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Urteil: 60.000-Euro-Maschine bei eBay für 51 EUR ersteigert - Kaufvertrag gilt

Nach einem Urteil des Oberlandesgerichtes Köln vom achten Dezember 2006 (Az. 19 U 109/06) ist ein Kaufvertrag auch dann gültig, wenn die Auktion eines teuren Gegenstandes zu einem sehr geringen Preis endet.

Im vorliegenden Fall bot der Verkäufer ein landwirtschaftliches Nutzfahrzeug (einen sogenannten Rübenroder) zum Startpreis von einem Euro an, mit der Option "Sofort Kaufen" zum Preis von 60.000 Euro. Der Endbetrag belief sich jedoch auf ganze 51 Euro.

Der Anbieter schickte dem Käufer daraufhin eine Mail, das Fahrzeug sei bereits an jemand anderes verkauft worden und er habe die Auktion nicht vorzeitig beenden können. Der Ersteigerer klagte auf Zahlung in Höhe von 59.949 Euro und bekam Recht.


WebReporter: no_trespassing
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Euro, Urteil, eBay, Versteigerung, Maschine, Kaufvertrag
Quelle: www.heise.de

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41 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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09.01.2007 21:01 Uhr von no_trespassing
 
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Konnte nicht alle Informationen aus der Quelle mit hineinpacken. Auf jeden Fall hat der Anbieter seine Sorgfaltspflicht verletzt.

Er hätte das Fahrzeug nur mit der Sofort-Kauf-Option einstellen dürfen, wenn er dafür 60.000 EUR haben wollte.
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09.01.2007 21:32 Uhr von _GG_
 
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Es mag sein, dass sowas dumm ist - aber bitte, wo ist da der entstandene Schaden? Solche Leute, die sich versuchen so zu bereichern gehören einfach eingesperrt oder erschossen - sorry ist aber so. Ich hasse es das es solche egoistischen P***** gibt, die sich meinen mit irgendetwas zu bereichern wo anderleuts Existenzen von abhängen. Aber der Bauer wird zum Glück eine große Familie haben ...
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09.01.2007 21:43 Uhr von bloxxberg
 
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bauer hat schuld: jeder der bei ebay verkauft sollte sich darüber im klaren sein, das die auktionen bindend sind. wer das ganze nicht ernst nimmt ist selber schuld - grad bei so einer erheblichen auktion sollte man wissen was man macht.
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09.01.2007 21:45 Uhr von TeTris
 
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tja: Das hat was mit Nichterfüllungsschaden zu tun ist komplett richtig das Urteil, ich könnte da jetzt anfangen zu erklären, aber ich glaube, dass das nicht fruchten wird.
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09.01.2007 21:53 Uhr von JenseBub
 
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@ tetris: brauchst nix erklären.
Pacta sund servanda!
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09.01.2007 21:55 Uhr von Hebalo10
 
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Dumm gelaufen! Wenn ich so bescheuert bin, es manchen Betrügern gleichtun möchte, dann biete ich den Gegenstand unter der Option "Sofort kaufen: 60.000 €" nicht mit nur einem Euro Anfangsgebot an, sondern mit dem Betrag, welchen ich ungefähr erzielen möchte.

@Bleissy, wer sich einigermassen bei Ebay auskennt und sich nicht zu blauäugig durch die Auktionswelt im Internet bewegt, dem dürfte nicht allzuviel passieren - das gilt für Käufer, wie für Verkäufer!

Betrüger gibt es überall, allerdings ist dies fast die die berühmte Ausnahme, zumal es hier ja nicht um Betrug ging.
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09.01.2007 22:05 Uhr von dirkka
 
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Selber Schuld @Verkäufer Mit dem einstellen einer Auktion geht man nun mal einen Vertrag ein.

Und im Vertrag gibt es Regeln, wie auch in jedem anderen Bereich des Lebens.

Und wenn er so blöd ist, so ein wertvolles Gerät für einen Startpreis von einem Euro im EBay an zu bieten ist er selber Schuld, und wenn er es dazu noch verpasst, die Auktion rechtzeitig zu canceln...... shit happens..... dafür gibt es die AGB.
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09.01.2007 22:07 Uhr von Der Erleuchter
 
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@Tetris: es geht nicht um rechtliche Gründe, sondern um moralische Werte. Sich an einem Versehen eines anderen zu bereichern, ist schändlich. Nicht jeder kennt sich perfekt mit Ebay aus. Ich hab noch nie dort etwas (v)ersteigert und werde es auch nie tun.
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09.01.2007 22:17 Uhr von Shinji89
 
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@fiacyberz: Ja, es ist möglich zwar einen SofortKauf-Preis anzugeben, aber trotzdem eine Auktion bei 1 Euro zu starten.
Man kann nun entweder bieten oder es sofort zum gewollten Preis des Verkäufers erwerben.
Das wusste der Bauer wohl nicht und dachte er würde auf jedenfall beim Verkauf 60.000 Euro bekommen
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09.01.2007 22:17 Uhr von Hebalo10
 
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@Der Erleuchter, da möche ich schon um Nachsicht bitten, aber gerade wenn ich einen solch "wertvollen" Artikel" zur Auktion freigebe, bitte ich entweder einen Profi um Hilfe oder beschäftige mich im Vorfeld mit den mir zur Verfügung stehenden Optionen.

Nun komme mir keiner mit der moralischen Keule, dafür kennen wir die Umstände der ganzen Geschichte nicht.
Genausogut es hier ja auch mal den richtigen getroffen haben!?
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09.01.2007 22:18 Uhr von toledo
 
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sclauer bauer vs. dummen bauer: der hätte seine rübennase lieber etwas mehr bei ebay reinstecken sollen,aber nein-wir sind ja nur geldgeil gröööl
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09.01.2007 22:19 Uhr von imdaking
 
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@fiacy: es gibt 2 möglichkeiten auf einmal ....

man kann sofort kauf machen....da kriegt man einen festgeschrieben betrag den man haben möchte,.....und nebenbei kann man eine auktion laufen lassen.....das dient dazu, das wenn jemand nicht breit ist die 60 tausend zu bezahlen....das man wenigstens einen betrag da drunter kriegt.....aber natürlich hätte er sich mehr als nur 51 gewünscht
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09.01.2007 22:21 Uhr von Whitechariot
 
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@ Bleissy: Das ist doch Blödsinn... abgesehen von Lebensmitteln suche ich eigentlich nach fast allem zuerst bei eBay. Und in bisher mehr als 500 Käufen und Verkäufen ist zwar ein paar mal (ganz selten) schonmal etwas beim Transport beschädigt worden oder abhanden gekommen - aber das war´s dann auch schon. Jegliche Panikmache ist völlig überflüssig und auf Angebote die einem komisch vorkommen, muss man ja nicht bieten.
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09.01.2007 22:23 Uhr von de-li
 
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jeder hat mal pech...^^: tja, wer einen Artikel für einen Euro Startpreis einstellt, muss auch damit rechnen, Verlust zu machen.

Habe selber schon oft was bei eBay verkauft, und auch nicht immer Gewinn gemacht. Damit muss man halt rechnen, bei niedrigen Startpreisen ;)
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09.01.2007 22:43 Uhr von yeee
 
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selbst Schuld: hätte er mal hier sein Teil verkauft...
[nana - wer wird denn hier Werbung machen? - edit wbs]
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09.01.2007 22:46 Uhr von Whitechariot
 
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@ yeee: Tolle Schleichwerbung (die vermutlich bald weg sein wird). Sorry, aber auf der Seite hätte er wohl nichtmal 5 Euro bekommen, weil da keiner sucht.
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09.01.2007 22:52 Uhr von Hebalo10
 
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@yeee, netter Versuch, aber das ist ja wohl mehr, als noch in den Kinderschuhen und, ich will Dir den Mut nicht nehmen, dem baldigen Untergang geweiht - es gibt zu viel davon!
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09.01.2007 22:58 Uhr von dirkka
 
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Nachtrag : Sorry, hatte ich vorhin vergessen.

Beim Versteigern gibt es auch die Option "Mindestpreis", d.h. die Auktion kann zwar mit einem Euro Mindestgebot starten, aber bis der Mindestpreis (z.B. 38.000 Euro) nicht erreicht ist wird die Auktion ungültig nach Ablauf der Zeit.

Wer bei EBay etwas versteigert sollte sich vorher schlau machen, es gibt verdammt viele Möglichkeiten etwas dort zu versteigern.

Ich bin jetzt seit dem 01.01.1999 bei EBay sowohl als Käufer als auch als Verkäufer tätig und bin dort noch nie angegangen.

Und, btw., wer einen "Rübenroder" für einen Euro als Startgebot anbietet sollte sich darüber im klaren sein, dass die Klientel der Interessenten nicht allzu gross sein dürfte.
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09.01.2007 23:02 Uhr von yeee
 
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@Hebalo10: wer nichts wagt kann auch nichts gewinnen, läuft erst seit dem 22.12.06, macht halt Spass und ist nur ein von vielen Projekten, ... und kostenlos... irgendwelche Vergleiche mit den Großen wären Nonsens, kleines Budget kleines einfaches Portal... großen Budget,professioneles Portal was natürlich auch was kostet
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09.01.2007 23:36 Uhr von zuckagoschal
 
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manche leute wissen eben nicht, was es heisst, einen vertrag zu schließen. wenn man was anbietet und jemand das gebot annimmt, so ist ein vertrag zustande gekommen.

dabei bietet ja ebay auch den mindestpreis an, den man nur auch mit eingeben muss. doof bleibt eben doof. manchen leuten gehört der computer weggenommen, die sind einfach zu blöde fürs netz
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10.01.2007 00:09 Uhr von glob3
 
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dafür: hat er wohl die dickeren kartoffeln ;-)

dumm gelaufen für den anbieter der auktion, aber er ist selber schuld, er hätte sich besser informieren müssen...
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10.01.2007 03:12 Uhr von The_free_man
 
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selbst schuld Wer bei so etwas teurem keinen Mindestpreis angibt, muss mit sowas rechnen.

Der Käufer hat in diesem Fall dann sehr großes Glück gehabt. :)
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10.01.2007 05:49 Uhr von mc2212
 
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@all: Die Sache ist ganz einfach in höchstem Mass moralisch verwerflich und verstösst offensichtlich gegen die guten Sitten. Ich bin sicher dass in zweiter Instanz der Bauer Recht bekommen würde.
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10.01.2007 06:17 Uhr von XrayFF
 
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Super Urteil!! Ich finde das Urteil richtig und gut. Endlich wurden die Auktionen mal juristisch gesichert. Ich habe auch schon eine Festplatte ersteigert und bekam vom Käufer die lapidare Antwort: Habe ich schon verkauft. Der beschwerte sich sogar über die schlechte Bewertung.
Ebay ist kein Spielplatz, sondern ein Auktionshaus!!! Beide Daumen hoch!!
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10.01.2007 07:48 Uhr von Mehlano
 
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@yeee: Dein Versuch in allen Ehren. Aber allein wenn ich sehe, wie viele Rechtschreib- und Grammatikfehler dem Besucher der Seite ins Gesicht springen...

..macht einfach keinen seriösen Eindruck. ;-)

Ansonsten weiterhin viel Erfolg!

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