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Japan: Empörung über die "Gebärmaschinen" des Gesundheitsministers

Der Kampf gegen eine vergreisende Gesellschaft nimmt in Japan seltsame Formen an. Der Gesundheitsminister Hakuo Yanagisawa vertritt dabei eine umstrittene These, die in Japan für großen Aufruhr sorgte.

Dieser bezeichnete die weibliche Bevölkerung zwischen 15 und 50 Jahren als "Gebärmaschinen". Da die Anzahl dieser gebärfähigen Frauen fix sei, müssten diese einfach mehr produzieren um der demographischen Entwicklung entgegen zu wirken.

Japan kämpft mit einem stark steigenden Durchschnittsalter der Bevölkerung sowie einer sehr niedrigen und weiter fallenden Geburtenrate. Bereits 20 Prozent der Japaner haben schon das Rentenalter erreicht.


WebReporter: Blizzard2005
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Japan, Gesundheit, Empörung, Gesundheitsminister
Quelle: www.spiegel.de

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13 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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28.01.2007 10:25 Uhr von Blizzard2005
 
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Erschreckend zu sehen, wie unaufhaltsam sich die Demographie in den Industriestaaten entwickelt - und noch viel erschreckender, auf welch abstruse Ideen so mancher Politiker dabei kommt.
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28.01.2007 14:51 Uhr von vst
 
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ich finde die demographische entwicklung: in den industrieländern sehr gut.

japan z. bsp. ist ein völlig überbevölkertes land.
es wird zeit, dass die bevölkerungszahlen zurückgehen.
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28.01.2007 15:23 Uhr von la_iguana
 
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@Autor: Bedauerlicherweise hast Du bei der News weggelassen, dass der Typ seine Bezeichnung "-maschine" zurückgenommen und sich entschuldigt hat.

Bedauerlicherweise ist auch, dass Dein Einleitungssatz Deine persönlicher Kommentar ist - zwar richtig, er gehört aber nicht in die wiedergabe einer News.

@vst - es gibt wohl doch Faktoren, die selbstregulierend wirken. Sogar in Industriegesellschaften ;)
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28.01.2007 15:44 Uhr von Johnny Cash
 
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Das: war wohl eher eine Art Lösungsvorschlag mit einer falschen Darstellung und Wortwahl.
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28.01.2007 16:28 Uhr von terrordave
 
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emanzipation: egal, wie man es drehen und wenden mag und wie die political correctness es untersagt, darüber zu sprechen, frauen sind nun mal dazu gemacht, kinder zu bekommen und die art zu erhalten. wenn sie sich anders entscheiden, lieber die karriere und das geld haben wollen oder einfach keine lust auf kinder haben, dann entsteht ein problem. die ansichten, was eine "familie" ist, gehen erschreckend weit auseinander. einigen leuten reicht es shcon, wenn zwei menschen einfach zusammen wohnen. die frauen müssen einfach mehr kinder bekommen (und die männer müssen bereit sein, eine familie zu gründen und zu ernähren), so ist es nun mal. wäre auch volkswirtschaftlicher vorteilhaft gewesen, denn nun haben wir neben dem rentenproblem auch noch bald mit schrumpfender wirtschaft und was weiß ich noch zu kämpfen. klar, der vorteil ist, dass wir in 20, 30 jahren vollbeschäftigung haben werden. toll...

ihr könnt mich jetzt totschlagen...
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28.01.2007 21:20 Uhr von Deniz1008
 
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Abe hats vorgemacht, jetzt ziehen seine Minister nach.... :D

mfg

Deniz1008
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29.01.2007 01:03 Uhr von sv3nni
 
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Einfache Loesung: Man muesste nur die Einwanderungsbestimmungen ein bisschen aendern, und schon hats hier wieder jede Menge junge Leute. Aus China und den umliegenden Laendern kaemen bestimmt viele. Gerade Chinese wollen ja gerne viele Kinder haben, da sie im eigenen Land ja nicht duerfen - also nicht ohne Auflagen. Allerdings ist Japan wirklich etwas ueberbesiedelt - ein Bevoelkerungsrueckgang waere da ersteinmal sinnvoll.
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29.01.2007 08:49 Uhr von vst
 
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sv3nni: und dann?
dann haben wir hier junge menschen aus china, japan und sonstwoher und alle sind arbeitslos.

aber sie können ja immer noch kinder bekommen.
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29.01.2007 10:02 Uhr von Garviel
 
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Hehe. "Bereits 20 Prozent der Japaner haben schon das Rentenalter erreicht."

Tja, der liebe Herr Gesundheitsminister gehört mit seinen 71 Jahren ja wohl ebenfalls dazu... abstruse Wortwahl - wenn schon, dann hätte er Nitros Vorschlag mit den "Besamungsmaschinen" aufgreifen sollen, damit beide Geschlechter gleichmäßig genervt reagieren können.

Ansonsten amüsiert es mich jedes Mal wieder, wenn geradezu beschwörend verlangt wird, mehr Kinder zu bekommen, und andererseits kaum Anstrengungen vorhanden sind, es den potenziellen Eltern schmackhaft zu machen.

In der Weimarer Zeit gab es so genannte "Ehestandsdarlehen". Die gingen bis zu einigen Tausend Mark (für damalige Verhältnisse ein Vermögen) und konnten entweder in bar oder "in Kindern" zurückgezahlt werden. Bei 4 Kindern (glaube ich) galt die Schuld als getilgt...
Sicher, heute nicht mehr durchsetzbar, wahrscheinlich auch verfassungsrechtlich nicht zu machen, aber trotzdem keine schlechte Idee, wenn man WIRKLICH mehr KINDER will (und nicht nur künftige Steuern- und Rentenkasseneinzahler)...
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29.01.2007 10:05 Uhr von Garviel
 
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Ah, sorry, Fehlgriff. Das Ehestandsdarlehen wurde von den Nazis eingeführt... dann geht´s natürlich erst recht nicht...
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29.01.2007 10:09 Uhr von killerspielespieler
 
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staatliche Zuchtprogramme: inkl Zwangsvergewaltigung ... ist es das was er will? so ein nerd!

Wenn ein Staat günstige Bedingungen für eine Familie schafft, dann entstehen auch Familien.
Dafür sind Regierungen da, an so etwas zu denken und es in die richtige Richtung zu lenken OHNE dabei nur an sich zu denken.
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29.01.2007 11:56 Uhr von eros007
 
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Immer diese Keule mit der Überbevölkerung: Ich verstehe nicht, warum man Japan oder auch Deutschland immer als übervölkert ansieht. Gewiss, das Land ist relativ dicht besiedelt, aber andererseits gibt das Land genug Wasser, Platz und weitere Rohstoffe her, dass es in Japan _allen_ Leuten relativ gut geht. Als Maßstab für die Übervölkerung ist die Bevölkerungsdichte gänzlich ungeeignet. Es gibt Stellen auf der Welt, die problemlos 529 Einwohner/km^2 vertragen können (die Bevölkerungsdichte von NRW), während andere schon mit 22 Einwohnern/km^2 als übervölkert anzusehen sind. Brasilien etwa sollte trotz dieser niedrigen Bevölkerungsdichte nicht weiter wachsen, da ansonsten wertvoller Regenwald gerodet wird (weil die Leute ja Platz brauchen) und das dem gesamten Planeten schlecht bekommt. Außerdem sind für mich jene Länder übervölkert, die mit den vorhandenen Ressourcen (Wasser, Nahrung, ...) nicht zu Rande kommen: Typische Beispiele sind Ostchina, Teile Indiens, die Insel Java (Indonesien), Bangladesch, Äthiopien und weitere afrikanische Länder südlich der Sahara, Ägypten, Iran...

Aber Japan (und auch Deutschland) sind gewiss nicht überbevölkert. Ein Schrumpfen der Einwohnerzahlen dieser Länder wäre global gesehen auch sehr kontraproduktiv. Bereits vorhandene Infrastruktur müsste kosten- und umweltintensiv abgebaut werden und an anderer Stelle kosten- und umweltintensiv errichtet werden. Jeder, der eine Abnahme der Bevölkerung in den Industrieländern durch niedrige Geburtenraten befürwortet mit dem Argument, dass dadurch der Welt geholfen ist, sollte im gleichen Atemzug sagen, dass diese Industrieländer aber möglichst viele Leute aus den "überquellenden" Ländern aufnehmen sollten. Nur so zieht man tatsächlich einen spürbaren Nutzen aus dem Schrumpfen der Industrieländer. Ansonsten verpufft das Ganze...


Zum Thema: Die Aussage des Gesundheitsministers ist abzulehnen. Aber an gewisser Stelle hat er Recht - auf Dauer stellt eine dermaßen niedrige Geburtenrate das gesamte System in die Nähe eines Abgrundes. Eine falsche Entscheidung, und das könnte es gewesen sein für die entsprechenden Länder...

Außerdem sind längst nicht alle Industrieländer von derart extremen Auswüchsen betroffen, sondern "nur" Japan, Südkorea, Deutschland, Schweiz, Österreich, Italien, Spanien, Portugal und die osteuropäischen Transformationsländer.
Die anderen westeuropäischen Länder (F, GB, Benelux, Skandinavien) haben Geburtenraten über 1,7 Kinder/Frau, die USA sogar über 2,0 Kinder/Frau sowie Kanada und Australien dank hoher Einwanderung weniger Probleme. Dass die Menschen immer älter werden, stellt alle Industrieländer vor Herausforderungen. Dass der Nachwuchs ausbleibt oder zu schwach ist, betrifft hingegen nur jene, die nichts oder nur Falsches in Hinblick auf die Geburtenförderung gemacht haben. Mithin werden also auch nicht alle heutigen Industrieländer Probleme haben. Sondern nur jene, bei denen der Nachwuchs für die kommenden Belastungen zu schwach ist. Deutschland ist - wenn sich in den nächsten 20 Jahren nichts schlagartig ändert - an der Spitze dieser Länder.
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29.01.2007 12:40 Uhr von Mr.E Nigma
 
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Problem .... Lösung: Abschaffung des Sexualkundeunterrich in der Schule, dazu noch ein Abtreibungsverbot, Pille verbieten und Alkopops für alle, Sperrstunde für Teenager aufheben ...
unsere Jugend rettet uns durch ihre Dummheit bestimmt :-)

Wer Ironie findet, darf sie behalten

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