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Münster: Verleger entlässt komplette Lokalredaktion

18 Redakteure und Sekretariatsangestellte, die sich bisher um die Produktion des Lokalteils der Münsterschen Zeitung in Münster kümmerten, wurden nun urplötzlich vom Dienst freigestellt.

Bald würden Kündigungen folgen, befürchtet der Betriebsrat. Die Produktion dieser Seiten wurde bereits an die Firma "Media Service", eine Tochtergruppe des Verlages, übergeben. Hier sollen noch wenige Stellen für die "Altgedienten" frei sein.

Schon seit Monaten waren die Jounalisten nicht mehr in ihren gewohnten Redaktionsräumen tätig, sondern sollten vorübergehend im Druckhaus arbeiten. Dort hätten einige Mitarbeiter ihre Texte in der Umkleide schreiben müssen, Umzugskarton standen rum.


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WebReporter: showstarter
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Münster, Lokal, Verleger
Quelle: www.spiegel.de

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15 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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26.01.2007 11:10 Uhr von showstarter
 
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Von Seiten der Verlagsleitung heißt es, man wolle die Redaktion umstrukturieren, das Produkt Zeitung attraktiver machen. Ein windiger Vorwand. Denn kann ein ganz neues Team gleich die Qualität an Lokaljournalismus erbringen, die langjährige Redakteure, die sich in Münster auskennen, erbringen? Wohl kaum
Letztlich geht es nur um Kostenersparnis, schließlich zahlt die Tochterfirma nicht nach Tarif - gleiche Arbeit für weniger Lohn, darauf läuft es hinaus.
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26.01.2007 11:52 Uhr von 666leslie666
 
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Media Service: hört sich gewaltig nach Hirnwäsche an... :-(

Leute, die nicht schreiben können, machen Interviews mit Leuten, die nicht
denken können, und fabrizieren daraus Artikel für Leute, die nicht lesen können.
(Frank Zappa über Journalisten)

Politik ist der Entertainment - Zweig der Grossindustrie.
(Frank Zappa)

Kritischer Journalismus ist fast komplett von der Bildfläche verschwunden.
Industrie und Medien diktieren den "Mainstream" und fast alle machen mit.

Die Frage die man immer und bei allen Meldungen stellen sollte:
Wem nutzt es?

Und er wurd ja auch abgesetzt.
-->http://www.gerhard-wisnewski.de/...

" Die Zensur ist die jüngere von zwei schädlichen Schwestern, die ältere heisst Inquisition."
Johann Nepomuk Nestroy

Mlg
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26.01.2007 11:59 Uhr von asmodai
 
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NRW: Und da hieß es immer, so was gibts nur in Bayern. Aber die Nordrhein-Westfalen machen das zum Frühstück! *lacht
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26.01.2007 12:08 Uhr von cozmixx
 
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"Umstrukturierung" - irgendwie erinnert mich das an etwas.
Wenn ich nur wüsste, an was.... *grübel*
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26.01.2007 12:12 Uhr von vst
 
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coz: denselben gedanken hatte ich auch :-))
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26.01.2007 12:47 Uhr von ottokar VI
 
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Gut zu wissen: Wenn ich jemals in die Verlegenheit komme, in Münster eine Zeitung zu kaufen, dann weiß ich, auf welches Produkt ich nicht zurückgreifen werde.
Ein derartiges Vorgehen billige ich nicht.
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26.01.2007 13:12 Uhr von opppa
 
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Worum geht es? Es geht einzig und allein darum, die Redaktion auf ein gewünschtes "Format" zu bringen, ohne Abfindungen zu zahlen.

Beispiele gibt es bei Siemens/BenQ oder Bayer, Leverkusen. Die Betreiber der Zeitung sind doch lernfähig.

ottokar VI

Du kauft eine einzelne Zeitung; auf diesen Umsatz sch**ßen die doch!
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26.01.2007 13:15 Uhr von ottokar VI
 
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@opppa: Soll ich 100 Zeitungen kaufen?
Wenn jeder denkt, ich allein beweg nichts, dann wird auch nix bewegt?
Gehst Du zu wahlen? Hat doch auch kein Gewicht, Deine Stimme!
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26.01.2007 13:28 Uhr von opppa
 
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ottokar VI: Ja, ich gehe zu Wahlen und wähle immer extrem rechts oder links, bloß damit sich die etablierten Parteien über die pösen Extremisten aufregen!
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26.01.2007 13:39 Uhr von DOMM
 
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Kein Einzelfall ... leider..
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26.01.2007 13:44 Uhr von derSchmu
 
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jenau, wenn jeder 3. denkt, ich kauf ma eine: dann haette das schon nen Effekt...allderings nur einen kurzlebigen...Medien wie Zeitungen gehen doch immer mehr zurueck...das Internet bietet auch jede Menge lokales, ist leichter zu bekommen und zu produzieren.

Natuerlich ist Umstrukturierung nix anderes wie Rationalisierung aber die Leute so unter Druck zu setzen und neue billigere zu nehmen, naja, da wird der Lokalteil alsbald wohl von Touristen geschrieben...
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26.01.2007 13:55 Uhr von Sipo M
 
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kein einzelfall: Ich seh´s bei Hausmeisterdiensten -Küchendiensten im Krankenhaus, und dessen Technischerdienst.

Da werden ganzen Belegschaften die Kündigung ausgesprochen, und im gleichen Atemzug nen Vertrag
halbtags, oder zu extrem geringeren Kursen ausgesprochen ...

Die Agenturen werden uns in Zukunft auffressen.
Gut das das Arbeitsamt schon umgetauft wurde ^^
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26.01.2007 19:18 Uhr von Keefy
 
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Da weiß ich ja nun warum ich die MZ (Münstersche Zeitung) nicht kaufe sondern die WN (Westfälischen Nachrichten). Die MZ ist eh nicht so auflagenstark und beliebt wie die WN. Wahrscheinlich versuchen die durch eine Umstrukturierung wieder mehr Leser zu bekommen. Nur schade dass mal wieder die "alten" Beschäftigten darunter zu leiden haben. Die Artikel der Lokalredakton wären nämlich der einzige Grund sich doch ab und zu die MZ zu kaufen.
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27.01.2007 09:46 Uhr von Taiphun
 
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Der Einzige der darunter leidet ist der münsterraner Bürger und Umgebung. Die MZ und WN sind die einzigen "großen" Zeitungen in Münster und mit einem möglichen Wegfall der MZ wird die christlich-demokratisch gerichtete WN immer stärker. Zum Glück hat die Zeitung in der heutigen Internetzeit auf dem Wochenmarkt eine größere Bedeutung zum Fisch-einrollen, als sich die Meinung von Bürgern zu prägen. Aber dennoch sollte man die Macht so einer Zeitung nicht unterschätzen. Denn Bericht ist gleich Bericht, was man gerade in den beiden Zeitungen immer wieder beobachten kann.
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27.01.2007 19:24 Uhr von DIONA23PAR
 
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@opppa: "Du kaufst eine einzelne Zeitung; auf diesen Umsatz sch**ßen die doch!" .......... dann sagst du: "Ja, ich gehe zu Wahlen und wähle immer extrem rechts oder links, bloß damit sich die etablierten Parteien über die p(b)ösen Extremisten aufregen........ ach und über deine stimme regen sich dann die etablierten parteien auf?..... zum thema: werden halt nur einige leute entlassen, sowas kommt vor. bei mir in der firma wurden auch schon einige leute gekündigt(davon hab ich hier nichts gelesen)

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