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LKW-Lenker saß mehr als 54 Stunden am Steuer - Polizei stoppte ihn

Auf der A 1 bei Sittensen wurde ein 41-jähriger LKW-Fahrer aus Bremerhaven gestoppt, der insgesamt 54 Stunden fast durchgehend am Steuer gesessen hatte.

Der Mann fuhr von Oslo bis nach Südfrankreich und dann über Belgien zurück, ehe er von der Polizei gestoppt wurde. Dem norwegischen Arbeitgeber des LKW-Fahrers droht ein Bußgeld von etwa 6.000 Euro.

Der LKW-Fahrer hatte zudem seinen Fahrtenschreiber so manipuliert, dass er statt 80 km/h über 120 km/h fahren konnte. Wegen des massiven Verstoßes gegen die Ruhezeiten wurde der Mann von der Polizei zu einer Schlafpause verdonnert.


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WebReporter: hans_peter002
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Polizei, Steuer, Stunde, LKW
Quelle: de.news.yahoo.com

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15 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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10.01.2007 08:53 Uhr von peteradolf86
 
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das Problem: schlimm sowas, aber ich bin bei solchen Dingen immer geneigt dem Fahrer nicht so sehr die Schuld zu geben, weil er bestimmt auch ordentlich Druck von seinem Arbeitgeber bekommt!
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10.01.2007 09:30 Uhr von Faibel
 
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@peteradolf: Auch wenn Du nicht ganz unrecht hast, trotzdem gehören da immer zwei zu.
Und mir ist es eigentlich ziemlich wurscht WER die Schuld hat, wenn ich von so einer tickenden Zeitbombe übern Haufen gefahren werde.
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10.01.2007 10:08 Uhr von peteradolf86
 
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@Faibel: stimmt auch wieder. Ich sage ja nur dass ich ein gewisses Verständnis dafür habe dass eben viele einfach keine Wahl haben. Entweder fahren sie länger oder sie werden entlassen.
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10.01.2007 10:18 Uhr von thetdk
 
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Rechnet sich für den Spediteur bei diesen niedrigen Strafen.
6000€ Strafe ist billiger als ein zweiter Fahrer, denke ich.

De Fakto sollte man solche LKWs für mehrere Tage stilllegen, inclusive Fracht. Das ist für den Spediteur sehr teuer, außerdem verliert er das Vertrauen seiner Kunden.

Das würde wohl greifen...
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10.01.2007 10:19 Uhr von Mi-Ka
 
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Dass: man als Schleswiger oder Holsteiner für eine Dänische Firma fährt ist ja noch nicht mal verwunderlich.
Aber dass Deutsche als Billigarbeiter für eine norwegische Firma fahren, ist mir neu.
Ich vermute auch, dass der Fahrer vielleicht selber diese Regelung nicht schlecht fand, weil er so wieder schneller in Deutschland hätte sein können.
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10.01.2007 10:40 Uhr von Troll3
 
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ANGST: Vor solchen Fahrern habe ich auf der Autobahn wirklich Angst.
Aus meiner Sicht: Führerschein sofort abnehmen
LKW sofort stillegen
Unternehmer empfindlich bestrafen
Für mich ist dieses Verhalten versuchter Todschlag. Ausserdem kann ich nicht verstehen, wie man quer durch Deutschland fahren kann, wenn die LKWs durch die Mautüberprüfung doch auffallen müssten. Da sollten an den Mautpunkten doch sofort die roten Lampen angehen, wenn ein LKW mit einem Fahrer mehr als vier Stunden am Steuer sitzt. Oder sind die Systeme nicht so gut, wie behauptet ?
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10.01.2007 11:29 Uhr von dtc
 
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@Troll3: Das ist unsinn, da der Fahrer ja wechseln kann.
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10.01.2007 11:52 Uhr von jp_walker
 
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@thetdk und rest: leute stellt euch mal vor wieviele jobs an der lkw ladung hängen könnten.

schonmal was von justintime lieferungen gehört?

dass er allerdings 54 stunden am lenkrad saß naja kein kommentar. unverantwortlich bei den massen.

ne art eintrag in ein sammelverzeichnis über spediteure wäre mal eine überlegung.

dann käme es aber wieder auf schnell und risiko oder langsam und sicher an.
die frachtenbranche ist nicht leicht besonders für die fahrer
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10.01.2007 11:53 Uhr von LanceLovepump
 
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@thetdk - gute idee: das wäre eine massnahme die die spediteure zum nachdenken und wohl auch handeln treiben würde. wichtig ist, dass dabei ALLE (europaweit) betroffen wären.
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10.01.2007 12:00 Uhr von Troll3
 
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@ dtc: "Da sollten an den Mautpunkten doch sofort die roten Lampen angehen, wenn ein LKW mit einem Fahrer mehr als vier Stunden am Steuer sitzt. "

Wer lesen kann, ist klar im Vorteil <grins>
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10.01.2007 12:37 Uhr von Faibel
 
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@jp_walker: leute stellt euch mal vor wieviele jobs an der lkw ladung hängen könnten.

Na und? Ist das ein Grund (sinnvolle) Gesetze zu missachten und Menschenleben zu gefährden?
Ich glaube nicht.


schonmal was von justintime lieferungen gehört?

- Justintime ist eine Erfindung der Industrie, die ihre Warenläger auf die Straße verlagert und damit Kosten minimiert - zu Lasten und auf Kosten der Allgemeinheit!

lg
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10.01.2007 13:14 Uhr von Odeon2084
 
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Ein paar Details Um diese Sache mal ein weeeeenig zu entschärfen, mal ein paar Hintergrundinformationen aus der Speditionsbranche, Betreff Lenk- und Ruhezeiten.

54 Stunden durchgefahren ist eine rein statistische Zahl. Die neuen digitalen Tachographen erkennen eine zu kurze Ruhezeit (z.B. 6 oder 8 statt 9 Stunden) nicht an und markieren diesen Zeitraum als "durchgefahren". Es heißt also definitv NICHT, dass der Fahrer wirklich 54 Stunden am Lenkrad gesessen hat. (Gleiches gilt ebenso für analoge Fahrtenschreiber neuerer Generationen)

Nach den neuen EU-Sozialvorschriften im Zusammenhang mit dem digitalen Fahrtenschreiber ist der Fahrerselber veranwortlich. Er wird von dem Gerät rechtzeitig auf die notwendige Ruhepause aufmerksam gemacht und muss dies auch quittieren. Somit gilt das Weiterfahren dann als Vorsätzlich.

Aufgrund der Daten des digi-Tachos muss das Unternehmen bei Verstößen gegen die Sozialvorschriften den Fahrer er- bzw. abmahnen und im Wiederholungsfall sogar kündigen. Tut die Firma dies nicht, drohen Strafen bishin zum Lizenzentzug.

Somit bleibt dem Fahrer keine andere Wahl, als seine Pausen einzuhalten, weil sonst noch Strafrechtliche Konsequenzen folgen, neben dem "gesetzlich vorgeschriebenen" Verlust der Arbeitsstelle.

Soviel dazu ^^ Hoffe ich konnt den Vorfall ein wenig erläutern, auch wenns natürlich nicht zu tollerieren ist.

Gruß Odeon
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10.01.2007 13:20 Uhr von RycoDePsyco
 
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@thetdk - gute idee, auch meine meinung: @thetdk - gute idee, das ist auch meine meinung,

nur wenn es ans geld oder ans image der firma geht, nur dann kann man etwas machen, bzw. erhält man einen gewissen effekt davon.

bitte um umsetzung
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10.01.2007 14:16 Uhr von Tasko
 
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@Odeon2084: Das habe ich zuerst auch vermutet. An diese reißerische Berichterstattung ist man in solchen Fällen ja gewöhnt. Aber in der Quelle steht was von 4500 km. Wenn man dann davon ausgeht, daß er keine 100 km/h als Durchschnitt erreicht, ist er wirklich nahezu durchgefahren...
Wenn die Strecke vom manipulierten Fahrtenschreiber stammt, kann das natürlich auch wieder anders aussehen.

Davon abgesehen schläft der Ex-Chef meiner Mutter täglich nur 4-5 Stunden und fühlt sich wohl dabei...
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10.01.2007 14:28 Uhr von Johnny Cash
 
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Die Strafe: ist angemessen. Schuld sind eben nicht die Fahrer sondern die Spediteure die ihre Fahrer erpressen und mit Kündigung drohen.

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