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RAG muss Subventionen zurückzahlen / 3.000 Arbeitsplätze gefährdet

Derzeit verhandelt der Bergbaukonzern RAG mit Bund und Ländern über die Rückzahlung von 300 Millionen Euro an Subventionen. Die RAG wolle jedoch nur 140 Millionen Euro zahlen.

Ihr Argument: Die Kosten der RAG-Tochter Deutsche Steinkohle AG (DSK) hätten die bewilligten Steuermittel um 163 Millionen Euro übertroffen. Insgesamt subventionierten Bund und Länder 2006 den Steinkohlebergbau mit 2,5 Milliarden Euro.

Die Lage sei dramatisch, so ein RAG-Sprecher. Sollten sämtliche Beihilfen gestrichen werden, drohe ein Minus von vier Milliarden Euro. Die RAG schloss angesichts dieser Zahlen auch die Schließung eines Bergwerks mit 3.000 Mitarbeitern nicht mehr aus.


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WebReporter: Ralph_Kruppa
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Arbeit, Gefahr, Arbeitsplatz, Subvention
Quelle: www.heute.de

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22.01.2007 16:34 Uhr von Dragostanii
 
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FEHLINFO halbwegs keine 3000 kumpel in gefahr!!!! Hier diesen text mal lesen kommt von gestern eine stunde früher..........

Es war wohl kein Zufall, dass ausgerechnet zum SPD- Landesparteitag in Bochum Gerüchte über Bergwerksschließungen und Massenentlassungen im Ruhrgebiet die Runde machten. Dem Essener Mischkonzern RAG läuft die Zeit davon, weil SPD und Union sich im fernen Berlin nicht über den Ausstieg aus der Steinkohle einigen können.

RAG-Chef und Ex-Wirtschaftsminister Werner Müller wollte eigentlich schon im Frühjahr den Namen des neuen Konzerns auf dem Kurszettel lesen. Jetzt ist vom Sommer die Rede. Investmentbanker brauchen ungefähr sechs Monate, um den Sprung eines Unternehmens auf das Börsenparkett zu organisieren.

Müller will nur mit den profitablen Konzernteilen Immobilien, Kraftwerke und Chemie an die Börse. Der Bergbau soll zuvor ausgegliedert werden. Der erwartete Geldsegen aus dem Börsengang von etwa sechs Milliarden Euro soll in eine Stiftung fließen, die Bergbau-Folgeschäden wie absackende Häuser und steigendes Grundwasser ausgleichen soll.

In Verhandlungskreisen, die in Berlin den Kohleausstieg beraten, sorgte die Spekulation, die RAG-Tochter DSK könnte wegen hoher Verluste ein Bergwerk schließen und 3000 Kumpel entlassen, am Wochenende für Verärgerung. Egal, von wem in die Welt gesetzt, es sei ein "schmutziges Spiel, mit den Ängsten tausender Arbeiter Schindluder zu treiben".

Die RAG wolle nicht ernsthaft eine Zeche dichtmachen. Vielmehr müsse der Konzern wegen höherer Kohlepreise auf dem Weltmarkt für 2006 rund 300 Millionen Euro Subventionen an Bund und Länder zurückzahlen. Den Betrag wollten die Essener nun um den DSK-Verlust von 163 Millionen Euro drücken, erfuhr dpa. Bund und Länder zahlen der RAG jährlich rund 2,5 Milliarden Euro an Beihilfen.

Gleichwohl nimmt der Erwartungsdruck auf die Politiker zu. Monat für Monat hat die Koalition eine Entscheidung vertagt, weil SPD und Union auf keinen gemeinsamen Nenner kommen. Am nächsten Sonntag steigt der nächste Kohlegipfel bei Wirtschaftsminister Michael Glos (CSU), einen Tag später wollen die Koalitionsspitzen beraten. Die Chancen für einen Durchbruch sind mäßig: "Wenn sich keiner bewegt, wird es auch im Januar nichts mehr", heißt es in den Kreisen.

Während die Union für einen Ausstieg bis spätestens 2018 ist, pochte die SPD-Spitzein Bochum erneut auf einen langfristigen Sockelbergbau mit mehreren Bergwerken, damit die Bergbautechnologie erhalten bleibt. Die Genossen hoffen, dass die Steinkohle irgendwann wieder konkurrenzfähig ist. Nach Ansicht der Energie-Expertin des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Claudia Kemfert, könnte dies in 10 bis 15 Jahren tatsächlich der Fall sein.

Es gebe neue technologische Optionen, die Kohle umweltfreundlicher zu machen und die CO2-Emissionen abzuspalten. Sollte sich diese Technik weltweit durchsetzen, würden die Preise anziehen. "Ohne den Erhalt eines Sockelbergbaus würde man sich dieses Energie-Standbeins entledigen und könnte im Falle einer möglichen Renaissance der Kohle nicht wettbewerbsfähig sein", sagte Kemfert./tb/DP/zb

--- Von Tim Braune, dpa --- AXC0033 2007-01-21/16:35
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22.01.2007 21:57 Uhr von Besitzstandswahrer
 
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Börsengang auf Kosten des Steuerzahlers: Wie in der Quelle von dragostani schon angeklungen: Die Ursache der Meldung dürfte im geplanten Börsengang zu suchen sein.
Werner Müller und andere (Ex)Politiker wollen die Kohlesparte mit ihren teuren Altlasten aus den Konzern abspalten, die Lasten auf den Staat abwälzen und den lukrativen Rest alleine an die Börse bringen.

"Börsengang auf Kosten des Steuerzahlers

RAG-Chef Werner Müller hat ein großes Ziel: Er will den Essener Mischkonzern, die einstige Ruhrkohle AG, an die Börse bringen. Ein veritables Dax-notiertes Unternehmen soll entstehen - ohne den hochsubventionierten, verlustreichen Steinkohlebergbau"
http://www.zdf.de/...
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22.01.2007 22:06 Uhr von Dragostanii
 
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nachtrag: de RAG will mit den erlößes des Börsengangs ca.160 000 000 euro die altlasten des steinkohlebergbaus zahlen (absackende häuser steigende wasserpegel usw.)
........
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22.01.2007 22:15 Uhr von Besitzstandswahrer
 
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@drago: Ja, darauf geht der ZDF-Bericht ein:

"Doch Wirtschaftsexperten bezweifeln, dass der Börsengang genügend Geld bringen wird
...
Der Staat allerdings übernimmt damit auch die Altlasten aus der Kohleförderung, die so genannten Ewigkeitskosten.
...
Die Experten sind sich einig: Das Geld aus dem Börsengang wird die Ewigkeitskosten nicht decken. "

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