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Schweiz: Sechstklässler prügeln Kameraden und bewerben die Schlägerei mit Flyern

Zwei Sechstklässler müssen sich nun vor der Jugendanwaltschaft verantworten. Die beiden Zwölfjährigen verprügelten auf dem Pausenhof ihrer Schule im schweizerischen Adliswil einen Klassenkameraden.

Ungewöhnlicherweise haben die beiden Schüler ihre Tat aber offenbar genau geplant. Auf Flyern kündigten sie ihre Tat ihren Mitschülern an: "Kampf um 15.30 Uhr, Pausenplatz unten" stand auf den Zetteln, ca. 30 Schüler sind letztlich auch gekommen.

Einer der zuschauenden Schüler filmte die Schlägerei mit seinem Handy, die auch nicht endete, als das Opfer am bereits am Boden lag. Dieser muss sich ebenfalls vor der Jugendanwaltschaft verantworten. Die Schule hat reagiert und Fachleute einbezogen.


WebReporter: schweizwochen
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Schweiz, Kamera, Erbe, Schlägerei, Schläger
Quelle: www.20min.ch

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15 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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29.01.2007 10:07 Uhr von schweizwochen
 
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Raufereien sind so alt wie die Schule selbst, allerdings hat sich in den letzten Jahren glaube ich durchaus die Brutalität deutlich verschärft. Auch wenn das Filmen der Schlägerei mit dem Handy hier offenbar nicht Grund für selbige war finde ich es dennoch für sinnvoll, dass dies ebenfalls unter Strafe steht.
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29.01.2007 12:03 Uhr von DobbyDumm
 
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Staatsanwaltschft: In solchen Fällen sollte man den Schülern klar machen, dass hier eine Grenze deutlich überschritten ist. Jugendarrest an mehrere Wochenenden ist da ein interessantes Mittel, Freitag mittag bis Sonntag abend in einem von Sozialarbeitern betreuten Bau mit zustäzlichen Hausaufgaben usw. , während die Klassenkameraden Wochenende haben.
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29.01.2007 13:01 Uhr von JustMe27
 
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Es wird immer krasser! Bald werden Prügeleien im Internet angekündigt, oder per SMS... Hooligans machens ja auch so, nur treffen die sich allein irgendwo, und sind selber schuld...
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29.01.2007 14:16 Uhr von hady
 
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Sowas und ich dachte in der Schweiz wäre die Welt noch in Ordnung...
Schlägereien gab es auch zu meiner Schulzeit immer wieder. Teilweise auch geplante ("Nach der Schule hau ich dir die Fr***e voll!"). Aber Flyer haben wir nie verteilt. Und Handys gabs damals noch gar nicht.
Und wir wussten damals, wenn der Gegner genug hat. Vielleicht war man ja beim nächsten Mal selber der Unterlegene. Da wollte man ja dann auch seine Zähne behalten.
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29.01.2007 14:53 Uhr von h0pe
 
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hmmm: ich hab kein problem damit wenn leute sich treffen um sich zu verprügeln (auch nich bei hooligans, solange sie unter sich bleiben) aber es darf NIEMALS zwei gegen einen sein und wenn einer am boden liegt is einfach schluss...
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29.01.2007 17:52 Uhr von call.medic
 
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Ach das ist ja beruhigend zu wissen dass es für einige
vollkommen okay ist sich zu prügeln solange es "nicht zwei
gegen einen" ist und man weiss "wenn der Gegner genug
hat". Dass es Schüler gibt, die sich einfach nicht prügeln
möchten weil sie einfach nicht so gewalttätig veranlagt sind
ist ja vollkommen egal, wenn die Bedinungen fair sind kann
man anderen ja gut eins auf die Mütze geben. Dann ist es ja
schon fast eine Bürgerpflicht, bevor diese bebrillten Streber
noch übermütig werden. H0pe und Hady, ihr sorgt schon
dafür dass die kleinen dummen Penner die laufend auf
"Spaßkämpfchen" aus sind und nur Gewalt als Sprache
verstehen nie aussterben. Sagt das nur euren Kindern:
"Gewalt ist okay WENN..." die hören euch nach dem
"WENN" garantiert noch zu...
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29.01.2007 18:53 Uhr von marvdiesau
 
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@ call.medic: Sicherlich ist es richtig was du schreibst, aber hast du dich früher in der schule NIE geschlagen?? Auch wenn du zu den Schülern gehört hast "die sich einfach nicht prügeln möchten weil sie einfach nicht so gewalttätig veranlagt sind" hast du dich doch bestimmt schon mal willentlich mit jemandem geschlagen!!
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29.01.2007 20:22 Uhr von call.medic
 
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@marvdiesau: Ja, ich habe mich in der 5. Klasse EINMAL mit einem
Mitschüler geprügelt der mich angepöbelt hatte und auch
gewonnen, da war ich auf einmal auch ein toller Hecht unter
meinen Klassenkameraden und ich hab mich auch hinterher
auch noch gut mit dem anderen Schüler verstanden. Da
waren die Voraussetzungen gut, ich hatte viele Freunde, war
allgemein beliebt und musste keine Racheakte befürchten,
ausserdem war nie der Typ der den Besiegten auch noch
verhöhnen musste. Schlagen musste ich mich von da an
nicht mehr und ich wollte es auch nicht. Davor habe ich
mich in der Grundschule einmal geprügelt und verloren, aber
man hat mich in Ruhe gelassen weil ein anderer, stärkerer
Schüler sich für mich eingesetzt hat. Das habe ich dann im
Gymnasium auch gemacht, mich für andere Schüler
eingesetzt, da war ich ja "der tolle Hecht". In der 6. Klasse
sind wir umgezogen und ich kam auf eine andere Schule, da
waren die Karten anders verteilt. Ich war ja "der Neue". Ich
kann die Gelegenheiten nicht zählen zu denen ich verprügelt
wurde, ob allein oder mit mehreren. Wenn man einmal
gewinnt sorgen die anderen schon dafür dass du dafür 10
mal verlierst. Das hat nichts mit einer fairen sportlichen
Auseinandersetzung wie beim Boxen oder einem
Kampfsport zu tun, es ist eine "Prügelei" ohne Regeln bei
der der Sieger meist schon vorher feststeht. Die körperlich
Starken unterdrücken die Schwachen, das habe ich in der
Grundschule gesehen (einen guten Freund von mir haben
sie einmal so windelweich geschlagen dass er ins
Krankenhaus musste) und in der weiterführenden Schule
und das hat mich sehr geprägt. Ich denke ein starker
Mensch sollte sich für die Schwächeren in seiner Umgebung
einsetzen und sie nicht unterdrücken - das gilt für geistige
und körperliche Stärke. Das wird leider in unserer
Gesellschaft nicht belohnt. Am Anfang sind es die
körperlich Starken, die die "Streber" und "Geeks"
unterdrücken, ob im Kindergarten oder in der Schule. Mit
wechselnder Mode und steigendem Alter sind dann auf
einmal die Sonderlinge die Stärkeren, vielleicht weil auf
einmal Skateboardfahren in Mode kommt oder weil der
mittlerweile studierte Streber das teurere Auto fährt und die
hübscheren Frauen auf irgendwelchen "in-Parties"
kennenlernt. Dazwischen fallen Leute durchs Netz die sich
nie irgendwo einordnen konnten oder wollten, 2 Freunde von
mir haben Selbstmord begangen weil sie immer die Verlierer
waren bzw. ihnen das von ihrer Umgebung suggeriert wurde.
Menschen sehen sich gerne als Gewinner, das kann ich
verstehen. Aber irgendwo hört der Spaß auf und das
verstehen manche Leute nicht. Ich hab ein bitteres Lehrbrot
zu essen bekommen, ich denke davon sollte jeder einmal
kosten bevor er sagt, dass eine kleine Prügelei auf dem
Schulhof ab und an schonmal in Ordnung geht. Keiner kann
einschätzen ob das wirklich nur eine "kleine Prügelei" ist
oder ob ein Schüler dort fortgesetzt gequält und gedemütigt
wird. Selbst die Freunde bekommen es manchmal nur mit
wenn der Schüler schon aus lauter Verzweiflung vor
irgendeinen Zug gesprungen ist oder sich sonstwas angetan
hat oder vielleicht auch selbst einmal mit stärkeren Waffen
zurückschlägt. Ich selbst hatte mir oft gewünscht, dass sie
mich beim nächsten Mal am besten umbringen, jeder
Morgen war eine Qual, weder meine Eltern noch die Lehrer
oder die wenigen Freunde dich ich hatte konnten mir helfen.
Dazu kommt irgendwann die Wut über die Ungerechtigkeit.
Man würde nicht nur selbst gern sterben, man will auch
dass den Peinigern das Gleiche geschieht. Lasst euch mal
eine Stunde lang durch eine Schultoilette prügeln, dann seid
ihr auf diese beiden Gedanken reduziert. Was auch quält ist
der Gedanke an bessere Zeiten, als alles anders war; wer
sein Leben lang unterdrückt wird hat meist weniger
Probleme damit als Leute die plötzlich ihren Status
verlieren. Was half war ein weiterer Umzug und eine neue
Schule. Dort wurde ich zwar auch verprügelt aber das
Umfeld war allgemein besser. Wie gesagt, 2 meiner Freunde
hatten nicht dasselbe Glück. Heute, mit 26, kann ich auf
Höhen und Tiefen in der Gewalt gegeneinander
zurückblicken und es tut mir auch um dieses eine Mal leid
als ich gewonnen hatte, weil ich mir und anderen damals
damit bestätigt hatte: Gewalt ist eine Methode um die Dinge
zu regeln, ob man jetzt Gerechtigkeit oder Terror bringt. Und
das ist ein Irrtum weil diese Spirale kein Ende kennt.
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31.01.2007 12:45 Uhr von mephisto92
 
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sich zu prügeln: ist unter jugendlichen völlig normal und ist auch nix schlimmes dran. allerdings die art und weise wie das mittlerweile geschieht ist ein problem.

selbst zu meiner schulzeit wars noch so das das erste was der stärkere gemacht hat als er den schwächeren in den schwitzkasten genommen hat war zu fragen ob er aufgibt. und wenn er aufgegeben hatte war die sache auch gegessen für gewöhnlich. Das hatte was mit ehre zu tun. man tretet niemand der auf dem boden liegt.
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31.01.2007 15:01 Uhr von call.medic
 
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Nur weil jeder mal die Erfahrung macht entweder mal im
"Schwitzkasten" zu stecken oder selbst einen in besagten
"Schwitzkasten" zu nehmen ist das noch lange nichts
Normales. Überspitzt kann man sagen "Also nen
Raubüberfall zu begehen ist was Normales, aber bitte dabei
keinen erschiessen!". Würdest du deinen Kindern auch
sagen dass das völlig normal ist? Denkst du Kinder können
die eine Art der Gewalt von einer anderen Art von Gewalt,
die "unehrenhaft" ist, differenzieren? Nein, wenn du deinem
Sohn sagst "Es ist okay sich zu prügeln.", dann wird seine
Hemmschwelle jemanden richtig übel zu verdreschen
sinken. Wenn du sagst "Sich zu prügeln ist falsch!" dann
wird er sich trotzdem das ein oder andere Mal mit jemandem
hauen, aber die Hemmschwelle weiter zu gehen ist viel
höher.
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01.02.2007 17:09 Uhr von Shrine
 
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Wenigstens kein Sex: Na, so lange das die Kids davon abhält miteinander ´rumzupoppen, kann´s uns doch im Grunde nur recht sein, oder?


=)
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03.02.2007 02:24 Uhr von mephisto92
 
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@call.medic: in welcher welt lebst du? Sicher nicht auf der erde oder? Das gehört zum normalen entwicklungsprozess bei jugendlichen. Auf gut deutsch typisches artverhalten. Das einzige was nimmer normal ist sind die art und weise wie diese kämpfe ablaufen.
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03.02.2007 19:36 Uhr von call.medic
 
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@mephisto92: Tja, ach... weisste, ist mir mittlerweile piepe. Wow, damals
waren die Kriege auch anders. Da haben sie nur so viele
umgebracht wie nötig war. Und beim Stehlen, wenn man da nur
soviel klauen würde dass es den Unternehmen nicht schadet.
Wenn man nur nicht immer so übertreiben würde... also ich
mein das auch global. Genauso wie beim verprügeln. Da sollte
man überhaupt nicht fordern dass sich Kinder überhaupt nicht
prügeln. Geht ja auch wider die Natur. Die Kinder sollten sich
nur soviel prügeln wie noch gut für sie ist. Selbstregulation. Ja.
Nicht übertreiben. Maß halten. Danke für diese Eingebung.
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05.02.2007 16:37 Uhr von hady
 
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@ call.medic: Lol!!!
Nach deinen Ausführungen hier zu urteilen hast du dich während deiner Schulzeit deutlich öfter geprügelt als ich!

Und ich habe bestimmt nicht vor, meinen zukünftigen Kindern Prügeleien schmackhaft zu machen.
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05.02.2007 17:29 Uhr von call.medic
 
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Na dann...

Dass hier durch keinerlei Erfahrungen fundamentierte Meinung
in die Luft geblasen wird ist ja nichts Neues. Extrem auf die
Nieren geht mir aber dieses sozialdarwinistische Getue a la
"Artverhalten", als hätte der Schreiber auch nur eine feuchte
Ahnung was er da schreibt. Da graut es einem vor der Zukunft.

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