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Schavan will dafür sorgen, dass weniger Schüler die Schule abbrechen

In der "Rheinischen Post" sagte die Bildungsministerin Annette Schavan, dass sie dafür sorgen will, dass weniger Schüler die Schule abbrechen. Momentan brechen rund zehn Prozent der Schüler die Schulausbildung ab.

Diese Zahl will die Ministerin um die Hälfte senken. Dazu will sie eine Bund-Länder-Offensive starten.

Im Zuge dieser Offensive soll das Hauptaugenmerk auf die technischen Fächer gelegt werden, um die Schüler näher an die Berufe zu führen.


WebReporter: hans_peter002
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Schüler, Schule
Quelle: de.news.yahoo.com

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24 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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02.01.2007 22:13 Uhr von Snaeng
 
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Warum Und warum legen sie nicht endlich das Hauptaugenmerk auf die völlig überforderten Lehrkräfte und das veraltete System?
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02.01.2007 22:32 Uhr von Noktal
 
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@ Snaeng: Da mehr Lehrkräfte mehr Geld kosten als den Unterricht ein klein wenig umzustrukturieren ;)
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02.01.2007 22:50 Uhr von swald
 
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Snaeng: Yep das System muss einfach härter werden, in Anlehnung an die Anforderungen des Berufslebens. Ganztagsschule...
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02.01.2007 23:59 Uhr von Snaeng
 
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@ Die zwei vor mir: Es muss nichtmal härter werden.. nur eben individueller. Langsam und schnell lernende Schüler werden einfach zusammen geworfen und müssen sich am Tempo anpassen. Viele langsame Schüler kommen oft nicht mehr hinter her, um diese müsste man sich mehr kümmern. Und schnell lernenden Schülern sollte die Möglichkeit geboten werden, auch wirklich schneller zu lernen. Und ich spreche hier nicht vom äußerst seltenen Fall eine ganze Klasse zu überspringen.
Aber damit kommen wir ja auch gleich zu dem, was Noktal sagte: Es kostet mehr Geld. Und genau dieses wird nicht ausgegeben, gerade an der Stelle wo es so nötig ist. Es wird lieber verschwendet..
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03.01.2007 00:21 Uhr von jesse_james
 
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@swald: Wenn du dieses Land restlos und vollends zugrunde richten willst dann führe ruhig bundesweit Ganztagsschulen ein.

Menschen die von Kindesbeinen an darauf gedrillt werden nur für die Arbeit zu leben, die werden zwar für ein untertäniges Volk predestiniert sein, aber diese Gesellschaft nicht mehr retten können.

Und Politiker wünschen sich nichts sehnlicher als Bürger die nur blinde folgen und keine Fragen stellen !




@all

Nebenbei gesagt, wie kommt Frau Schavan auf die Idee das die technischen Berufe in Zukunft die einzigen sein werden in denen die "Musik" spielen wird ?

Sind Berufe in denen es um die Versorgung und Betreuung von Menschen geht in Zukunft OUT ?
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03.01.2007 00:52 Uhr von isern
 
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@jesse_james: Was kann die Schule denn schon über die Betreuung von Menschen vermitteln? Von den Elternhäusern in diesem Bereich begangene Fehler können Schulen nicht ausbessern.
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03.01.2007 01:28 Uhr von jesse_james
 
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@isern: Ist das deine Einstellung dazu das man soziale Kompetenzen nicht mehr in einer Schule vermitteln soll, nur weil die Eltern dazu unfähig sind ?

Damit züchtet man künstlich noch wesentlich unfähigere zukünftige Eltern heran die dann noch weniger soziale Kompetenzen besitzen um ihre eigenen Kinder richtig erziehen zu können, ganz abgesehen von der eigenen Wegfindung im späteren beruflichen Leben !
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03.01.2007 01:59 Uhr von swald
 
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Snaeng: " Es muss nichtmal härter werden.. nur eben individueller. Langsam und schnell lernende Schüler werden einfach zusammen geworfen und müssen sich am Tempo anpassen."

Klar stimmt schon, aber dafür haben wir eigentlich die verschiedenen Schulformen.

" Viele langsame Schüler kommen oft nicht mehr hinter her,"

Das hat in der Regel zwei Gründe:

1. Die Schüler sind in der falschen Schulform.
2. Sie haben andere Interessen als Schule.
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03.01.2007 02:01 Uhr von swald
 
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jesse_james: "Wenn du dieses Land restlos und vollends zugrunde richten willst dann führe ruhig bundesweit Ganztagsschulen ein."

Was spricht den dagegen, welche Länder gingen daran bisher zu Grunde?

"Menschen die von Kindesbeinen an darauf gedrillt werden nur für die Arbeit zu leben, die werden zwar für ein untertäniges Volk predestiniert sein, aber diese Gesellschaft nicht mehr retten können."

Aber die 16-Jährigen die in der 7. Klasse Klasse sagen Scheiß auf die Schule. Einen Abschluss brauch ich nicht sagen werden uns retten???
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03.01.2007 03:59 Uhr von The_free_man
 
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Das deutsche Schulsystem braucht ne Komplettsanierung.
Da hilft kein Flicken.
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03.01.2007 05:45 Uhr von Katatonia
 
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@swald: >>Das hat in der Regel zwei Gründe:

1. Die Schüler sind in der falschen Schulform.
2. Sie haben andere Interessen als Schule.<<

1. Es gibt in jeder Schulform gute und schlechte Schüler. Es sind eben nicht alle gleich. Genauso wie es in der Bundesliga eben nicht nur gute Mannschaften gibt. Nur weil irgendwo 1. Liga draufsteht, heißts nicht, es wären alle Spitze. So ist das eben. Und aus dieser simplen Logik heraus, machen auch Trennungssysteme wie hierzulande null Sinn.
2. Natürlich haben sie andere Interessen. Wer interessiert sich auch schon für dieses abgewrackte vermüllte Chaos namens deutsches Schulwesen? Genau dort, wo selbst engagierten Schülern die absolute Lust genommen wird. Dort, wo nicht gefördert, aber ordentlich gefordert wird oder auch garnichts von Beiden. Dort, wo Lehrer keinen Sinn für Pädagogik besitzen, nichtmal, wenn sie selbst dieses Fach unterrichten.

>>Aber die 16-Jährigen die in der 7. Klasse Klasse sagen Scheiß auf die Schule. Einen Abschluss brauch ich nicht sagen werden uns retten??? <<

Würden sie richtig herangebildet werden, natürlich. Es ist unser Humankapital, was die Gesellschaft, der Staat sinnlos verpulvert.
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03.01.2007 08:10 Uhr von muhkuh2k6
 
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So schlecht isses nun auch nicht oO: Das ist schon richtig was Frau Schavan da sagt.
Der Fokus muss mehr auf den "Dingen des Alltags" liegen, etwas was auch für den Berufs nützlich ist..

ich hab gelernt n dreieck auf 10 verschiedene arten zu berechnen, was bringt mir das ??
Genauso wie ich in der 10.(!!!) Klasse in Arbeit/Wirtschaft gelernt hab wie n Bauernhof funktioniert..

Es müssen Dinge unterrichtet werden, die im Leben auch ma gebraucht werden.
Das Thema Präsentationen zum Beispiel hatte ich nie wirklich, erst in der Ausbildung (übrigens nur 2 Bewerbungen geschrieben, wer arbeit sucht der findet..) hab ich sowas dann gelernt.

Sicher kann man nicht alles unterrichten in der Schule was wichtig wäre, aber ich glaube nicht, dass es irgendwann mal wichtig sein sollte, dass ich weiß, dass in Tansania täglich 200 Rinder sterben^^

Achja in der Grundschule hatte ich früher Heimat und Sachkunde. Das fand ich immer Klasse.
Hab mir auch n ganz gutes Allgemeinwissen angeeignet, leider zum Großteil kein Verdienst der Schule.
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03.01.2007 10:52 Uhr von swald
 
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Katatonia: "So ist das eben. Und aus dieser simplen Logik heraus, machen auch Trennungssysteme wie hierzulande null Sinn. "

Nur durch Zusammenlegung wird die Qualität nicht steigen. Siehe integrierte Gesamtschule, die war zu ´meist ein absoluter Reinfall.

"Natürlich haben sie andere Interessen. Wer interessiert sich auch schon für dieses abgewrackte vermüllte Chaos namens deutsches Schulwesen?"

Ich erwarte nicht das man es liebt so wie es ist, jedoch sollte man soweit damit zurecht kommen das ein den Fähigkeiten entsprechender Schulabschluss rauskommt. Es gibt immer mal Lehrer und Inhalte die einem nicht liegen, da ist Anpassung von Seiten des Schülers gefragt.

"Würden sie richtig herangebildet werden, natürlich. "

Das sind Versämnisse der Schulen, aber vorallem auch der Eltern.
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03.01.2007 10:56 Uhr von Garviel
 
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Ein gewisser Praxis- bzw. Berufsbezug: ist in manchen Fächern oder sogar ganzen Schularten sicher hilfreich - vieles lernt sich leichter, wenn man Bezüge zur außerschulischen Realität sieht. Aber wie will man schon jetzt voraussagen, was in 10 Jahren wirklich gebraucht wird, ohne in sinnlosen Aktionismus zu verfallen? Da finde ich das Prinzip der vertieften Allgemeinbildung mit der Möglichkeit, individuelle Akzente nach Interessenlage zu setzen, wie wir es derzeit im Kurssystem der gymnasialen Oberstufe haben, doch wesentlich sinnvoller. Ich hab z.B. Statistik im Mathe-Grundkurs gehabt - "gebraucht" hab ich es danach nie mehr. Einige meiner Jahrgangskollegen dagegen schon - und weil eben auch aus noch so kleinen Klassen und Kursen ganz unterschiedliche weitere Bildungswege hervorgehen, KANN die Schule gar nichts anderes tun, als möglichst vielen Schüler(inne)n möglichst viel nutzbares "Basiswissen" mitzugeben.
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03.01.2007 12:13 Uhr von Johnny Cash
 
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@ muhkuh2k6: Es gibt auch welche die müssen heute 150 Bewerbungen schreiben und bekommen keine Stelle. Nicht von sich auf andere schließen.
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03.01.2007 15:27 Uhr von ArrowTiger
 
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Ist Arbeit der Hauptzweck des Lebens? Mehr Praxisorientierung ist sicher nicht schlecht. Aber Arbeit ist sicher nicht alles; was in der Bildung heute m.E. eindeutig zu kurz kommt, sind geisteswissenschaftliche Fächer. Ohne diese wird es uns auch künftig an kreativen Köpfen und Denkern mangeln...
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03.01.2007 19:04 Uhr von Katatonia
 
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@swald: >>Nur durch Zusammenlegung wird die Qualität nicht steigen. Siehe integrierte Gesamtschule, die war zu ´meist ein absoluter Reinfall.<<

Du verwechselst da etwas. Was du meinst, ist die Kooperative Gesamtschule, die in Deutschland bisher hauptsächlich Anwendung findet. Die integrierte findet in Deutschland kaum bis garkeine Anwendung. Diese existiert aber in den nördlichen Staaten und vielen anderen in ähnlichen Formen.

>>Ich erwarte nicht das man es liebt so wie es ist, jedoch sollte man soweit damit zurecht kommen das ein den Fähigkeiten entsprechender Schulabschluss rauskommt. Es gibt immer mal Lehrer und Inhalte die einem nicht liegen, da ist Anpassung von Seiten des Schülers gefragt.<<

Dieser dem Fähigkeiten entsprechender Schulabschluss ist aber in diesem System aufgrund fehlender individueller Bildung überhaupt nicht möglich. Anpassung von Seiten des Schülers ist stark begrenzt. Lernen funktioniert nur mit einem gewissen Faktor Spaß, sonst bleibt die Motivation völlig auf der Strecke und das ist bei vielen Schülern heute der Fall. Die Schule vermittelt überhaupt keine Motivation mehr, im Gegenteil, sie demotiviert. Das ergibt eine hohe Schulabbrecher- und Schulschwänzerquote.
Du selbst tust auch nichts, was du nicht gerne tust. Und wenn du gezwungen wirst, machst du es auch nur widerwillig. Ein junger Mensch reagiert hier noch viel weit sensibler. Es ist ein Kind und kann nicht abschätzen, was später im Leben mal wichtig sein soll. Wäre auch schlimm.

Ich selbst spreche aus eigener Erfahrung. Selbst Fachschulen haben einen miserablen Bildungsplan. Die Lehrer selbst sind unfähig, pädagogisch wertvoll Stoff zu vermitteln. So ist dies auch auf Universitäten. Das zieht sich durch das ganze Bildungssystem.

>>Das sind Versämnisse der Schulen, aber vorallem auch der Eltern.<<

Die Eltern sind auch nur Opfer des Systems. Schließlich krankt das System schon seit mehr als 40 Jahren in der BRD. Das sind mehrere Generationen, die natürlich heute noch genauso gehandycapt sind und dieses auch an ihre Kinder weitergeben. Hier einzuschreiten mag einzig allein das Bildungssystem zu können. Dieses kann man ändern. Das Denken, die Entwicklung der Menschen und die Mentaliät nicht wirklich. Und wenn, dann ist letzteres ein zehnmal längerer Weg.
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03.01.2007 19:05 Uhr von christi244
 
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Frau Schavan nu wieder wie will sie das denn hinkriegen?

Bildungsniveau runter oder Eltern- und Lehrerschaft an die Kandarre? Nur so nämlich würde es funktionieren!
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03.01.2007 23:24 Uhr von swald
 
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Katatonia: "Die integrierte findet in Deutschland kaum bis garkeine Anwendung. Diese existiert aber in den nördlichen Staaten und vielen anderen in ähnlichen Formen."

Nö verwechsle ich nicht, ich war (okay ist 15 Jahre her) auf einer solchen.

"Lernen funktioniert nur mit einem gewissen Faktor Spaß, sonst bleibt die Motivation völlig auf der Strecke und das ist bei vielen Schülern heute der Fall."

Mit spaß kann jeder lernen, es fehlt bei denen die ich kenne die Bereitschaft, die Kids sind es gewohnt immer alles gemacht zu bekommen und werden selten richtig gefordert.

14 wenig/unmotivierten Hauptschulabrecher landen Jährlich bei mir in der Maßnahme und werden mit Druck zum lernen gebracht und das funktioniert, über die daraus entstehenden Erfolgserlebnisse entsteht dann im Idealfall eine Eigenmotivation....

"Hier einzuschreiten mag einzig allein das Bildungssystem zu können. "

Ganz deiner Meinung.
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04.01.2007 04:39 Uhr von Katatonia
 
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@swald: >>Nö verwechsle ich nicht, ich war (okay ist 15 Jahre her) auf einer solchen.<<

Und wie war das System gegliedert? Sämtliche Länder an der PISA Spitze haben eine Art integrative Gesamtschule. Scheinbar hat es an deiner Schule damals nicht funktioniert, weil man schlichtweg keine Ahnung von seinen Aufgaben hatte. Oder?

Ich zweifle jedoch deutlich an deiner Aussage, weil es vor 15 Jahren kaum andere Schultypen als die 3 Gliederungen + die kooperative Gesamtschule (die 3 Systeme auf einer Schule) gab. Erst vor kurzem haben die Länder ihr Bildungssystem für Alternativsysteme geöffnet. Deine Schule muss einzigartig gewesen sein.

>>Mit spaß kann jeder lernen, es fehlt bei denen die ich kenne die Bereitschaft, die Kids sind es gewohnt immer alles gemacht zu bekommen und werden selten richtig gefordert.<<

Eben, mit Spaß kann jeder lernen. Das ist die Devise und fasst auch entgegen deiner Aussage die Bereitschaft ein. Wenn ich Spaß habe, bin ich auch motivert engagiert und bereitwillig mitzuarbeiten. So wie es in einer Firma auch laufen sollte. Erst das erhöht die Produktivität. Spaß begrenzt sich auch nicht nur auf zuhören. Wenn wir davon reden, das Schüler nicht eigenständig und lustlos den Unterricht verfolgen, liegt das mehr an der mangelnden Mitgestaltung des Unterrichts und vorallem am Frontalunterricht, der in meinen Augen der falsche Weg ist.

>>14 wenig/unmotivierten Hauptschulabrecher landen Jährlich bei mir in der Maßnahme und werden mit Druck zum lernen gebracht und das funktioniert, über die daraus entstehenden Erfolgserlebnisse entsteht dann im Idealfall eine Eigenmotivation...<<

In Japan setzt man die Schüler auch massiv unter Druck. Dass dabei menschliche Werte untergehen und Japan die höchste Selbstmordrate unter Jugendlichen aufweist, wird dabei vergessen. Ich will damit sagen, es führt letztendlich immer alles zu einem Ziel. Die Frage ist doch, was ist der Preis dafür?
Natürlich muss ein Druck da sein. Es ist doch auch eine Frage des Maßes. Wenn ein Grundmaß da ist und dieses Maß die Motivation nicht hemmt, dann kann das nur gesund sein, je nach Person. In deinem Falle scheint es ja zu funktionieren. Aber wir reden ja hier auch nur von Schulabbrechern, bei denen vormals schon vieles schief gelaufen ist. Das ist schon sehr speziell.

Nebenbei ist noch zu sagen, das viele auch durch gewisse Maßnahmen nur noch mehr abrutschen, sie sich nochmehr zurückziehen. Sogenannte soziale Härtefälle. Diesen kann man kaum drohen, mit was auch. Es gilt dann an ihre Menschlichkeit zu appellieren.
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04.01.2007 14:00 Uhr von swald
 
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Katatonia: "Ich zweifle jedoch deutlich an deiner Aussage, weil es vor 15 Jahren kaum andere Schultypen als die 3 Gliederungen + die kooperative Gesamtschule (die 3 Systeme auf einer Schule) gab. Erst vor kurzem haben die Länder ihr Bildungssystem für Alternativsysteme geöffnet. Deine Schule muss einzigartig gewesen sein. "

In jeder Klasse waren Schüler die einen Hauptschulabschluss, Realschulabschluss oder das Abitur anstrebten.

Mathe und Englisch waren in A, B und C-Kurse untergliedert. Physik und Chemie in G und E-Kurse.

"Eben, mit Spaß kann jeder lernen. Das ist die Devise und fasst auch entgegen deiner Aussage die Bereitschaft ein."

Ja das stimmt und trifft auf die Jüngeren zu, aber bei den älteren (zumindest bei meinen) geht es darum das sie sich überwinden und es lernen sich mit für sie uninteressanten Themen auseinanderzusetzen.

" liegt das mehr an der mangelnden Mitgestaltung des Unterrichts und vorallem am Frontalunterricht, der in meinen Augen der falsche Weg ist. "

Mitgestaltung am Unterricht (bei mein 16-Jährigen Hauptschulabrechern) ist nur in einem Bergrenzten Rahmen möglich. Ich bin auch für eine Reduzierung des Frontalunterrichts und mehr eigenverantwortliches Arbeiten.

"Ich will damit sagen, es führt letztendlich immer alles zu einem Ziel. Die Frage ist doch, was ist der Preis dafür?"

Wem es zuviel ist sich 5h zum Unterricht hizusetzen und die aufgetragenen Hausaufgaben (ca. 1mal pro Woche) zu vorzeigbar zu erledigen, kann ja aussteigen und den Platz für einen anderen frei machen.

"Natürlich muss ein Druck da sein. Es ist doch auch eine Frage des Maßes. Wenn ein Grundmaß da ist und dieses Maß die Motivation nicht hemmt, dann kann das nur gesund sein, je nach Person."

Du hast ein falsches Bild meiner Klientel. Bei 80 Prozent
fehlt zu Beginn der Maßnahme die Motivation oder ist nur sehr gering. Natürlich erzeugen wir diese notwendige Motivation.


"In deinem Falle scheint es ja zu funktionieren. Aber wir reden ja hier auch nur von Schulabbrechern, bei denen vormals schon vieles schief gelaufen ist. Das ist schon sehr speziell. "

Stimmt aber diese sollten auch schon auf der Regelschule adäquat bedient werden.
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04.01.2007 19:02 Uhr von ocalanews
 
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die ganztagsschule: ist natürlich die lösung. plus mehr geld für neue lehrer.
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05.01.2007 18:38 Uhr von Katatonia
 
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@swald: >>In jeder Klasse waren Schüler die einen Hauptschulabschluss, Realschulabschluss oder das Abitur anstrebten.<<

Das ist die kooperative Gesamtschule! ;)

-> "Die Integrierte Gesamtschule ist eine Schule, in der Schüler mit Haupt-, Real- und Gymnasialempfehlung gemeinsam unterrichtet werden. Eine der individuellen Leistungsfähigkeit entsprechende Differenzierung findet in einer Reihe von Fächern durch so genannte Förder-, Grund- und Erweiterungskurse statt.

Zu unterscheiden ist die integrierte Gesamtschule von der kooperativen Gesamtschule (auch additive Gesamtschule), in der die Schüler zwar unter einen Dach unterrichtet werden, aber grundsätzlich in Haupt-, Real- und Gymnasialklassen getrennt sind."

-> "Die Kooperative Gesamtschule (KGS) auch Additive Gesamtschule ist eine in Deutschland existierende Form der Gesamtschule. Eine andere Ausprägung dieser Schulform ist die integrierte Gesamtschule.
Der Hauptschulzweig, der Realschulzweig und der Gymnasialzweig bilden die drei Säulen dieser Schulform. Sie entsprechen dem dreigliedrigen Schulwesen. In Sport und oft auch in den Fächern der musisch-kulturellen Bildung wird schulzweigübergreifender Unterricht erteilt, d.h. Schüler aller drei Schulzweige werden in gemeinsamen Lerngruppen unterrichtet. Es gelten dabei die Rahmenrichtlinien für den jeweiligen Schulzweig. Auch die Abschlüsse, die an einer KGS erteilt werden, entsprechen den Abschlüssen der Hauptschule, der Realschule und dem des Gymnasiums."


>>Mitgestaltung am Unterricht (bei mein 16-Jährigen Hauptschulabrechern) ist nur in einem Bergrenzten Rahmen möglich. Ich bin auch für eine Reduzierung des Frontalunterrichts und mehr eigenverantwortliches Arbeiten.<<

Wunderbar! :)

>>Wem es zuviel ist sich 5h zum Unterricht hizusetzen und die aufgetragenen Hausaufgaben (ca. 1mal pro Woche) zu vorzeigbar zu erledigen, kann ja aussteigen und den Platz für einen anderen frei machen.<<

Könnte er, aber damit wäre wiederum auch ein weiterer Fall, der ins Verderben rutscht, geschaffen.

>>Du hast ein falsches Bild meiner Klientel. Bei 80 Prozent
fehlt zu Beginn der Maßnahme die Motivation oder ist nur sehr gering. Natürlich erzeugen wir diese notwendige Motivation.<<

Das war auch nicht auf dein Klientel bezogen, sondern auf die allgemeine Bildung von Kindern und Jugendlichen.

>>Stimmt aber diese sollten auch schon auf der Regelschule adäquat bedient werden.<<

Finde ich ebenfalls. Leider schafft diese das heute nichtmehr.
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06.01.2007 01:29 Uhr von swald
 
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Katatonia: ">>In jeder Klasse waren Schüler die einen Hauptschulabschluss, Realschulabschluss oder das Abitur anstrebten.<<

Das ist die kooperative Gesamtschule! ;)

-> "Die Integrierte Gesamtschule ist eine Schule, in der Schüler mit Haupt-, Real- und Gymnasialempfehlung gemeinsam unterrichtet werden. Eine der individuellen Leistungsfähigkeit entsprechende Differenzierung findet in einer Reihe von Fächern durch so genannte Förder-, Grund- und Erweiterungskurse statt. "

Was habe ich geschrieben G und E Kurse in Physik und Chemie und a,b,c Kurse in Mathe und Englisch. Die restlichen Fächer alle in einer Klasse.
Ich werde wohl wissen auf welcher Schule ich nichts gelernt habe ;-)

"Könnte er, aber damit wäre wiederum auch ein weiterer Fall, der ins Verderben rutscht, geschaffen. "


"Finde ich ebenfalls. Leider schafft diese das heute nichtmehr. "

Die Schulen sind am lernen.
Stimmt nur die letzte Entscheidung liegt bei ihm, wenn er ums verecken nicht will...

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