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Datenpanne bei der Polizei: Vorstrafen im Internet zu lesen

Einsatzprotokolle des Polizeipräsidiums Südhessen mit Namen und Daten kontrollierter Bürger sind irrtümlich im Internet gelandet. Ein Anwalt entdeckte die Panne und erst dank seines Tipps wurden die Daten aus dem Netz genommen.

Die zu Beginn des Jahres 2006 erstellten 41 Berichte enthielten nicht nur die Namen und Daten der Kontrollierten, sondern gegebenenfalls auch deren Vorstrafen. Außerdem werden Automarke, Kennzeichen sowie Delikte genannt.

Karlheinz Treusch, Präsidialbüroleiter des Polizeipräsidiums, bestätigte die Löschung der Daten und kündigte eine Recherche über den Hergang an. Er kommentierte: "Ob es Konsequenzen gibt und welche das sein könnten, ist derzeit nicht absehbar".


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WebReporter: legionaer
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Polizei, Internet, Daten, Datenpanne
Quelle: www.spiegel.de

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20 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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16.01.2007 04:41 Uhr von legionaer
 
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In einer anderen Quelle habe ich gelesen, dass es laut Treusch ein "falscher Knopfdruck" war, der alles ausgelöst habe. Der hessische Datenschutzbeauftragte soll sich bereits eingeschaltet haben und den Vorgang bei der Darmstädter Polizei prüfen lassen. So schnell kann es gehen und man wundert sich, warum auf einmal die Nachbarn einem aus dem Weg gehen.
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16.01.2007 08:52 Uhr von TriLoGuE
 
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Die Deutsche Polizei ist zu doof zum scheissen ... ein falscher konpfdruck, wer soll das glauben? solche system sollten schon unabhaenig sein und nicht alles an einem rechner zumachen sein !?!
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16.01.2007 08:58 Uhr von elfe
 
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haha: hat wer nen paar daten von dem vorfall möchte mal ein blick drauf werfen ^^
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16.01.2007 09:24 Uhr von förmchen
 
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Lt. Bericht eines regionalen: Radiosenders sind die Daten immer noch im Netz zu finden.

LG
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16.01.2007 09:44 Uhr von saintz
 
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Das ist kein Wunder denn bei zunehmender Technologie in den Behöreden und Personal die davon kein Schimmer hat und damit umzugehen weiss, wundert es mich nicht! Ich denke sogar, das sowas ähnliches schon einmal vorgekommen ist, nur hat es da keiner bemerkt, oder die es bemerkten, kehrten es schnell untert`m Teppich.
Ich denke auch, es wird diesmal keine besonders grossen Strafen hinter sich her ziehen, sondern wird einfach irgendwie nichts mehr von zu hören sein...
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16.01.2007 10:00 Uhr von MannisstderBlond
 
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Tolle Idee! Das sollte immer so veröffentlicht werden!
Aber dann auch von jedem Mitbürger ohne Ausnahme.

Manch ein Gauner würde dadurch bestimmt von seinem Tun abgehalten.

mfg
MidB
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16.01.2007 10:27 Uhr von maki
 
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*lach*: "So schnell kann es gehen und man wundert sich, warum auf einmal die Nachbarn einem aus dem Weg gehen."

Einfach nicht straffällig werden, schon schaun einen die Nachbarn auch nich scheel an...
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16.01.2007 11:30 Uhr von Janina 2000
 
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@ Æshættr: >>> Wäre ich auf der Liste…hatte ich denen ne Schadensersatzklage auf den Hals gehetzt. Gibt auf jeden Fall Probleme bei der Arbeitsfindung, also das könnte echt Geld geben…
16.01.2007 09:05 Uhr von Æshættr <<<

Lebst du in den USA ? DA wäre es so. DA wärst du dann ein reicher Mann. Falls du in Deutschland wohnst, dann bekämst du höchstens ein kleines Taschengeld.

Im übrigen bekommen täglich viele Bürger auf ganz einfache und billige Weise die Vorstrafen anderer Leute zu hören. Ein Freund von mir hatte sich mal einen Funk-Scanner für 20,- € bei ebay ersteigert .

Er meinte, dass bei jeder von der Polizei, BGS, Zoll oder Bahnpolizei kontrollierten Person die Vorstrafen über Funk durchgegeben werden.

Toller Datenschutz. Warum regt sich da eigentlich keiner auf ?
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16.01.2007 11:33 Uhr von JustMe27
 
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@MidB: Kein Einziger würde dadurch von irgend etwas abgehalten. Es entstünde nur vielleicht ein neuer Markt für gefälschte Identitäten. Das Abschreckungsprinzip funktioniert einfach nicht, das zeigt doch jedes Justizsystem, in dem es die Todesstrafe gibt. Typen wie die im meiner Story in der Freizone prahlen ja sogar noch mit ihren Vorstrafen!

Und so blöd das für manche klingt: Auch Verbrecher haben noch ein Recht auf Datenschutz!
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16.01.2007 11:48 Uhr von MannisstderBlond
 
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hallo JustMe27: Tja,
leider!

Aber die Gangster in den Chefetagen haben noch mehr Rechte und werden nie belangt.

mfg
MidB

Ach ja,
Datenschutz besteht doch eh nur in der Theorie, sonst bekäme man nie unverlangte Post oder die GEZ wüsste nicht das man umgezogen ist etc. pp.
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16.01.2007 12:10 Uhr von pippin
 
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Die Verantwortlichen sitzen im Landtag: Das wirkliche Problem hinter dieser Panne sind nicht die "unfähigen" Polizisten, sondern die Politiker, die die Polizei mit ihren Problemen im Stich lassen.

Da ist eh schon viel zu wenig Personal vorhanden , dann auch noch zum großen Teil "überaltert" und die sollen sich neben ihrer eigentlichen Tätigkeit noch "mal eben" mit dem "Computerkram" beschäftigen.
Dass dabei Fehler passieren ist doch absolut klar.

Ich bin echt froh, dass ich "damals" meine Entscheidung zur Polizei zu gehen nochmal überdacht habe. Die sind echt nicht zu beneiden.
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16.01.2007 12:58 Uhr von Troll-Collect
 
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tolle Zukunft: Wenn im Laufe des Jahres die Vorratsdatenspeicherung in Kraft tritt, können sie auch Einzelverbindungsnachweise, Kommunikationsverhalten, Internetsitzungen, Aufenthaltsorte ins Netz stellen.
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16.01.2007 21:47 Uhr von ishn
 
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Finde ich korrekt Sollte Pflicht werden das so etwas im Internet nachverfolgbar ist !
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17.01.2007 05:42 Uhr von el_FaTaL
 
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Deutsche Polizei ein Karnevalsverein
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17.01.2007 08:38 Uhr von maglion
 
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DER KNOPF: Ist doch klar, an jeder Akte, die auf im Polizei Computersystem drin sind, gibt es den Button "Online verfügbar machen". Tja, und wenn man da ausversehen drauf drückt, ist die Akte eben im Internet - IST DOCH LOGISCH !!! :-D

Sorry, ich frage mich, wie es sein kann, dass Leute, die mit den Ermittlungsakten arbeiten, Zugriff auf den Webserver haben können und in der Lage sind, etwas aus Versehen dort online zu stellen.

Da wurde nicht auf den falschen Knopf gedrückt, sondern da hat einer ganz schönen Mist gebaut - vielleicht war es sogar Vorsatz und man wollte sich damit die Arbeit erleichtern. ;-)
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17.01.2007 10:51 Uhr von sacratti
 
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Nur die Spitze eines Eisbergs: Das passierte in Hessen, Einflussgebiet von Roland Koch! Das sind die ersten Versuchsballons, um zu sehen, wie weit man gehen kann, ohne gefickt zu werden.
Allein schon die Frage, ob das Konsequenzen hat oder nicht, ist für eine Ordnungsbehörde unwürdig, denn es stellt eine massenhafte Beleidigung dar, die auf jeden Fall zu ahnden ist.
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17.01.2007 11:06 Uhr von imhoni
 
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einmal im netz immer im netz Was einmal in Netz ist kann nicht mehr gelöscht werden! Woher wollen die wissen, wer sich die Daten schon runter geladen hat und wieder Online stellt
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17.01.2007 11:11 Uhr von imhoni
 
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Wohnstiz verlagern: - Wohnsitz in die USA verlagern,
- Anwalt beauftragen
- 20 Mios einkassieren
Schade das ich nicht auf der Liste stehe!
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18.01.2007 00:10 Uhr von oerdiz
 
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@imhoni: Ich glaube kaum, dass dir deine Wohnsitzverlagerung da etwas bringen würde...

Außerdem ist das Unsinn, der Schaden? Wo ist er? Hier müsste der Beweis geführt werden, dass tatsächlich überhaupt jemand die Daten runtergeladen hat.

Welche Dateien auf welchen Servern standen, wissen wir ja alle nicht, der Herr Rechtsanwalt hat -wie auch immer- die Daten zwar gefunden, wo genau in einem Unterverzeichnis, das eigentlich im Intranet liegen sollte, ist auch ungewiss.

Folglich ist es Unsinn, wenn die Halbwisser hier mal wieder über Schadenersatzklagen diskutieren.
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18.01.2007 11:18 Uhr von hiddenangel
 
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bester beweiss: dafür , dass datenberge nicht sicher sind, entweder durch eindringlinge von aussen oder wie hier durch inkompetenz von innen heraus. dabei versuchen uns die politiker zu versichern, alles wäre sicher. und zu den konsequenzen: datenschutzbeauftragte sind in DE nicht neutral (wurde bereits von EU angekreidet), dass heisst sie sind abhängig vom dienstherrn. also wird es bei einem rauschen im (virtuellen) blätterwald bleiben, alle machen weiter, morgen regt sich das "dumme" volk über was anderes auf, z.b. bohlen und seine hirnlosen diffamierungen bei einer show für minderbemittelte....auf einem sender für *zensiert*. the same pr...... as every day^^
punkt abgehakt, nächster.............

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