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Diebstahl antiker Bücher: Uni Bonn verklagt Professor auf 272.000 Euro

Seit Jahren beschäftigt der Fall schon die deutsche Justiz, nun hat die Universität Bonn eine Zivilklage auf Schadensersatz gestellt. 272.000 Euro soll ein 51-jähriger Germanistikprofessor für den Raub und Verkauf von 105 wertvollen Werken bezahlen.

Der Literaturwissenschaftler hatte in Bonn habilitiert und lehrte an der Uni Rostock. Über Jahre hinweg hatte er historische Werke der Bibliothek entwendet und durch alte Bücher ersetzt. Der zuerst geständige Akademiker schweigt nun zu den Vorwürfen.

Im laufenden Strafprozess gegen ihn wurde er zu einer Bewährungsstrafe von eineinhalb Jahren verurteilt, woraufhin seine Anwälte aber Einspruch einlegten. Wenn er den Prozess verliert, wird ihm seine Professur aberkannt werden.


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WebReporter: Blizzard2005
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Euro, Diebstahl, Buch, Bonn, Uni, Professor
Quelle: www.spiegel.de

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8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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02.02.2007 18:43 Uhr von Blizzard2005
 
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Für genauere Informationen verweise ich gerne auf die Quelle, ist sehr interessant!
Ich empfinde es als eine riesige Frechheitund hoffe er verliert sowohl den Strafprozess als auch die Zivilklage. Wie kann man nur so gierig sein und eine Bibliothek so bestehlen.
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03.02.2007 02:30 Uhr von radiojohn
 
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Vorsicht: mit den präzisen juristischen Ausdrücken bitte.
Ein Raub (Ks 1) wird immer in Verbindung mit Bedrohung durch Waffen gebracht. Und das war sicherlich hier nicht der Fall.

r.j.
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03.02.2007 06:24 Uhr von jesse_james
 
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@radiojohn: Vielleicht hat der Germanistikprofessor ja eine Waffe auf die Bücher gerichtet und diese aufgefordert sich ihm ohne Gegenwehr anzuschließen *g* (wobei das allerdings dann Entführung und nicht Raub wäre ^^)
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03.02.2007 06:41 Uhr von fruchteis
 
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@jesse: Entführung ist das eigentlich auch wieder nicht, höchstens Geiselnahme, denn er hat sie ja dann gleich gegen Geld eingetauscht...
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03.02.2007 06:43 Uhr von fruchteis
 
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Spaß beiseite: Ich find das echt Scheiße, eine Bibliothek um so alte Sachen zu bestehlen, nur aus Geldgier. So sind diese Bücher der Öffentlichkeit entzogen, es sei denn, sie werden alle aufgefunden und zurück gebracht. Ich weiß, wovon ich spreche, denn ich hab schon öfter Bücher verzweifelt gesucht, bis ich dann endlich ne Bibliothek gefunden hatte, wo sie zum Bestand gehörten.
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03.02.2007 12:13 Uhr von christi244
 
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Hallo: hier geht es ganz präzise um Diebstahl und Hehlerei.

Was ich an der Sache nicht verstehe ist einzig den Punkt, wshalb diser Fall die deutsche Justiz schon seit Jahren beschäftigen soll.

Jeder kleine Dieb kommt sofort vor den Kadi und wird abgeurteilt. Was anderes ist das hier auch nicht.

Und die Zivilklage läuft parallel zum Strafverfahren. Von daher ist es noch merkwürdiger, dass das Strafverfahren nicht zum Abschluss gekommen ist, denn die Zivilklage bzw. der Erfolg dieser Klage hängt hier am Urteil des Strafverfahrens. Woran hapert es?
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03.02.2007 12:28 Uhr von christi244
 
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Oops hab nicht zu Ende gelesen. Berufung läuft ja. Dieses Recht hat jeder Verurteilte.

Dann wird sich wohl die Durchführung der Zivilklage hinziehen bis zum Abschluss des Berufungsverfahrens.
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07.02.2007 22:30 Uhr von jsbach
 
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Das sollte einmal ein: "normal Sterblicher" in alten Bibliotheken tun. Mit
Sicherheit würde der wegen Diebstahl und sonstiges angezeigt und ev. verurteilt (Bewährung?).
Aber der Herr Prof. ist halt was besseres und meint
halt, die Sachen einfach mal mitgehen lassen.
Hoffentlich verliert er die Berufung und seinen Titel.

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