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Peinliches Versehen: Bayerischer Rundfunk gab Stoibers Rücktritt bekannt

Eine Panne der besonders unrühmlichen Art unterlief dem Bayerischen Rundfunk im Verlauf der Live-Berichterstattung, welche die Zeit bis Stoibers Ansprache vor der in Wildbad Kreuth wartenden Presse ausfüllen sollte.

So sendete die "Rundschau Extra" einen politischen Nachruf auf Stoiber, in dem es auf die Geschehnisse um die Fürther Landrätin Gabriele Pauli bezogen hieß: "Am Ende stolperte Stoiber über einen seiner Mitarbeiter."

Die Dokumentation über Stoibers Aufstieg und Fall wurde zum Ende hin mit der Aussage, dass Stoiber seine Ämter niedergelegt hätte, gekrönt. Nach Auskunft einer Mitarbeiterin des BR standen danach die Telefone im Sender keine Sekunde still.


WebReporter: cozmixx
Rubrik:   Entertainment
Schlagworte: Bayer, Rücktritt, Versehen, Peinlichkeit, Verse, Rundfunk, Bayerischer Rundfunk
Quelle: www.sueddeutsche.de
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37 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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17.01.2007 10:35 Uhr von Faibel
 
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Mein Beileid - die Politleiche ist gestorben! Upps, war nen versehen. ;-)))
(leider)
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17.01.2007 10:37 Uhr von AMIO
 
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sehr schnell: Upps, da war wohl jemand sehr schnell. Wohl eher der Wunsch der Vater des Gedankens.
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17.01.2007 10:40 Uhr von mummelratz
 
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*Lach* Das war doch keine Fehlmeldung! Ein bischen übereilt in die Zukunft geschaut vielleicht, aber genauso wirds wohl kommen! Es hat sich nur noch nicht der politische Attentäter gefunden, der dem Stoiber das sprichwörliche Messer in den Rücken rammt. Die müssen sich selber ersteinmal alle gegenseitig eliminieren. Siehe den Seehofer Horst.
Und ein weiteres Bauernopfer wird noch dringend für diesen Job gesucht.
Recht amüsant, das Ganze mit anzuschauen. Erinnert mich an einen Kindergarten...
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17.01.2007 10:40 Uhr von Garviel
 
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Und wieder ein Arbeitsloser mehr. Oder glaubt jemand im Ernst, der verantwortliche Redakteur im BR wäre noch tragbar?

Ich erinnere an den armen Kerl, der in den späten 90ern die Helmut-Kohl-Neujahrsrede vom Vorjahr aus dem Regal geholt und eingelegt hat - wurde auch sofort gekündigt.
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17.01.2007 10:51 Uhr von no_trespassing
 
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Medienversagen: Für was sich diese Medien alles hergeben, ist echt unglaublich.

Man kann in dieser Angelegenheit gut feststellen, wie die einzelnen Sender und Blätter "ticken".

BILD: Verhält sich zurückhaltend, der Trubel ist ihr nicht recht. Verarbeitet aber zugespielte brisante Infos (Seehofer), so gut es geht.

Spiegel: Haut um sich, wie ein wildes Tier. Zitiert dabei gerne die Bild, die aber in dieser Sache relativ wenig hergibt. Ob konstruktiv oder nicht, hauptsache erst mal auf Stoiber einprügeln.

Bayerischer Rundfunk (im Prinzip alle ARD-Programme): Offene Kampagne gegen Stoiber, tun alles, damit er aus dem Amt scheidet.

Könnte jetzt noch einige Zeitungen kategorisieren, aber das würde jetzt ausufern.

In diesem Kontext ist aber die SSN hier zu verstehen. Der Bayerische Rundfunk hat den Bericht sich schon zurechtgelegt. Klar bereiten Sender auch Sachen vor, um schnell senden zu können. Aber hier liegt die Sache etwas anders.
Es gab nämlich bisher kaum eine Grundlage.

Am widerlichsten finde ich die Vorgehensweise von Frau Pauli. Es sieht schon fast aus, als sei die Frau ein Wolf im Schafspelz, von der SPD in die CSU eingeschleust, um rechtzeitig etwas zu bewirken.

Da stellt sich die Frau Pauli hin, will sich in den Medien als integre Persönlichkeit präsentieren und was macht sie? Führt eine Kampagne gegen eine PERSON und nicht gegen die Inhalte.

Ich habe noch nicht ein einziges (!) politisches Ziel gehört, das der Nachfolger von Edmund Stoiber anders oder besser machen soll.

Bitte Frau Pauli, äußern Sie sich mal dazu!
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17.01.2007 11:21 Uhr von Garviel
 
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@no_trespassing: Deine Kritik an Pauli verstehe ich nicht. Sie hat von Anfang an deutlich gemacht:
1.) Stoiber hat über JAhre hinweg eine gute Politik gemacht
2.) Er hat seinen Zenit überschritten und jegliche Bodenhaftung verloren, deshalb sollte er in Ehren abtreten
3.) Gerade WEIL seine Politik im Kern richtig ist, sollte er seine Ämter an jemanden übertragen, der sie - anders als er selbst - im Einklang mit der Basis von Partei und Volk fortführen kann.

Als gewählte Volksvertreterin darf sie das durchaus fordern. Sicher, sie sonnt sich schon recht gern im Scheinwerferlicht der Kameras, aber das hat sie auch früher schon getan und wurde noch vor gar nicht allzu langer Zeit von einem gewissen Edmund Stoiber ausdrücklich dafür gelobt!
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17.01.2007 11:34 Uhr von mäckie messer
 
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So ein Affenzirkus: In jedem anderen Bundesland wäre jemand, der so lange Ministerpräsident war und so eine schlechte Politik macht, dazu noch mit diesen andauernden "Versprechern" in der Öffentlichkeit, längst abgesetzt worden, ohne dieses ganze Theater. Aber weil die Bayern immer noch nicht begriffen haben, dass sie jetzt in einer Demokratie leben und nicht mehr unter einem Kaiser, tun die so, als müsste hier ein Thronfolger bestimmt werden. Es hat dem Land und seinem Demokratieverständnis ganz offensichtlich immensen Schaden zugefügt, dass dort seit Ewigkeiten nur eine Partei an der Macht ist. Wenn Stoiber nur einen Funken Verstand, Ehre, oder wenigstens Moral hätte, dann hätte er schon vor den letzten Bundestagswahlen zurücktreten sollen. Das hätte uns vielleicht auch eine Große Koalition erspart...
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17.01.2007 11:37 Uhr von kresi
 
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@ no_trespassing: also die beiträge , die ich von dir bisher gelesen hab, hab ich gern gelesen. Sehr informativ..respekt:-> ...Meine meinung bilde ich mir aus infos.. und aus eigenen ansichten. Ehrlich gesagt ist Herr Stoiber absolut kein Politiker, der noch irgendwas bewirken kann/könnte... Ich bin mir zu 85% sicher , das die cdu damals mit ner kandidatin Merkel statt nem kandidat Stoiber ..die SPD mitsamt herrn Schröder früher hätte absägen können . Man /Frau hat es der Angela damals wirklich angesehn, wie ihr der Hals dicker wurde. Und im allgemein-bundesländlichen Wahlverhalten hieß es zur Kanzlerwahl.. "die Bayern wählen den auf jeden Fall , weil die ihn loswerden wollen"
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17.01.2007 11:37 Uhr von kutschker
 
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Ausgerechnet der BR: Tja so kann es den Königlich Bayrischen Hoflieferanten gehen.

Ausgerechnet der Heimatsender hilft beim Königsmord.

Kann man nur hoffen das da nicht Köpfe im BR rollen.
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17.01.2007 11:37 Uhr von dominic_2k
 
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@garviel: danke für die richtigstellung, zumal es der stoiber, bzw. sein sekretär war, der in der vergangenheit der pauli rumgeschnuüffelt hat, um pikante details hervorzukramen.
die kampagne ging daher wohl eher gegen die pauli, die vll. etwas zu voreilig und ungeschickt ausgedrückt, kritik am könig von bayern geübt hat.
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17.01.2007 11:43 Uhr von no_trespassing
 
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@Garviel: >>1.) Stoiber hat über JAhre hinweg eine gute Politik gemacht>>

Würde Frau Pauli das leugnen, sie müßte sofort zurücktreten, weil es ja dann offensichtlicher gar nicht mehr geht. D.h., ihr bleibt gar nichts anderes übrig, als das zu sagen.

>>2.) Er hat seinen Zenit überschritten und jegliche Bodenhaftung verloren, deshalb sollte er in Ehren abtreten>>

Wieso ist Stoiber mit 65 zu alt und Beckstein mit 63 der richtige? Stoiber hat Erfahrungswerte und ein klares politisches Profil, was man von einem potentiellen Nachfolger nicht behaupten kann.

>>3.) Gerade WEIL seine Politik im Kern richtig ist, sollte er seine Ämter an jemanden übertragen, der sie - anders als er selbst - im Einklang mit der Basis von Partei und Volk fortführen kann.>>

Ich verstehe den Sinn danach nicht? Gerade in solchen wichtigen Jahren ist es wichtig, daß jemand mit Erfahrung und Rückgrat das politische Geschäft betreibt.
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17.01.2007 11:54 Uhr von Garviel
 
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@no_trespassing: "Wieso ist Stoiber mit 65 zu alt und Beckstein mit 63 der richtige?"
Letzteres hab ich nicht gesagt, und ich würde es auch nicht unbedingt am Alter per se festmachen. Sein beginnender Altersstarrsinn ist bei Stoiber nur ein Teil seiner Probleme. Das größere ist seine abgehobene Traumschiffperspektive, der tut nicht nur so, der hat wirklich keine Ahnung, was den "kleinen MAnn auf der Straße" bewegt.

Stoiber hat sich viele Verdienste erworben, aber Erfahrung und Rückgrat allein reichen nicht. Man muss auch noch die Energie und die geistige Beweglichkeit haben, die er allem Anschein nach eben nicht mehr besitzt. Schade eigentlich.
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17.01.2007 11:57 Uhr von Garviel
 
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@mäckie: Normalerweise lese ich deine Kommentare ja recht gerne, aber diesen verstehe ich nun überhaupt nicht.

"In jedem anderen Bundesland wäre jemand, der so lange Ministerpräsident war und so eine schlechte Politik macht..."
Toll, dass jemand, der eine schlechte Politik als Ministerpräsident macht, es trotzdem schafft, dass sein Land obenauf ist. Wie geht das denn deiner Meinung nach zusammen?

"dazu noch mit diesen andauernden "Versprechern" in der Öffentlichkeit,"
Wo ist das Problem? Er hat mit seinen rhetorischen Gaus doch nicht unerheblich zum Amüsement breiter Bevölkerungsschichten beigetragen?!

"Wenn Stoiber nur einen Funken Verstand, Ehre, oder wenigstens Moral hätte, dann hätte er schon vor den letzten Bundestagswahlen zurücktreten sollen."
Warum hätte er das tun sollen? Nenn mir doch bitte einen einzigen stichhaltigen Grund?!

"Das hätte uns vielleicht auch eine Große Koalition erspart... "
Mach dich doch nicht lächerlich. Bloß weil die CSU dieses Mal zu schwach war, um die Eisen für die CDU aus dem Feuer zu holen, soll Stoiber büßen? Was ist denn das für eine verquere Ansicht?
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17.01.2007 12:09 Uhr von no_trespassing
 
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@kresi: >>Ehrlich gesagt ist Herr Stoiber absolut kein Politiker, der noch irgendwas bewirken kann/könnte... >>

Da stimme ich Dir evtl. zu. Aber was er bewirken kann ist, die Partei zu führen, im Gegensatz zu ...? Beckstein? Herrmann? Die lassen sich viel zu viel von der CDU reinreden, anstatt ihr eigenes Profil abzumarken. Und daß sich die CDU zu stark den Sozialdemokraten angenähert hat, beweisen die Umfragewerte der letzten Monate.

>>Tja so kann es den Königlich Bayrischen Hoflieferanten gehen. Ausgerechnet der Heimatsender hilft beim Königsmord.>>

@kutschker: Der BR ist nicht der Heim- und Hofsender. Die politische Zusammensetzung der Gremien steht eher in der Opposition zur Regierenden Bayernfraktion, würde ich mal sagen.

Wie gesagt, ich verfolge in dem Punkt intensiv mit, wie sich die Medien verhalten. Und obwohl ich vom Spiegel beispielsweise sonst viel halte, ist festzustellen, daß das Blatt nur auf die große Sensation, den Königsmord wartet.

Mag sein, daß sich an der Person Edmund Stoiber die Geister scheiden. Aber dieses fast schon konzertierende Vorgehen einiger Medien, die offenbar die Ablösung geradezu herbeiführen soll, hat absolut nichts mit Seriosität zu tun.
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17.01.2007 12:14 Uhr von mäckie messer
 
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@garviel: "Toll, dass jemand, der eine schlechte Politik als Ministerpräsident macht, es trotzdem schafft, dass sein Land obenauf ist."
Erstens hat Stoiberchen ein sehr intaktes Land schon von seinen Vorgängern übernommen und
zweitens ist Bayern jetzt spürbar auf einem absteigenden Ast. Oder hältst du es für Zufall, dass die CSU allmählich ins Wanken gerät, was die Wählerstimmen angeht? Ist es Zufall, dass schon viele Stimmen laut wurden (vor allem auis den eigenen Reihen), dass Stoiber der Union mehr schadet als nützt?

"Er hat mit seinen rhetorischen Gaus doch nicht unerheblich zum Amüsement breiter Bevölkerungsschichten beigetragen?! "
Nun, hier in Ostdeutschland sind viele seiner Äußerungen nicht gerade mit Amüsement gehört worden. Speziell wenn es darum ging, was wir noch alles zu lernen hätten. Und auch wenn man seine dauernden Ähm-ähhä-ähhs und die Bahnhof München- Flughafen- Story lustig findet, heißt das leider nicht, dass man danach den Ministerpräsidenten mit seiner artikulatorischen Unfähigkeit noch ernst nimmt. In Deutschland werden nunmal immer noch lieber Respektspersonen gewählt, als Pausenclowns.

"Warum hätte er das tun sollen?"
Weil schon mit der vorletzten Bundestagswahl klar wurde, dass ihm der Rückhalt in der eigenen Partei langsam flöten ging. Stoiber wollte doch nur nach Berlin, um nicht verantwortlich gemacht zu werden für die steigende Bildungsmisere, Arbeitslosigkeit und die zunehmenden sozialen Probleme auch in Bayern. Statt aber, nach seiner recht eindeutigen Abwahl, zurückzutreten, bleibt er nun wie ein bockiges Kind auf seinem Stuhl sitzen und will ihn nicht hergeben, auch wenn er damit dem Ansehen der CSU, des Freistaates Bayern und der deutschen Demokratie überhaupt einigen Schaden zufügt. Denn die Masse der Bevölkerung sieht nur, dass jemand, den sie schon lange nicht mehr ernst nimmt, sich durch politische Spielchen und Kindergartenzänkereien noch ein paar Wochen länger an seinem Posten festzuklammern versucht und dabei politische Entscheidungsfindungen, demokratische Prozesse und das Wohlergehen seines Bundeslandes völlig in den Hintergrund gedrängt werden.
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17.01.2007 12:16 Uhr von mäckie messer
 
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Und wenn Stoiber es sich hätte verkneifen können, die Ostdeutschen im letzten Wahlkampf wiederholt zu beleidigen, dann hätte die Union sicherlich einiges mehr an Stimmen gewinnen können. Mal ganz davon abgesehen, dass wohl nur wenigen die Aussicht gefiel, möglicherweise bald den, den man bei der letzten Wahl nicht als Kanzler haben wollte nun demnächst möglicherweise im Kabinett sitzen zu sehen...
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17.01.2007 12:29 Uhr von burschi86
 
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@Mäcki: Ich kann dich auch nicht verstehen und wieso maßt du dir eigentlich an, die Politik des bayrischen Ministerpräsidenten in Bayern zu kritisieren. Du kommst ja aus Thüringen und vielleicht ist da nicht alles so in Ordnung bei euch in der Politik und da ja die CDU seit 1990 ständig im Landtag in Thüringen saß(mal mit FPD,SPD und alleine), vergleichst du vielleicht deren Politik mit der Stoibers, aber woher hast du denn die Info, dass Stoibers Politik schlecht war? Bayern ist immerhin eines der wirtschaftstärksten Bundesländer und mittlerweile ein absolutes Technologieland, was meines Wissens nach die wenigsten Schulden aller Bundesländer Deutschlands hat. Von daher kan ich es nicht verstehen, wie du auf diese Ideen kommst.

Dann noch zu dem Mist mit den Reden: Kein Mensch ist perfekt und nur, weil er manchmal nicht so recht das ausdrückt oder ausdrücken kann, was er eigentlich sagen will, aber es dann dennoch richtig macht, heißt das sicher nicht, dass er ein schlechter Politiker ist. Alle Welt fordrt immer, die Politiker sollen nicht immer nur Reden, sondern mal was tun. Genauso ein Politiker ist er. Er mag keine Reden, aber weiß, dass er sich und seine Politik auch erklären muss und genau deswegen hält er ja auch seine Reden. Aber ich habe lieber einen Politiker, der rhetorisch nichts aufm Kasten hat, dafür aber was von einer Arbeit versteht als umgekehrt.
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17.01.2007 12:41 Uhr von Ralph_Kruppa
 
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Zum Thema Medienversagen Es ist so einfach, den Medien die Schuld für die Vorgänge in der CSU zu geben, dass man den Eindruck hätte, die armen Christdemokraten seien allesamt Gutmenschen, die sich aus purer Humanität in die politischen Ämter wählen lassen.

Tatsache ist jedoch, dass Medien nur das wiedergeben können, was ihnen zuvor als Info zugespielt wurde. Im vorliegenden Fall handelt es sich in der Tat um eine Freudsche Fehlleistung (so etwas kann in der Hitze des Gefechts vorkommen, denn Menschen machen nun mal Fehler...)

Tatsache ist aber auch, dass Politiker und Medien aufeinander angewiesen sind. In diesem System gegenseitiger Abhängigkeiten entstehen Symbiosen und Seilschaften. Die große Verschwörung dahinter sehe ich aber nicht. Auch halte ich es für pure Spekulation, die ARD-Sendeanstalten in einen Pott zu werfen. Der BR ist sicher stramm auf CSU-Linie, immerhin halten die Christdemokraten in Verwaltungs- und Programmräte eine satte Mehrheit. Das macht den Fehler noch ein ganzes Stück brisanter.

Was die grundsätzliche Medienschelte angeht, sollten man sich nicht allzuweit aus dem Fenster lehnen. Eine noch so einfältige Nachricht zu Killerspielen, Saddam Hussein oder Britney Spears räumt hier auf SSN regelmäßig Topplatzierungen ab, auch wenn das Thema bereits zigfach durchgenudelt wurde. Interessante News, die möglicherweise auch in den herkömmlichen Medien kaum eine Chance auf gute Platzierung haben, rutschen auch hier in regelmäßiger Abfolge aus den Ranglisten und werden kaum gelesen.

Also liebe Kritiker und Medienskeptiker.
Schaut Euch an, welche Nachrichten es hier an die Spitze schaffen, bevor ihr Euch "wie jeck" über die Medien mockiert.

Merke:
Medien sind nur der Kanal. Was in den Kanal (das Wort Kanalisation wäre manchmal passender) hineingelangt, unterliegt nicht der Verantwortung der Redaktionen. Sie müssen lediglich diese Rohinfos verarbeiten. Manche machen es boulevardesk, manche faktenorientiert und sauber. Letztlich entscheidet der Leser, Zuhörer, Zuschauer und User, was gesendet, geschrieben und damit veröffentlicht wird und was nicht. Auch Verlage, Fernsehsender und Rundfunkanstalten unterliegen diesen Gesetzmäßigkeiten und nichts anderes.

Alleine schon dieses Thema sensibel und ein klein wenig süffisant umgesetzt zu haben, verdient das allerhöchste Lob an die Autorin. Es war ein Genuss, den Zeilen zu folgen, eine "10" ist da tiefgegriffen, aber eine höhere Bewertung gibt es halt nicht.....

Weiter so, Cozmixx ! ! !
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17.01.2007 13:02 Uhr von Stresstest-Dummy
 
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Gerade Stoiber: der, alle die ihm im Wege standen beseitigt hat regt sich über die Berichterstattung seines Partei-Kumpanen auf. Man erinnere sich was bei der CSU an erster Stelle steht....Werte wie Familie ..und dann hat der ne Geliebte ..wie einst der err Waigel und seine Irene...
Alleine durch solche Aussagen schießt sich der Kini selber ins Knie
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17.01.2007 13:02 Uhr von mäckie messer
 
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@burschi86: Oh, ´tschuldigung, ich sollte mich direkt erschießen lassen, wegen Majestätsbeleidigung! Wie konnte ich mir anmaßen, einen Politiker, der die Errungenschaften seiner Vorgänger nach und nach versemmelt, auch noch zu kritisieren, schließlich ist er doch Kaiser Stoiber?!?
Du bist echt ´n Brüller! :-D
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17.01.2007 13:11 Uhr von Miem
 
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Ähhh .... Öhm das kann ich Stoiber vergeben, ein guter Politiker muß ja kein guter Redner sein. Aber gewisse Äußerungen, die gegen Ostdeutsche und Arbeitslose zielen, sind keine Versprecher. Da hat er schon ausgesprochen, was er dachte. Und sich damit bloßgestellt. ich möchte mich nicht von jemanden regieren lassen - und muß es leider - der ganze Gruppen kategorisch ablehnt. Irgendwann lehnt er dann meine Gruppe ab und was dann?

Und was Bayern als wirtschaftlich stärkstes Land angeht, das hat sich Herr Stoiber oftmals selbst zugeschrieben. Dabei hat er übersehen, dass Bayern vor seiner Zeit bereits in dieser Position war und mittlerweile - evtl. auch dank Herrn Stoiber? - nicht mehr so weit vorne wie ehemals. Im Vergleich zu den anderen Bundesländern ist Bayern doch weiter zurückgefallen, nur war es vorher so weit vorne, dass es immer noch an erster Stelle steht. Wenn Herr Stoiber sich das als seinen Verdienst anrechnen will, ist es höchste Zeit, dass er geht.
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17.01.2007 13:39 Uhr von Stresstest-Dummy
 
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Bayern und BW: wo wären diese ,,gesunden Bundesländer,, ohne die damalige Schwerindustrie im Ruhrgebiet.Oder haben Bayern und BW ihre Autoindustrien mit eigenem Stahl aufgebaut? Damals war der Bund gut,solange man in Bayern schön von profitiert hat.Undankbares degeneriertes inzestduchzogenes kröpfiges Bergvolk.Ein ländlicher bayer ist für mich mindestens so extrem wie irgendein fundamentalistischer Muslime .
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17.01.2007 13:44 Uhr von xbarisx
 
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@all & no_trespassing: Sei mir nicht böse aber du bist in Politischer hinsicht sehr blauäugig, du glaubst dich nicht das der Stoiber Politik macht oder sonst einer von den grossen sogennanten Poliktikern, ich bin sowieso der Meinung das die Politiker in Deutschland nix mehr zu Melden haben sondern die Wirtschaft alles diktiert(zwar nicht 100% aber zum grossen Teil, denn wie lässt es sich sonst erklären das Menschen wie Merz in zick Unternehmen im Betriebsrat oder Vorstand sitzen). Was natürlich auch so toll war als Stoiber alle anderen Menschen in Deutschland also ausser die in Bayern während seinem Wahlkampf als nicht so klug bezeichnete weil die Bayern ja die CSU wählen. Bei der CSU in Bayern ist es wie mit Kohl die Menschen denken das der Wirtschaftliche Stand Bayern von der CSU abhängt was totaler schwachsinn ist denn die dort anssäsigen Firmen machens und nicht Stoiber.

Und die sache mit Fr. Pauli ist ja wohl der Hammer, er kann noch so behaupten er wusste von nix(und er wusste es zu 100%) er kann doch nicht die Frau bespitzeln lassen und dann nicht mal von seinem hohen Ross absteigen udn sich sturr stellen, erst wos ans seinen Kragen ging hat er eingelenkt und einem Treffen zugestimmt. Tja Herr Stoiber sie haben eben doch keine Freikarten und können nicht tun und lassen was sie wollen und unantastbar sind sie auch nicht(mehr). Es sollte entlich schluss sein mit dem Strauss Erbe, in Bayern sollten meiner Meinung nach Köpfe an die Macht die nicht so an der Vergangenheit hängen, dass haben viele CSUler eingeshen und sägen den Stoiber jetzt eben ab, dann ist schluss mit der Stoiber Diktatur.
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17.01.2007 13:47 Uhr von Garviel
 
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@Mäckie / @miem: Ok Mäckie, ich streue Asche auf mein Haupt, was die saudumme Bemerkung über "euch Ossis" ;-) angeht. Da hat er wirklich Sch... gebaut.

Was allerdings die Transrapid-Rede angeht, so sollte man ehrlicherweise auch darauf verweisen, dass es sich um eine parteiinterne Neujahrsrede vom Januar 2003 handelte - das nimmt auch wieder einiges an Dampf raus.

"Statt aber, nach seiner recht eindeutigen Abwahl, zurückzutreten, bleibt er nun wie ein bockiges Kind auf seinem Stuhl sitzen"
Ich glaube, du verwechselst hier was. Stoiber wurde zu keinem Zeitpunkt von irgend einem Posten "abgewählt"??!! Wann und wie soll denn das passiert sein???

Und ihr beide habt schon Recht, dass Stoiber auf gute Vorarbeit aufbauen konnte. Wenn er selbst jedoch nichts bewegt hätte, wäre Bayern längst nicht mehr vorn. Das ist es aber, zumindest im Ländervergleich. Klar, auch Bayern konnte sich dem wirtschaftlichen Abwärtstrend nicht entziehen, aber er begann später und endete früher. Selbst in den schwächsten Zeiten gelangen noch Ansiedlungserfolge, und inzwischen haben wir wieder wirtschaftliche Kennzahlen wie vor der New-Economy-Blase.
Bildung/Erziehung: Niemand behauptet, dass Bayern eine Insel der Seligen mit null Problemen ist. Aber auch hier gilt, dass die Probleme in aller Regel geringer waren und sind als in anderen Ländern.
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17.01.2007 13:50 Uhr von Garviel
 
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@xbarisx: Woher willst du so genau wissen, dass Stoiber von der Bespitzelungsaktion seines Büroleiters wusste? Gerade ein so ausgeprägt machtpolitisch denkender Mensch wie er versteht es, sich mit Menschen zu umgeben, die in vorauseilender Dienstfertigkeit versuchen, ihren Chef zu unterstützen. Ich bin mir deshalb zu 80% sicher, dass er wirklich nichts wusste.

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