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Baby-Boom in Frankreich - Kinder sind wieder "in"

In Frankreich wurden im vergangenen Jahr mehr Kinder geboren als jemals zuvor seit 1981. Laut Angaben des staatlichen statistischen Instituts Insee sei die Geburtenzahl pro Jahr mit rund 830.000 Neugeborenen um 2,9 Prozent gestiegen.

Damit bringt jede Frau durchschnittlich 2,07 Kinder zur Welt und Frankreich liegt mit dieser Geburtenrate mit in der Spitzenposition in der EU.

Als Grund für diese positive Entwicklung sehen Demographen vor allem das ausgewogene System der Geburtenförderung, das den Frauen die Rückkehr in den Beruf und die Vereinbarkeit mit den Erziehungsaufgaben sehr erleichtert.


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WebReporter: macmillan
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Kind, Frankreich, Baby, Boom
Quelle: www.faz.net

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24 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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18.01.2007 22:19 Uhr von Ralph_Kruppa
 
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Das war abzusehen Weil die Franzosen die Betreuung der so genannten Unter Drei-Jährigen (U3) besser organisiert haben, sind die Hürden für eine schwangere Frau nicht ganz so hoch wie in Deutschland.
Nur mit Geldanreizen eine berufstätige Karrierefrau mit Patchwork-Umfeld dazu bringen zu wollen, nun Nachwuchs zu zeugen, zeigt aber auch die ganze Hilflosigkeit der Bundesregierung.;-((
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18.01.2007 22:36 Uhr von Nessy
 
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"zeigt aber auch die ganze Hilflosigkeit der Bundesregierung"

zeigt mal wieder...die ganze Hilflosigkeit der Bundesregierung !!!
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18.01.2007 22:45 Uhr von ciaoextra
 
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Möchte: mal wissen, wieviele Bundesbürger diesen extrem stürmischen Abend kuschelig im Bett verbracht haben. Vielleicht gibt es in ja 9 Monate erste Ergebnisse? ;o)
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18.01.2007 23:00 Uhr von no_trespassing
 
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@ciaoextra: Guter Comment ;-).
Vielleicht behältst Du ja recht *g*.

Auf die Bundesregierung kann man in der Frage nicht zählen. Die naheliegensten Lösungen werden nicht mal diskutiert. Wie wichtig wären z.B. betriebsinterne Kindergärten. Jeder Betrieb mit > 1000 Mitarbeitern sollte so etwas einrichten. Damit wäre Vereinbarkeit von Beruf und Kind viel besser zu bewältigen.
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19.01.2007 01:14 Uhr von Maku28
 
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und wieder mal sind uns die Franzosen ein Stück vorraus. Mhh in letzter Zeit ist mir das öfter aufgefallen.

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19.01.2007 01:48 Uhr von bpd_oliver
 
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Irgendwann: ist uns jedes Dritte-Welt-Land ein Stück voraus...
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19.01.2007 02:28 Uhr von JFranklin
 
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Familienförderung: Habe erst vor kurzem etwas interessantes über Familienförderung gelesen. Man sollte die Förderung für das zweite Kind vergrößern, da es leichter ist eine Familie, in der schon ein Kind lebt zu einem zweiten zu ´überreden´, als eine Familie ohne Kinder.

Manchmal denke ich, dass es durchaus an der Einstellung mancher Firmen liegen könnte. Solange in leistungsorientierter Bezahlung, Leistung bedeutet, dass man im Leben nichts anderes als die Firma kennt, wird es nicht mehr Kinder geben. Wieviele Personen, die Sagen, dass sie nicht beliebig Überstunden machen wollen, da zuhause die Kinder warten, werden befördert? Das Problem, dass Kinder das Karriereende bedeuten können, existiert inzwischen nicht mehr nur für Frauen sondern auch für Männer. Nun werden nicht mehr Frauen benachteiligt, sondern alle, die der Familie einen hohen Wert beimessen.
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19.01.2007 02:34 Uhr von Mondelfe
 
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Da muss sich Deutschland mal eine dicke Scheibe von abschneiden...

Geburtenrate von 2,07 - davon kann Deutschland nur träumen, bei uns liegt sie bei ca. 1,3
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19.01.2007 04:53 Uhr von Götterspötter
 
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Wie können Kinder "IN" sein: dann hoffen wir mal - das diese Mode etwas länger anhält als der nächte Prot-ta-porte in Paris ???

Zumindestens vieleicht so lange bis die Kids gut aufgewachsen sind .... einen Job haben ...... und nicht an den Folgen der weltweiten Überbevölkerung und den durch die damit verbundenen Umweltverschmutzung und Klimaveränderungen umkommen ...... :( ....

ich weis !! ... das klingt jetzt super pessimistisch und ich mache mich jetzt wieder mal als schlechter Patriot umbeliebt ! ......

... aber es gibt jetzt schon zu viele Menschen auf dem Planeten und die meisten haben nicht mal genug zu essen um satt zu werden.

Vieleicht sollten wir erstmal ein paar "Probleme" in den Griff bekommen, als uns über den steigenden Nachwuchs zu freuen ..... :(

Ich selber sehe das im Moment ähnlich wie wenn eine Katze Junge bekommt ..... sind echt süss wenn sie noch klein sind - aber später weis man nicht wohin damit ....und sie werden zum Problem

..sorry wenn ich eure Euphorie ein bissel bremse
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19.01.2007 08:40 Uhr von legionaer
 
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In Frankreich ist aber auch nicht alles Gold was glänzt. Eine Frau muss trotz der Hilfen ein Mindestmaß an Organisationsfähigkeit mitbringen ansonsten geht sie unter.

Es gibt Kitas oder Vorschulen, wenn sie da 5 Minuten zu spät ist, bekommt sie die Kinder nicht mehr abgenommen. Es gibt viele Frauen, die diesen Druck als belastend empfinden. Natürlich würde dennoch keien mir bekannte Elsässerin oder Französin mit einer Deutschen tauschen wollen.

Mein im letzten Jahr geborener Sohn ist also einer von rund 830.000. Auch nicht schlecht zu wissen. Sohn, Du bist....und meine erste und meine zweite Frau haben mit jeweils 2 Kindern auch anscheinend fast ihr Soll erfüllt und für die Erfüllung der restlichen 0,07 wird mir schon noch was einfallen. :)
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19.01.2007 09:27 Uhr von luthienne
 
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Man hätte, statt den Besserverdienenden auch fürs Kinderkriegen noch mehr Geld in den Rachen zu schieben, das alte Erziehungsgeld besser komplett auf ein Jahr zurückgeschraubt, den Betrag gleich gelassen (also 300€ pro Kind) und das ersparte Geld in flächendeckende Kinderbetreuung gesteckt.
Nicht die Finanzen in den ersten 2 Jahren sind das große Problem, sondern die mangelhafte Betreuung insgesamt! Wenn ich seh, dass selbst in Kreisstädten mit 15.000 Einwohnern insgesamt nur 100 Ganztagsplätze für Stadt und Umland im Kindergarten zur Verfügung stehen, und die Mütter sich sozusagen die Köpfe einschlagen, um einen davon zu ergattern, während man mittlerweile selbst für die meisten 400€- Jobs quasi rund um die Uhr verfügbar sein soll, der Ladenschluß aufgehoben werden soll (wobei gerade DA das Berufsfeld vieler Leute gelegen hat, die sich für Kinder entschieden haben), dann kann doch was nicht stimmen in den Köpfen derer, die so hirnrissige Entscheidungen fällen.
Man muss den Familien einfach den Raum geben, selbstständig zu bleiben oder es (wieder) zu werden.
Mit Kindergartenzeiten von 9 bis 12 und dann wieder von 14 bis 16 Uhr wird das aber nix.
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19.01.2007 10:33 Uhr von eros007
 
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2,07 Kinder pro Frau 2,07 Kinder pro Frau könnten wir in Deutschland auch gut gebrauchen. Übrigens könnten wir uns in den nächsten 20 Jahren auch locker 2,6 Kinder pro Frau leisten, und die Kindergeneration wäre immer noch kleiner als die Generation der Großeltern... Wir würden also auch mit 2,6 Kinder/Frau (solange der Zustand nicht länger als 30 Jahre anhält) noch nicht ein Wachsen der Weltbevölkerung provozieren, sondern ein Schrumpfen.

Leider findet in Deutschland das Umdenken viel zu langsam statt - die Zukunft in unserem Land wird wohl nicht ganz zu Unrecht in recht schwarzen Farben ausgemalt...

Man sollte nicht immer nur nach dem Staat rufen, der endlich eine flächendeckende Kinderbetreuung für möglichst alle gewährleisten soll - von 7 bis 20 Uhr, vom 6. Lebensmonat bis zum 12. Lebensjahr (danach kann ein Kind auch auf sich selbst schauen). Diese ist natürlich trotzdem bitter nötig. Aber zu Geburtenraten wie in Frankreich bedarf es schon etwas mehr. Jeder Einzelne muss bei sich anfangen zu schauen, wie kinderfreundlich er ist. Jeder Einzelne muss seinen Teil dazu beitragen. Und sollte nicht auf die optimalen Bedingungen, die es auch in Frankreich nicht gibt, warten - sondern wenn schon, dafür kämpfen und eigene Vorschläge einbringen. Und am besten selbst 2-4 Kinder zeugen. :-)

Übrigens senkt eine höhere Geburtenrate die Arbeitslosigkeit, verbessert in vielen Fällen sogar die Bildung (da das Interesse der Bevölkerung insgesamt an Bildung umso größer ist, je mehr Leute Kinder haben) und sorgt für Zukunftsoptimismus.




@Götterspötter:
Ich kann Deine Argumente gut nachvollziehen. Ich persönlich hielte es auch für gar nicht so schlecht, wenn wir doch nicht so viele Kinder hätten. Aber dann bitte 600.000 Einwanderer netto (also Überschuss) pro Jahr - denn wenn man schon Gutmensch ist und an die Natur denkt, dann richtig. Und das heißt, dass die Infrastruktur eher bei uns genutzt werden sollte (wo sie schon vorhanden ist), als in anderen Weltgegenden teuer aufzubauen und bei uns teuer und unter Umweltbelastung zurückzubauen. Ein Schrumpfen Deutschlands ist aber in jedem Falle kontraproduktiv. Ob man jetzt an die Zukunft der Welt insgesamt oder die Zukunft Deutschlands im "patriotischen" Sinne denkt.
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19.01.2007 10:37 Uhr von rh1974
 
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@luthienne: ´...Nicht die Finanzen in den ersten 2 Jahren sind das große Problem...´

hast du´ne ahnung! es gibt genug, die gerade so ueber den monat kommen, ohne dickes auto, ohne urlaub, ohne sparen zu koennen, ohne sich ihre zusatzkrankenversicherung und zusatzrente zu ´leisten´. wie sollen die die unumgaengliche finanzielle mehrbelastung auffangen? mit elterngeld von 70%????
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19.01.2007 10:56 Uhr von MitHanDir
 
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@Mondelfe: Die Geburtenrate der Deutschen liegt sogar nur bei 1,1. Nur durch die Türken, die eine Geburtenrate von 2.01 haben, liegt Deutschland etwa bei 1,4 und ist nicht Schlusslicht in der Eu was wir sonst garantiert wären. Ein sehr trauriges Bild. :(
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19.01.2007 10:58 Uhr von SunSailor
 
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Für alle "In diese Welt kann man keine Kinder setzen"-Pessimisten: Ohne Kinder gibt es keine Zukunft! Und es ist die Aufgabe jeder Generation, auch der unserer Kinder, das beste aus dem zu machen, was sie vorfinden, egal wie gut oder wie schlecht das sein mag. Andere Generationen haben auch schon aus nichts viel geschaffen. Man kann doch nicht aus der Jetzt-Betrachtung auf die Lebensspanne einer Nachfolgegeneration schließen!
Und zum Elterngeld: Selbst wenn das manchem weniger gut verdienenden nicht einsichtig ist, gerade die Regelung des Elterngeldes motiviert gerade sehr viele berufstätige Frauen die Mutterschaft in Angriff zu nehmen. Nicht, weil das Elterngeld irgendwelche finanziellen Löcher stopfen würde, sondern einfach, weil es als honorierung empfunden wird, die damit verbundenen Risiken einzugehen. Kinder bekommt man nicht des Geldes wegen, aber man kann sie, neben der emotionalen Ebene, auch als Verantwortung der Gesellschaft gegenüber verstehen. Und dieses Empfinden wird mit dem Elterngeld gestärkt.
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19.01.2007 11:22 Uhr von luthienne
 
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@ rh1974: ´...Nicht die Finanzen in den ersten 2 Jahren sind das große Problem...´

hast du´ne ahnung! es gibt genug, die gerade so ueber den monat kommen, ohne dickes auto, ohne urlaub, ohne sparen zu koennen, ohne sich ihre zusatzkrankenversicherung und zusatzrente zu ´leisten´. wie sollen die die unumgaengliche finanzielle mehrbelastung auffangen? mit elterngeld von 70%????

Da ich 4 Kinder hab, bilde ich mir schon ein, zu wissen wovon ich rede.
Wenn du das über Elterngeld finanzieren willst, dann bitteschön Elterngeld bis zum 10. Lebensjahr und für alle erhöht. Bisher ging es aber auch mit Erziehungsgeld von 300€ für alle, und gerade die Besserverdienenden sind de facto weniger abhängig von dieser Transferleistung.
Besser ist es aber, die Leute nicht weiter abhängig von Koalitionen zu machen, die heute so und morgen so entscheiden. Gerade alleinerziehende würden enorm von verbesserter Betreuung profitieren, weil sie endlich wieder flächendeckend die Chance hätten, selbst für ihren Lebensunterhalt aufzukommen statt alle 3 Monate auf dem Arbeitsamt einen kompletten Finanz- Strip hinlegen zu müssen, sich dabei von der Öffentlichkeit Schmarotzertum und mangelndes Hirn (wegen der Entscheidung FÜR Kinder) vorwerfen zu lassen und von unserer lieben Familienministerin dazu auch noch pauschal als Risikogruppe für vernachlässigte und geprügelte Kinder hingestellt zu werden.
Die vielen Mißstände entstehen überhaupt erst, weil man viele Alleinerziehende mehr oder weniger von einer Depression in die nächste jagt. Psychisch Kranke Eltern können aber in den wenigsten Fällen gute Eltern sein.
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19.01.2007 15:27 Uhr von eros007
 
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@MitHanDir: So schlimm ist es dann auch wieder nicht, wie Du behauptest. Kann es gar nicht sein. Rechnen wir nach:
Es gibt etwa 3 Millionen Muslime (Türken, Iraner, ...) in Deutschland. Und 79 Millionen andere (75 Millionen Deutsche, dann noch andere europäische Ausländer, ein paar Asiaten...). Wenn die 79 Millionen 1,1 Kinder pro Frau haben (wie von Dir behauptet) und die Muslime 2,01 Kinder pro Frau, kommt man unter der Annahme von gleicher Altersstruktur bei "Nicht-Muslimen" und Muslimen zu einer Gesamtgeburtenrate von 1,13. Oder, anders ausgedrückt, die Nicht-Muslime haben eine Geburtenrate von ca. 1,33, wenn deine These von den Musliminnen (2,01) stimmt. Deutschland liegt aktuell nämlich bei 1,36, wenn ich mich recht erinnere.

Wünschenswert wären mindestens 1,8 Kinder pro Frau, soweit stimme ich zu. Und weil ich schon bei den Wünschen bin, wünsche ich mir, dass der Anstieg auf die 1,8 Kinder pro Frau zum allergrößten Teil von den Leuten mit Hochschulstudium, mehrjähriger Berufsausbildung und dergleichen erreicht wird. Genug gewünscht.

Wir müssen schauen, dass wir möglichst schnell wieder genug Kinder haben (900.000 Geburten pro Jahr oder mehr), sonst schwant mir Böses für die Jahre 2020-2030...
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19.01.2007 15:34 Uhr von vst
 
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ja und? was sollen wir mit so viel kindern?
arbeitslose produzieren?
82 millionen sind eh zu viel
60 millionen tuns auch.

wann kapiert die menschheit eigentlich mal, dass wir uns selbst kaputt machen.
über sechs milliarden menschen.
drei milliarden sind absolut genug.

wo soll denn die grenze sein?
bei 150 millionen deutschen? bei 10 milliarden erdbewohnern? oder bei 20?
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19.01.2007 16:27 Uhr von eros007
 
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vst: Du weißt aber schon, dass mehr Kinder die Arbeitslosigkeit senken. Lege einfach mal den zeitlichen Verlauf der Geburten in Deutschland seit 1950 und den Verlauf der Arbeitslosigkeit untereinander und vergleiche - ein Einbruch in den Geburtenzahlen folgte immer mit einem Abstand von 5-10 Jahren einem (dauerhaften) Anstieg der Arbeitslosigkeit. Das gilt übrigens für die meisten anderen europäischen Länder auch. Frankreich mit eingeschlossen. Das hat zwar trotz vieler Kinder noch eine hohe Arbeitslosigkeit, aber dennoch eine niedrigere als vor 10 Jahren. Wir Deutschen haben eine weit höhere als 1995.


Mit den vielen Menschen auf der Welt gebe ich Dir recht. Aber in Deutschland könnten es locker 150 Millionen sein (dafür in Afrika nie mehr als 600 Millionen). Der Platz reicht ja (komischerweise schrumpfen nämlich die dünn besiedelten Gebiete, nicht die dicht besiedelten), und sauberes Wasser sowie andere wichtige Grundstoffe haben wir auch genug. Bei all der Infrastruktur, die hier schon besteht, wäre es - global gesehen - höchst unsinnig, wenn wir hier was zurückbauen müssten, was anderswo unter hohem Ressourcenaufwand neu errichtet werden muss. Übrigens kriegen auch die Einwanderer weniger Kinder, sobald sie zu uns kommen. Insofern wäre es für die Welt gut, wenn viele Menschen nach Deutschland kommen - dann haben sie weit weniger Kinder, als wenn sie im Heimatland bleiben. Und ist wirksam im Kampf gegen die weltweite Überbevölkerung.


Und vst, ich hätte auch nichts dagegen, wenn wir nur 60 Millionen wären. Aber das Problem ist Folgendes:
Im Jahr 2030 haben wir wohl etwa 80 Millionen Menschen. Ein Schrumpfen wäre prinzipiell nicht so schlecht. Das Problem ist, dass wir Rentner wie ein 100-Millionen-Volk haben werden und Nachwuchs wie ein 60-Millionen-Volk. Das ist das Problem an der Sache. Ansonsten hätte ich kein Problem, wenn wir weniger wären. Dem üblichen Argument, dass kleinere Länder sowieso flexibler sind (sieht man an den Nachbarländern), kontere ich für gewöhnlich mit dem Satz, dass Deutschland sich ja aufspalten könnte in unabhängige Teilstaaten. Die Leute müssten dann weniger leiden für diese Agilität des "Klein-Seins" als beim Krampfschrumpfen... :-)
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19.01.2007 16:29 Uhr von eros007
 
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Korrektur: Ich schrieb:
" ein Einbruch in den Geburtenzahlen folgte immer mit einem Abstand von 5-10 Jahren einem (dauerhaften) Anstieg der Arbeitslosigkeit."

meinte aber:
" einem Einbruch in den Geburtenzahlen folgte immer mit einem Abstand von 5-10 Jahren ein (dauerhafter) Anstieg der Arbeitslosigkeit."

Sonst könnte man die Botschaft missverstehen, nämlich, dass zuerst der Geburtenrückgang war und dann die Arbeitslosigkeit stieg.
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19.01.2007 16:36 Uhr von vst
 
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eros: vieles was du schreibst stimmt ja, nur zwei anmerkungen.

die sache mit den rentnern müssen wir ohne steigende einwohnerzahlen in den griff bekommen.

wir bekommen kinder und bekommen so die sache mit den rentnern in den griff.
nur irgendwann muss ein schnitt gemacht werden.
irgendwann leben so viele menschen in deutschland, dass mehr nicht geht, dann haben wir das problem mit den rentnern auch wieder.
irgendwann ist das ende der fahnenstange erreicht.

das problem viele rentner wenig kinder kommt. ob es gut ist, wenn wir das noch ein paar jahre rauszögern bezweifle ich.

das zweite sind die 150 millionen.
richtig, wir können sie ernähren.
das ist aber schon alles.
die aggression steigt wenn mehr menschen auf wenig raum leben.

außerdem bekommen wir doch die sache mit der energie heute mit 80 millionen nicht gebacken.
wie soll das mit 150 millionen sein.

ich bin wirklich der meinung, dass wir schrumpfen sollten.

ist nartürlich für mich als architekt scheiße :-)
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19.01.2007 16:49 Uhr von eros007
 
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vst: In gewisser Weise kann es schon sein, dass die Aggression steigt, wenn mehr Menschen auf engem Raum leben. Aber eindeutig ist das nicht. Es gibt auch auf dem dünn besiedelten Land genug Gewalt - Nazis sogar mehr, weil man dort nicht die Multinationalität und die Vielfalt der Städte kennen lernt.

Was das Schrumpfen angeht, können wir das gerne tun, wenn die Weltbevölkerung insgesamt sinkt. Aber jetzt, wo manche Länder aus allen Nähten platzen, weil sie zu viele Kinder/wenig Platz haben, ist es irgendwie paradox, wenn Deutschland dann schrumpft. Es könnte die Leute ja aufnehmen. Aber das ist politisch schwierig, ich weiß. Wir kriegen ja die 10% Ausländer, die wir aktuell haben, nicht integriert. 20 oder 30%, wie es nach meinen "Wünschen" wären, stellten uns wohl vor riesige Probleme. Aber ich sähe darin dann eben das Potential von den zusätzlichen Menschen, das wir hier gewinnbringend nutzen könnten (ich meinte jetzt nicht unbedingt gewinnbringend im unternehmerischen Sinne). Na gut, die Einwanderung ist aktuell kein Thema.

Mit den Rentnern und den Problemen gebe ich Dir prinzipiell Recht. Ich bin auch nicht gegen ein Hinausschieben des "Schrumpfprozesses" im Sinne von "jetzt gar nicht, und nach mir die Sintflut", ich würde ihn nur gern verlangsamen. Dann sind die Komplikationen wohl geringer. Dazu könnte eine für die nächsten 30 Jahre nicht zu stark sinkende Geburtenzahl beitragen.

Frankreich ist ein 60-Millionen-Volk und hat 830.000 Geburten im Jahr. Deutschland ein 80-Millionen-Volk mit 670.000 Geburten. Wäre es - bei einer Zielvorgabe "60 Millionen" - nicht sinnvoll, bei der Kinderzahl wenigstens derzeit, solange wir dieses Ziel erreichen wollen (und uns nicht niedrigere stecken) in diesen Bereich zu "zielen" mit Geburtenzahlen von ca. 850.000?
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20.01.2007 12:13 Uhr von MitHanDir
 
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@eros007: Ich habe die Zahlen so aus einem Artikel des Spiegels und denen traue ich mehr als dir.
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22.01.2007 11:26 Uhr von eros007
 
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MitHanDir: Du traust also Zahlen, die Du einfach so vorgeworfen kriegst, mehr als dem, was Du mit deinem eigenen Verstand nachvollziehen kannst? Oder, etwas übertrieben ausgedrückt, übernimmst Du das Denken lieber von der Obrigkeit (den Spiegel kann man ja getrost da dazuzählen) als Deinen eigenen Verstand zu benutzen?

Ich habe schließlich auch nicht versucht, Dir meine Meinung aufzubinden. Nur etwas kritisch zu hinterfragen, ob die Zahlen, die Du durch den Raum wirfst, auch stimmen können. Ich habe nachgerechnet, dass sie das nicht können. Du kannst selbst nachrechnen. Zücke den Taschenrechner, informiere Dich über die Zahl der potentiellen Eltern bei Muslimen und bei Nicht-Muslimen, rechne jeweils nach, was die von Dir behaupteten Geburtenraten für diese zwei Schichten für eine Gesamtgeburtenrate ergeben.

Man sollte auch Zahlen aus den Medien immer mit Vorsicht genießen und durch _eigenes_ Denken verifizieren. Insofern hast Du schon den richtigen ersten Schritt gemacht - Du traust mir nicht. Der nächste Schritt ist dann, auch dem Spiegel nicht zu trauen, denn auch dieser hat nicht immer Recht. Und auch dort wird die Meinung nur allzu oft verzerrt.

Übrigens, wenn Du von der so niedrigen Geburtenrate bei den Nicht-Muslimen beunruhigt bist (und Du zu dieser Gruppe gehörst, was ich annehme), dann kann ich Dir das beste Mittel dagegen verraten: Zeuge einfach selbst ein paar Kinder und überzeuge möglichst viele Deiner Bekannten, es Dir nachzutun. Wenn Du vor dem demographischen Übergewicht der Muslime Angst hast, bleibt Dir nur dieses Mittel. Man kann gewissen Bevölkerungsgruppen ja nicht verbieten, mehr Kinder als der "Schnitt" zu haben...

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