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Familienministerin kritisiert Verantwortungsbewusstsein deutscher Männer

"Zu viele Männer haben Schwierigkeiten, Qualitäten wie Fürsorge und Verantwortung selbstbewusster zu leben." So lautet die Kritik der Familienministerin Ursula von der Leyen (CDU) an den deutschen Männern.

In anderen nordeuropäischen Ländern würde es sich anders verhalten. So genannte "Vätermonate" hätten in den anderen Ländern das Bewusstsein der Männer verändert. In Deutschland wurde das Thema Kindererziehung zu lange als Frauensache angesehen.

In ihrem Interview mit der "Bild am Sonntag" gab sich von der Leyen jedoch zuversichtlich, dass es bald auch in Deutschland mehr moderne Männer geben wird.


WebReporter: teledealer
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Deutsch, Mann, Familie, Verantwortung
Quelle: www.rtl.de

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31 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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14.01.2007 18:18 Uhr von Artemis500
 
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Ist ja ganz schön was sie da sagt. Aber hat es eine Politikerin nötig, sich von der Bildzeitung interviewen zu lassen?

Vielleicht meint sie, das gemeine Volk so besser erreichtn zu können.

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14.01.2007 18:19 Uhr von intruder1400
 
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In anderen nordeuropäischen Ländern: geht es auch viel humaner zu.In Scandinavischen Ländern
sind die Einkommen höher und die Bürger zufrieden mit
ihrer Regierung.Da geht einer arbeiten und kann eine
5 köpfige Familie ernähren;vor allem nicht in einer 50 Std.
Woche.Hier gehen 3 Leute arbeiten und nicht mal das
reicht für 5 Personen.Aber mit Haushaltshilfe und Chaffeur
kann man große Sprüche machen wie die"von der Leyen".
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14.01.2007 18:29 Uhr von ishn
 
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wenn ich schon: von der Leyen lese kriege ich das kalte kotzen.
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14.01.2007 18:29 Uhr von no_trespassing
 
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Geht nicht um Verantwortung: Der Mann wird vom Gesetz und Rechtsprechung in Familienfragen generell benachteiligt.

Bei strittigen Fällen darf der Mann in der Regel den Unterhalt zahlen, das Haus verlassen und das Kind nicht mal sehen.

Selbst Kuckuckskinder dürfen halblegal untergejubelt werden (siehe Diskussion um heimliche Vaterschaftstests).

In diesem Kontext billige Polemik, Frau von der Leyen.
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14.01.2007 19:10 Uhr von derSchmu
 
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@Ishn...recht haste wenn ich was von dieser dummen familienvorzeige Leyen hoere...deren Kinder alle schoen gebildet sind, der Mann hinterm Herd steht, weil sie als Moechtegernpolitikerin uns Menschen zeigen will, wie man eine richtige Familie bildet, da kann ich garnet so viel kotzen wie ich wollte.

Was die so von sich laesst, da koennte man ja glatt sagen, dass man sich das Leben verbockt hat, weil man in die falsche Familie hineingeboren wurde...das haette man vor der Geburt besser ueberlegen sollen...
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14.01.2007 19:11 Uhr von Artemis500
 
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@no_trespassing: Und weil die armen Väter ja eh nie das Sorgerecht kriegen kümmern sich sich schon vorsorglich nicht um ihre Kinder, oder was?
Sei nicht albern.
Wenn Männer sich mehr um ihre Kinder kümmern würden bekämen sie auch eher das Sorgerecht zugesprochen. Und wenn Frauen genauso viel verdienen würden wie Männer wären auch keine Unterhaltszahlungen notwendig. (Vorausgesetzt, eine Person könnte eine Familie ernähren und sich gleichzeitug um die Kinder kümmern, wozu man mehr Kindergartenplätze bräuchte.)
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14.01.2007 19:57 Uhr von quinn
 
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hab leider quelle nicht mehr aber ich glaube es war sogar hier auf shortnews wo innerhalb des letzten halben jahres eine meldung war in der die statistiker gemessen haben wollen, dass im schnitt ein mann eine halbe stunde pro woche mehr mit seinen kindern verbringt als früher (waren glaub ich 20 jahre) und eine frau 4 stunden weniger. im schnitt verbringen die frauen immernoch mehr zeit mit den kindern, aber die tendenz finde ich sehr interesannt, denn während sich unterm strich die männer mühe geben mehr zeit mit ihren kindern zu verbringen, so wirken 4h pro woche weniger schon fast wie eine flucht vor den kindern.
am wichtigsten ist was ist mit den 3,5h die die kinder jetzt länger alleine klar kommen sollen. playstation sei dank.
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14.01.2007 20:42 Uhr von Deniz1008
 
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Warum sollen deutsche Männer "Verantwortung" übernehmen?

die deutsche gesellschaft im 21. jahrhundert, wo kinder und die erziehung als lästig und hinderlich angesehen wird?

die ministerin hat wohl die meldungen über verwahrloste und getötete kinder nicht gelesen oder gehört, so dass sie das blaue vom himmel redet.

tsss*

mfg

Deniz1008
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14.01.2007 20:52 Uhr von KEROY
 
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ich wünsche mir: Verantwortungsbewusste Politiker, würde doch fürn Anfang reichen.
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14.01.2007 21:32 Uhr von Garviel
 
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@no_trespassing: "Bei strittigen Fällen darf der Mann in der Regel den Unterhalt zahlen, das Haus verlassen und das Kind nicht mal sehen."

So ein Unfug. Natürlich darf in der Regel der Mann den Unterhalt zahlen, weil er ja schließlich in der Regel auch derjenige war/ist, der (mehr) verdient - oder soll die Frau ihm als Unterhalt 80% von Null abgeben, oder wie? DAss er "das Haus verlassen" muss, ist zum einen nicht die Regel, und da, wo es so ist, orientiert sich die Rechtsprechung am Kindeswohl, und die Kinder sollen so wenig als möglich aus ihrem gewohnten Umfeld gerissen werden - ergo: bleiben sie bei der Mutter, bleibt die in der Wohnung, bleiben sie beim Vater, dann er.
Und schließlich noch das Sorgerecht: Sofern keine schwerwiegenden Gründe dagegen sprechen (Verdacht des Missbrauchs o.ä.), erhalten seit einigen Jahren quasi automatisch BEIDE Eltern das gemeinsame Sorgerecht, d.h. von wegen "nicht sehen dürfen", das war einmal. Kommt natürlich heute trotzdem noch vor, dann aber in der weit überwiegenden Mehrzahl der Fälle mit gutem Grund.
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14.01.2007 23:07 Uhr von no_trespassing
 
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"In unserem Rechtsstaat kann es Menschen, weit überwiegend Vätern, widerfahren, daß gegen ihren Willen und ohne ihnen anzurechnendes schuldhaftes Verhalten ihre Ehen geschieden, ihnen ihre Kinder entzogen, der Umgang mit diesen ausgeschlossen, der Vorwurf, ihre Kinder sexuell mißbraucht zu haben erhoben und durch Gerichtsentscheid bestätigt und sie zudem durch Unterhaltszahlungen auf den Mindestselbstbehalt herabgesetzt werden. Die Dimension solchen staatlich verordneten Leides erreicht tragisches Ausmaß und sollte seinen Platz auf der Bühne, nicht in unserer Rechtswirklichkeit haben." Amtsblatt 8+9/97 Seite 466-468, 1997

(Zitat von Harald Schütz, Richter am OLG Bamberg, am 10.Mai 1997 auf dem 49. Deutschen Anwaltstag)
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14.01.2007 23:10 Uhr von no_trespassing
 
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15.01.2007 00:03 Uhr von jesse_james
 
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Was ich den Begriff FAMILIENMINISTERIN liebe :(: Die ist zuständig für Kinder, Frauen und Senioren.

Also für alle Teile der Gesellschaft bis auf eine einzige und ausgerechnet die prangert diese Frau an ?!?


Mich erinnert das immer wieder an die Gleichberechtigung der Frau.

Wieso gibt es eigentlich keinen Minister der sich um die Männer in der Gesellschaft kümmert ?^^
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15.01.2007 01:59 Uhr von Spaßbürger
 
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Nettes Thema: Habe ich heute was im TV dazu gesehen.

Da wurden die durchschnittlichen Minuten durchgerechnet die eine Frau und ein Mann jeweils in der Küche, mit Putzen und mit Kinder hüten beschäftigt sind.

Klar ist da der durchschnitt bei den Männern viel geringer.

Allerdings andere in dem zusammenhang interessante Daten wie "wieviel Stunden am Tag arbeiten jeweils Mann und Frau um die Kohle heranzuschaffen" haben gefehlt.
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15.01.2007 09:32 Uhr von Ophiuchus
 
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Export: Wie wäre es, wenn wir den deutschen Export durch Vertrieb von "Familienministerinnen" in nordeuropäische Länder ankurbeln würden?
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15.01.2007 09:36 Uhr von Ophiuchus
 
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@chorkrin: "Wenn unsere Poliker mal dafür sorgen würden, das ein Paar auch Kinder bekommen kann und trotzdem genug verdient um diese auch zu ernähren, einzukleiden, in Kindergarten und Schule zu schiecken .... erst dann haben unsere Poliker das Recht übernaupt jemanden zu kritisieren!"

Völlig richtig! Aber das hieße ja, tatsächlich etwas verändern zu müssen! Völlig undenkbar! Also zeigt man lieber mit dem Finger in irgendeine Richtung - in der Hoffnung, dass sich schon ein paar Emanzen auf das Thema stürzen und totdiskutieren werden. Kommt billiger.. und nur dazu ist Frau von der Leyen ja da.
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15.01.2007 09:46 Uhr von Artemis500
 
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Dafür dass Männer immer noch mehr verdienen kann die Familienministerin nichts. Und ja, Männer gehören auch zu den meisten Familien, also ist die Ministerin für sie zuständig.

Hört mir dem dummen Gejaule auf, dass Frauen leichter Teilzeitjobs finden - das ist Schwachsinn. Frauen finden nur deswegen keine gutbezahlten Vollzeitjobs, weil Männer sich nicht um die Kinder kümmern und Frauen deshalb im Beruf ausfallen. Das wissen die Arbeitgeber natürlich.

Und hört verdammt nochmal mit dem dummen Geschrei nach Männerbeauftragten und solchen Mätzchen auf - wer hatte denn in den letzten Jahrhunderten mehr Rechte, unter anderem das alleinige Wahlrecht? Solange ihr noch mehr verdient haltet ihr gefälligst mal die Klappe, ist ja nicht auszuhalten dieses Gejammer.


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15.01.2007 09:58 Uhr von g.ott
 
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@Artemis500: Man(n) regt sich nicht über den Wunsch der Gleichberechtigung auf, sondern eher über die Rosinenpickerei.

Beispiel:

Frauen wollen zur Bundeswehr dürfen
Frauen wollen aber nicht zur Bundeswehr oder einem Ersatzdienst müssen
Argument: sie können Kinder bekommen

Wenn ich nun zu einem Mann sage, dass ich Ihn nicht einstellen kann, weil er noch nicht beim Bund war und deshalb höchstwahrscheinlich ausfällt ist dies legetim.

Wenn ich hingegen einer Frau sage, dass ich sie nicht einstelle weil sie wahrscheinlich noch Kinder kriegt und mir ausfällt werde ich verklagt.

Agument: sie können Kinder bekommen hier unzulässig
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15.01.2007 10:50 Uhr von gen2
 
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Kann den Feminismus Quatsch nicht mehr hören vielleicht hängt ja der stete Rückgang der Neugeborenen in Deutschland mit der zunehmenden Zahl der arbeitenden Frauen zusammen ? Bevor dieser Quatsch mit der Gleichberechtigung anfing, haben wir uns noch erfolgreich vermehrt :p
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15.01.2007 11:21 Uhr von El Salvas
 
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Von was zum Geier seiert die ? "So genannte "Vätermonate" hätten in den anderen Ländern das Bewusstsein der Männer verändert"

LOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOL

90% aller Väter in Skandinavien nutzen die Vätermonate, um mit Kumpels 2-3 Monate zum Angeln zu gehen. Da gabs schon einige Berichte drüber.
Ausserdem, wer für seine Kindererziehung Bedienstete hat, braucht sich gar nicht zu melden zum Thema erziehen.
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15.01.2007 11:34 Uhr von Mr.Gato
 
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Gleichberechtigung ist schon ok aber übertreiben soll man es net.

Immerhin ist es tief verwurzelt, daß der Mann für den "Unterhalt" (sehr viel früher: z.B. Jagen) sorgt und die Frau sich um das Häusliche kümmert.

Beide haben sich gut ergänzt.

Ich bin sicher keiner von der "Frauen nur an den Herd" - Fraktion, aber Männer sind nunmal net gemacht, genau dieselben häuslichen Arbeiten in dem selben Umfang, wie Frauen zu übernehmen.

Beispiel Singlehaushalte (also gleiche Vorraussetzungen): Bei Frauen alles picobello, bei Kerlen leicht bis total chaotisch. Allein dies sagt doch schon vieles.

Männer und Frauen SIND net gleich. Man sollte deshalb auch nicht versuchen beide Parteien Zwangsgleichstellen zu wollen.

Was allerdings sein muss, und wichtig ist, ist beiden Seiten gleiche Vorraussetzungen zu bieten, was deren gewünschte Lebensweise (Job usw,...) angeht.
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15.01.2007 11:57 Uhr von quansuey
 
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Keine Krippenplätze, keine Kindergartenplätze und wenn doch, dann sind die Kosten horrend. Von den Schulhortplätzen ganz zu schweigen. Hätte man nicht von den Mitteln für das Elterngeld für eine solide öffentliche Kinderbetreuung einen geringen Prozentsatz abzweigen können?
Es ist schon nicht einfach, wenn am Volkswohl ständig vorbeiregiert wird.
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15.01.2007 12:06 Uhr von eros007
 
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Argumente? @intruder1400
>>"Da geht einer arbeiten und kann eine
5 köpfige Familie ernähren;vor allem nicht in einer 50 Std.
Woche.Hier gehen 3 Leute arbeiten und nicht mal das
reicht für 5 Personen."

Hast Du Quellen für diese Behauptung? Komisch, dass viele Schweden nach Deutschland kommen, weil sie hier besser verdienen... Außerdem liegt das Einkommen eines durchschnittlichen deutschen Arbeiters laut Statistiken EU-weit an 2. Stelle. Vor Schweden, Dänemark und Finnland. Siehe http://www.destatis.de und dort unter der Rubrik "Deutschland in der EU 2006". Nur in GB verdient ein Angesteller mehr als bei uns.

Es ist eigentlich genau andersrum: Gerade in Skandinavien müssen beide Elternteile arbeiten, um die Familie zu ernähren. Das weiß ich auch aus meinen Erfahrungen in diesen Ländern. Und sie haben deutlich mehr Kinder und (deshalb?) auch weniger Arbeitslose.



@Chorkrin:
>>"Naja, komischerweise, in den letzten jahrhunderten, als das noch war was du hier schreibst, stimmt die Geburtenrate aber noch und man bekamm noch Kinder. Da Frauen jedoch jetzt lieber Karriere machen als Kinder zu bekommen, geht das so jetzt nicht mehr. "

Das ist richtig. Allerdings ist die Kinderrate in jenen Länder der EU hoch, in denen die Frauen mehr Karriere machen dürfen. In Italien, Spanien, Griechenland, wo Frauen weniger emanzipiert sind als bei uns, liegt die Geburtenrate noch niedriger. Komm doch in der Wirklichkeit an: Frauen wollen heute einfach in gleicher Weise am Arbeitsleben teilhaben dürfen wie Männer. Wenigstens von den Möglichkeiten. Die Länder, die sich damit abfanden und die Möglichkeiten dafür schufen, haben heute hohe Geburtenraten und weniger Sorgen wegen der Überalterung der Gesellschaft. Die Länder, die die Bedürfnisse der Frauen nach Kindern und Karriere ignorierten (wie wir Deutschen), heulen wegen der demographischen Veränderungen. So sieht es aus und nicht anders.



Übrigens sollte man die Schuld an der bei uns so besorgniserregend niedrigen Geburtenrate wirklich nicht nur den Frauen geben. In der letzten Umfrage "Perspektive Deutschland" trat zutage, dass sich ein Siebtel der Frauen prinzipiell gegen ein Leben mit Kindern entscheidet. Und ein Viertel der Männer. Männer sind also noch mehr schuld an der Misere als Frauen.
Außerdem wäre es bei der "Geburtenförderung" sinnvoller, den Leuten, die sich für Kinder entscheiden, zu einem weiteren Kind zu bewegen, als bei anderen, die eben keine Kinder wollen, weiterhin auf Granit zu beißen. Natürlich bleiben bei uns mehr Frauen kinderlos als in Frankreich. Aber selbst wenn wir ähnliche Anteile der Kinderlosen hätten, unsere Geburtenrate läge immer noch unter 1,55 Kinder/Frau. Eine nachhaltige Steigerung auf die für die nächsten 25 Jahre wünschenswerten 1,8-2,1 Kindern pro Frau wäre nur möglich, wenn Leute mit Kindern mehr Kinder hätten.
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15.01.2007 12:34 Uhr von vst
 
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und warum wurden die frauen: die letzten paar hundert jahre unterdrückt?
weil es sich bewährt hat
*fg*
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15.01.2007 14:04 Uhr von eros007
 
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@Chorkrin: Vielleicht hätte ich dazusagen sollen, dass in eben jener Statistik, die ich nannte, auch das Verhältnis von den besten 20% zu den schlechtesten 20% der Einkommensbezieher berechnet wurde. Deutschland liegt mit einem Wert von 4,4 zwar hinter den Skandinaviern (SE 3,3, DK 3,4, FI 3,5), aber immer noch besser als der EU-Schnitt von 4,8. Zwar könnten in Deutschland dann zwar immer noch 80% der Bevölkerung relativ arm sein und vom Erwerbseinkommen wenig spüren, aber das glaube ich ehrlich gesagt nicht. Warum sollte es? Man mag Statistiken mögen oder nicht, eine gewisse Grundaussage kann man aus ihnen schon ableiten. Insbesondere bei der gegebenen Spannweite, dass unterdurchschnittliche Verdienste bei uns selbst im schlimmsten Fall nicht niedriger liegen können als unterdurchschnittliche in Schweden und von den dänischen nur geringfügig überboten werden könnten.

Vor allem nach meinen Kenntnissen von der Lebenssituation in den skandinavischen Ländern (ich habe dort längere Zeit gewohnt) würde ich sagen, dass man in Schweden eher 2 Kinder auch 2 Erwerbseinkommen braucht als in Deutschland. Man muss sich auch mal eingestehen, dass wir bezüglich des Erwerbseinkommens gar nicht so schlecht dastehen, wie man gern behauptet. Das ist einfach nicht wahr. Selbst die Streuung ist noch moderat im Vergleich zu anderen Ländern.

Aber das ist gar nicht der Punkt: Auch in Deutschland "braucht" man wohl die zwei Erwerbseinkommen, um ordentlich über die Runden zu kommen. Insbesondere, wenn man mehr als zwei Kinder hat (hier machen wir nämlich in der Tat was falsch, 3 Kinder bedeuten nochmals stärkere Belastung, wodurch es solche Familien leider nur mehr wenige gibt). Das Problem bei uns ist, dass beide Elternteile - selbst wenn sie einen Arbeitsplatz hätten - eben bis mindestens zum 10. Lebensjahr nicht voll arbeiten können, weil die Kinderbetreuung das einfach nicht hergibt. Fehlende Kindertagesstätten sind ein Problem, schlechte Öffnungszeiten in Kindergärten und Grundschulen ein weiteres.

"In meinen Augen trägt einen grossteil der Schuld unsere Politker, die im Zuge der Karrierewünsche der Frauen eine Familienpolitik nicht mehr für nötig hielten."

Genau so sehe ich das auch. Und die Folgerung daraus muss sein, dass sich die Familienpolitik an die Frauen anpasst und nicht umgekehrt. Und die Mehrheit der Frauen würde eben auch gerne Karriere machen. Diese muss man unterstützen, wenn sie auch ein Kind haben wollen. Das heißt aber nicht, dass die herkömmliche Form verboten werden sollte. Wichtig ist, dass man den Menschen die Freiheit lässt, das zu tun, was sie wollen. Und die ist bei uns leider zu niedrig. Nur im Bereich "Mann arbeitet allein, Frau bleibt 10-15 Jahre zu Haues" können wir uns rühmen, diese Situation einer Mehrheit der Bevölkerung offen zu behalten - ganz im Gegensatz zu vielen anderen Ländern. Leider nützt es uns nichts, die Leute kriegen davon nicht mehr Kinder.

"Und wer soll das bezahlen? Wie soll eine Familie mit vielen Kindern heute noch über die runden kommen, wenn einer daheim bleiben muss um sich um eben jene vielen Kinder zu kümmern. Mal abgesehen davon das unsere kinderlosen Mitbürger jeden mit mehr als 2 Kindern für asozial halten"

Es gibt doch so viele Arbeitslose bei uns. Wir beklagen uns, dass wir es nicht bezahlen können, aber gleichzeitig hätten wir verfügbare Leute noch und nöcher. Manchmal kann man durch kreative Lösungen auch mit wenig Geld viel erreichen. Frankreich erreicht seine 1,9 Kinder/Frau angeblich mit weniger Geld (prozentual am BIP) als wir unsere 1,35 Kinder/Frau. Bedenke, dass Geld eine Sache ist. Ob das Geld auch wirksam wird oder nur sinnlos verpufft, ist eine andere. Und - wie bei den Sozialleistungen übrigens auch - wir sind wohl eines der führenden Länder bei der sinnlosen "Verpuffung" von gut gemeinten Beiträgen.

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