03.01.07 21:08 Uhr
 524
 

Selbstreplikative Nanopartikel in Nierensteinen entdeckt

Forscher des amerikanischen Mayo Clinic College of Medicine entdeckten und isolierten in Nierensteinen 50 bis 100 Nanometer messende Nanopartikel, die zur weiteren Untersuchung im Labor vermehrt wurden.

Etwa zehn Prozent der Bevölkerung seien von der Krankheit betroffen, bei der Kalziumablagerungen die Nieren verstopfen, erklärt Dr. John Lieske, der eine mögliche Beteiligung der isolierten kalziumüberzogenen Partikel bei der Krankheit untersucht.

Die Erkenntnisse über die Partikel, die DNA-enthaltende Nanobakterien oder sich selbst organisierende Biomoleküle sein könnten, publizieren die Forscher im "Journal of Investigative Medicine".


Videoplayer auf dieser Seite ausblenden
WebReporter: ophris
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Entdeckung, Niere
Quelle: abc.net.au

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Blauflügelamazone: Neue Papageienart in Mexiko entdeckt
Österreich: Schlangen entfliehen dem Wetter in Gärten und Hausflure
Nasa: Außerirdisches Leben auf neu entdecktem Planeten KOI 7711 möglich

Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

11 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
03.01.2007 20:15 Uhr von ophris
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Sehr interessante News, deren Original noch wesentlich mehr hergibt und eine Lektüre wert ist. Gerade bei solchen Isolierungen stellt sich die Frage nach Artefakten, da Organisolate sehr komplex zusammengesetzt sind, und durchaus replikative Bakterien und Biomoleküle (Fette und Proteine) enthalten können, die unter entsprechenden Kulturbedingungen (Schüttelkulturen z.B.) strukturiert zusammengesetzte Partikel bilden können.
Kommentar ansehen
03.01.2007 21:28 Uhr von Sipo M
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Äääm sorry: *plödis

Hat er die jetzt selber produziert, oder wurden die von
aussen aufgenommen?

Denn ich weiss so gaaaanz eben, das sowas auch heute schon in unseren Lebensmitteln eingesetzt wird, und in Amiland auch schon ne ganze weile länger...

Irgentwann hat man so´n Teilchen auch schon mal
bei jemandem im Gehirn gefunden - irgentwo gelesen -

Kann mir wer Infos drüber geben?
was z.B. bei uns bereits damit veranstaltet wird?
Kommentar ansehen
03.01.2007 21:37 Uhr von ophris
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@sipo: sehr interessanter Kommentar, der auf die News übertragen
die folgenden Konsequenzen hat:
- handelt es sich bei den Partikeln um Bakterien, dann ist es
wahrscheinlich daß sie irgendwie von aussen eingedrungen
sind und sich fleissig vermehrten.
- handelt es sich umorganische Partikel, so kann es sein, daß
diese aus zellulärem Schrott (körpereigene Zellen und
eventuell Bakterien) bestehen, und sich durch die
Bedingungen in der Niere (Druckfiltrationsorgan mit
schwankenden Salzkonzentrationen) gebildet haben.
- die Replikation im Experiment schliesst keine der beiden
Möglichkeiten einwandfrei aus, auch wenn Antibiotika, wie im
Original geschildert, einen Einfluss haben sollen.
Kommentar ansehen
03.01.2007 22:01 Uhr von Sipo M
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
das hier: das ist es was mir grosse angst macht:

Im Reich des Allerkleinsten

Wie die Nanotechnologie unser Leben verändern kann: Nano-Forscher operieren auf der Elementenebene mit den winzigsten Bausteinen unserer Erde. In Hautcremes, Autolacken und sogar Fruchtsäften sind die Nanopartikel schon zu finden. Dabei ist noch völlig ungeklärt, wie sich die Winzlinge im menschlichen Körper, im Wasser, im Boden oder in der Luft verhalten.

Sie wissen nicht, wo Ihre Tochter steckt? Kein Problem, ihre Lieblingsjeans verrät es Ihnen. Die enthält nämlich winzige Nanosensoren, die Sie mithilfe Ihres satellitengesteuerten Navigationssystems aufspüren können. Doch solche unauffälligen Überwachungssysteme sind nur eine der besonderen Möglichkeiten, die die Nanotechnologie für Sie bereithält - George Orwell lässt grüßen. Daneben gibt es unzählige Anwendungen, die unser Leben in der Zukunft grundlegend verändern können: Der Nanokosmos ist eröffnet.
Angefangen hat alles in den 1920 und -30er-Jahren, als Physiker immer weiter in die Welt der kleinsten Bausteine des Lebens eindrangen. Sie erforschten Atome und Moleküle, deren Zusammensetzung und Eigenschaften. Und fanden Erstaunliches heraus: In dieser Miniaturwelt gelten völlig andere als die bisher bekannten physikalischen Gesetzmäßigkeiten. Bis heute ist nicht bekannt, wie genau und warum sich die Elemente auf der kleinsten Skala so anders verhalten.
In der Nanowelt treffen Physik, Biologie, und Chemie aufeinander - denn im Prinzip setzt sich die tote (anorganische) Materie aus den gleichen Bausteinen wie die lebende (organische) zusammen. Biologische Vorgänge, chemische Synthesen und physikalische Werkzeuge ergänzen sich gegenseitig - und werden in der Nanotechnologie erweitert um die Anwendungen und Erkenntnisse aus der Informatik. Der gemeinsame Nenner ist dabei die Größe der Materie. So definiert das Bundesministerium für Bildung und Forschung Nanotechnologie als die "Herstellung, Untersuchung und Anwendung von funktionalen Strukturen, deren Abmessungen im Bereich unter einhundert Nanometer liegen". (1)

Eine neue Stoff-Klasse

Schon vor rund 2.000 Jahren haben Menschen Nanopartikel hergestellt - ohne es zu wissen allerdings: In chinesischen Keramiken fanden Wissenschaftler winzige Teilchen. Japanische Samuraischwerter verdanken ihre Härte zertrümmerten Kohlenstoffmolekülen, die beim Schmieden entstanden. Heute weiß man auch, wie Nanopartikel aussehen: Sie können einige bis mehrere hundert Atome oder Moleküle enthalten: eindimensional (in Schichten), zweidimensional (Nanoleitungen, Quantendrähte) oder dreidimensional (Quantenpunkte, Nanopulver, funktionale supramolekulare Systeme). Sie können fest, flüssig oder gasförmig sein.
Der ganz entscheidende Unterschied der Nanopartikel zu größeren Teilchen ist, dass sich die bisher bekannten Eigenschaften der Materialien wie zum Beispiel Metalle außerordentlich verändern, je kleiner die Strukturen werden. Unter 20 Nanogramm benehmen sie sich nicht mehr wie Festkörper oder Kristalle - sie werden zu einer neuen Klasse von Stoffen. Grund dafür ist vermutlich, dass sich nun mehr Atome an der Oberfläche befinden, als im Inneren der Teilchen. Bei einem Durchmesser von drei Nanometern ist von 800 Atomen ein Drittel an der Oberfläche. Hier aber steckt die Energie. Elektrische Leitfähigkeit, Magnetismus, Farbe, Härte, Schmelzpunkt und Reaktionsfähigkeit variieren im Nanobereich: Verschieden große Cadmium-Tellurid-Partikel fluoreszieren in unterschiedlichen Farben, Aluminium wird hochexplosiv, Kohlenstoff härter als Stahl und ist dabei sehr leicht.
Unter bestimmten Voraussetzungen, abhängig von Energiezufuhr und Symmetriebrechung, ordnen sich Moleküle selbst in einer bestimmten Struktur an. Längliche Kettenmoleküle, etwa siliziumhaltige Silane, bauen sich auf Metall zu Molekülschichten zusammen (Self Assembling Monolayer). Diese Molekülschichten haben auch bestimmte Eigenschaften: Sie können Proteine anziehen, Wasser abstoßen oder die elektronische Struktur eines darunter liegenden metallischen Materials verändern. Wegen ihrer relativ großen Oberfläche eignen sich Nanopartikel zur Absorption, als Sensoren oder Katalysatoren. Nanopartikel wirken giftiger als in Makro-Strukturen, sie sind mobiler und können deswegen das Immunsystem und andere Körperbarrieren wie Magenwände, die Blut-Hirn-Schranke und möglicherweise die Plazenta, durchdringen. Noch ist kaum erforscht, wie sich Nanopartikel in der Umwelt - in Luft, Wasser, Boden - oder im menschlichen Körper verhalten.

Im Juni 2000 entschlüsselte das Human Genom Project das menschliche Genom. Damit wurde die Reihenfolge der über drei Milliarden Basenpaare (aus den vier Basen Adenin, Thymin, Guanin und Cytosin), die die Sprossen der DNA-Leiter bilden, bekannt. Diese Sprossen kann man wie einen Reißverschluss mittels Enzymen trennen und mit anderen wieder verbinden. Mit der Stückelung und Trennung der DNA können deren Teile als Bauteile für Nanomaschinen verwendet werden.
Kommentar ansehen
03.01.2007 22:09 Uhr von Sipo M
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
schitt - wollt den text nich von anfang: an reein kopieren, sondern den wichtigen teil.
aber hier kann man ja nix ändern, also auf ein neues.

Auch in der Lebensmittelindustrie werden bereits Nanopartikel eingesetzt. In der Verpackung dienen sie hauptsächlich dem Frischhalten der Ware: Barrieren aus chemisch veränderten Nano-Schichtsilikaten in Folien verhindern, dass Gase wie Sauerstoff eindringen oder Feuchtigkeit aus der Ware entweicht (zum Beispiel Durethan von Bayer); transparente Nano-Titandioxidpartikel absorbieren UV-Licht in Frischhaltefolien. Entwickelt werden derzeit auch Verpackungen, die die Farbe wechseln, wenn der Inhalt verdirbt oder dann entsprechend ein Konservierungsmittel abgeben. Auch an Barcodes, die bereits im Lebensmittel enthalten sind, arbeitet man. Als Lebensmittelzusätze gibt es bereits synthetisch hergestellte Carotinoide auf Nanobasis - wie Lycopene von BASF - die Limonaden, Fruchtsäften und Margarine zugesetzt werden, um sie länger frisch zu halten. Im Ketchup regulieren winzige Quarzsandkörnchen die Fließgeschwindigkeit. Die für die Zulassung zuständigen Behörden berücksichtigen dabei bei einmal zugelassenen Stoffen nicht deren Größe, beziehungsweise die dadurch veränderten Eigenschaften. Im Bereich des "Functional Food" werden in den USA bereits heute einige hundert verschiedene Arten von Mikrokapseln eingesetzt, die Vitamine, Omega-3-Fettsäuren oder andere zugesetzte Inhaltsstoffe in den Körper bringen. In Zukunft sollen Nanovehikel die Wirkstoffe direkt in die Zellen transportieren. Dies ist auch für die Kosmetikindustrie interessant, die das bei Hautcremes nutzen will. Die Firma Nestlé arbeitet dabei eng mit L´Oreal zusammen, an der sie 49 Prozent Anteile hält. Auch in der Kosmetik gibt es bei den Inhaltsstoffen keine klare Deklarierung.

http://www.pm-magazin.de/...
Kommentar ansehen
03.01.2007 22:12 Uhr von ophris
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@Sipo: Ein sehr guter Kommentar. Die Forscher gehen davon aus
dass ihre Partikel biogenen Ursprungs sind. Ebenso habe ich
die Nachricht aufgefasst. Ob die besagten Partikel eventuell
noch einen anderen Ursprung haben können, wie zum
Beispiel Assoziation mit anderen Nanostrukturen, bleibt zu
untersuchen.
Kommentar ansehen
03.01.2007 23:21 Uhr von shadow7even
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
könnte mir einer von euch: bitte mal erklären was daran jetzt so toll ist und was die da eigentlich entdeckt haben und zwar so, dass ich dafür nicht Medizin studiert haben muss.
die Forscher haben analysiert aus was nierensteine bestehen und weiter ???
mfg LH
Kommentar ansehen
04.01.2007 05:52 Uhr von Klaus Helfrich
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Nierensteine haben nun gar nichts mit vom Menschen hergestellten Nanopartikeln zu tun, zumindest steht diese Behauptung nicht im Originalartikel.

Nierensteine, daran erkranken Menschen schon seit Urzeiten, möglicherweise sind die als Nanobakterien bezeichneten Partikel eine Ursache hierfür.

Kommentar ansehen
04.01.2007 11:50 Uhr von ophris
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@shadow: man kann nicht sagen daß daran jetzt etwas toll ist, oder
nachteilig wird. Das einzige daß man sagen kann ist daß
neben den klassischen Nierensteinen noch diese Nanopartikel
existieren, von denen bislang unbekannt ist woher sie
eigentlich stammen. Die Partikel können etwas mit der
Krankheit zu tun haben, sie können aber auch bloss Abfall
sein.

Bei diesen Partikeln handelt es sich jedenfalls nicht um
technologisches Material, wie von vielen in diesem Forum
fälschlicherweise angenommmen wird.
Kommentar ansehen
04.01.2007 18:49 Uhr von Nessy
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Also: "Etwa zehn Prozent der Bevölkerung seien von der Krankheit betroffen"

das halte ich für bedenklich !!!
Kommentar ansehen
05.01.2007 21:12 Uhr von ophris
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@nessy: bei den Nierensteinen weiss man eigentlich zu wenig um sie
mit irgendwas krankmachendem irgendwie in Verbindung zu
bringen. Ich kann mir vorstellen das mechanische
Verletzungen der Niere sehr negativen Einfluss haben können.
Trotzdem wird dabei eher im dunkeln gefischt. Zu wenig Salz
im Körper - zu viel Salz im Körper?

Refresh |<-- <-   1-11/11   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


Copyright ©1999-2017 ShortNews GmbH & Co. KG

Die News auf dieser Website werden eigenverantwortlich von Nutzern erstellt. Die Shortnews GmbH & Co. KG nimmt keinen redaktionellen Einfluss auf die Inhalte.

impressum | agb | archiv | usenet | zur mobilen Ansicht
SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

München: Schwarzfahrer widersetzt sich den Sicherheitsbeamten
Gerichtsurteil bestätigt: WhatsApp zu nutzen kann strafbar sein
Die Nintendo Switch hat ein Savegame-Problem


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?