesel" benutzt.

Wenn sie dann einen Festvertrag erhielten, beinhaltete der eine Probezeit von sechs Monaten. Für den Fall, dass ein "Pilot" nicht zu einem Erfolg wurde, wurden selbstverständlich auch die Mitarbeiter des Teams rausgeworfen.... Halt: Falsch. Ihr Arbeitsvertrag wurde nicht verlängert.

Wundert mich nicht, ist Konsequenz der "Geiz-ist-geil"-Mentalität. Warum sollte das bei einem Unternehmen anders sein?
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04.02.2007 02:27 Uhr von El_kritiko
 
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Hier ein interessanter Link lest auch mal diesen bischen älteren Artikel durch:

http://www.zeit.de/...

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04.02.2007 04:45 Uhr von Razorback2
 
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Bravo @DGB-Mitarbeiterin! Über solche Erkenntnisse, das Praktika nichts als unverschämte oft auch sehr zweckentfremdende "Ausnutzereien" von Studenten und anderen sind, die nach / während der Hochschule eine praktische Tätigkeit in Praktikumsform machen nachweisen müssen, kann man sich nur freuen.

Hab ich auch hinter mir: Arbeiten wie ein Tier, unverschämte Arbeitslosenwitze anhören müssen, wenn ich morgens die Dienststelle betrat und unmenschliches Verlangen: Sollte mit Privat-PKW Büro-Schränke aus Metall holen. Bei Weigerung drohten sofortige Kündigung + Androhung von Sätzen mit Arbeitsverweigerung im Praktikanten-Beurteilungszeugnis.

Als ich sagte lediglich einen PKW zu besitzen muffelte man zurück: Wenn ich mich weigere knnte ich es ja abschaffen. Wenn ich aus der Praktikumsstelle flöge, wäre das Studium nichtig und somit das BAFöG...
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04.02.2007 13:02 Uhr von maotheogee
 
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guelcki: Wenn ist dafür Bafög zuständig, und das gibt es auch heute durchaus noch! (Viele, wie auch ich, bekommen das zwar nicht, aber man kann sein Studium trotzdem auch ohne Eltern finanzieren.)
.. sein Studium ohne Eltern finanzieren. Intressant.
Also wenn man nicht in ein Studentenheim kommt kann man locker mal 400 Euro Miete bezahlen. So da kommt nun das ganze Essen dazu. Vielleicht wäre Internet und Handy auch nicht schlecht....Studieren.. ähm eine Frage braucht man da nicht oft Bücher(leider sind die nicht billig)
Also wer sich sein Studium ohne Eltern finanzieren kann...respekt.. dann hat er wohl den Schatz der Tempelritter gefunden oder wat weiss ich...
scheisse wird hier in ssn gelabert sonst nichts
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04.02.2007 13:04 Uhr von maki
 
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"Juristen" und "BWLer"? Selbst schuld, kann man da nur sagen. Sowas würd ich nichmal nen kostenlosen Praktikumsplatz anbieten... :-P
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04.02.2007 21:34 Uhr von guelcki
 
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@maotheogee: Tschuldigung, aber ich schaffe das! Mein monatliches Einkommen liegt zwischen 800-1000€, habe mit meiner Freundin (auch Studentin ohne Bafög, ohne Unterstützung von Mama&Papa) eine 3-Zimmer Wohnung, Handy, Internet und mit ihr zusammen ein Auto. Mein Studium schaff ich unterhalb der Regelstudienzeit mit Diplom <1,5 und Freunde habe ich auch noch.

Sicherlich erfordert das einen ziemlichen Einsatz, und man muss auch mal nachts und am WE arbeiten, aber es geht!

Es bekommt bestimmt nicht jeder hin, und es langt auch sicherlich kein Job mit 10 Std wöchentlich an der Tankstelle, aber es geht.

Bloß weil du das nicht schaffst, brauchst du nicht zu behaupten, dass ich Scheiße laber!!!
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04.02.2007 22:05 Uhr von silent_warior
 
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@ guelcki: Ich find das echt interessant, lebst bestimmt im Westen deutschlands und in einer Gegend mit geringer Arbeitslosigkeit.
Du bekommst 800 bis 1000 Euro bruto nehm ich mal an, also für so ein Geld muss man in Ostdeutschland schon volltags arbeiten gehen. Es sei denn du hast einen supi Bürojob oder sowas, und gehst nur halbtags.

Was studierst du eigentlich ?
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05.02.2007 11:09 Uhr von eros007
 
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Studie nicht überbewerten: Wie ich schon zu einer anderen News schrieb, sollte man diese Studie nicht überbewerten. Man sollte nicht leugnen, dass es die Leute mit Dauerpraktika gibt, aber die Prozentzahlen sind einfach nur Quatsch. Warum?

Ein paar Anmerkungen:
1. Es sind nur Daten von 2 Unis in Deutschland (FU Berlin, Uni Köln) gesammelt worden. Diese Unis haben eine eher geisteswissenschaftliche Ausrichtung. Meines Wissens ist das Phänomen bei technischen Fächern (Natur- und Ingenieurwissenschaften) weit weniger ausgeprägt. Derzeit sind die Berufsaussichten sogar sehr gut (wenn man denn bereit ist, auch in kleinen Unternehmen im ganzen Lande zu suchen, sollte man keine Probleme haben, einen Job mit >2000 Euro brutto im Monat zu finden, i.d.R. sogar >2500).
2. Die FU Berlin befindet sich in einer wirtschaftlich schwachen Region unseres Landes, die Uni Köln in einer durchschnittlichen. Für einen halbwegsen Querschnitt hätte man mindestens 10 Unis hernehmen müssen - im besser laufenden Süden ebenso wie im schwachen Norden/Osten.

Daraus schließen wir, dass die Studie keineswegs ein Bild von ganz Deutschland zeichnet. Man kann einen Trend ablesen, der durchaus beunruhigend ist, aber im Prinzip kann man vom Rest noch nicht viel behaupten.

Es kommt noch schlimmer:
3. Für die Studie wurden ~1800 Fragebögen verschickt, und gut 500 kamen ausgefüllt zurück. Man bildet also nicht mal einen Querschnitt der beiden untersuchten Unis ab. Im Grunde kann man also nur sagen, dass von den Befragten 11% ein Praktikum nach dem Studium anschließen mussten, 19% gleich eine Festanstellung bekam und der Rest keine Angaben machte. Alles andere ist Humbug. Zahlen sind geduldig. Aber nicht alle Zahlen sind richtig. Ich vermute ja, dass es bei den "Praktikanten" eine höhere Beteiligung an der Studie gab als bei denen, die gleich eine Arbeit bekamen. Es ist schließlich naheliegend, dass man sich eher für eine Studie der Hans-Böckler-Stiftung interessiert, wenn man selbst ein Betroffener ist. Es muss nicht so sein, aber ich _vermute_, dass die reale Anteil der "Praktikanten" bei den Abgängern der beiden Unis unter 30% (Studie sagt 37%) lag.

Und selbst wenn alle 1800 Studenten mitgemacht hätten, sollte man nicht auf die Zahlen wetten. Es spielt schließlich auch eine Rolle, wie man die Frage formuliert hat.

Es ist kein Zufall, dass man über Statistiken sagt, dass man nur solchen glauben sollte, die man selbst gefälscht hat. Man muss immer schauen, wer hinter der Studie stand. Wenn die gewerkschaftsnahe Hans-Böckler-Stiftung das rausbekommt, was sie eh schon dachte, werde ich skeptisch. Meine Nachprüfungen (s.o.) ergeben, dass die Zahlen ein riesiger HUMBUG sind. Ich würde solchen Zahlen eher Glauben schenken, wenn eine arbeitgebernahe Stiftung auf ein solches Ergebnis kommt (die dem Ergebnis entgegengesetzte Interessen hat)...

Es gibt leider durchaus die Tendenzen zur Generation Praktikum (schließlich gab es etwa 200 Studenten der genannten Unis, die das angaben), aber die Zahlen sind so nichts wert. In meinem Bekanntenkreis sind eigentlich nur solche Leute Nachstudium-Praktikanten, die entweder "große Helden" im Erwerb von Uni-Kenntnissen waren und/oder sich total auf ein Gebiet fixiert hatten und nicht die Chancen in Nachbargebieten sahen. Fairerweise muss ich sagen, dass ich im gut laufenden Bereich der Natur-/Ingenieurwissenschaften an einer der drei Elite-Unis ausgebildet wurde und im Süden des Landes lebe... Eines ist für mich aber klar: Die Generation Praktikum gibt es jedenfalls nicht als landweites Phänomen über alle Fachbereiche hinweg. In manchen Fächern und manchen Gebieten aber sehr wohl. Das ist bedauerlich und muss geändert werden!
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05.02.2007 11:25 Uhr von eros007
 
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@BerlinNews: "passt für mich nicht zusammen mit der news, dass deutschland 2035 das land mit der ältesten bevölkerung sein wird..."

Das Problem ist ja, dass das alles sehr wohl miteinander verwickelt ist. Weniger Nachwuchs -> weniger Innovation -> weniger Arbeitsplätze -> Knappheit.

Dass man die Arbeitslosigkeit durch eine geringere Kinderrate senken kann (jedenfalls im Fall Deutschlands), ist zwar ein gern genanntes Argument, aber eigentlich absoluter Quatsch. Eher gilt das Gegenteil - sinkt die Kinderrate, steigt nach 5-10 Jahren die Arbeitslosigkeit (lege einfach die Kurven mit der Kinderzahl pro 1000 Einwohner und der Arbeitslosigkeit übereinander und vergleiche).

Insofern kann es also sein, dass der zu geringe Nachwuchs das Problem der fehlenden Arbeitsplätze verstärkt.

Allerdings sollte man nicht übersehen, dass beim Arbeitsplatzangebot die Wirtschaftspolitik des Staates eine gewichtige Rolle spielt. In Deutschland ist es für junge Leute unattraktiv, ein Unternehmen zu gründen. Die Banken sind mit den Krediten zu restriktiv, die Bevölkerung als Ganzes begeistert sich zu wenig für neue Ideen. Die Bürokratie macht vielen kreativen jungen Leuten das Leben schwer... und so weiter. Außerdem ist die Forschung unseres Landes in Zukunftstechnologien (z.B. Gentechnik) äußerst schwach - mit der Folge, dass kreative Köpfe ihr Potential entweder nicht entfalten können oder abwandern und im Ausland Arbeitsplätze schaffen. Das Ausbildungsniveau unserer Bevölkerung ist im internationalen Vergleich nur durchschnittlich (einzig bei manchen Ingenieurbereichen sind wir noch spitze). Dazu kommt, dass die Bevölkerung als Ganzes sehr forschungs- und fortschrittskritisch ist, was wohl nicht zuletzt an der schon heute zu beobachtenden Überalterung liegt. Insofern schließt sich der Kreis. Wir werden (wenn sich nichts Grundlegendes ändern) 2035 das Land mit der ältesten Bevölkerung weltweit sein. Heute spüren wir natürlich schon die Auswirkungen davon. Wir sind das Land mit dem geringsten Anteil der 25-35-Jährigen (die "innovativste" und fortschrittsfreundlichste Gruppe der Bevölkerung). Die Überalterung bringt also keineswegs Entlastung, sondern verbaut noch Chancen. Jedenfalls, wenn wir so weiter machen wie bisher. Ein Umdenken aller (insbesondere der Älteren) wäre nötig.

Sonst werden die Leistungsträger noch verstärkt abwandern, und mit ihnen die Arbeitsplätze. Die "Generation Praktikum" wäre dann wohl erst eine Vorstufe einer noch schlimmeren Lage für die jungen Leute...

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