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Wieder gute Nachrichten vom Arbeitsmarkt: ca. 600.000 mehr Jobs als Ende 2005

Positive Nachrichten vom Arbeitsmarkt: Ende 2006 waren ca. 600.000 Menschen weniger arbeitslos als noch vor einem Jahr. Dabei erhöhte sich die Zahl der Erwerbstätigen im Laufe des Jahres um 426.000.

BA-Chef Weise macht für den Rückgang vor allem vorgezogene Aufträge für Handwerker im Zuge der Mehrwertsteuererhöhung und das milde Wetter verantwortlich.

Erfreulich für den Finanzminister: Die große Mehrheit der neu geschaffenen Stellen sind sozialversicherungspflichtig, mit den Einnahmen von ca. 400.000 Personen kann er nun rechnen.


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WebReporter: Cpt.Proton
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Arbeit, Ende, Job, Arbeitsmarkt
Quelle: www.zeit.de

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5 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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03.01.2007 14:27 Uhr von Cpt.Proton
 
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Gute Sache, viele Prognosen gehen ja dahin, daß 2007 der Aufschwung am Arbeitsmarkt ankommt. Das hier scheint der Anfang zu sein... :D
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03.01.2007 15:31 Uhr von 666leslie666
 
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Wers glaubt: ist seelig...
600.000
Ist exakt die Zahl an 1 Euro Jobbern die dazugekommen ist.. ;-)
Schönrechnen ist ja soooo geil..
Genauso wie Geiz,der diesen ganzen Scheiss verursacht.
-->http://shortnews.stern.de/...
->>http://shortnews.stern.de/...

Schööönsaufen noch viel geiler.. ;-)

Mlg jp
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03.01.2007 15:52 Uhr von Troll-Collect
 
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Abwarten: Immerhin ist der Trend Arbeitsplatzvernichtung der letzten Jahre scheinbar zumindest gebremst. Es ist aber (trotz frisierter Statistik) gerade der Stand von 2002 erreicht - und für den blühenden Arbeitsmarkt war die Ära Schröder nicht gerade berühmt.
Selbst wenn man die optimistischen 600000 Jobs der News (hierzu nachfolgend mehr) nimmt - dann beträgt die reale Arbeitslosigkeit (bezogen auf die Wirtschaftswoche Untersuchung) immer noch 7 Millionen.

Besonders repräsentativ sind die Dezemberzahlen jedenfalls nicht. Bezogen auf den Dezember 2005 sind durch das milde Wetter und den Mehrwertsteuereffekt die Unterschiede besonders groß.
Im Jahresdurchschnitt 2006 sehen die Zahlen etwas anders aus http://www.destatis.de/...

Saisonbereinigt ist die Arbeitslosenzahl im Dezember nur um 108000 gesunken - und das inklusive Ein-Euro-Jobber und herausdefinierter Arbeitsloser.

Überhaupt wird der Anstieg der Erwerbstätigenzahlen zum großen Teil durch Ein-Euro-Jobber und prekäre Beschäftigungen (Mini-, Midi-Jobs, Armutslöhne) getragen.
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03.01.2007 17:08 Uhr von eros007
 
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Troll-Collect: Zu den Daten von destatis, nach denen im Jahresschnitt "nur" 258.000 mehr Leute erwerbstätig sind:
1. Die Zahl der Erwerbspersonen, also der Leute, die arbeiten wollen, geht wegen der demographischen Entwicklung zurück. Mehr alte Leute verlassen den Arbeitsmarkt als junge Leute und Einwanderer dazukommen.
2. Viele Leute verlassen Deutschland und suchen Arbeit etwa in Nachbarländern

Diese zwei Gründe führen dazu, dass die Zahl der Erwerbslosen stärker zurückging als die Zahl der Erwerbstätigen stieg. In dieser Hinsicht ist auch die News etwas schwammig formuliert. Die Arbeitslosigkeit im Dezember ging um 600.000 zurück, neue Jobs gab es aber nur 428.000.

Noch was, Troll-Collect:
"Saisonbereinigt ist die Arbeitslosenzahl im Dezember nur um 108000 gesunken"

Das bezieht sich auf den Vergleich zum Vormonat November! Wenn die Zahl das ganze Jahr über saisonbereinigt um 108.000 zum Vormonat schrumpfen würde, hätten wir nach einem Jahr immerhin 1,3 Millionen Arbeitslose weniger. Die Politik und nicht nur die würde in Freude ausbrechen, wenn es denn "saisonbereinigt" immer 108.000 Arbeitslose weniger wären...

Natürlich ist was dran, dass das gute Wetter und der Konsumsturm wegen der 3 Prozentpunkte Mwst. die Zahl geschönt haben und deshalb im saisonbereinigten Vergleich sich dennoch eine zu gute Zahl eingeschlichen hat...

Dass der Anstieg v.a. durch niedrige Löhne gekennzeichnet ist, stimmt sicher auch zum Teil. Da wäre es gut, wenn mal jemand eine Statistik machen würde. Zum Beispiel ein gewisser Herr Kreutzer, der mit Negativ-Statistiken ja Erfahrung hat... :-)
Mich würd´s interessieren, wie viel da wirklich dran ist.
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03.01.2007 18:15 Uhr von Troll-Collect
 
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@eros: "Die Zahl der Erwerbspersonen, also der Leute, die arbeiten wollen, geht wegen der demographischen Entwicklung zurück."
Im Moment sind noch die geburtenstarken Jahrgänge auf dem Arbeitsmarkt. Der von dir beschriebene Effekt wird erst ab in ca. 10 Jahren erwartet.

"neue Jobs gab es aber nur 428.000."
Von denen noch dazu ein großer Teil Ein-Euro-Jobs sind. Im Oktober/November waren etwa rund 1/3 der offenen Stellen solche "Arbeitsgelegenheiten"

"Dass der Anstieg v.a. durch niedrige Löhne gekennzeichnet ist, stimmt sicher auch zum Teil. Da wäre es gut, wenn mal jemand eine Statistik machen würde. "
Da reichen ganz normale Quellen. Geben es zwar nicht 1:1 wieder, jedoch kann man einen eindeutigen Trend erkennen:

"Vollzeit, unbefristet, fest angestellt - das typische Normalarbeitsverhältnis ist immer stärker der Konkurrenz ausgesetzt. Millionen Erwerbstätige arbeiten heute in Teilzeit, Minijobs, befristet, als Leiharbeitnehmer oder selbstständige Miniunternehmer."
http://www.monapoli.de/...

"Eine Stelle reicht nicht zum Leben
Millionen Deutsche können nur mit mehreren Jobs überleben. Häufig haben sie neben ihrer eigentlichen Arbeit noch einen Mini-Job."
http://www.sueddeutsche.de/...

"Leiharbeit, Minijobs, befristete Verträge: Billigarbeit ist auf dem Vormarsch. Laut einer neuen Untersuchung der IG Metall ist allein in ihrem Organisationsbereich jeder vierte Arbeitnehmer unter 30 Jahren in einem so genannten prekären Arbeitsverhältnis angestellt."
http://www.spiegel.de/...

Gestückelte Arbeitszeit an den Kassen
http://www.boeckler.de/...

Entwicklung der Zahl der sozialversicherungspflichtigen und geringfügigen Beschäftigung 2000 bis 2005
http://www.sozialpolitik-aktuell.de/...

Anhaltend hohe Stille Reserve: Registrierte Arbeitslosigkeit zeigt nur Teil des Problems der Unterbeschäftigung
http://www.sozialpolitik-aktuell.de/...

Beschäftigungsentwicklung: Abnahme sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung - Zunahme irregulärer Beschäftigungsverhältnisse
http://www.sozialpolitik-aktuell.de/...

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