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Deutsche Fabrikanten nehmen von Jobverlagerung ins Ausland zunehmend Abstand

Die Verlagerung von Arbeitsplätzen in Billiglohnländer findet immer weniger Anklang bei deutschen Firmen. Einige Firmen holen sogar gezielt wieder die Produktion zurück nach Deutschland. Grund ist unter anderem die Qualität.

Der Süßwarenfabrikant Katjes Fassin schloss Mitte 2006 seine Produktionsstätten in Italien und Finnland. Die Bonbons werden nun wieder ausschließlich in Deutschland gefertigt. In Polen und Tschechien befände sich lediglich noch der Vertrieb.

Warmwasser- und Heizgeräteproduzent Stiebel Eltron hat sogar die Fertigung einer aufgekauften slowakischen Kunststofftechnikfirma ins hessische Eschwege verlagert, um Technologie und Know-how an einem Ort zu bündeln.


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WebReporter: no_trespassing
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Deutsch, Ausland, Fabrik, Abstand
Quelle: www.t-online-business.de

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19 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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19.01.2007 10:38 Uhr von no_trespassing
 
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Besonders erfreuliche Nachrichten. Billig ist halt nicht alles und wenn die Kunden unzufrieden mit den Produkten sind und Garantiefälle den Gewinn wieder auffressen, dann hat man nichts gewonnen.
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19.01.2007 12:23 Uhr von torschtl
 
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jetzt muss zugeschlagen werden: und die Steuern für Unternehmen rauf... die zahlen sie mit Sicherheit auch, da sie sich eine nochmalige Verlagerung bestimmt nicht leisten wollen...

vor jahren sind sie abgehauen, haben tausende von Arbeitsplätze zerstört und jetzt kommen sie wieder zurück und meinen es hier wieder probieren zu müssen...
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19.01.2007 12:23 Uhr von lucky strike
 
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Sie gibt es noch: die deutsche Wertarbeit. Hier ist zwar alles in der Produktion teurer, aber mit dafür is die Qualität ungeschlagen.
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19.01.2007 12:40 Uhr von Fi4fight4
 
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Sollte es wahr sein? Sollten Unternehmen doch noch erkennen, dass Know-how sich doch tatsächlich bezahlt macht?

Dass "Geiz ist geil" so nicht stimmen kann? Das ein solide aufgestelltes Unternehmen langfristig mehr Erfolg einfährt als ein Unternehmen das auf mind. 2-stellige Zuwachsraten pro Jahr aus ist? Werden die Wirtschaftsbosse wieder normal in der Murmel?
Wird man erkennen, dass MENSCHEN in Unternehmen arbeiten und nicht Human Kapital? Das die Arbeiter von eben die Käufer von später sind?

Das China kein Wirtschaftswunderland ist?

Fragen über Fragen ...

PS: Wer Ironie findet darf sie behalten!
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19.01.2007 12:44 Uhr von VoteForChris
 
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Ist ja auch klar Dank den EU-Erweiterungen können ja auch immer mehr "billige" Arbeitskräfte hier in Deutschland direkt ausgebeutet werden.
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19.01.2007 12:53 Uhr von powerpiet
 
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tja mittlerweile gehört deutschland doch auch zu den billiglohnländern
heutzutage muss ein arbeiter in deutschland seinen lohn doch schon standartmässig auf hartz4 niveau aufstocken lassen!!!!!!
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19.01.2007 13:22 Uhr von Gurkon
 
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tja vor Jahren haben schon diverse Professoren und Wirtchaftskenner davor gewarnt, überstürzt Produktionsstätten gen Osten zu verlegen zwecks scheinbar billiger Arbeitskräfte und Kostenersparnis.
Damit haben die Firmen nicht nur ihrem Ruf sehr geschadet, auch die Qualität stimmt nicht mehr und auch die Kosten steigen wieder.. Und die EU Osterweiterung wurde ja auch nicht von heute auf morgen beschlossen.. Über kurz oder lang werden auch z.B. in Polen die Löhne/Nebenkosten steigen und somit rechnet sich die entfernte Produktion schon nicht mehr (Transitkosten usw kommen ja auch noch dazu)
Aber eine der Hauptursachen des ´Zurückkommens ist wohl die Qualität.. zwar mögen die neuen Produktionsstätten mit den neusten Geräten ausgestattet sein, aber woher die qualifizierten Arbeitskräfte nehmen.
Ein Bootsbauer hier in Rostock sagte mir mal:
" Sicher ist es verlockend die Produktion in ein Billiglohnland zu verlagern, aber gerade bei Booten und Segelyachten ist die Qualität mehr als wichtig. Und auch wenn die Arbeitskräfte und die Produktionskosten dort im Verhältnis sehr gering sein möchten, viele Arbeiter sind schlecht ausgebildet und müssten erst nochmal spezialisiert werden, man müsste sein Know How preisgeben und würde somit einen entschiedenen Vorteil einbüßen. Wichtig sei auch, das wenn die Kunden feststellen, das die Qualität leidet, nur damit sie weniger bezahlen müssen, leidet auch der gute Ruf einer Firma, der über Jahre mühsam aufgebaut wurde... "

ich sag immer, wer billig kauft, kauft zweimal...
(ich kaufe natürlich auch das billigste Klopapier, so isses ja nicht, aber man sollte sich nicht immer gleich vom billigsten Preis locken lassen, manchmal kann es besser sein, lieber ein paar Euros mehr auf den Tisch zu legen, aber dafür länger was von em gekauften zu haben)

my 2 cents
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19.01.2007 13:23 Uhr von Skolle
 
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@powerpiet: woran liegt´s denn?
Die Arbeit die von einem Arbeiter getan wird, ist nunmal nicht sein Geld wert!
Frag mal ein paar Ökonomen, die werden das bestätigen.
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19.01.2007 13:57 Uhr von christi244
 
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Mindestlohn in den USA: Just for Info:
Der Mindestlohn in den USA liegt bei US-$ 5.50. Es gibt aber kaum Jobs, die mit weniger als US-$ 6 abgegolten werden. Was das Leben in den USA so teuer werden läßt, sind Mieten und Strom und Auto, wer sich dann eines leisten kann.
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19.01.2007 14:01 Uhr von Rollo-Ralf
 
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Lang, lang daran Gearbeitet: Durch die real sinkenden Löhne in Deutschland hohe Arbeitslosenzahlen sowie ein ständige ausüben von druck auf H4 Empfänger ist Deutschland mitlerweile wieder Atraktiv für viele Unternehmen geworden! Durch starkes einmischen in Tarifpolitik konnten SPD und CDU ein gutes Umfeld für viele Unternehmen erzeugen! Man kann eigendlich nur hoffen das trotzdem einigermassen angepaste Löhne wieder einmal gezahlt werden. Viele der Unternehmen, müsten aber auch meiner ansicht nach daran Denken, daß auch sie eine Verantwortung für dieses Land haben und weiterhin Quallifizierte Arbeitsplätze bereitstellen.
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19.01.2007 14:09 Uhr von Odega
 
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Körperschaftssteuer: Die Körperschaftsteuer wurde auch unter der Schröder-Regierung von 50% auf 25% gesenkt - die Früchte, die damals gesäht wurden, können wohl nun geerntet werden. Aber die Schröder-Regierung war ja so böse und schlecht...
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19.01.2007 14:25 Uhr von ArrowTiger
 
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@bonsaitornado1: Die Mindestlöhne in den USA sind höher, als die Löhne, die teilweise hier für geringgehaltene Arbeiten gezahlt werden! Und immerhin: die USA haben wenigstens einen Mindestlohn. Das steht hier in D noch aus.

Im Folgenden ein zugegebenermaßen sehr krasses aktuelles Beispiel:

"Gebäudereiniger: So läuft´s wirklich"

http://www.abendblatt.de/...

Aus der Einleitung: "Ihr Fall sorgte bundesweit für Schlagzeilen: Zimmermädchen Antonia H. (23) arbeitete für 2,46 Euro pro Stunde als fest angestellte Reinigungskraft der Gebäudereinigungsfirma Lieblang im Hamburger Dorint-Hotel am Alten Wall. Als sich Antonia H. bei ihrem Arbeitgeber über den Dumpinglohn beschwerte, erhielt sie die Kündigung."

Man erkennt schon die Richtung, in die das alles laufen soll. So wenig haben selbst Zimmermädchen in D noch nie verdient. Zusammen mit der im Artikel geschilderten Erpressung seitens des Hoteldirektors ein klares Bild unserer verdorbenen "Leistungsträger".

Mir kann jedenfalls niemand weismachen, daß die Zimmerreinigung in einem Top-Hotel nicht mehr wert wäre als nur 2,46€/Std (um diesen Fall einmal analog für dieses gerne behauptete Argument herzunehmen). Wenn eine Arbeit wirklich weniger wert ist, als sie für einen angemessenen Lohn ausgeführt werden kann, dann sollte man sie lassen oder ehrenamtlich ausführen lassen. Kann man sie nicht lassen, weil sie erwünscht oder notwendig ist, und finden sich keine Freiwilligen, die die Arbeit umsonst ausführen, ist sie definitiv auch mehr wert!

Alles andere ist schamlose Ausbeutung...
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19.01.2007 15:27 Uhr von ArrowTiger
 
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@bonsaitornado1: -- "Da kommen wir aber wieder zu der Frage: wer legt den Wert der Arbeit fest?"

Das ist sicher nicht ganz einfach - i.d.R. macht das bei Gütern ja der Markt / die Konkurrenz. Ich wollte auch nur Grenzbeispiele nennen. Ein Stundenlohn von 2,46 € für eine Renigungskraft ist hier in D sicher genau so unangemessen, wie 500.000 € Jahresgehalt für einen Topmanager.

-- "Wir haben uns meiner Meinung nach einen Großteil der Schuld ( für die Abwanderung der Firmen) selbst zu geben - der wir, die Konsumenten wollten immer mehr zu immer günstigeren Preisen."

Gebe ich Dir recht. Geiz ist eben nicht geil - man muss das Ganze schon in seinen Zusammenhängen sehen. (Wobei man aber auch berücksichtigen muss, daß viele Preise künstlich sind. Durch Subventionierung, etc.) Irgendwann _kann_ man dann eben nur noch billig kaufen, weil man selbst den Markt mit zerstört hat, und aufgrund des Lohndumpings und steigender Arbeitslosigkeit selbst nicht mehr genug verdient, um reale Preise zu bezahlen, die unsere Wirtschaft erhalten könnten.

Selbsteinschränkung ist daher sicher nicht das Dümmste. Geht auch einfach, wenn man sich nicht dauernd von der Werbung und dem von ihr versprochenen Glück verblenden lässt. Die meisten Leute sind dafür aber wohl nicht wach genug...
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19.01.2007 15:45 Uhr von ChristianWagner
 
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Rückverlagerung? Wirklich? Oder ist das der typische dt. Journalismus? Wenn eine Handvoll Firmen wieder zurückkommen spricht man gleich von Rückverlagerung.

Wenn ich morgens die Zeitung aufschlage lese ich nie etwas von Firmen die wieder zurückkommen sondern genau das Gegenteil.
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19.01.2007 17:45 Uhr von ishn
 
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Von wegen Diese "Rückverlagerungen" haben weniger soziale Gründe und auch nur indirekt mit Qualitätsgründen zu tun. Das Zauberwort heisst Gewährleistung und Produkthaftungsgesetz . Seid dem sie durch die EU auf 2 Jahre raufgesetzt und verschärft wurde und auch Importeure für gerade stehen müssen ist es eben sicher man fertigt lieber hier. Ist ja aber auch kein Problem da hier die Löhne stetig gedrückt wurden. Würde man die Gewährleistung und die Produkthaftungen noch weiter verschärfen wären China und Co hier völlig aus dem Rennen.
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19.01.2007 19:52 Uhr von Bjoern68
 
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Kein Wunder bei dem schlechten Service ! Es ist nun mal so das in anderen Ländern andere Kulturen herrschen. In anderen Ländern deutsche Qualität aufzubauen wäre dann auch zu teuer.

Wenn ich an die Hotline denke die bei uns ins Ausland verlegt wurde, dann wird mir schlecht.

Naja...
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19.01.2007 20:20 Uhr von Da Remix-World
 
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Ich hätte gekauft !!!! Denn die Beiersdorf AG ist ein Traditionsunternehmen und hat eine sehr starke Produktivität in Bereichen wie Kosmetika bsp.: Nivea, DushDas,8*4 und so weiter...

Die Marktanteile sind groß. Eigendlich sollte diese Aktie gehalten werden und die Empfehlung ist auch ganz Okay. Allerdings frag ich mich wieso die DB die Aktien verkauft ?? Kommt jetzt bald wieder ein Skandal oder ???? Nunja warten wir mal ab.
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19.01.2007 21:13 Uhr von evilboy
 
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Produktionsstätte in Finnland? Wo statt Gummistiefeln jetzt Telefone konstruiert werden, kann nichts gutes wachsen. ;-)
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20.01.2007 01:41 Uhr von erdbewohner
 
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die wirtschaft ist die macht... und jeder weiss das in deutschland die drehscheibe von europa ist weisst was quallität bedeutet... zumindest denen die DE verlasse haben ... liest man in der presse....

alles nur ne frage der politik...
als die arbeiter aus DE auswanderten machte man nichts aber als es hies Deutsche mediziner und besser betuchten wandern aus... baut man wieder auf die brd also holt man erst die arbeiter zurück und denn die ausgebildeten fachmänner wei mediziner oder höheres... fuckup den mächtigen drahtziehern!! ist doch alles kalkulierbar und zum kotzen *würg*


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