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"Freiwillige Ausreise" zum Unwort des Jahres gewählt

"Freiwillige Ausreise" ist nach Ansicht der aus sechs Mitgliedern bestehenden Prüfungskommission der Universität von Frankfurt das "Unwort des Jahres 2006".

Damit setzte sich der in Köthen (Sachsen-Anhalt) verkündete Begriff gegen Mitbewerber wie "Unterschicht", "Prekariat", "Problembär Bruno", "Prozessökonomie", "Kleinvoliere" oder "Kindgerechte Abschiebung" durch.

Begründet wurde die Entscheidung des Gremiums damit, dass in vielen Fällen von einer Freiwilligkeit nicht die Rede sein könne, wenn Asylbewerber Deutschland den Rücken kehren.


WebReporter: legionaer
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: Jahr
Quelle: www.spiegel.de

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16 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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19.01.2007 12:05 Uhr von amphibol
 
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Eigentlich seltsam: Wie kann "freiwillige Ausreise" das Unwort(!) des Jahres sein? Es sind imho doch zwei Wörter...

;-)
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19.01.2007 12:18 Uhr von obbiwahn
 
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Schwachsinn: "Freiwillige Ausreise" habe ich im letzten Jahr fast nirgends in den Medien gehört/gelesen.

Wäre ich an der Entscheidung beteiligt gewesen, wäre mein Unwort mit Abstand "Problembär" gewesen.
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19.01.2007 12:24 Uhr von Whitechariot
 
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Was ist denn das für ein Begriff. Der ist mir im Laufe des letzten Jahres absolut nicht aufgefallen.

Da kann ich mich nur dem mehr als eindeutigen Ergebnis der Umfrage hier bei ssn anschließen - Killerspiele ist das idiotischste Wort des letzten Jahres gewesen.

Und Unterschicht ist vielleicht ein soziales Problem, aber doch keine neue Wortschöpfung oder so. Und was sollte an Kleinvoliere verkehrt sein.
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19.01.2007 12:29 Uhr von VoteForChris
 
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Pffff...Unsinn! Also dieses Wort hab ich auch nicht großartig wahrgenommen. Und es sind tatsächlich eins, zwei...zwei Wörter!

wenn ich das schön höre "ist nach Ansicht der aus sechs Mitgliedern bestehenden Prüfungskommission der Universität von Frankfurt".
Was waren das denn für Vögel! Dumm wie sche***!
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19.01.2007 12:30 Uhr von Newsnacken
 
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typisch: das sitzten dann wieder ein paar überinterlektuelle Profs an der Uni und werten solche Dinge aus!
Ich denke das man sich vieleicht eher um die Gründe kümmern sollte die das Wort verursachen aber egal...
Mal abgesehen davon hat Whitechariot recht, denn killerspiele ist ein idiotisches Wort!
An sich ganz witzig wäre aber kindgerechte Abschiebung gewesen, alerdings ist mir im letzten Jahr bis auf Problembär nie etwas von all dem aufgefallen!
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19.01.2007 12:43 Uhr von loadfreakx
 
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Mist, bin zu spät. Whitechariot un Newsnacken haben es bereits gesagt, Killerspiele ist für mich (wie für viele andere) Unwort des Jahrzehnts, denn dieses Wort wird uns noch ne weile begleiten, das steht fest!
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19.01.2007 13:13 Uhr von legionaer
 
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Zwei Worte als Unwort gab es schon früher Spitzenreiter sind sogar drei:

2000 national befreite Zone

1998 sozialverträgliches Frühableben

1992 ethnische Säuberung

http://de.wikipedia.org/...
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19.01.2007 15:58 Uhr von isern
 
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Missbrauch des Unwortes: "Bei der 1991 begründeten und seither jährlich stattfindenden Aktion »Unwort des Jahres« sind alle Bürgerinnen und Bürger aufgefordert, sprachliche Missgriffe zu nennen, die im jeweiligen Jahr besonders negativ aufgefallen sind. Gesucht werden Wörter und Formulierungen aus der öffentlichen Sprache, die sachlich grob unangemessen sind und möglicherweise sogar die Menschenwürde verletzen."
Quelle: http://www.unwortdesjahres.org

Aufgefallen? Öffentliche Sprache?

Wenn ich "Freiwillige Ausreise" mit google suche finde ich lauter Gutmenschenaktivistenseiten, ein paar rechtliche Richtlinien und Tipps sowie ab und zu indymedia. Treffer Nr. 61 ist die erste seriöse Nachricht von zeit.de, allerdings handelt es sich dabei tatsächlich um eine freiwillige Ausreise bzw. das Bitten darum. Die Juroren wollen lediglich Aufmerksamkeit auf ein Thema lenken.
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19.01.2007 16:02 Uhr von vst
 
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natürlich mikebison: die sind links angehaucht.

da 99% der bürger weiter links stehen als du ist das auch nicht schwierig.
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19.01.2007 16:11 Uhr von Obergrot1
 
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anderes wort: es kam zwar erst später auf, aber für mich das Unwort des Jahres ist klar "Killerspiele", da es eine klar negative, polarisierende stimmung schafft und kaum Objektivität lässt.
dazu ist es nicht definiert und wird absolut missbraucht.
vor allem da ja auch FinalFantasy 7 nen "Killerspiel" ist ...
denn dann ist auch schach, etc. ein "killerspiel"
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19.01.2007 16:29 Uhr von djsupreme
 
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quatsch nie gehört...
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19.01.2007 19:56 Uhr von Bjoern68
 
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Geldverschwenderei: Die 6 Mitglieder sollten besser mal den Studenten für diese Ermittlung dieses Wortes bessere Studienmöglichkeiten bieten als sich mit so einem absoluten uneffektiven blödsin zu beschäftigen.

Hammer, das es sowas überhaupt gibt....
Das Unwort des Jahres sollte lieber "Prüfungskommision"lauten.

Ups, da fällt mir auf das diese Mitglieder noch nicht mal der deutschen Sprache mächtig sind.

Denn das Unwort des Jahres kann wohl kaum aus zwei Wörtern bestehen...lächerlich das Ganze...und armselig zugleich.
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19.01.2007 21:51 Uhr von rainerj
 
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Ich frage mich ja was an diesem Wort so schlimm sein soll...

Wenn man nicht als Asylbedürftiger anerkannt wird, hat man auszureisen. Da die meisten Bewerber aber vermutlich nicht so einfach gehen wollen und dann unter Zwang abgeschoben werden müssen, was vor allem mehr kostet, kann man "freiwillige Ausreise" eher noch positiv sehen...
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20.01.2007 06:21 Uhr von SaSaLe
 
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seht die Sache realistisch: Dass die Wahl draufgeht um auf (nicht exestierende) arme Ausländer im achso pösem D aufmerksam zu machen, hätte ich nicht gedacht, das Unwort wäre ganz klar Problembär, knapp vor Killerspiele gewesen.

Schaut euch doch mal die anderen Wörter an, die hälfte stammt aus der rechten Szene. (deren Anführer sich selbst entweder in den Abgrund schicken, oder sich gegenseitig auffressen, weiß gar nicht warum alle meinen man müsse die bekämpfen, die iddis tuns doch selbst)

Diese Entscheidung, meine Herren, beruhte nicht auf Dummheit, es ist eine Farce.
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24.01.2007 23:15 Uhr von Nessy
 
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man: "Freiwillige Ausreise" zum Unwort des Jahres gewählt...

da mussten die sechs sicher lange überlegen...
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25.01.2007 23:56 Uhr von brenda2004
 
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Die Unwörter sind zwar immer wieder ne lustige Sache, aber nichts desto trotz zeigt sich auch immer mal wieder das Unverständnis für den eigentlichen Sinn (siehe Humankapital).

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