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Experten befürchten Rekord rechtsextremistischer Straftaten im Jahr 2006

Alleine im November vergangenen Jahres registrierten die Behörden 1.100 rechtsextreme Straftaten. Das teilte Innenminister Wolfgang Schäuble (CDU) auf eine Anfrage der Linken-Fraktion im Bundestag mit. 2005 lag die Zahl der rechten Straftaten bei 15.361.

Bis November 2006 waren es insgesamt bereits rund 11.000 rechtsextreme Straftaten. Unter den 1.100 Straftaten mit fremdenfeindlichem Hintergrund im November 2006 registrierten die Behörden 781 Propaganda- und 64 Gewaltdelikte.

Nordrhein-Westfalen führt die Rangfolge der Bundesländer im November 2006 mit 176 Straftaten an, gefolgt von Berlin (164) und Niedersachsen (148). Sachsen verzeichnete mit 116 rechten Straftaten den höchsten Wert in den neuen Bundesländern.


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WebReporter: Ralph_Kruppa
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Jahr, Rekord, Experte, Remis, Straftat, rechtsradikal
Quelle: www.rp-online.de

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16 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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05.01.2007 20:50 Uhr von Ralph_Kruppa
 
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Traurig, traurig. Was also kann man tun, damit der Virus rechtsradikaler Gesinnung gebannt werden kann? Die Antwort jedes toleranten aber wehrhaften Demokraten muss lauten: Vieles, wenn nicht alles! Vor allem aber gilt es den rechten Demagogen die argumentative Stirn zu bieten. Denn Toleranz, Rücksicht und der Wille zum Kompromiss sind immer noch besser als Hass, Ausländerfeindlichkeit und Polarisierung. Das müssen auch die Rechten spüren.
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05.01.2007 23:04 Uhr von reziprok
 
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Überschrift falsch: 2005 gab es also 15361 rechte Straftaten.
In den ersten 11 Monaten 2006 waren es bislang ca. 11000

Macht im Durchschnitt 1000 Straftaten pro Monat in 2006. Da für 2006 noch ein Monat verbleibt, könnte man mit ca. 12000 rechten Straftaten für 2006 insgesamt rechnen.

Aber warum sollten im Monat Dezember 4500 zusätzliche Straftaten begangen werden? Dies wäre nämlich notwendig um die Zahl aus 2005 zu übertreffen und es wirklich zu einem Rekordjahr zu machen.

==> Überschrift sachlich falsch
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05.01.2007 23:08 Uhr von Bleifuss88
 
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Wen wunderts? Die NPD hat ja sehr viele Anhänger bzw. Sympathisanten gefunden, zum Beispiel mit der konsequenten Ablehnung von Moscheen in Deutschland. Sowas kommt halt an.

Hinzu kommt die Enttäuschung vieler Leute über die demokratie. Auch wenn es dem Staat 2006 so gut wie lange nicht mehr ging, sehen die meisten nur die 19% Mehrwertsteuer - also macht die Politik wieder nur Mist. Irgendwann geht dann das Vertrauen verloren. Dann die Nachricht, dass wir Deutschen irgendwann aussterben werden - Bild sei Dank - hat wieder viele Rechtsextreme auf den Plan gerufen. Die Gefahr, die von denen ausgeht, wird immer größer.
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05.01.2007 23:08 Uhr von Ralph_Kruppa
 
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Mag sein: dass Dir die Überschrift nicht passt.
Ich habe mich bei der Umformulierung streng an den Ursprungstext gehalten. Dort befürchten Experten (lies es bitte nach, wenn Du´s nicht glaubst) einen neuen Rekord. Insofern ist Deine Kritik berechtigt.

Deine Berechnungen mögen richtig sein, aber als Autor muss man die Nachricht schon so schreiben, wie sie dort steht. Deine Vermutungen in Ehren, aber das stand nicht im Originaltext.......
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05.01.2007 23:10 Uhr von Davor
 
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reziprok: der Dezember war rel. warm -
und auch dieses Jahr gab es "Weihnachtsferien" (bzw. Urlaub)
und kurz vor Jahresende haben die Leistungsschläger evtl. die Panik ob sie die Vorgaben noch schaffen können - nicht daß die diesjährige Bewertung negativ ausfällt

Außerdem gäbe es Gründe wie "Frust über miese Geschenke", "mit Glühwein Mut angesoffen", "brillante Idee bekommen was man noch machen kann mit Silvesterkrachern" oder "animiert durch Knecht Ruprecht @work"
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05.01.2007 23:16 Uhr von rumpelpumpel2
 
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wen wunderts: irgendwie wundert mich das garnicht, wenn die leute hinten und vorne nur noch beschisssen werden, wenden sie sich eben den rechten zu!
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05.01.2007 23:22 Uhr von Muta
 
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Wegen dem Titel (richtig)- Erklärung: Es ist so, dass die Straftaten von der Polizei oft erst Monate später zur Statistik gemeldet werden.

Letztes Jahr (2006 für 2005) betrug die Anzahl der Straftaten laut Statistik am Ende des Jahres nur 10.271 und damit weniger als bereits in diesem Jahr bis November.
Erst in den Folgemonaten bis Mitte des Jahres stieg die Zahl auf 15.361.
Deswegen gehen Experten erfahrungsgemäß davon aus, dass die Zahl dieses Jahr mit Sicherheit 15.361 übersteigen wird.
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05.01.2007 23:57 Uhr von Kampfpudel
 
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@Muta: Bestätigend wäre hinzuzufügen, daß eine Straftat erst nach der gerichtlichen Verurteilung eine statistische solche ist und viele laufende Verfahren erst noch zum Abschluß gebracht werden müssen. Einigen reichen natürlich vorläufige Zahlen, um so auf das gewünschte "Endergebnis" zu kommen. Hierbei sei im entfernteren Sinne an Stoiber erinnert, der bei der Wahl großspurig behauptete: "Wir haben gewonnen!" ;-)
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06.01.2007 00:33 Uhr von borgir
 
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@wen wunderts-fraktion: wenn ich beschissen werde bin ich auf die leute sauer, die mich bescheißen...einen ausländer dafür verantwortlich zu machen spricht für einen sehr sehr sehr niedrigen horizont und für eine absolute kognitive suboptimierung
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06.01.2007 09:47 Uhr von HunterS.
 
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Interessant: Wenn man sich die Zahlen mal so anschaut, dann scheinen ja in den alten Bundesländern wesentlich mehr Straftaten mit fremdenfeindlichem Hintergrund begangen worden zu sein, oder das ist sogar so.
Jetzt frage ich mich: Ist das Ossi-Bashing in punkto Rechtsradikalität etc. noch gerechtfertigt? Sollten da sich nicht einige Leute hier bei SSN mal gehörig auf die Finger hauen, nach dem was sie mitunter abgelassen haben? Wer weis...

Frage: Wann wird eine Straftat als "Rechte Straftat" eingestuft? Welche "Kriterien" müssen erfüllt werden?

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Soo, das dann mal aufgewogen mit jeder Straftat die von einem Menschen mit Migrationshintergrund begangen wurde, weil das Gegenüber eine andere Nationalität als der Täter hatte und wir sehen, in meinen Augen, die größere Gefahr.
Vorallem ist das auch eine der Ursachen für Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit - ich würd auch anfangen auf, sagen wir Türken, zu schimpfen, wenn ich ständig von ihnen angestresst werde oder gar ich und meine Freunde mehr oder weniger regelmäßig von ihnen tätlich angegriffen werden. Auch das Türkenklatschen an sich ist dann nicht mehr weit, irgendwann muss man sich wehren. Und da ist der Knackpunkt: Zählt das dann auch als Fremdenfeindliche Straftat?

nur meine 10 Pfennig


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06.01.2007 12:22 Uhr von Johnny Cash
 
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Ein: paar besoffene Jugendliche schreien Blödsinn durch die Nacht (wie berichtet) und das wandert dann alles schön in die Statistik.

Natürlich gibt es aus diesen Kreisen Gewalt aber nicht so viel wie behauptet da "Propaganda" ebenfalls dazu gezählt wird.
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06.01.2007 12:33 Uhr von vst
 
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HunterS: >Wenn man sich die Zahlen mal so anschaut, dann scheinen ja in den alten Bundesländern wesentlich mehr Straftaten mit fremdenfeindlichem Hintergrund begangen worden zu sein, oder das ist sogar so.
Jetzt frage ich mich: Ist das Ossi-Bashing in punkto Rechtsradikalität etc. noch gerechtfertigt?<
addier mal die straftaten in den alten und in den neuen bundesländern.
dann dividierst du diese zahl durch die anzahl der bürger und multiplizierst es mit 100.000
dann schau mal wieviel straftaten pro 100.000 bürger rauskommen.

>Sollten da sich nicht einige Leute hier bei SSN mal gehörig auf die Finger hauen, nach dem was sie mitunter abgelassen haben? Wer weis...<
nach dem nachrechnen nicht mehr
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07.01.2007 03:40 Uhr von legionaer
 
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Statistik - C&P: Ich mach es mir mal per C&P leicht - Kommentar habe ich gerade in einem anderen Thread schon geschrieben:

Die Zahlen für 2006 habe ich nicht - aber die von 2005 und da ist ein Vergleich zwischen linken und rechten Straftaten sehr aufschlussreich.

Absolute Zahlen von rechten Straftaten - linke Straftaten in Klammern

Gewaltaten 958 (896)
sonstige Straftaten 565 (1.409)
Propagandadelikte 10.881 (0)
Volksverhetzung 2.957 (0)

insgesamt 15.361 (2.305)

Wie der geneigte User feststellen kann, unterscheiden sich die Linksfaschisten kaum von den Rechtsfaschisten, wenn die Propagandadelikte und die Volksverhetzungsdelikte unberücksichtigt bleiben.

Ich kann es nicht belegen, ich denke, dass rechtsextreme Straftaten eher zur Anzeige gebracht werden - besonders eben bei den Propaganda- und Volksverhetzungsdelikten , als die, der linksextremen Straftäter.

Besonders auffällig ist mir durch die Medienberichte, dass bei gewalttätigen Gegendemos der Linksfaschisten gegen die Rechtsfaschisten, zwar einzelne linksextreme Straftäter herausgepickt werden, dass Gros von diesen aber laufen gelassen wird.

Oder nehmen wir den hier geschilderten Fall als Beispiel. Natürlich ist es im Bereich des Möglichen, dass der Jugendliche seine angebliche Unkenntnis nur vortäuscht. Macht er dies, so gehört seine verbale Entgleisung eindeutig zu den "rechtsextremen Straftaten". Ist er aber wirklich so mindergebildet, dass er im Suff einfach nur Mist dahergeschwätzt hat, warum sollte diese "Straftat" dann als "rechtsextreme" gelten. Egal wie der Fall aber gelagert ist, er wird sicherlich zu diesen gezählt.

Zu bedenken gebe ich auch, dass dazu halt auch der Opa gehört, der bei der Gartenarbeit ohne Gedanken das "Horst-Wessel-Lied" trällert und der ewig betroffene 68er Nachbar nichts besseres zu tun hat, als diese wirklich demokratiegefährdende Straftat zur Anzeige bringt. Natürlich gehört der Opa mal wachgerüttelt, aber ob er in die Statistik passt, halte ich für fragwürdig.

Vielleicht täusche ich mich, aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass zum einen es Straftaten gibt, die faktisch nur von Rechtsextremen begangen werden können bzw. nur bei diesen zur Anzeige gebracht werden, der auch eine Verurteilung folgt. Es wird auch IMHO mehr Verbände, Vereinigungen etc. geben, die ihre Lupen auf die Rechtsfaschisten fokusiert haben als auf Linksfaschisten.

Hier hat doch einer geschrieben "Fast der ganze Osten ist schon braun .... das ist übel.". Da kommt wahrscheinlich keiner auf die Idee wegen sowas eine Anzeige wegen Volksverhetzung zu machen, umgekehrt bei "Fast der ganze Osten besteht schon aus kommunistischen Sozialschmarotzern.... das ist übel." findet sich sicherlich eine Interessengruppe, die das machen würde.

Ich finde, wenn rechts- u. linksfaschistische Straftaten betrachtet werden, sollten die rassistisch begründeten Ausländerstraftaten mal beiseite gelassen werden. Diese werden kaum als solche erfasst und da ist IMHO die Dunkelziffer schwer einzuschätzen und lässt somit leider einen unendlichen Spielraum an Spekulationen. Ein Vergleich mit den Straftaten der rechts- und linksextremen geistigen Tiefflieger ist somit nur schwer herzustellen. Fakt ist meiner Meinung nach, dass vieles da unter den Tisch gekehrt wird und dies politisch so gewollt ist.
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07.01.2007 11:24 Uhr von vst
 
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das wundert mich aber: dass in einem staat (brd) der eher rechts ausgerichtet ist als links, die rechten straftaten eher zur anzeige kommen sollen als die linken.
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08.01.2007 05:53 Uhr von legionaer
 
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vst: Mal abgesehen das ich Deine These vom angeblich nach rechts ausgerichteten Staat nicht stütze, was wundert Dich da?

Es gibt z. B. die Opferperspektive - dort ist die Koordinationsstelle von neun Beratungsstellen für Opfer rechter Gewalt angesiedelt. Natürlich keine schlechte Sache. Aber wo ist die für Opfer linker Gewalt?

Vielleicht kannst Du mir da weiterhelfen - ich habe keine gefunden.

Sozialverbände, Ausländerverbände, Kulturvereine etc. sind alle wohl auch eher links angehaucht oder haben die rechtsextremen Schergen da auch schon ihre Flügel hin ausgebreitet?

IMHO sind viele auf dem linken Auge blind, aber dafür auf dem rechten um so wacher. Nur meine persönliche Einschätzung. In Frankreich ist das der klare Fall.

"Politisch Motivierte Kriminalität" liegt vor, "wenn die Umstände der Tat oder die Einstellung des Täters darauf schließen lassen, daß sie sich gegen eine Person auf Grund ihrer politischen Einstellung, Nationalität, Volkszugehörigkeit, Rasse, Hautfarbe, Religion, Weltanschauung, Herkunft, sexuellen Orientierung, Behinderung oder ihres äußeren Erscheinungsbildes bzw. ihres gesellschaftlichen Status richtet." Da ist viel Spielraum drin.
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08.01.2007 07:01 Uhr von legionaer
 
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vst - ich wollte ja noch Dir eine nette Geschichte erzählen.

In Frankreich gibt es SOS Racisme, eine Association contre le racisme, wie der Name schon sagt. Deren Gründungsvater - dessen Vater von Martinique kommt und seine Mutter angeblich Elsässerin ist - sitzt übrigens mittlerweile als Abgeordneter im EU-Parlament, trotz seiner Vorstrafe. So gut so schön. Auf alle Fälle - es ist jetzt schon ein paar Jahre her - da wurden Rufnummern eingeführt, wo sich das diskriminierte Opfer melden konnte. Eines Tages kam der Anruf eines Mannes, der ganz aufgeregt war und erzählte er sei rassistisch beschimpft worden. Die Mitarbeiterin von SOS Racisme war sofort ganz Ohr und wollte mehr wissen. Er erzählte, dass er ganz normal seiner Arbeit nachgegangen ist und da von mehreren - ich glaube es waren Jugendliche - übelst beleidigt wurde. Das sei ja schlimm und so weiter und er wurde gefragt, was sie denn gesagt haben. Er erklärte das er als "dreckiger Franzose" von Arabern beschimpft wurde. Es stockte in der Leitung und die Mitarbeiterin fragte, was er den von Beruf sei, er erklärte, er sei Bulle in Marseille. Die Mitarbeiterin und es waren wohl auch andere im Hintergrund lachten ziemlich gehässig und ihm wurde kurz und knapp erklärt, man könne ihm nicht helfen und das Telefonat wurde sofort beendet. In welcher Statistik taucht sowas auf?

Sag mal umgekehrt zu einem Araber "sale bougnoul" und über Dir wird sich ein Gewitter auftun, welches Du noch nie erlebt hast.

Nur mal so zum Nachdenken. :)

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