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Illinois: Eigenes Nabelschnurblut erfolgreich gegen Leukämiezellen eingesetzt

Die weltweit erste erfolgreiche Behandlung von Leukämiezellen mittels eigenem Nabelschnurblut glückte den Ärzten des Advocate Hope Childrens Hospital in Oak Lawn/Illinois bei einem sechsjährigen, an lymphoblastischer Leukämie erkrankten Mädchen.

Der Krebs wurde vor drei Jahren diagnostiziert, eine erste Chemotherapie blieb wirkungslos. Vier Monate nach der Erstbehandlung wurde das Mädchen einer weiteren Chemotherapie unterzogen, dies jedoch unter anschließender Infusion von Nabelschnurblut.

Heute, 24 Monate nach dieser Therapieform, weist die kleine Patientin keine Leukämiezellen mehr auf. Das Blut der Nabelschnur enthält eine hohe Anzahl Stammzellen und kann bei spezialisierten Anbietern gelagert werden.


WebReporter: cozmixx
Rubrik:   Gesundheit
Schlagworte: Leukämie
Quelle: www.antenne.de

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17 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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05.01.2007 00:09 Uhr von Daddi89
 
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Womit gehts weiter? Krebs? Ich sehe einen Aufschwung in der Medizin...hoffen wir, dass es so bleibt.

Leider haben wohl nur noch die wenigsten ihr eigenes Nabelschnurblut.
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05.01.2007 00:12 Uhr von Trantüte
 
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Fortschritt: Sehr gute Neuigkeiten,

nur frage ich mich ob diese Methode im hochem Alter (wenn die Nabelschnur noch konserviert wurde) auch einsetzbar ist!
Die Frage ist auch ob es akute oder chronische Leukämie war.
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05.01.2007 00:17 Uhr von D3mon
 
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@daddi89: Einfach klonen lassen 9 Monate warten und du hast wieder Nabelschnurblut ;)!
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05.01.2007 12:10 Uhr von Garviel
 
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Klingt zwar gut. Aber wenn eine Form der erblichen Leukämie ist, tragen auch die neu übertragenen Stammzellen die Neigung zur Ausbildung von Leukämie in sich...
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05.01.2007 17:16 Uhr von DarkSebman
 
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wie der über mir schon sagte: klingt das zwar gut, ist aber bereits umstritten. Erstens weil das erfolgreich behandelte Kind eventuell auch ohne Behandlung genesen wäre und zweitens weil die Zellen aus dem Blut eventuell schon Krebs enthalten können.

Ich bin skeptisch.

Lg
DarkSebman
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05.01.2007 17:20 Uhr von Kloputze
 
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schade dass die konservierung von nabelschnurblut heutzutage noch mehrere tausend euro kostet.
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05.01.2007 20:27 Uhr von Asbestos
 
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@D3mon den nenne ich dann Mini-Me und schenk ihm ne rasierte Katze :c)

ne, mal im ernst, wo soll man das für 6 mrd menschen denn lagern?

is wohl auf lange sicht ne sache für reiche bzw. wohlhabende. so ne art zweiklassenmedizin, wer das geld hat, legt seinen kindern noch ein depot mit ´gesundheit´ an.

gute news!
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05.01.2007 22:26 Uhr von JR-Europe.de
 
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@D3mon und @Asbestos: Klonen von "Alten":
Zitat: "Je älter der Patient, desto höher ist die Gefahr von Gen-Mutationen, die dann auch in die geklonten embryonalen Stammzellen übergehen. Hans Schöler vom Max-Planck-Institut für
molekulare Biomedizin in Münster formuliert es krass: "Man kann natürlich ausprobieren, einen 80-Jährigen therapeutisch zu klonen - und dann zugucken, was das für Tumore gibt." Zitat Ende
Quelle: http://www.presseportal.de/...

Es müssen nicht alle Menschen Stammzellen lagern und somit - Maaaaannnnnnnnn das ist mir noch gar nicht aufgefallen - kann jeder junge Stammzellen bekommen, sogar kostenlos bei Stammzellen-Stiftungen. Richtig oder falsch?
http://www.bloodstemcells.ch/...
Somit auch später neue Organe, wau ... !
Richtig oder falsch?

Mit besten Grüssen Jens
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07.01.2007 23:10 Uhr von jesse_james
 
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@D3mon, asbestos, JR- D3mon würde krepieren würde er das mit dem klonen so machen wie er es schrieb, um es kurz und bündig zu sagen.

Man klont einfach keine Menschen aus Zellen die nach der Geburt entnommen wurden.

asbestos hat erkannt worauf es hinaus laufen würde täte man schon heute klonen oder eben Nabelschnurblut (die embryonalen Zellen darin) gezielt aufbereiten.

JR die Aussage über "nicht jeder müsste Stammzellen anlegen" ist falsch !

Jeder Mensch hat auf der Oberfläche seiner Zellen und zwar JEDER Zelle eine ganz bestimmte Oberflächenstruktur, die sich aus einem ganz speziellen Aufbau aus Zucker- und Proteinmolekülen zusammensetzt.

Man kann das beispielsweise bei den menschlichen Blutgruppen erkennen.
A, O, B sind genau so wie rhesus faktor negativ und positiv verschieden kombinierte Strukturen.


Diese Oberflächenstrukturen haben z.B. zur Folge das ein transplantiertes Organ vom Empfänger nicht akzeptiert wird, genauer gesagt dessen Immunsystem auf die Oberflächenstruktur dieses Fremdorgans so reagiert als wäre das Organ ein Erreger und eine Immunantwort erfolgt mit der Abstossungsreaktion des Organs.


Embryonale Stammzellen mögen zwar zu allem sich entwickeln können, aber sie tragen die Oberflächenstruktur ihres Spenders ! ! !

Das sagt ja auch der Beitrag deines Links.




Und die News sagt ja auch eindeutig "EIGENES Nabelschnurblut" !
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07.01.2007 23:27 Uhr von md2003
 
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das nenn ich mal ne tolle Sache! Bleibt nur abzuwarten, ob die Leukämie zurückkehrt.....
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08.01.2007 09:32 Uhr von Garviel
 
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@jesse: Eine kleine Ergänzung: JEDES transplantierte Organ wird vom Körper zunächst einmal wie ein "Fremdkörper" behandelt; je nach Schwere dieser Reaktion kann man mit Immunsuppressiva eine Abstoßungsreaktion vermeiden, es kann aber auch - im schlimmsten Fall - dazu kommen, dass das "neue" Organ wieder entnommen werden muss, da es einfach nicht "angenommen" wird. Die Grundreaktion - Angriff auf den Fremdkörper - ist jedoch die gleiche.
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08.01.2007 10:03 Uhr von JR-Europe.de
 
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@Jesse @Garviel: In der von mir angebenen Quelle: http://www.bloodstemcells.ch/... steht was von HLA-Typisierung. Wenn ich es richtig verstanden habe, gibt es in "Nabelschnurbanken", die teilweise kostenlos sind (Stiftungen), somit bestimmt für jeden einen passenden Spender. Wenn ja, trifft das nur auf Stammzellen zu oder auch auf die Organe die man daraus später züchten könnte?

Mit besten Grüßen
Jens Rabis
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08.01.2007 10:45 Uhr von Garviel
 
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Wenn ich mich richtig erinnere, geht es dabei ausschließlich um die Stammzellen. Du hast zur Zeit in vielen Krankenhäusern drei Möglichkeiten: Nabelschnurblut wegwerfen; Nabelschnurblut kostenlos an eine dieser Stiftungen spenden (wird derzeit ausschließlich für Forschungszwecke verwendet); Nabelschnurblut kostenpflichtig (um die 2.000 € für 15 Jahre) für sich selbst aufbewahren lassen. Letzteres könnte (s. der hier vorliegende Fall) die schnellste Möglichkeit sein, an verträgliche "NAchzüchtungen" zu kommen, allerdings gibt es noch zahlreiche Ungereimtheiten, u.a. die evtl. Anfälligkeit auch der Nabelschnurblutzellen für später auftretende Krankheiten.

Von der erfolgreichen Organzüchtung ist die Forschung ohnehin noch ein gutes Stück weit entfernt.
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08.01.2007 12:40 Uhr von JR-Europe.de
 
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@Garviel: Also meine Nabelschnur ist seit 39 Jahren entsorgt. Wie ist Dein Schreiben zu verstehen? Ich besorge mir mittels HLA-Typisierung eine passende Nabelschnur von Spenderfamilien und lasse die aufbewahren?
Da könnte man doch gleich zu einer Stammzellenstiftung gehen und sich dort passende (adulte?) Stammzellen - bei medizinischen Bedarf - holen?
Oder verstehe ich da was falsch?
Ob man aus fremden - aber passenden - Stammzellen Organe züchten könnte, ist wohl für fast alle derzeitigen Menschen wichtig, weil sich ja jetzt erst rum spricht, wie man als Eltern vorsorgt.
Wenn man aus adulten fremden(!) passenden Stammzellen zukünftig Organe züchten kann, braucht man sich keinen "Klon züchten". Sollte das nicht gehen, sollte das Klonen bis zu einem bestimmten Zellstadium zugelassen werden. Logisch, oder?

Mit besten Grüßen JR
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09.01.2007 21:31 Uhr von Nessy
 
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ist: doch schon echt interessant was so alles geht. Das Mädchen hatte echt Glück dass das ganze geklappt hat.
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10.01.2007 09:57 Uhr von Garviel
 
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"Ich besorge mir mittels HLA-Typisierung eine passende Nabelschnur von Spenderfamilien und lasse die aufbewahren?"

Wenn ich mich richtig erinnere, dann geht es im Prinzip tatsächlich um so etwas ähnliches. Nur, dass du sie nicht selbst besorgen und aufbewahren musst, sondern dass das "gespendete" Nabelschnurblut zentral untersucht, gelagert und im Bedarfsfall an geeignete Empfänger abgegeben wird. Eigenes Blut wäre zwar zweifellos verträglicher, steht aber zumeist - wie in deinem oder auch meinem Fall - gar nicht zur Verfügung.

Vor ein paar Tagen kam übrigens eine Meldung, dass es gelungen sei, aus Fruchtwasser Stammzellen zu gewinnen. DAs könnte einen Ausweg aus der "verbrauchenden Klonforschung" bieten - falls es tatsächlich funktionieren sollte. Aber auch dann wird die Einführung noch Monate, wenn nicht Jahre dauern,
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10.01.2007 10:21 Uhr von JR-Europe.de
 
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@Garviel: Wir liegen da richtig. Im letzten "Spiegel" steht dass die USA ca. 100 000 Stammzellenlinien benötigt um die Gewebetypen fast alle Amerikaner
abzudecken.
D.h. für mich, dass Deutschland - vielleicht sogar aus Geldern des zukünftigen(?) Gesundheitsfonds eine Stiftung gründet, welche 100 000 Stammzellenlinien für Deutschland anlegt. Ich habe mal von einer europ. Stiftung gehört, aber leider den Link verbuddelt.
Es ist einfach ein Grundentscheidung des Volkes notwenig: "Was läßt man medizinisch mögliches den Markt machen und was nicht!?" Eine zentrale kostengünstige Sammelstelle sollte allerdings vom Völkerrecht geschützt werden und das höher als Denkmäler!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Derzeit diskutiere ich gerade "intern" den Vorteil von embryonalen Stammzellen, ich habe den immer noch nicht verstanden gegenüber adulten?
Was muß man derzeit als "Erwachsener" konservieren, um bestmögliche Chancen für eine biologische Reparatur zu haben usw. ... naja vielleicht mache ich mal einen Blog auf, aber erst brauche ich kommunikationsbereite Fachleute.

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