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Uraufführung zeigt "Max und Moritz" als sexsüchtige Teenager

Im Mannheimer Nationaltheater fand am Samstagabend vergangener Woche die Uraufführung von "Max und Moritz" statt. Feridon Zaimoglu und Günter Senkel schrieben die Bühnenfassung, Johanne Zeul komponierte die Musik dazu.

Orientiert haben sich die Initiatoren an dem Vorwort der 1865 veröffentlichten Geschichten des deutschen Literaten Wilhelm Busch. Dort heißt es: "Wie man’s treibt, mein Kind, so geht’s."

Auf der Bühne spielten Michael Fuchs und Roman S. Paul die Rollen der beiden Hauptfiguren. Im Laufe des Stücks wird aus der Kindergeschichte mehr und mehr eine vulgäre "Junk-Opera" mit homo-erotischen Musikeinlagen.


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WebReporter: Ralph_Kruppa
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: Teenager
Quelle: www.n-tv.de

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12 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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09.01.2007 15:01 Uhr von Ralph_Kruppa
 
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Das hört sich ja erst einmal nach einer Verballhornung an. Offenbar scheint es nicht so sehr um den hintergründigen Witz in der Darstellung Buschs zu gehen, sondern eher um die künstlerische Provokation. Nach den Schilderungen der Originalquelle scheint es bessere Interpretationen von Wilhelm Busch als die jetzt in Mannheim aufgeführte.
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09.01.2007 15:19 Uhr von Johnny Cash
 
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Klingt: eher nach Beavis & Butthead als nach Max und Moritz. Was diese Art der billigen Provokation soll ist mir jedes Mal aufs neue unbegreiflich.
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09.01.2007 15:54 Uhr von Frau Holle
 
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Schrecklich... und es kommt immer wieder! Hab den Bericht über die Uraufführung im Fernsehen gesehen. Soll tatsächlich eine Provokation sein, wie es im Interview hieß.
Für meine Begriffe ist das einfach nur Nichkönnen und/oder Sich-mit Gewalt-profilieren wollen. Offenbar wird das heutzutage auch so gelehrt, weil man fast gar nichts anderes mehr sieht. Man ist schon froh, wenn bloß ein paar merkwürdige überflüssige Figuren zusätzlich eingebaut wurden. Meistens wird die Handlung total entstellt - angeblich auf die heutige Zeit bezogen, weil wir ja nicht selber denken können - und es passieren immer irgendwelche abartigen Dinge. Hier ist es so, dass die Personen (das sind jetzt andere als bei W.Busch), mit denen Max und Moritz zu tun haben, auf grausame Weise umkommen und Max und Moritz zum Schluß Engel werden.
Die blöde Lehrerin wird zum Beispiel mitsamt der Schule in die Luft gesprengt. Wie wahnsinnig aktuell. Und so originell!
Dass es provozieren soll, ist offenbar immer das Einzige, was den "Künstlern" einfällt, wenn man sie nach dem Sinn ihres (Mach)werkes fragt.
Warum kann eigentlich nicht mal wieder richtige Kunst gemacht werden - so wie man das von früher kennt. Ist ja auch alles nicht billig, wenn man ins Theater oder ins Konzert gehen will.
Warum ist es eigentlich so verpönt, einfach auch mal was Schönes und Angenehmes zu zeigen, bei dem Auge und Ohr erfreut werden. Was Häßliches und Provozierendes erlebe ich gratis in der Realität - öfter als mir lieb ist.
Ich denke, wenn ein Kunstwerk nicht einen Großteil der Menschen ansprechen kann, ist es keine Kunst. Was soll Kunst denn sein - Selbstbefriedigung?
Wenigstens bei öffentlicher Förderung sollten wirklich Leistungsmaßstäbe angesetzt werden.
Für den Anfang könnte man ja die regulär verkauften Karten als Kriterium nehmen. Die Menschen wissen nämlich sehr wohl, was Kunst ist. Das ist nicht eine Frage der Definition durch einige wenige Künstler.
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09.01.2007 16:09 Uhr von Austin_Powers
 
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was zum Teufel sind "homo-erotischen Musikeinlagen" ???
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09.01.2007 16:29 Uhr von bpd_oliver
 
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@Austin_Powers: schau dir einen Videoclip von Tokio Hotel an, dann weisst du es *g*
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09.01.2007 16:39 Uhr von The_free_man
 
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Wie geil ist das denn? "Der Lehrer Lämpel ist in der Neufassung eine kreischende und die Schüler schlagende Englischlehrerin (Silja von Kriegstein), die im Schulhaus Probleme mit dem Stuhlgang hat und schließlich von Max und Moritz in die Luft gesprengt wird. Absoluter Tiefpunkt der Aufführung ist eine musikalische Homo-Erotik-Einlage zwischen Max und Spitz - er scheint in dieser Szene mal wieder als Lustknabe -auf einem alten Auto. "

LOL! Ich glaub da geh ich rein, das klingt ja mal lustig :D
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09.01.2007 16:54 Uhr von Hüttenprediger
 
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Meine liiieeeben Freunde zeitgenössischer Lyrik Tja, die guten alten Geschichten der beiden, die jede Supernanni in den Selbstmord treiben würden...
Früher guter lesestoff für Kinder, heute ein B-Movie-Porno für "Arte".
Muss Kunst und künsterische Freiheit doch schön sein!!!
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09.01.2007 17:11 Uhr von la_iguana
 
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warum: wird in der ssn-Rezension unterschlagen, dass das Stück auch eine Message hat?
So wie das hier wiedergegeben wurde, handelt es sich bei der Inszenierung um blosse Provokation.

und wenn gesagt wird, "Im Laufe des Stücks wird aus der Kindergeschichte mehr und mehr eine vulgäre "Junk-Opera" mit homo-erotischen Musikeinlagen." ist dies dann schlicht die Meinung des Autors, der dazu die News umgeschrieben hat.
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11.01.2007 11:18 Uhr von alfaromeo_52
 
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ist doch heute so, daß sich alles um sex, schwulen und lesben im leben geht; ist ja alles hoffähig geworden.

wer sich das stück anscheuen möchte, soll es tun. wer nicht, bleibt halt zu haus. so einfach ist es. es wird zu allen dingen immer wieder geteilte meinungen geben. es wird doch wohl kein kindergarten diese aufführung besuchen.

die amis sagen "fuck" und das deutsche wort hierfür wird auch schon im fernsehen immer öfters gesagt und ist ebenfalls öffentlich salonfähig geworden. also sollte man sich nichts daraus machen.

künstlerische freiheit ist halt so.
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11.01.2007 12:53 Uhr von zenon
 
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Alles erlaubt im Namen der Kunst! Hauptsache es ist schokierend und lockt viele Zuschauer an und was passt da besser? Sex sells!
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11.01.2007 14:35 Uhr von Austin_Powers
 
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@bpd_oliver: Der war gut:-D
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14.01.2007 19:20 Uhr von ron11
 
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freie kunst: ob es ein tiefschlag ist oder angeblich kunst sein soll intressiert nicht ....hauptsache in den schlagzeilen......

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