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Wie zufrieden sind die Ostdeutschen?

Das Sozialwissenschaftliche Forschungszentrum Berlin-Brandenburg hat im Auftrag der Volkssolidarität eine Studie zur Feststellung der Stimmungslage in den neuen Bundesländern durchgeführt.

Es wurden 885 Menschen befragt. Das Ergebnis weist auf, dass 16 Prozent der Befragten sich mit ihren Lebensumständen unwohl oder sogar sehr unwohl fühlen und 39 Prozent gaben an, zufrieden oder sehr zufrieden zu sein.

Im Jahr 1999 waren noch 59 Prozent zufrieden und nur sieben Prozent unzufrieden. In der Studie wurden u. a. Fragen zur Gesamtsituation der wirtschaftlichen Lage, zur Arbeitssituation, zum Einkommensgefälle und zur Familie gestellt.


WebReporter: Streetlegend
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Deutsch, Ostdeutsch, Ostdeutsche
Quelle: www.tz-online.de

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9 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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14.01.2007 11:00 Uhr von Streetlegend
 
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39 Prozent Zufriedenheit ist ja nicht so sehr viel. Vermutlich wird die Frage der Arbeitslosigkeit in den neuen Bundesländern eine große Rolle bei der Beurteilung der eigenen Stimmung einnehmen. Aber: Sind 885 Befragungen wirklich repräsentativ?
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14.01.2007 15:38 Uhr von Hulkamaniac
 
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@Autor: ja ich denk auch, dass 885 Befragte ein wenig zu wenig sind^^

hätten meines Erachtens nach mind. 5000, wenn nicht sogar 7000+ Befragen müssen!
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14.01.2007 15:44 Uhr von fruchteis
 
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Repräsentativ: Mit 885 Befragten kann man durchaus einen repräsentativen Querschnitt herstellen. Es werden dann Menschen unterschiedlichen Geschlechts, unterschiedlicher Altersgruppen, Einkommens- und Arbeitssituation, unterschiedlicher Gegenden und unterschiedlicher Bevölkerungsschichten befragt, so wie sie Anteil an der Bevölkerung im Befragungsgebiet haben.

Dass die hohe Arbeitslosigkeit im Osten eine große Rolle bei der Abnahme der Zufriedenheit spielt, kann man nicht nur vermuten, sondern als gegeben hinnehmen. Wer nach 16 Jahren deutscher Einheit immer noch für 70% des Lohnniveaus im Westen arbeiten muss, wenn er überhaupt Arbeit hat, und dann noch mit längerer Arbeitszeit und geringeren betrieblichen Sozialleistungen, der wir sich fragen, warum er 1989 auf die Straße gegangen ist und ob ihn nicht die heutigen Politiker so wie die früheren bescheißen.

Die blühenden Landschaften im Osten, die Kohl beschworen hat, sind die bunten Sommerblumen, die auf den Höfen der stillgelegten Betriebe gewachsen sind. Arbeitsplätze gibt es fast nur noch im Dienstleistungsbereich. Wo nichts hergestellt wird, da kann auch kaum etwas eingenommen werden, und so ist der Osten wohl verdammt, noch sehr lange am Tropf des restliche Bundesgebietes hängen zu müssen.

Die Politik hat versagt, auch die "Ost"-Kanzlerin Merkel.
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14.01.2007 17:56 Uhr von Chaly1904
 
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Ostdeutschschen: Die Ostdeutschen die zufrieden sind haben alle Kohle.Aber die vielen Arbeitslose dort bestimmt nicht.Wo werden diese Umfragen den getädigt,etwa bei den Arbeitslosen?.
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14.01.2007 18:44 Uhr von CarbonBird
 
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Die Arbeitslosen sind die eine Seite. Aber auch die Arbeit haben, stehn so doll nicht da.
Ich arbeite im Osten in einem HiTech-Westbetrieb und bekomme - Ostgehalt. Ganz beiläufig sei erwähnt, daß ich die gleiche Arbeit - nun ja....
Und als Arbeitabgeber hab ich dann halt auch die Ausgaben wie ... na ja
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14.01.2007 22:45 Uhr von BunkerFunker
 
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Wen interessiert denn was speziell die Ostdeutschen denken? Immer diese Trennung - es nervt! Jeder Mensch in Deutschland (der normal arbeiten geht) wird mit Sicherheit immer unzufriedener. Ist ja auch klar warum, denn bei der aktuellen Politik kann man nur noch den Kopf schütteln..

Wann hat sich eigentlich zuletzt mal etwas verbessert durch die Politik? Vielleicht bin ich nur eine Ausnahme, aber ich zahl irgendwie immer überall nur drauf und es wird immer mehr verboten und reguliert... danke, dass man noch atmen darf. KOTZ!
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15.01.2007 00:42 Uhr von ~.~
 
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@fruchteis: SEHR GUT GESCHRIEBEN UND BESCHRIEBEN

N1
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15.01.2007 07:45 Uhr von maki
 
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Tja Da braucht man sich nicht zu wundern.

Keine Hoffnungen mehr
Keine Zukunft mehr
Kein lebenswertes Leben mehr
Nur noch millionenfach ausgeschlossen von der Gesellschaft vor sich hinvevegetieren
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16.01.2007 12:17 Uhr von luigan
 
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Meinung eines Ossi: Also ich schreibe hier als ein junger Ostdeutscher mit nur einem Nebenverdienst und am Tropf der drangsalierenden Arge.
Auch wenn meine jetzige Situation nicht gerade spektakulär gut ist, so bin ich kein frustrierter "An-die-Wand-starrer". Ich habe ein aktives soziales Umfeld, engagiere mich in Vereinen und lebe mit meiner Freundin seit über einem Jahr zufrieden in einer 38m² Wohnung.
Ich will damit nur mal sagen: Ja, es geht uns vielleicht nicht blendend, aber viele sind hier trotzdem noch Menschen mit Leben in sich und einer aktiven Beteiligung am Alltag.
Aus manchen Beiträgen höre ich heraus, dass Ostdeutsche wohl nur noch als motivationslose Trauerklöse rumsitzen und auf den erlösenden Tod warten, da wir nicht mehr genug Kraft für den Suizid haben...
Sooo schlimm ist es nicht.

Zur News: Ich bin leicht überrascht, dass es jetzt mehr zufriedene sind als in den Jahren zuvor. Vielleicht arrangieren sich inzwischen viele mit ihrem Leben, das nicht mehr ganz so viele "Sicherheiten" bietet wie die "Staatsform" zuvor.

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