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USA: Oberleutnant Ehren Watada verweigert Irak-Einsatz - Anklage

Oberleutnant Ehren Watada stammt aus Hawaii, ist 28 Jahre alt und er ist in Fort Lewis (Washington). Dies ist deswegen ungewöhnlich, weil er eigentlich schon seit Juni als Soldat im Irak sein sollte.

Schon zu diesem Zeitpunkt hatte er sich öffentlich dazu bekannt, nicht im Irak kämpfen zu wollen, weil er diesen Einsatz nicht mit seinem Gewissen vereinbaren kann. Wegen Fahnenflucht kann er nicht angeklagt werden, da er in Fort Lewis bleibt.

Die US-Army verklagt ihn allerdings wegen "Abwesenheit bei einer Truppenbewegung" und anderer Delikte. Watada könnte eine Gefängnisstrafe bis zu sechs Jahren bekommen. Er ist der erste Soldat, der den Einsatz im Irak verweigert.


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WebReporter: da_schau_hin
Rubrik:   Politik
Schlagworte: USA, Irak, Einsatz, Anklage
Quelle: www.20min.ch

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44 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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04.01.2007 21:54 Uhr von exekutive
 
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lieber: 6 jahre im gefängnis sitzen, als entweder aufm feld für nichts und wieder nichts zu sterben oder als physisch/psychischer krüppel nach hause zu kommen

hoffentlich verweigern mehr leute den dienst..
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04.01.2007 21:54 Uhr von 666leslie666
 
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krank: Aber halt Amis...

Daran sieht man das Bush kein Gewissen hat... :-(((

Mlg jp
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04.01.2007 22:20 Uhr von Bibi66
 
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Wieder mal typisch Offizierslaufbahn eingeschlagen, vielleicht sogar auf Kosten der Armee studiert und damit die Verpflichtung auf eine Anzahl von Jahren eingegangen, aber dann auf einmal...

Das hätte er sich früher überlegen sollen, bspw. bevor er seinen Vertrag unterschrieben hat.

Aber Hauptsache, erstmal die Rosinen aus dem Kuchen gepickt, die Krümel und das dreckige Geschirr, das bleibt den anderen.

Bei einem "Zwangsrekrutierten" könnte ich durchaus Verständnis bzgl. Verweigerung/Desertion aufbringen, aber nicht in so einem Fall...

Soll er die 6 Jahre im Knast verbringen, danach unehrenhafte Entlassung ohne Pensionsansprüche etc. Wenn er so voll überzeugt ist, müsste er sogar ein "lebenslänglich" auf sich nehmen, bei einer soooo hehren Überzeugung...

Btw. erinnert sich noch wer an diese Lutscher von deutschen Luftwaffenoffizieren während der Kuwait-Krise? Haben auch erst schön auf BW-Kosten studiert, ne millionenschwere Ausbildung genossen (nach ihrer aktiven Zeit hätte das bestimmt nen lukrativen Job in der freien Wirtscahft nach sich gezogen... so als ehem. Strahlflugzeugführer) und sollten dann in die Türkei. Wäre sowieso der Fall gewesen, da waren die Jungs ja schon öfter.
Aber auf einmal wird das Gewissen entdeckt... Und die Frau und das Baby, die wollen das ja auch nicht... Und die Nachbarn, die kucken schon... Und man wird auf einmal religiös... usw. usf.

Na Amen, sag ich da nur...

So und nun stelle ich mich zur Kreuzigung zur Verfügung, hahaha

Hasta Luego
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04.01.2007 22:38 Uhr von kuste2
 
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@Bibi: Du brauchst keine Angst zu haben gesteinigt zu werden. Dies ist ein freies Land. Und ich sehe freie Länder lieber von Menschen wie Herrn Watada verteidigt als von gewissenlosen Schlächtern.

Deshalb plädiere ich auch dafür, dass Kriegsdienstverweigerer unter dem Schutz der UN gestellt werden sollten.
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04.01.2007 22:44 Uhr von jesse_james
 
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@kuste2: "Deshalb plädiere ich auch dafür, dass Kriegsdienstverweigerer unter dem Schutz der UN gestellt werden sollten."

Wozu willst du Zivildienstleistende bzw. Menschen die die den Armeedeinst ablehnen unter UN-Schutz stellen ?


Kriegsdienstverweigerung und Landesverrat (aus Sicht der USA) sind zwei verschiedene paar Schuhe.
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04.01.2007 23:23 Uhr von Summersunset
 
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Selber Schuld, wusste er doch: Die Armee ist nun mal kein Ponyhof, bei dem man nett und freundlich sagen kann "Och nö. Lieber nicht."

Ich schliesse mich Bibi66 voll und ganz an. Wer sich verpflichtet und Berufssoldat wird, muss nun einmal damit rechnen.

Und außerdem, welchen Krieg kann er denn dann mit seinem Gewissen vereinbaren? Vielleicht einen, wo es nicht so gefährlich ist ;-)
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04.01.2007 23:30 Uhr von norge
 
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@Bibi66: treffender kann man einen kommentar nicht abgeben!
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04.01.2007 23:47 Uhr von witold18
 
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Hawaii und nicht Hawai: Heißt es nicht Hawaii?
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04.01.2007 23:58 Uhr von da_schau_hin
 
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witold18: du hast recht, es heißt wirklich Hawaii, da ist ein i unterwegs verloren gegangen, sorry ist mir auch nicht mehr aufgefallen, werde ich aber gleich morgen früh melden.
Danke :)
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05.01.2007 00:25 Uhr von nocatix999
 
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@bibi66: muss dir zustimmen. bin selber soldat und das auf freiwilliger basis. wenn ich jetzt in den einsatz geschickt werden sollte, ist es ja mein "verschulden", ich haette mich ja nicht der armee anschliessen muessen.
und btw: wozu sind soldaten eigentlich sonst da, ausser um ihr land zu verteidigen (wie es doch immer so schoen heisst)?
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05.01.2007 00:50 Uhr von cyrus2k1
 
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Vieleicht war er so naiv und ist Soldat geworden um Amerika zu verteidigen. Und jetzt hat er gemerkt das es BS ist.
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05.01.2007 01:16 Uhr von Pattern
 
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Stell dir vor es ist Krieg und keiner geht hin: Endlich mal einer der es ausspricht! Ganz richtig war es trotzdem nicht. 6 Jahre find ich aber ungeheuer viel.Schade um den Jungen, das hätte auch eleganter funktioniert.
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05.01.2007 01:22 Uhr von franz_suderich
 
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ganz oder gar nicht: entweder man ist Soldat oder nicht.

schlimm war es auch als die Yugoslawien-Krise eskalierte und das österreichische Heer Angst hatte, es könnte überschappen.

Wer war da ganz vorne dabei und hat als potentieller Kugelfänger herhalten dürfen?

Mich kotzten diese fetten, faulen Zivilversager sowas von an!
mit 35 Vizeleutnant, das Ende der Karriere erreicht, nur noch warten bis man in die verdiente Frühpension darf...

Aber wenns ernst wird, wieviel lassen sich dann wirklich über den Haufen schießen?
Das ist hart, aber wer sich verPFLICHTET muss damit rechnen auch mal ne Kugel abzubekomen o.d.gl.

Aber nein, man ist ja schon wer, und kann die unteren Ränge an die Front schicken...

Ich kenne leider nur sehr wenige Soldaten, die diese Bezeichnung auch verdienen - durchtrainierte, sportliche, hochproffessionelle Kampfeinheiten, die, glaub ich, auch nicht vor dem Fronteinsatz zurücksschrecken, wenns denn sein muss.

@dem Hawaiijaner
als Soldat hat der den (wenn auch fadenscheinigen) Auftrag bekommen, die Lage im Irak zu sichern bzw. beruhigen (das wollen die Amis ja offiziell) wenn er dann aber den Auftrag zu Folter, Mord oder sonstigen "ethnisch" nicht vertretbaren Handlungen bekommt und dann verweigert, dann hätts gepasst.

So aber: wieder ein Zivilversager mehr... - den ich zum Glück nich (indirekt) bezahlen muss.

PS.: wenn Krieg ist, bin ich weg!
Ihr könnt den ohne mich machen, da muss schon sehr viel passieren, dass ich mich für politische Interessen vor ein Gewehr begebe.
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05.01.2007 01:22 Uhr von Jorka
 
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Nun: soll er seine 6 Jahre ruhig absitzen, ich finde seinen Entschluss ganz in Ordnung, nun will er halt nicht mehr in diesen Krieg sollen sie ihn halt unehrenhaft entlassen und gut ist.
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05.01.2007 01:27 Uhr von seaofgreen
 
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er hält den irak-krieg für illegal, womit er garnich mal so verkehrt liegt. warum sollte er auch an einem angriffskrieg teilhaben. nur weil die anderen in ihrem blinden patriotismus gedankenlos an die front stürmen?

grüße
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05.01.2007 02:56 Uhr von Davor
 
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ich verstehe ihn: wie bereits angesprochen -

ich denke es ist einer von denen die wirklich dachten sie verteidigen ihr Vaterland -

und stellt nun fest daß er eine Schachfigur ist in einem blutigen Machtspiel in dem es ausschließlich um Öl und Macht geht aber NICHT um die Abwendung einer tatsächlichen Bedrohung für sein Vaterland

dafür lohnt es sich seiner Meinung nach nicht zu sterben - und Recht hat er

Wahrscheinlich fühlt er sich auch betrogen von Bush und seinen Lügentanks.

Daher RESPEKT vor dieser Entscheidung!
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05.01.2007 05:03 Uhr von legionaer
 
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Höchststrafe ist angemessen: Sorry, als ich meinen Vertrag unterschrieben habe, wusste ich um die Gefahren.

Hier seine 15 Minuten Ruhm:
http://en.wikipedia.org/...
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05.01.2007 05:16 Uhr von legionaer
 
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Pattern: Immer diese Platitüden - ist zwar nicht von Brecht, aber immer wieder schön:

"Stell Dir vor, es ist Krieg und keiner geht hin - dann kommt der Krieg zu Euch!"
...und dann noch Brecht hinterher:
"Wer zu Hause bleibt, wenn der Kampf beginnt, und läßt andere kämpfen für seine Sache, der muß sich vorsehen: Denn wer den Kampf nicht geteilt hat, der wird teilen die Niederlage. Nicht einmal Kampf vermeidet, wer den Kampf vermeiden will, denn er wird kämpfen für die Sache des Feindes, wer für seine eigene Sache nicht gekämpft hat."

...und schon passt es, obwohl Brecht ja gar nicht über Krieg redet.
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05.01.2007 06:30 Uhr von XrayFF
 
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Die USA: hätten ihn einfachn nach Afghanistan schicken sollen, in die "unruhigen" Gebiete. Damit hätte sich feststellen lassen ob es sich um ein "Gewissenskonflikt" handelt. Ansonsten bin ich hin und hergerissen. Einserseits weiss ein Berufsoldat dass er zu kämpfen hat, andererseits möchte ich lieber den Bürger in Uniform anstatt gewissenlose skrupelose Tötungsmaschinen.
Und mit VERTEIDIGUNG hat das im Irak aber auch gar nichts zu tun.
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05.01.2007 06:30 Uhr von H5N1
 
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auch als soldat: sollte man mitdenken und nicht blind überla dahin rennen wohs ein vorgesezter vorschreibt so9ldat wird man im idealsten fall um sein heimatland zu verteidugen und nicht um kriege zu führen die dazu dienen das ein par hochrangige politiker ihre finanziellen interessen durchsetzen
ich finde diese entscheidun vom hern OL ist sehr mutig und gerechtfetrigt
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05.01.2007 08:23 Uhr von SelltAnasazi
 
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@franz_suderich: Er verweigert den Dienst ja auch aus diesen Gründen, er sieht den Krieg als ein Verstoss gegen jedes Recht auf dieser Welt und sogar ein Verstoss gegen die Reglen der US Streitkräften. Er selber sagt er würde in Afganhistan seinen Dienst tun (und die USA hat vorallem Truppen in den unruhigen Gebieten wo es genau so zu get wie im Irak, die Deutschen entspannen da schön im ruhigen Gebiet und wollen nicht helfen;)) .

Er war ja auch in Korea stationiert.. wo es ziemlich drunter und drüber gehen konnte:D


UND An alel die sagen er wäre nur Soldat wegen der Ausbildung, er hatte die Uni schon abgeschlossen als er sich zum Dienst meldete und hat sogar dafür bezahlt das er ins Militär konnte. ;)

Und er hat kein Problem damit für seine überzeugung 6 oder 7 Jahre ins Gefängnis zu gehen...
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05.01.2007 08:31 Uhr von christi244
 
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@bibi: Hier wird keiner gekreuzigt! ;-)

Und Recht hast Du!
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05.01.2007 09:48 Uhr von Faibel
 
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Soldat sein ist halt nen Mordsjob.
Das sollte man vorher wissen und sich dann einen vernünftigen Job suchen.

lg
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05.01.2007 10:10 Uhr von sacratti
 
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Alle Achtung, nein Hochachtung: vor diesem Mann, denn, die US Armee und die Militärjustiz sind äusserst rigide, und im Gefängnis findet sich immer jemand, der bereit ist, einen Fahnenflüchtigen zu töten, da braucht man nicht mal irgendwelche Versprechungen machen, ein white arian ist schon aus blossem Hass zu so was fähig.
Unterstützen wir diesen Mann, wie auch immer!
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05.01.2007 10:26 Uhr von sacratti
 
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@bibi66 und andere: Als Soldat gibt man sein Gewissen nicht am Mantelhaken ab, an den Beruf des Soldaten muss man eher ein weit höheres Mass Gewissen und Integrität anlegen, wie auch an den Beruf des Polizisten. Nein, es sind nicht nur mal eben auch nur Menschen, die sich dazu berufen fühlen, über anderer Rechtschaffenheit zu wachen.
Dass uns die Realität anderes lehrt, ist eine ganz andere Sache, aber wer Herr über Leben und Tod sein will, darf sich nicht von Entscheidungen potentiell Krimineller abhängig machen. Damit wäre er Legionär, der aus der Kriegskasse bezahlt wird und nicht Verteidiger seines Vaterlandes oder wie scheinheilig man immer dieses Brutstatt nennt.
Wer Soldaten keine Ehre in diesem Sinne zuerkennt, macht sie zu einfachen Mördern.Eine andere Ehre als das Gewissen braucht er nicht. Das Feld der Ehre, wenn es denn überhaupt ein solches geben könnte, liegt allenfalls auf heimatlichem Boden.
Und wer Soldaten als Lutscher bezeichnet, die den indirekten und verfassungswidrigen Kriegseinsatz oder den Schutz amerikanischer Kasernen, in denen verfassungswidrige Handlungen auf deutschem Boden vorgenommen werden, ablehnen, macht sich strafbar. Die Verweigerung verfassungswidriger Einsätze ist sogar dringend geboten, das sollte sich so mancher kriegslüsterne Soldat oder schlagstockschwingende Polizist mal dringend hinter die Ohren schreiben.

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