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USA: Anwalt von Panamas Ex-Machthaber Noriega verkündet dessen Freilassung

Manuel Antonio Noriega, der ehemalige Machthaber von Panama, soll laut Bekanntgabe seines Anwalts vom gestrigen Dienstag am 9. September aus seiner Haft in den USA entlassen werden und sofort die Reise in sein Heimatland antreten.

Mittels einer Invasion im Dezember 1989 stürzten die USA den Diktator, der Anfang 1990 verhaftet und an die Vereinigten Staaten ausgeliefert wurde. Verurteilt wegen Drogenhandels und Geldwäsche musste er eine 40-jährige Haftstrafe antreten.

Im Jahre 1993 kamen weitere 20 Jahre Gefängnis in seinem Heimatland wegen Mordes dazu. Wie Noriegas Anwalt angab, wolle der mittlerweile 70-Jährige nach seiner Heimkehr seinen Lebensabend friedlich mit seinen Enkeln verbringen.


WebReporter: legionaer
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: USA, Anwalt, Macht, Freilassung
Quelle: www.solms-braunfelser.de

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2 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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24.01.2007 05:52 Uhr von legionaer
 
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Ich kann mich noch gut an die Zeit erinnern, weil ich mich damals ganz in der Nähe in Südamerika befand. Meine Befürchtung den Amis zu Hilfe kommen zu müssen hatte sich dann erst mit der Opération Daguet bewahrheitet. Übrigens wird Noriega oft als Präsident von Panama angesehen. Aber "Face d’ananas" war das nie. Er hatte nur die Macht. Da frage ich mich gerade...wo ist die Fernbedienung.
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24.01.2007 10:42 Uhr von Muta
 
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"nur die Macht": und auch die hatte er nur auf Abruf.
Eine Marionette wie der ehemalige General Noriega, durch seine CIA-Beziehungen (auf deren Gehaltsliste er auch stand, wie sich während des Gerichtsprozesses sich peinlicherweise offenbarte) auf den Herrscherposten gekommen wird natürlich nach Belieben auch wieder abgesetzt, wenn er nicht mehr nützlich ist (in Noriegas Fall vor allem weil er im Laufe seiner Amtszeit zum größenwahnsinnig wurde und meinte er hätte soviel Macht, dass er nun unabhängig sei von den Leuten die ihn an die Macht brachten und keine Befehle mehr ausführen braucht).
Siehe auch http://de.wikipedia.org/...

Wobei interessant die Frage ist ob es Noriega durch seine Terrorherrschaft tatsächlich gelang den eigenen Apparat so sicher zu führen, dass er nicht von Innen (Putsch) gestürzt werden konnte und man mittels einer Invasion eingreifen musste.
Vielleicht entschied man sich für die doch recht martialisch rüberkommende Aktion auch um Eindruck auf Nicaragua zu machen wo in 2 Monaten Wahlen stattfanden und im Falle, dass die Sandinisten gewählt werden aus den USA gedroht wurde.

P.S:: Zum Drogenschmuggel hier ein paar interessante Dokumente der Universität von Washington D.C. (die das Sicherheitsarchiv zur Geschichtsforschung verwaltet)
http://www.gwu.edu/~nsarchiv/NSAEBB/NSAEBB2/nsaebb2.htm

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