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Studie aus den USA: Sterberisiko nach Haftentlassung stark erhöht

Eine Studie von Ingrid Binswanger und weiteren Forschern der University of Colorado ergab, dass das Sterberisiko Haftentlassener in den ersten beiden Wochen in Freiheit 13-mal höher als das eines Normalbürgers mit "weißer Weste" ist.

Während jüngere ehemalige Strafgefangene vorwiegend aufgrund Mord bzw. Selbstmord oder auch Drogenkonsum versterben, ist die Todesursache von älteren Ex-Inhaftierten bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Krebs zu finden.

Auch zeigen langfristigere Beobachtungen, dass ehemalige Häftlinge früher sterben als Menschen, die nie aufgrund einer richterlichen Anweisung ihre Freiheit einbüßen mussten. Studien anderer Länder zeigen ähnliche Ergebnisse.


WebReporter: cozmixx
Rubrik:   Gesundheit
Schlagworte: USA, Studie, Erhöhung, Sterberisiko
Quelle: www.sueddeutsche.de

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11 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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13.01.2007 16:18 Uhr von cozmixx
 
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Ein weiterer Beleg dafür, dass der oft als "Urlaub auf Staatskosten" bezeichnete Haftaufenthalt in der Tat kein solcher ist, sondern eine größere Belastung als manch einer glauben machen möchte für den betroffenen Menschen darstellt.
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13.01.2007 17:49 Uhr von ishn
 
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@author: Ein weiterer Beleg da für das gewissen Gruppen nichts zu peinlich ist um Statistiken verfälscht auszulegen.

Diese Studie "vergisst" da vornehm eine Kleinigkeit. Nämlich das Haftentlassene im allgemeinen nicht einer finanzielen Oberschicht angehören sondern auch in Freiheit sich am unteren sozialen Ende befinden. Und wenn man eine halbwegs seriöse Studie machen will (was bei dieser Studie hier auch nie das Ziel war sondern eher ideologisch gesteuert) würde man die Lebenserwartung vergleichen mit Personen aus dem selben sozialen Umfeld. Da halte ich jede Wette gegen das dann plötzlich Exhäftlinge ein leicht höhere Lebenserwartung haben da sie der Zeit ihrer Haft medizinisch besser betreut waren als draussen !
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13.01.2007 18:33 Uhr von 666leslie666
 
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Alg 2 Empfänger vs Knasti: in Deutschland...

Wer lebt länger^^
Studien bitte... ;-))

Mlg
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13.01.2007 18:52 Uhr von Alfadhir
 
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kein wunder nach menschenversuchen und folter.
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13.01.2007 20:18 Uhr von Artemis500
 
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Das einzige was sich an der Haft negativ auswirken dürfte sind Misshandlungen durch Mitgefangene. In amerikanischen Gefängnissen scheint es, wenn ich da an diverse Filme denke, nicht unbedingt Einzelzellen zu geben.
Die anderen Gründe für den früheren Tod sind wohl eher im kriminellen sozialen Umfeld zu suchen.



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14.01.2007 08:01 Uhr von borgir
 
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Wer straffällig: geworden ist muss damit leben. Pech gehabt, wenn man dadurch früher stirbt.
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14.01.2007 17:30 Uhr von tamara77
 
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@borgir: Und wenn jemand unschuldig in den kmast landet?
Pech gehabt.
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14.01.2007 23:56 Uhr von brenda2004
 
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langfristige auswirkungen halt: In der Tat dürfte das für viele über das per Urteil verhängte Strafmaß hinaus gehen. Vermutlich sind die Gerechtigkeitsvorstellungen dabei unterschiedlich, aber das Problem dabei ist, dass die gesundheitlichen Konsequenzen beim Urteilsspruch nicht absehbar sind und auch keinen Bezug zum Strafmaß haben können, so gesehen also Bagatellfälle (vergleichsweise) schwerere Konsequenzen als Kapitalverbrechen haben können.
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15.01.2007 17:49 Uhr von borgir
 
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@tamara77: das würde doch in den USA NIEMALS passieren :o)
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17.01.2007 22:32 Uhr von vectra73
 
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Ich glaube: kaum das der Knast in den USA mit dem deutschen Knast vergleichbar ist.

In amerikanischen Gefängnissen geht es sicher etwas rauher zu.
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19.01.2007 22:46 Uhr von Nessy
 
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spielen die sozialen Probleme nach der Entlassung auch eine wichtige Rolle. Nur: "Jetzt biste frei und nun hau schon ab" ist zu wenig.

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