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Wissenschaftler warnen vor Fehlinterpretation von "kontrolliertem Trinken"

Eine Studie von Ärzten der Harvard-Universität brachte es an den Tag. Moderater Alkoholkonsum erhöht nicht den Blutdruck der Probanden. Die Wahrscheinlichkeit eines Herzinfarkts werde durch regelmäßiges Trinken in Maßen tendenziell sogar gesenkt.

Maximal zwei Drinks oder 0,8 Liter Bier pro Tag gelten als Obergrenze. Bei Frauen liegt das Maximum rund 50 Prozent darunter. Alkohol verdünne das Blut und wirke sich positiv auf das HDL-Cholesterin aus, glauben die Wissenschaftler zu wissen.

Von den 12.000 Männern, die in Harvard zwischen 1986 und 2002 ihre Trink- und Lebensgewohnheiten dokumentierten, starben bis heute 653 an einem Infarkt. Aus der Gruppe der regelmäßigen Alkoholtrinker gab es weniger Infarktopfer.


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WebReporter: Ralph_Kruppa
Rubrik:   Gesundheit
Schlagworte: Wissenschaft, Wissen, Trinken
Quelle: www.sueddeutsche.de

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22 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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02.01.2007 19:19 Uhr von Ralph_Kruppa
 
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Bevor jetzt alle „Alkohol für alle“ schreien, noch eine kritische Ergänzung. Die Studie definiert die als „gemäßigtes Trinken“ bezeichnete Alkoholmenge über einen Tag. Das hört sich nicht wirklich nach großen Alkoholmengen an. Vollrausch ist auch bei Bluthochdruck alles andere als optimal für den Körper, so viel dürfte aber auch klar sein.
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02.01.2007 21:37 Uhr von marshaus
 
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hier: in england steht auf den flaschen die menge....units die man pro tag haben darf ....die menge darueber ist gesundheitsgefaehrdend
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02.01.2007 23:04 Uhr von borgir
 
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0,8 liter bier: pro tag würde ich als alkoholsucht einstufen (natürlcih nur über einen längeren zeitraum, die leber findet das aber auf keinen fall gut über einen langen zeitraum)
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02.01.2007 23:11 Uhr von silent_warior
 
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@ Ralph_Kruppa: @ Ralph_Kruppa
Du schriebst: "Aus der Gruppe der regelmäßigen Alkoholtrinker gab es weniger Infarktopfer."

Du hättest schreiben sollen:
"In der Gruppe die regelmässig aber wenig trinkt, gab es weniger Infarktopfer als in der Gruppe die regelmässig viel trinkt."

oder so:
wenig trinken = wenige Infarktopfer
viel trinken = viele Infarktopfer
_____________________________________________
Nochwas ...
Raucher bekommen seltener einen Herzinfarkt.

Wenn er aber kommt, dann mit voller Wucht.
(Ein gesunder Mensch hat viele Herzinfarkte in seinem Leben)

Zitat von Nietsche:
- Trau niemals einer Statistik die du nicht selber gefälscht hast.
_____________________________________________
Und jetzt analysiere ich das mal... :-)

>Zitat<: "Insgesamt erlitten 653 der Männer einen Infarkt.

In der Gruppe derjenigen, die täglich ein oder zwei Drinks zu sich genommen hatten, traten weniger Infarkte auf als bei denjenigen, die mehr tranken.

Gelegentliche Trinker, die nur zwei- oder dreimal in der Woche Alkohol zu sich nahmen, hatten kein geringeres Risiko für Herzerkrankungen als diejenigen, die abstinent blieben."
>Zitat ENDE<
_______________________________________________
Alles kurz und knapp hinschreiben:

1. Infarktwahrscheinlichkeit:
(täglich 1-2 Drinks ) < (täglich 2-10 Drinks)
(wöchentlich 1-2 Drinks) = (keine Drinks pro Woche)

2. Für mich heißt das folgendes:
- Je weniger Alkohol ein Mensch zu sich nimmt, desto geringer ist sein Infarktrisiko.

3. In der Quelle (Harvard-Analyse) steht nicht direkt drin wie das Verhältniss zwischen
abstinentler/ganz wenig trinker
und
Vieltrinkern/sehr viel Trinker ist, aber wenn man bei "1. Infarktwahrscheinlichkeit" nachschaut kann man es sehen.

Ergebniss: Die Leute aus Harvard haben die Analyse für die Spirituosen-Industrie gemacht.
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03.01.2007 02:06 Uhr von ThomasHambrecht
 
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Ich warne vor Wissenschaftler es gibt Leute die trinken täglich ihr 3 Viertelchen Wein oder ihre 3 Bier - aber nur nach 22:00 Uhr.
Ich betrachte das nicht als Sucht - sondern als liebe Gewohnheit, oder Genuss.
Diese Leute sind deshalb auch nicht krank und verhalten sich auch nicht assozial.

Interessant wäre es herauszufinden, warum manche Leute nicht bei dieser Menge bleiben können und abstürzen - also keine Grenze haben.
Sucht beginnt (nach meiner Defination) wenn jemand - heimlich - trinkt und schon am Tage mit Trinken beginnt.
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03.01.2007 08:39 Uhr von vst
 
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jeden tag ein viertel rotwein: dasisdiemenge *hicks* dieichfür *rülps* unbedenklichhalte
:-)
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03.01.2007 12:06 Uhr von Johnny Cash
 
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Jemanden: zu beschuldigen er hätte ein Alkoholproblem wenn er 2 Biere (2x 0,5l) täglich trinkt halte ich für übertrieben.

Man muß eben wissen wieviel man trinken sollte. Richtlinien passen nicht auf jeden Menschen.
------------------------------------------------------------------------

Wo ist eigentlich Herr 666? ;-)

Seine Hass Tiraden fehlen mir irgendwie
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03.01.2007 13:16 Uhr von Garviel
 
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Ich trinke im Schnitt: zwei Halbe pro Tag. Alkoholkrank fühle ich mich deswegen nicht, und mein Internist hat mír kürzlich bestätigt, dass meine Leber jünger aussieht als ich selbst.
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03.01.2007 13:21 Uhr von Klaus Helfrich
 
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@ Garviel: Den endgültigen Befund deiner Leber kann am besten der Pathologe feststellen *FG*
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03.01.2007 13:30 Uhr von hady
 
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@ Garviel: "(...) dass meine Leber jünger aussieht als ich selbst."

Naja, wenn du 30 bist, aussiehst wie 50 und die Leber eines 40-Jährigen hast, dann wäre ich an deiner Stelle nicht so begeistert. :-)
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03.01.2007 20:28 Uhr von Mephisto92
 
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Titel??? Der Titel und die News sind vollkommen Verschiedene Aussagen das einzige was sie gemeinsam haben ist das es um Alkohol geht
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03.01.2007 21:23 Uhr von Ralph_Kruppa
 
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Mephistu - Widerspruch: Danke für Deine Kritik.
Streng genommen ist Deine Argumentation sogar nachvollziebar, ich wollte jedoch die absolute Kernaussage in den Titel nehmen, das scheint mir aber nicht wirklich gelungen.

Oder Deine "2" ist eine viel zu harte Bewertung. Aber dass zu beurteilen, bin ich nicht objektiv genug.
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03.01.2007 23:51 Uhr von Mr.Stanley
 
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Ja vorallem der letzte Absatz ist doch mal interessant. "Aus der Gruppe der regelmäßigen Alkoholtrinker gab es weniger Infarktopfer."

schön =)
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04.01.2007 06:01 Uhr von Klaus Helfrich
 
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Schlecht zusammengefasst: Geschwafel und leider fehlen wichtige Aussagen des Originalartikels, zum Beispiel:

"Forscher aus Bordeaux

Frühere Studien haben gezeigt, dass mäßiger Alkoholkonsum das Risiko für diese Krankheiten vermindern kann. Verschiedene Erklärungen werden diskutiert. Einerseits erhöht Alkohol die Konzentration des ,,guten‘‘ HDL-Cholesterins im Blut, das für den Abstransport von Fetten zuständig ist.

Zudem gibt es Hinweise darauf, dass Alkohol das Blut verdünnt und die Wände der Blutgefäße elastischer bleiben, wenn mäßig, aber regelmäßig Alkohol getrunken wird. All dies könnte dazu beitragen, dass die Adern nicht so schnell verkalken und sich zusetzen.

Es gibt allerdings auch Kritik an den Untersuchungen, die positive Wirkungen des Alkohols bestätigen und in denen um gesundheitlich unbedenkliche Grenzwerte für das Trinken gerungen wird. Dass nicht wenige Studien von Wissenschaftlern stammen, die in der Region um Bordeaux, im Chianti oder nahe des Napa Valley forschten, beweist zwar nicht, dass die beschriebenen segensreichen Effekte des Alkohols falsch sind.

Generell sind Beobachtungsstudien über Ess- und Trinkgewohnheiten jedoch von begrenzter Aussagekraft, da es zu viele weitere Einflüsse auf Herz und Kreislauf gibt. ,,Definitiv wird man den Zusammenhang zwischen Krankheit und Ernährung niemals aus einer Studie ableiten können‘‘, sagt Victor Kipnis vom Nationalen Krebsinstitut der USA.

Schwer wiegt auch der Vorwurf, den der neuseeländische Mediziner Rod Jackson im Jahr 2005 in der Fachzeitschrift Lancet erhoben hat. Demnach hätten viele Forscher wissenschaftliche Standards missachtet, weil sie an die günstigen Folgen des Alkohols glauben wollten - und nicht weil sie eindeutige Beweise dafür hatten.

Beispielsweise seien beim Vergleich von gemäßigten Trinkern und Abstinenzlern in einigen Studien auch ehemalige Trinker zu den Abstinenzlern gezählt worden. Das habe die Statistik verzerrt, denn diese Abstinenzler hatten das Trinken aufgegeben, weil sie inzwischen über etliche Krankheiten klagten. ,,In keiner Dosis ist der Nutzen des Alkohols größer als der Schaden‘‘, sagte Jackson entschieden. ,,Es gibt eben nichts umsonst.‘‘


Frage am Rande: Du trinkst gerne Alkohol, Ralph Kruppa?
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04.01.2007 09:51 Uhr von maexx
 
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04.01.2007 10:34 Uhr von Garviel
 
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@bonsaitornado1: Neben einer fehlenden Gewöhnung würde ich in dem Fall bei dir sogar auf eine Alkoholallergie (doch, die gibt´s wirklich!) tippen. Kannte mal so einen Fall, ist wirklich nicht lustig...

@hady / @Klaus: Ihr habt natürlich Recht, ihr Schlingel ;-)
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04.01.2007 13:01 Uhr von JQ
 
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Die Studie kann man vergessen Kleine Denkaufgabe: Es gibt Völker, die nie was von Alkohol gehört, geschweige getrunken habe und leben deutlich länger als als Durchschnittsbürger...Warum ist das so???

Ich bin klar gegen Alkohol! Jeder Körper reagiert anders. Solche und ähnliche Studien sind immer für die Katz! Wenns einen erwischt, isses halt so. Da kann der Alk auch nicht mehr helfen...Im Gegenteil: Es fördert sogar ein früheres Ableben als erwartet!

Denn mit Alkohol:

- ist man rücksichtsloser
- hemmungsloser und unsinnig risikobereit
- gefährdet sich und andere unnötigerweise

Es gibt sicherlich noch mehr dagegen zu sagen, aber die meisten wollen es ja net lesen, hören!

Aber solche Diskussionen haben nie gefruchtet...

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04.01.2007 13:06 Uhr von vst
 
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genau: und in der nachbarschaft lebte einer, der hatte nie sex, nie geraucht und nie alkohol getrunken und ist mit 1 jahr gestorben
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04.01.2007 13:14 Uhr von JQ
 
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@ vst: Naja, Du gehörst wohl zu denen, die gern alles auf andere schieben!

Und wenn das wirklich so war, das mit dem 1 jährigen, bist Du meiner Meinung nach schon ein bissl krank. Sowas zu sagen ist unterteste Schublade, mann!

Aber Leute mit solchen Aussagen haben es eh schwer sich zu beweisen, weil sie nun mal auf das Leiden anderer Aufbauen.
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05.01.2007 21:47 Uhr von silent_warior
 
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Du verstehst das nicht !

Wenn ich anfange zu argunentieren weshalb mein Kumpel die Finger von Nikotin/Alkohol lassen soll, dann kommt immer das Argument: "Es gibt einen ... der hat immer Alkohol getrunken und viel geraucht und ist über 80."

vst hat das alles einfach mal invertiert und die Aussage ist ähnlich/gleich.

Die erste sagt: Sich wie ein Schwein benehmen und alt werden.
Die zweite sagt: Ein Engel in Person sein und immer nur Pech haben.

Aber hey, die Leute betrügen sich selbst.
Wenn man versucht mit jemanden zu reden, der augenscheinlich von dem Alkohl nicht mehr weg kommt, dann ist man ganz schnell eine unbeliebte Person.

@ all
Wenn man jeden Tag Alkohol trinkt, dann ist Mann/Frau (meiner Meinung nach) Alkoholkrank.
Wenn diese Person einen Monat mal aussetzen kann, dann glaub ich ihr dass sie nicht krank ist.
Also Leute, versucht mal 1 Monat ohne auszukommen und dann könnt ihr sagen: "Ich bin kein Alki ! " .
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06.01.2007 00:30 Uhr von borgir
 
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@silent warrior: ein ein-monatiges-abstinent-sein heißt nicht, dass man nicht süchtig ist, ich erinnere an die quartalstrinker, die hochgradig abhängig sind und trotzdem nur alle paar wochen oder monate saufen....
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09.01.2007 21:23 Uhr von Nessy
 
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Wie jetzt ??? "Maximal zwei Drinks oder 0,8 Liter Bier pro Tag gelten als Obergrenze."

Mehr nicht !!! Naja, ich bleib da dann lieber doch bei Eistee *gg*

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