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Kommerzieller Zweig der "Bill & Melinda Gates-Stiftung" ins Zwielicht geraten

Über 400 Millionen Dollar soll die "Gates Foundation" in Unternehmen investiert haben, die nur wenig mit den wohltätigen Zielen der Stiftung gemeinsam haben. Nur etwa fünf Prozent des Investitionsvolumens sollen wohltätigen Zwecken zugute kommen.

Firmen wie die Total, die für die Umweltverschmutzung im Niger-Delta mitverantwortlich ist oder Pharmaunternehmen, die bei AIDS-Medikamenten für erhöhte Preise dieser sorgen, stehen auf der Investitionsliste der "Gates Foundation".

Während etwa 1,4 Milliarden US-Dollar der Stiftung für wohltätige Zwecke ausgegeben werden, dies bringt Steuervorteile mit sich, fließen insgesamt 8,7 Milliarden US-Dollar in Investitionen, die teilweise im klaren Gegensatz zur Wohltätigkeit stehen.


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WebReporter: Nessy
Rubrik:   Freizeit
Schlagworte: Stiftung, Kommerz
Quelle: derstandard.at

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7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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09.01.2007 21:27 Uhr von Nessy
 
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So ist das also. Das hätte ich jetzt nicht gedacht. Da wird sicher bald ein dementi aus dem Hause Gates kommen.
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09.01.2007 21:38 Uhr von Troll-Collect
 
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ohnehin zwiespältige Angelegenheit: >>
Reichtum verpflichtet
Mega-Stiftungen gewinnen immer mehr Einfluss und gefährden den Staat
...
Kürzlich schrieb er einen vielbeachteten Artikel über das "Versagen der Philanthropie". "Wenn wir, die große Mehrheit der Leute, die keine Milliarden besitzt, die Welt so verändern wollen, dass sie unseren Vorstellungen entspricht, dann müssen wir als Bürger aktiv werden", meint er. "Wir müssen uns politisch engagieren und die Leute wählen, die unsere Werte vertreten. Ein Milliardär dagegen gründet eine Stiftung und finanziert genau das, was ihn interessiert. Je mehr Geld Du hast, desto mehr Einfluss hast Du mit Deinen Programmen. Und Du kannst das ganze demokratische System umgehen, um Deine Vorstellungen sofort umzusetzen."
...
Image-Spenden sind dabei weitaus beliebter als Gaben für die Armen. Darin zeigt sich das strukturelle Problem eines Systems, in dem steuerlich nicht zwischen Spenden an Golfclubs und Obdachlose unterschieden wird. "Gerechtigkeit steht über Wohltätigkeit. Der Staat sollte dafür einstehen, dass in einer Gesellschaft Gerechtigkeit herrscht, statt sich auf die Großzügigkeit von einzelnen Personen zu verlassen", sagt Rob Reich.
..."
http://www.3sat.de/...
<<
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09.01.2007 22:09 Uhr von muli11111
 
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wieso nicht? wenn man sich das mal überlegt, ist das doch gar nicht sooo dumm, wie mir scheint. stellt euch doch mal vor, billy und seine holde kaufen sich bei zum beispiel shell ein. in grösserem umfang. erstens einmal ist ihr kapital relativ gesichtert, bringt zweitens dividende (die wieder für die stiftung eingesetzt werden könnte) und drittens kann man als grossaktionär sehr wohl einfluss nehmen auf den kurs einer firma. je höher der aktienanteil, um so mehr stimmrechte hat man und von daher wär´s doch nicht schlecht, wenn die sich somit ein mitspracherecht in div firmen kaufen und so übers hintertürchen vielleicht doch mal gar nicht so unherblich gutes tun können.

vielleicht sind sie aber auch ganz einfach nur an der kohle interessiert... wobei.... der reichste mann der welt ist er doch eh schon, oder?
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09.01.2007 22:30 Uhr von Ralph_Kruppa
 
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Das ist ja mal ne echte Neuigkeit Die Gerüchte sollte man möglicherweise mal dem US-Präsidenten als kleines Memo auf den Schreibtisch legen. Der praktiziert nämlich weiterhin eine Niedrigsteuerpolitik.

Ein möglicher Effekt, neben schwindenden Steuereinnahmen, könnte der einer "Steuerflucht" in "gemeinnützige" Stiftungen sein. Vielleicht sollten die US-Verantwortlichen noch definieren, was sie unter Gemeinnützigkeit verstehen....
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10.01.2007 10:16 Uhr von Mi-Ka
 
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@NitroPenta: Kleine Nachfrage: Ist es wirklich möglich durch eine Stiftung sein Nachwuchs zu enterben?
Wenn ja, dann würde es mich wundern, dass es nicht mehr Leute machen.
Sonst bekommt es der Staat oder die eventuell unbeliebte Verwandschaft.
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10.01.2007 20:52 Uhr von Nessy
 
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Naja in Deutschland ist das (glaube) ich nicht möglich. Zum ersten will der Staat beim Erbe natürlich mitkassieren. Zum zweiten bekommt ja jeder seinen Pflichtteil und zum dritten sind die Grenzen für eine Stiftung in Deutschland etwas enger gesteckt.
Man möge mich korrigieren, wenn ich falsch liege !!!
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14.01.2007 07:59 Uhr von borgir
 
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SElbst wenn das so ist: wieviele Stiftungen gibt es wohl, die 1,4 Milliarden Dollar für wohltätige Zwecke ausgeben....viele können das nicht sein...

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