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Nele Hirsch (Die Linke): Praktika-Missbrauch der Unternehmen stoppen

Nele Hirsch (Fraktion: Die Linke) äußerte sich zur Studie des DGB. Diese Studie betrifft die berufliche Situation von Praktikantinnen und Praktikanten.

Sie sagte, dass der Missbrauch von Praktika keine Ausnahme darstelle, da 37 Prozent aller Praktikanten ein bis mehrere Praktika durchlaufen, häufig sogar ohne Vergütung. Die Praktika nach dem Studium wären um über 60 Prozent in zwei Jahren gestiegen.

Die weiblichen Praktikanten würden oft doppelt so viele Praktika machen wie ihre männlichen Kollegen.


WebReporter: Aguirre, Zorn Gottes
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Unternehmen, Missbrauch, Die Linke, Hirsch, Praktik
Quelle: www.presseportal.de

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16 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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01.02.2007 13:27 Uhr von JCR
 
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Stimmt schon,: dass häufig Arbeitsplätze durch die günstigeren Praktika ersetzt werden.

Aber andererseits: Eine Praktikantenstellen haben oder nicht haben? Das ist hier die Frage.
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01.02.2007 13:29 Uhr von 666leslie666
 
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@ JCR: Zitat:
Eine Praktikantenstellen haben oder nicht haben? Das ist hier die Frage.

häufig sogar ohne Vergütung.
Bei den Aussichten... :-/
Ganz bestimmt nicht.

Alles Sklaventreiber...

Mlg
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01.02.2007 13:44 Uhr von Inspektor
 
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Ausbeutung: wird ja auch mal zeit, dass sich jemand mit dem thema befasst!
wenn ich mich hier unter studienkollegen umhöre, ist es mittlerweile sogar normal, für ein praktikum kein geld zu bekommen. ich hatte bisher immer das glück für meine praktikas wenigstens ein wenig geld zu bekommen.
das schlimmste an der situation ist, dass unternehmen mittlerweile fest mit praktikantenstellen rechnen, da sie wissen, dass für viele studiengänge eins oder mehrere praktikas vorgeschrieben sind.
merkwürdig ist auch, dass die politik erst jetz darauf reagiert, da es ja der arbeitslosigkeit entgegenwirkt...ach nein, wahrscheinlich zählt ein praktikant sogar zur arbeitenden bevölkerung...
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01.02.2007 13:55 Uhr von opppa
 
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Wenn das per Gesetz verboten wird, bekommen die Koalitionsparteien eben keine "Zuwendung" der Wirtschaftslobby mehr!

Also kann das so nichts werden!
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01.02.2007 14:00 Uhr von JP_walker
 
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nun: studenten zählen zumindestens nicht als arbeitslos und ja praktikanten werden aus den statistiken rausgenommen.
Praktika ohne vergütung ist doch normal? Als chef würde ich nie jemanden einstellen, der keine ahnung hat, den ich nicht einstellen müsste, von dem ich keine vorteile habe usw. Praktikanten nehmen praktikas um etwas zu lernen und das kostenlos.
Schließlich bekommt ein Schüler fürs lernen in der Schule auch kein geld.

Ich verstehe diese ganze aufregung nicht. Das ist schon seit jahren so und wenn es sich ändert stellen die firmen halt keine Praktikanten mehr ein und der Student schafft das Studium nicht.
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01.02.2007 14:09 Uhr von levo82
 
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unvergütete Praktika: Es wird sicherlich stark von der Branche abhängig sein, aber ich hatte eigentlich keine allzu großen Probleme für mein Studium (Informatik) einen bezahlten Praktikumsplatz zu bekommen. Man darf natürlich nicht mit einem Übermaß an Lohn rechnen... 500 Euro pro Monat reichen ja auch für ein bescheidenes Leben. Vom Studium kennt man das ja sowieso nicht anders. ;)
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01.02.2007 14:21 Uhr von Whitechariot
 
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@ JP_walker: Normal? Wo lebst Du denn...

Wenn man als Schüler mal irgendwie ein, zwei Wochen ist ok - da bekommt man in der Regel nichts für, ok.

Wenn es aber um mehrmonatige Fachpraktika, Praxissemester etc. von Studenten geht, bringt man ja auch Wissen und Können in ein Unternehmen ein und kommt da nicht täglich zum Kaffeekochen oder Fegen vorbei.
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01.02.2007 14:42 Uhr von eris23
 
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Wer Lesen kann Es geht hier doch nicht um die Praktika, die man selbstverständlich und sinnvollerweise während eines Studium macht und die für auch für die Arbeitgeber eine Investition sind.
Das Problem ist, daß Akademiker nach Abschluß des Studiums oft jahrelang von Praktikum zu Praktikum tingeln, nur um nicht den Makel der Arbeitslosigkeit im Lebenslauf zu haben und um wenigstens Berufspraxis zu bekommen, wenn sie schon nicht dafür bezahlt werden.
Die leisten da vollwertige Arbeit, arbeiten häufig sogar länger und härter als die festangestellten Kollegen ("Sie wissen ja, worum es geht") und sind damit erstklassige und billig-willige Arbeitskräfte.

Welcher gewerblich Ausgebildete würde sich denn so eine Karriere gefallen lassen?
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01.02.2007 14:43 Uhr von SunSailor
 
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@Whitechariot: Das ist das, was die Universitäten gerne vermitteln wollen - wie alle Theorie ist aber auch das fern ab jeder Praxis. Mit den meisten Studenten kann man in einem Praktikum kaum etwas anfangen, was sollen die auch einbringen, wenn sie noch nie praktisch gearbeitet haben? Die Universitäten haben das Selbstverständig, den *eigenen* Nachwuchs, also Forscher, auszubilden. Dass dies in einigen Bereichen nicht der Realität entspricht, z.B. Wirtschaftswissenschaft, wird da gerne ignoriert. In der Praxis nutzen aber alle Theorien nichts, die Leute müssen erst sehr aufwendig eingearbeitet werden. Trotzdem sollte zumindestens eine Art "Unkostenpauschale" drin sein - obwohl man immer bedenken sollte, dass es noch nicht lange her ist, dass man auch für eine normale Ausbildung den Lehrmeister bezahlt (!) hat, damit er einem was beibringt. Das Hauptproblem aber sind doch nicht die Studienbegleitenden Praktikas, sondern jene, die *nach* dem Studium kommen - und auch hier gebe ich die Schuld nicht einmal den Unternehmen. Welches Unternehmen wird denn schon freiwillig für etwas bezahlen, was die Leute aus mangelndem Selbstbewusstsein freiwillig vorbeitragen? Ich hab das mehr als einmal erlebt, dass ich auf der gleichen Stelle vergütet wurde, weil ich gleich das Thema Gehalt angesprochen habe, während andere mit einem Hungerlohn oder für lau nach Hause geschickt wurden. Einfach weil sie es von sich aus angeboten hatten, in der puren Panik, keine Stelle zu bekommen. Eine Panik, die jeder realen Grundlage entbährt, durch die Medien (Z.B. Spiegel) künstilich geschürt wurde (Generation Praktikum klingt ja auch toll als Headline) und nun, wenn man nicht aufpasst, zu einem gefährlichen Selbstläufer wird. Andererseits gibt es aber auch Branchen (Witzigerweise gerade besagter Journalismus, aber auch andere, primär medienorientierte) in denen entgeltfreies Praktikum und Volontariat schon seit Jahrzehnten (Falls es jemals anders war) zum normalen Lebenslauf gehören. Da muss sich jeder selber aussuchen, ob er in einen völlig überlaufenen Traumberuf streben will - und dabei massiv Vorleistung erbringen muss - oder ob er doch nicht lieber in eine eher konservative Richtung will - aber mit einem gesicherten und vor allem selbstverständlichen - Gehalt. Wenn man sich diese Studien nämlich anschaut, erkennt man, dass es meist genau diese Ausrichtungen sind, die hierbei hervorstechen (Z.B. Germanistik studiert und jetzt die riesen Job-Erwartungen - klar muss man da erst mal Praktikum machen, um erst mal was handfestes zu erlernen und von der Realität was mitzukriegen).
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01.02.2007 15:00 Uhr von eris23
 
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SunSailor: Du hast offensichtlich nicht mal im Ansatz verstanden, worum es in dem betreffenden Artikel geht...
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01.02.2007 15:13 Uhr von Johnny Cash
 
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Wenn: man 6 Monate in einem Betrieb ohne Vergütung arbeitet ohne übrhaupt eine realistische Chance auf einen Arbeitsplatz oder eine Ausbildung zu haben ist das für mich eindeutig Ausbeutung.

Dagegen muß vorgegangen werden.
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01.02.2007 16:06 Uhr von mercator
 
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Lest doch bitte: den Beitrag von "eris" - ich habe zusammen mit meinem Sohn (Master of Business Sciences, Examen mit Auszeichnung, anderthalb Jahre Auslandserfahrung usw.) 8 Monate Stellenanzeigen studiert. Was gab es an Angeboten? Praktika noch und noch, überwiegend ohne Bezahlung, maximal 300 Euro; bei "richtigen" Angeboten war die Voraussetzung fast immer: Zwei oder mehr Jahre Berufserfahrung. Wie soll ein Abgänger von der Uni denn diese Berufserfahrung bekommen? Dann macht er halt zähneknirschend ein Praktikum, arbeitet dabei ohne Geld, aber mit voller Stundenzahl und liegt
weiter den Eltern auf der Tasche oder versucht sonst irgendwie an Kohle zu kommen.
Frau Hirsch hat hundertprozentig Recht - das Praktikums-Unwesen ist schlimmster Manchester-Kapitalismus.
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02.02.2007 01:50 Uhr von N-rico
 
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Es wird doch nach der Ausbildung/Studium niemand zu einem Praktikum gezwungen. Und vor der Ausbildung ist es ja mehr oder weniger sinnvoll. Wer ein Praktikum macht weil es gerade in den Zeitgeist passt, oder weil es "Hip" und "Juppiemäßig" ist, ist selber schuld.

Also ich musste VOR meinem FH-Studium ein entsprechendes Praktikum (3 Monate) vorweisen. Hab ich dann halt gemacht, hab aber auch 400 € bekommen. Aber Praktikum NACH der Ausbildung? Ist doch vollkommen hirnrissig, was soll das bringen? Wie gesagt, selber schuld.

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02.02.2007 11:14 Uhr von eros007
 
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Nicht überbewerten: Dass es das Problem der "Generation Praktikum" gibt, kann man nicht leugnen. Allerdings bezweifle ich, dass es wirklich so schlimm ist, wie die Studie, die gestern rauskam, behauptete.

Ein paar Anmerkungen:
1. Es wurden mit der FU Berlin und der Uni Köln eher geisteswissenschaftliche Unis untersucht. Bei Ingenieur- und Naturwissenschaften ist das Phänomen weit weniger verbreitet. Derzeit reißen sich die Unternehmen sogar um die Absolventen... in diesen Fächern dürfte der Anteil der Leute, die nach Abschluss ein Praktikum anhängen müssen, weil es sonst nichts gibt, wohl unter 10% liegen.

2. Mit der Uni Berlin wurde eine Gegend in Deutschland untersucht, die unterdurchschnittlich ist (Berlin). Für verwertbare Zahlen (mit denen die Gewerkschaft und Linkspartei jetzt so gern rumwerfen) hätte man Studenten aus allen deutschen Unis befragen müssen. Aus dem "rund" laufenden Süden und auch aus dem schlechter laufenden Norden/Osten.

3. Wenn ich die richtigen Zahlen im Kopf habe, wurden bei der Umfrage 1800 Fragebögen verschickt und knapp 600 zurückgeschickt. Somit bildet man nicht mal den Durchschnitt der Studenten an den beiden Unis ab, sondern nur jene, die sich die Mühe machen, die Umfrage auch auszufüllen. Fairerweise müsste man zu den Ergebnissen immer sagen, dass 12% angaben, mit einem Praktikum beschäftigt gewesen zu sein, 20% hatten eine Stelle, und der Rest hat keine Angaben gemacht. Ich vermute nämlich eine bestimmte Verzerrung in Richtung "Praktikum". Wer eine gute Stelle hat, wird sich weniger die Mühe machen, an einer Studie der Robert-Böckler-Stiftung teilzunehmen, die was über die Generation Praktikum forscht, als einer, der selbst davon betroffen ist.



Diese Umfrage bestätigt einmal mehr, was man über Statistiken so sagt: Glaube keiner Statistik, die du nicht selber gefälscht hast. In diesem Fall sind die statistischen Mängel eklatant. Auf die Zahlen kann man keinen Pfifferling wetten.

Man kann einzig ablesen, dass es sehr wohl den Trend zum Praktikum-Missbrauch gibt. Das ist bedauerlich und muss gestoppt werden.

Aber die Prozentzahlen (~40%) sollte man nicht nennen. Denn sie sind nichts wert. Jedem Menschen mit Grundkenntnissen in Statistik muss es in diesem Fall die Haare aufstellen.
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02.02.2007 11:38 Uhr von eros007
 
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Korrektur: Ich meinte natürlich die "Hans-Böckler-Stiftung", und nicht Robert-..., wie ich oben schrieb. Muss ich wohl mit der "Robert-Bosch-Stiftung" verwechselt haben ;-)
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02.02.2007 16:38 Uhr von Cpt.Proton
 
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eros: hat es sehr schön zusammengefasst. Kann mich dem nur anschließen.

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