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Berlin: Wärmster Januar seit über 200 Jahren

In der Bundeshauptstadt war der Monat Januar mit einem durchschnittlichen Monatsmittel von plus 5,5 Grad Celsius der wärmste seit Menschengedenken. Nur im Jahr 1796 lag das Monatsmittel noch etwas höher, so der Wetterdienst MC-Wetter.

Orkantief "Kyrill" hinterließ ebenfalls bleibende Spuren in der Klimastatistik der Bundeshauptstadt vom Januar 2007. Der vergangene Monat war fast doppelt so niederschlagsreich, trotzdem lag die Sonnenscheindauer nur knapp unter Normal.

Wissenschaftler haben eine Erklärung: Mit einer maximalen täglichen Niederschlagsmenge von 45 Litern pro m² wurden in Berlin-Dahlem während des Orkans die höchsten Niederschläge registriert, die jemals in Berlin gemessen wurden.


WebReporter: Ralph_Kruppa
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Berlin, Jahr
Quelle: www.moz.de

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9 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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02.02.2007 08:05 Uhr von Ralph_Kruppa
 
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Im Original findet Ihr noch ein paar Infos. Zudem möchte ich Euch noch eine nette Langzeitreihe offerieren, anhand derer Ihr seht, dass ungewöhnliche Temperaturunterschiede durchaus üblich sind.

Der Link wird umgehend im "thread" nachgeliefert. Versprochen! Kleiner Tipp: Deutscher Wetterdienst!
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02.02.2007 09:14 Uhr von Ralph_Kruppa
 
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Und hier der Link: zur angesprochenen Langzeitdatenreihe.
Ganz interessant:

Anzuschauen unter:
http://www.dwd.de/...
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02.02.2007 09:36 Uhr von pokerass
 
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ich dachte immer: mit der Wetteraufzeichnung sei erst 1904 (plus/minus) angefangen worden. Das ist aber noch keine 200 Jahre her. Da werde ich mir mal die Quelle reintun.

Ralph: Was soll diese Formulierung "seit Menschengedenken", wenn es gerade mal um 200 Jahre geht? Vor allem widersprechen schon die dartauffolgenden paar Worte und die Angabe des Jahres 1796. Wenn der Januar in dem Jahr wärmer war als der vergangene, dann ist es sowieso nonsense.
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02.02.2007 10:36 Uhr von up to date
 
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@pokerass: *lol*, find ich auch geil ;)

Komisch, dass wir was vom Trojanischen Krieg wissen.
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02.02.2007 10:39 Uhr von usambara
 
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vor Ungeziefer werden wir uns im Sommer nicht retten können.
Habe meinem Sohn ein Schlitten gekauft, ob er ihn jemals
fahren wird?
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02.02.2007 15:17 Uhr von jauer
 
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Schöner Text, bitte lesen "Zunächst ging unser Land am Waldsterben zugrunde. Dann
an Atomkraft, BSE und Elektrosmog. Schließlich fielen die
Kampfhunde über uns her. Gestern kam der Feinstaub
dazu. Heute ist es die Vogelgrippe. Morgen die
Kinderlosigkeit. Wir leben in immer kürzeren Zyklen
kollektiver Panikmache.

Jürgen Habermas mag mit seiner Analyse von der „neuen
Unübersichtlichkeit“ einer komplexen Welt richtig liegen,
aber wir reagieren darauf nicht mit „repressionsfreiem
Diskurs“, sondern mit Flucht in mythische Ängste. Diese
neue hysterische Kultur öffnet freilich – und das macht das
Treiben einer dauer-erregten Gesellschaft ärgerlich – der
kollektiven Verdummung Tür und Tor.

Die nahe liegende Kritik am vulgären Alarmismus trifft
zuerst die Medien, die aus geschäftlichen Zwängen das
Publikum in den Sensationismus treiben. Aus der alten
Verleger-Erkenntnis „Only bad news are good news“ ist
inzwischen ein Jahrmarkt der boulevardesken
Geisterbahnfahrt geworden. Wir unterliegen einer
RTLisierung der politischen Kultur, die jede Minustemperatur
als „Blitzeis“, jeden schwülen Sommertag als
„Klimaschock“, jedes fiebrige Huhn als „Pestboten“ und
George Bush als „Weltkrieger“ stilisiert.

Es sind aber nicht nur Medien, die aus wirtschaftlichen
Gründen am Teppich der Ängste weben. Ganze
Berufsgruppen verdienen heute als „Lobbyisten des
Negativen“ (Matthias Horx) ihr Geld – von Klimaforschern
bis hin zu Standortkritikern. Angst scheint in Deutschland
einer der wenigen Wachstumsmärkte. So existiert von
Meinhard Miegel bis Greenpeace ein kommerzielles Milieu
der Niedergangspropheten, eine Industrie der Angst. Obwohl
ihre Prognosen – man erinnere sich, der Club of Rome sagte
für das Jahr 2000 eine Erdbevölkerung von 30 Milliarden
Menschen und Hungersnöte mit 300 Millionen Toten voraus
– bis ins Groteske falsch sind, behalten sie doch immer
Recht. Im Zweifel habe gerade der Alarmschrei ihrer
Warnung das Schlimmste verhindert – frei nach Marcel
Proust, wonach Apokalyptiker die wahren Lebenskünstler
sind, da sie laufend angenehme Überraschungen erleben.

Die ökonomische Bedeutung der Angst haben inzwischen
selbst Versicherungs- und Pharmakonzerne erkannt.
„Disease Mongering“ – die Pathologisierung gesundheitlicher
Zustände – lautet der Megatrend der Medizin- und
Nahrungsmittelindustrie. Kopfschmerzen? Sodbrennen?
Zwicken? Das sind keine Lappalien mehr, das sind
„Vorboten“! Vorboten für ganz Schlimmes. Neue
Medikamente oder Nahrungszusatzstoffe, Vitaminpräparate
und Fitnessjogurts brauchen neue Ängste. Also werden sie
geschürt.

Selbst der Wetterbericht verkommt zum Hochamt des
Katastrophismus. Jeder Wirbelsturm auf Jamaika, jedes
Buschfeuer in Australien und selbst Hochwasser in
Guatemala werden in Kriegsberichterstattermanier
präsentiert: Neues von der Front der ökologischen
Apokalypse. Wir haben kein Wetter mehr, wir haben nur
noch Varianten der Klima-Katastrophe.

Dieser Alarmismus – so sagen uns die darüber amüsierten
und so viel entspannteren Briten – sei so deutsch wie das
Oktoberfest und die Kuckucksuhr. Haben wir wirklich eine
kulturelle Strategie der Selbstbestrafung durch Angst?
Projezieren wir unser schlechtes Gewissen für unseren
Wohlstand, für unseren Frieden, für das Autofahren oder
Steakessen auf Bestrafungsfantasien der Natur?

Oder ist es nur das Faustische, das uns zuweilen in den
Selbstmordversuch treibt? Ist es der protestantische
Grundzweifel? Wirkt gar Nietzsche nach, und der neue
Alarmismus ist nur eine Variante der alten Übermenschelei?

Zumindest wecken die Reiter der Apokalypse
Größenfantasien. Sie erzählen – mit immer neuer Melodie –
aber doch das uralte Lied von der auserwählten Generation,
von der Einmaligkeit und Finalität der eigenen Zeit und
Existenz. Da wächst jeder Gernegroß zum Propheten der
Endzeit. Von Carlo Schmid stammt die Beobachtung, dass
manche Menschen nur deshalb Untergangspropheten sind,
weil sie sich selbst so genau kennen.

Beim neuesten Thema der hysterischen Szene gilt das auf
besondere Weise. Denn das heißt Demografie. Die
Deutschen sterben aus, die Gesellschaft wird kinderlos und
die Menschen am Ende monadenhaft isoliert, überaltert,
gestört, versingelt – auch hier ist alles totalitär, absolut und
vor allem absolut schrecklich. Ein Wahn-Sinn unter vielen.
Denn natürlich sterben die Deutschen nicht aus und die
These vom Monadentum kuriert ein Blick in jede deutsche
Kneipe, in jeden Sportverein.

Man wird den Verdacht nicht los, dass der Alarmismus auch
der letzte Ideologieersatz einer geistig erschöpften Zeit sein
könnte, gewissermaßen die postmoderne Rache für die
Ironisierung aller Dinge. Auf die Deeskalation des Heiligen
folgt die Eskalation der Apokalypse. Kann das sein? Es
wäre wenigstens undramatisch."

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02.02.2007 15:29 Uhr von Muta
 
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jauer: Klar gibt es übertriebene Panikmache in vielen Gebieten, weil Einige davon profitieren (z.B. wird die Rentenpanik natürlich wesentlich von privaten Versicherungsträgern unterstützt). Da hast du schon mit Recht.
Aber deswegen ist ja nicht gleich komplett Alles was uns langfristig schlimme Folgen prophezeit fundamental falsch.
Das starke Schmelzen der Gletscher und Polkappen (was sich nicht so schnell regeneriert) ist nunmal Wirklichkeit und damit die Erderwärmung. Auch das menschliche Einwirken darauf ist durchaus wissenschaftlich beweisbar.
Lediglich die Folgen davon sind freilig schwer berechenbar im hochkomplexen weltweiten Ökosystem. Allerdings ist es doch wahrscheinlich, dass solch eine Veränderung vom Natürlichen eher deutlich negative als positive Folgen haben wird.
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03.02.2007 00:21 Uhr von borgir
 
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schlimme sache: und das sollte endlich mal diejenigen wachrütteln, die was ändern können....keine autorennen mehr, keine boots-rennen mehr, keine motorrad-rennen mehr, keine flieger-rennen mehr usw usf....das wäre mal ein guter anfang....dann kann man über die autofahrer und die industrie reden....denn diese beiden sparten sind nötig, die rennen unnötig.
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03.02.2007 23:07 Uhr von Superhecht
 
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@autor: 6,2°C ist im Falle einer Monatsdurchschnittstemperatur nicht nur "etwas" höher als 5,5°C

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