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Arzttermin: Kassenpatienten und Ältere werden benachteiligt

Das AOK-Forschungsinstitut Wido hat 2.000 Kassen- und 1.000 Privatpatienten nach ihren Erfahrungen befragt, in welchem Zeitraum sie bei einem Arzt unter Angabe von Beschwerden einen Termin bekamen.

14 Prozent der Kassenpatienten warteten mehr als vier Wochen auf einen Termin beim Arzt und mehr als zwei Wochen musste sich jeder vierte Kassenpatient gedulden. Nur rund acht Prozent der Privatpatienten mussten ebenso lange warten.

Laut der Studie gab es die meisten Terminschwierigkeiten für Kassenpatienten beim Orthopäden. Auch ältere Patienten hatten Probleme, kurzfristig einen Termin zu bekommen. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung hegt Zweifel an den Ergebnissen der Umfrage.


WebReporter: Streetlegend
Rubrik:   Gesundheit
Schlagworte: Kasse, Ältere, Kassenpatient
Quelle: www.rp-online.de

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24 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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10.01.2007 23:52 Uhr von Streetlegend
 
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Der Artikel ist sehr interessant, würde aber in allen Einzelheiten den Rahmen hier sprengen. Wer Interesse hat: Bitte die Quelle anklicken. Die Ergebnisse dieser Studie wundern mich nicht, m. E. sind das knallharte und bedrückende Tatsachen. :-(
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11.01.2007 08:43 Uhr von Bjoern68
 
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Kaputtes System- Private kassen sofort abschaffen: Das Gesundheitssystem ist eines der krankesten Systeme die es gibt. Die Bundesvereinigung der Kassenärzte lügt wie gedruckt. Die sollten nicht die Tatsachen verdrehen. Private bekommen wesentlich schneller einen Termin.

Ich bin für einen Abschaffun der privaten Kassen und ein Einheitssystem. Dann hört dieser Irrsinn auf das Leute sich für etwas besseres halten und es nur den Reichen besser gehen kann !!!!!!
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11.01.2007 09:45 Uhr von rh1974
 
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ist das eine news oder eine tatsache? ich habe langsam keine lust mehr mich ueber dieses system aufzuregen.
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11.01.2007 10:24 Uhr von xorsystem
 
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Tatsache ist dass einige Ärzte für ein paar Personen eine Ausname machen und dementsprechend länger arbeiten -> dh. sie kriegen doch einen Termin nach Ordinationsschluss.

Bevorzugt werden da vor allem die Familie, Kollegen (z.B. Radkollegen, ...), Freunde ... ab und zu gibt es auch für die unbekannten Privatpatienten eine Ausnahme.

Bei den Kassenpatienten sieht es eh da anders aus! (sind halt zweitrangig)
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11.01.2007 10:50 Uhr von Begosch
 
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protest auf mittwochsdemo: über die gesetzlichen krankenkassen, die gesundheitspolitik usw. rege ich mich schon lange aus.
wer wirklich etwas dagegen unternehmen und informieren möchte, kann das auf http://www.mittwochsdemo.de tun.

begosch
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11.01.2007 11:05 Uhr von alfaromeo_52
 
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ist wie in der politik: machtstatus erhalten um jeden preis, koste es auch was es soll.

eine einzige krankenkasse reicht vollkommen aus, alle zahlen je nach verdienst ein und das geld wird für alle zum nutzen eingesetzt. alle aufwände könnten geringer gestaötet werden.

die reichen haben jetzt nur einen altersabhängigen beitrag zu zahlen und keinen, der sich auf den verdienst bezieht. insoforn ist die prozentuale belastung des allgemeinen volkes wesentlich höher.

es wäre schon eine erste gute tat, wenn man den pharmakonzernen die hohen preise nicht mehr genehmigen würde. aber die korrupten politiker haben ja ihre jeweiligen gönner und die lobby macht dann entsprechend druck.
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11.01.2007 11:35 Uhr von Mondelfe
 
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ich bin kassenpatient und scheine die Ausnahme der Regel zu sein...

Bisher hatte ich keine Probleme... Wenn ich ein akutes Problem hatte, konnte ich spätestens am nächsten Tag zum Hausarzt... wenn ich weiter überwiesen werden musste hat der Hausarzt telefoniert und für mich (meist am selben Tag noch) einen Termin vereinbart...
Das war bei diesem Hausarzt (bin ich seit 2 Jahren bisher zweimal der Fall, aber auch von meinem vorherigen Hausarzt kannte ich das nicht anders...

Auch z.B. bei meinem Neurologen hab ich kein Problem... wenns Probleme gibt, kann ich (meistens) sofort nach Anruf kommen...
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11.01.2007 15:25 Uhr von Tasko
 
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@alfaromeo_52: Und als nächstes wird auch der Preis für ein Auto nach dem Verdienst festgelegt....

Gleiche Leistung - gleicher Preis! Sonst können wir gleich auf ein rein steuerfinanziertes Gesundheitssystem wechseln.

Und zum Thema: Das hängt arg vom Arzt ab. Manche machen Unterschiede, andere nicht. Ursache ist AFAIK schlichtweg die Tatsache, daß Privatpatienten höhere Rechnungen kriegen (höherer Gebührensatz, Analog-Positionen...) und diese unbürokratischer und schneller bezahlen.
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11.01.2007 20:57 Uhr von HeXXXe
 
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Zitat:

"Weiter kritisierte er [KBV-Sprecher Roland Stahl], dass das Wido alle Ärzte in einen Topf geworfen habe, während die KBV vor allem nach Hausärzten gefragt hatte."

Beim Hausarzt kein thema, wenn der direkt nach nem Termin telefoniert, auch kein thema.

Wenn ich im April mit Atemnot beim Allergologen vor der Tür stehe?
"Kommen Sie im Oktober wieder".
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12.01.2007 01:03 Uhr von Firefox2001
 
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Privat bevorzugt hab mich letztens mit Bekannten unterhalten. Sie Kassenpatientin, Er Privatpatient. Beide riefen beim selben Arzt an. Sie: Termin in 2-3 Wochen. Er: Ach Sie sind ja Privatpatient...kommen Sie morgen Vormittag mal.
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12.01.2007 02:57 Uhr von Cpt.Proton
 
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Kassensozialismus: bei diesem vom Staat gesteuerten Kassensozialismussystem liegt eh alles am Boden.

Wir brauchen mehr Wettbewerb durch mehr private, besser wirtschaftende Kassen. Dieses undurchsichtige Staatsmonster ist einfach zu unwirtschaftlich.
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12.01.2007 10:24 Uhr von Tasko
 
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@Cpt.Proton: Ob die Privaten besser wirtschaften, weiß ich nicht. Fakt ist, daß sie sich die Patienten raussuchen konnten. Wir brauchen definitiv WENIGER Kassen, vor allem die Anzahl der gesetzlichen KKs sollte stark verringert werden.
Wenn staatliche Betriebe insbesondere in Deutschland nicht immer so inneffektiv bewirtschaftet werden würden, wäre ich für eine einzige staatliche Krankenkasse mit Kopfpauschale und notfalls Zuschüssen aus dem Steuertopf... Chronisch und/oder schwer kranke Menschen hätten mit privaten Krankenkassen ein Problem.
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12.01.2007 11:05 Uhr von Urmeli
 
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ist so: bin selbst privatversichert und muss ja zugeben, dass ich dies auch in Teilen nutze, wenn auch nicht bewusst. Es ist mir schon bei vielen Ärzten aufgefallen, dass wenn ich als Privatversicherte reinkomme, wesentlich schneller dran komm, als die anderen gesetzlich versicherten bzw. die älteren Leute. Momentan geniesse ich das auch, geb ich ja offen und ehrlich zu, da ich eh kaum Zeit hab und um jede Minute, die mir so gespart wird, dankbar bin.
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12.01.2007 11:08 Uhr von zenon
 
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Scheint also eine Frage der Planung zu sein Wer sich seine Beschwerden im Vorfeld richtig einteilt und schon mal vorab Termine macht...

Versorgung ist eine Frage des Geldes!
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12.01.2007 12:21 Uhr von ron11
 
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Ist hier: in England das selbe Problem....bei den Zahnaerzten soga noch schlimmer als in Deutschland....die meisten Zahnaerzte nehmen nur noch Privatpatienten...und ein Geruecht sagt das die Aerzte auch daran denken nur noch Privatversicherte zu nehmen
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12.01.2007 16:49 Uhr von Tasko
 
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@ron11: Erstmal wäre das der richtige Schritt. Aber nicht in Form von "keine gesetzlich Versicherten mehr", sondern eher "die gesetztlich Versicherten werden wie Privatversicherte behandelt". D.h. der Patient ist Vertragspartner des Arztes, bekommt die Rechnung und bezahlt diese. Das Geld holt er sich von seiner Versicherung wieder.
Dank Zahlungsziel 30 Tage oder mehr sollte man das Geld von der Versicherung vor Ablauf der Zahlungsfrist haben.
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12.01.2007 19:37 Uhr von Troll-Collect
 
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@Tasko: Ja Bravo. So etwas gibt es schon für freiwillig Versicherte, die das Kostenerstattungsmodell wählen können. Ergebnis: Der Arzt liquidiert zu Privatsätzen, der Versicherte bleibt auf den Mehrkosten zu den GKV-Sätzen sitzen.
Oder für alle Versicherten bei Zahnersatz. Dort gibt es seiten der Kasse Festbeträge - die Idee war nicht schlecht, der Patient sollte auch bei andersartigen Versorgungen zumindest den Betrag für die reguläre Versorgung bekommen. Die Zahnärzte, als clevere Unternehmer, sagen sich "super, dann können wir zu Privatkonditionen abrechnen". Als Ergebnis haben die Patienten selbst bei Regelversorgung deutliche Mehrkosten.
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15.01.2007 12:31 Uhr von Tasko
 
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@Troll-Collect: Da muß man eben drauf achten, wie man versichert ist und ggf. aufstocken. Oder die Krankenkassen werden, wenn alle Patienten erstmal die Rechnung kriegen, dazu verdonnert, auch den 3,5-fachen Gebührensatz zu zahlen. Oder es gibt keinen 3,5-fachen Satz mehr.
BTW: Der 3,5fache Gebührensatz beim Zahnarzt führt zu einem netten Stundenlohn. Den hätte ich auch gern...

Übrigens: Es gibt auch PKV, die nur bis 2,3-fachen Satz zahlen.
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15.01.2007 12:55 Uhr von Troll-Collect
 
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@Tasko: Die GKV zahlt afaik aber den 1 bis 1,7 fachen Satz. Wenn der Doc nun den 2,3fachen berechnet, bleibt also für den Versicherten ein Teil selber zu zahlen.

Ich sehe außerdem nicht wirklich den Sinn im Kostenerstattungsmodell. Welcher Patient hat denn schon das know how eine Arztrechnung zu prüfen?
Außer man will darauf hinarbeiten und die Patienten daran gewöhnen, dass irgendwann eh nur noch ein Teil der Kosten übernommen wird.
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15.01.2007 19:18 Uhr von Tasko
 
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@Troll-Collect: Es sind doch schon Fälle an die Öffentlichkeit gelangt, daß Ärzte Behandlungen abgerechnet haben, von denen der Patient gar nichts wußte. Und so kompliziert ist so eine Rechnung IMO nicht. Bei unklaren Posten kann man ja notfalls nachfragen.
Das mit dem Gebührensatz ist in der Tat ein Problem, wenn man selbst Vertragspartner des Arztes ist. Natürlich könnte man den Ärzten verordnen, daß nur der bezahlte Satz abgerechnet wird. Aber dann stellt sich wieder die Frage, wieso die gleiche Behandlung abhängig von der Krankenkasse unteschiedlich viel kostet...
Eine Alternative wäre, daß der Patient die Rechnung nur unterzeichnet und an seine Krankenkasse weiterreicht. Sollen sich doch Arzt und KK über den Gebührensatz streiten. Aber wie kriegt man den Patienten dazu, die Rechnung zeitnah zu prüfen und weiterzureichen?

Davon abgesehen hätte ich nichts gegen eine Selbstbeteiligung bis zu einer maximalen Summe von 200 oder 400€ pro Jahr. Die ein oder zwei Prozent derzeit finde ich schon zu heftig, wobei die den Vorteil der Einkommensabhängigkeit haben.
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15.01.2007 19:47 Uhr von Troll-Collect
 
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@Tasko: "Eine Alternative wäre, daß der Patient die Rechnung nur unterzeichnet und an seine Krankenkasse weiterreicht. "

Eine Möglichkeit wäre, wie bereits mehrfach angedacht und auf halben Weg steckengeblieben, dass der Patient die Behandlung beim Arzt quittiert. Die Gebührensätze kann die Kasse selber prüfen, hat aber eine Bestätigung, dass die Leistung erbracht wurde.
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16.01.2007 11:24 Uhr von Tasko
 
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@Troll-Collect: Ja, das wäre eine Möglichkeit. Fragt sich, ob der Patient die Rechnung dann wirklich mal anschaut oder nur unterschreibt. Vielleicht bekommt er bei Nachfragen auch vom Arzt falsche Infos zum Rechnungsposten.

Oder man gibt dem Patienten dann eine umgangssprachlich formulierte Tätigkeitsbeschreibung zur Unterschrift samt Kopie für den Patienten.
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16.01.2007 14:30 Uhr von opppa
 
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Der Sinn der Übung: ist doch nur, die Leute dazu zu bewegen, sich zusätzlich privat zu versichern!

Das gibt dann einen prima Zusatzumsatz für die Ärzte und die PKV!
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18.01.2007 22:45 Uhr von md2003
 
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das kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen - Kassenpatienten werden leider benachteiligt!!!

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