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Rechtschreibreform: Es wurde realisiert, dass die große Vereinfachung ausblieb

Heinz-Peter Meidinger, Vorsitzender des Philologenverbandes, nahm gegenüber der Nachrichtenagentur ddp Stellung zur Position gegenüber der Rechtschreibreform, knapp fünf Monate, nachdem diese ihre Gültigkeit erlangt hat.

"Man hat sich mittlerweile mit der Realität abgefunden, dass die große Erleichterung nicht kommen wird", fasst Meidinger die Haltung an den deutschen Schulen zusammen und verweist darauf, dass es auch bei den neuen Regeln Widersprüche gibt.

Er geht nicht davon aus, dass diese Reform auf politischer Ebene noch einmal diskutiert wird. Für Meidinger ist die weiter existierende Unterscheidung zwischen Groß- und Kleinschreibung ein zentraler Kritikpunkt, der zu den häufigsten Fehlern führe.


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WebReporter: Schellhammer
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: Recht, Verein
Quelle: de.news.yahoo.com

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18 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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31.12.2006 11:33 Uhr von Schellhammer
 
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Diese Resignation ist wohl die passendste Zusammenfassung zu diesem Reförmchen, das von Anfang an nicht vernünftig angepackt wurde. Bleibt zu hoffen, dass es doch noch einsichtige Menschen in diesem Land gibt, die bald eine gründliche Neuregelung anpacken und durchziehen können.
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31.12.2006 15:29 Uhr von doug90
 
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Das ist leider wahr: Ich bin zwar nicht so ganz negativ gestimmt, wie Heinz-Peter Meidinger im Bezug auf die Reform, ein paar Sachen find ich ganz praktisch, aber ich gebe ihm zu ca. 70% recht, das hätte man besser machen können.

Aber bitte lasst die Unterscheidung zwischen Groß- und Kleinschreibung! So schwer ist das doch jetzt auch nicht, außerdem sieht ein Text meiner Meinung nach dadurch besser aus.
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31.12.2006 15:44 Uhr von Simbyte
 
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maine meinunn: Substantive sollten weiterhin großgeschrieben werden (großschreiben zusammen!!).

Aber genau sowas sollte vereinfacht werden, groß schreiben oder großschreiben und ähnliche Fälle.
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31.12.2006 15:49 Uhr von stellung69
 
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Besser wäre: Die ganze Reform rückgängig machen und in Schulen vernünftiger Unterricht anbieten; nicht die Sprache an den mangelnden Fähigkeiten der Bevölkerung anpassen sondern die Fähigkeiten verbessern.
Eigentlich ganz logisch!
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31.12.2006 17:22 Uhr von Ophiuchus
 
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Zukunft: Ich bin dafür, derart weitreichende Reformen in Zukunft einem Gremium zu überlassen, dass nicht ausschließlich aus Fachidioten besteht, sondern sich einen Rest an Sinn für das Machbare und Sinnvolle erhalten hat.
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31.12.2006 17:27 Uhr von ThomasHambrecht
 
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Ein Bayer trinkt Bier in Massen meine ich nun:
a) aus Mass-Krügen ?
b) mass-voll (also wenig) ?
c) Massen-haft (?)

Dank der Rechtschreibreform schreibt heute jeder der die Schule seit 20 Jahren hinter sich hat nur noch wie er Lust und Laune hat.
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31.12.2006 17:36 Uhr von galgo espagnol
 
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herrliche überschrift zum jahresausklang :-): bin aiuch der meinung,
dass da etliches verschlimmbessert wurde :((

solang man weiss, was gemeint ist solls mir
egal sein wies geschrieben ist,
aber da hab selbst ich bei vielen postern
hier schwierigkeiten :-)
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31.12.2006 18:13 Uhr von alfaromeo_52
 
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alles: mit kleinen buchstaben schreiben ist doch völlig ausreichend.

es ist nur schlimm, wie einige so schreiben. die hatten früher nicht in der schule aufgepasst. wenn die schreibfehler sich aber so auswirken, daß andere begriffe als gemeint entstehen, dann ist es schon echt schlimm.

gut, ab und zu kann man einen tippfehler machen, davor ist ja keiner sicher. aber die sonstigen neuen regeln machen ja manchmal die augen krank.

ja die großen vordenker der deutschen sprache haben sich schon was einfallen lassen.
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01.01.2007 01:31 Uhr von evilboy
 
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Realisiert? Danke für das Denglisch. Passt gut zum Thema :Z
(Nein, es ist keine original deutsche Bedeutung, man kann es drehen und wenden, wie es will. Es heißt auch nicht "in 2007", sondern einfach "2007".)
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01.01.2007 12:38 Uhr von Johnny Cash
 
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Diese: verdammte Reform ist mehr als unpraktisch. Bis auf wenige Wörter wie Schiff!F!ahrt also mit der richtigen Anzahl von Buchstaben wurde nichts verbessert.
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02.01.2007 14:21 Uhr von savra
 
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@alfaromeo_52: Ausreichend ist es, nur gibt man einen Vorteil der
deutschen Sprache auf, die zu den bestleserlichsten der
Welt gehört. Eine konsequente oder gemäßigte
Kleinschreibung reduziert die Lesegeschwindigkeit und
Verständlichkeit erheblich.

Im Deutschen kommt sogar noch ein recht flexibler
Satzbau hinzu, so daß eine Markierung von Hauptwörtern
sogar sinnvoller ist als beispielsweise beim Englischen.

Übrigens reicht es Affen auch, sich mit 100 Zeichen zu
verständigen. Das ist mit Sicherheit auch einfach als die
Anwendung unseres Wortschatzes. Was also soll
Einfachheit für ein Argument sein? Einfachheit geht meist
doch auf Kosten der Ausdruckskraft, und allein deswegen
ist es beschämend, daß der Staat darüber nachdenkt, die
Sprache zu vereinfachen (und praktisch alles komplizierter
gemacht hat).
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02.01.2007 16:00 Uhr von Garviel
 
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Es wurde realisiert: dass auch eine Rechtschreibreform nicht vor sprachlich unsäglichen SSN-Titeln schützt.
AUA!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
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02.01.2007 16:07 Uhr von Garviel
 
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@Tobias_Hambrecht: Sorry, aber genau dein Beispiel ist eindeutig geregelt:

Er trinkt Bier in Massen - sehr viel.
Er trinkt Bier in Maßen - er trinkt maßvoll.

Und wenn er aus Ein-Liter-Seideln trinkt, dann trinkt er nicht "in Maßen" oder "in Massen", sondern mehrere Mass oder mehrere Maß.
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03.01.2007 15:01 Uhr von christi244
 
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Nun ja warum ausgerechnet sollte die Rechtschreibung nun einfacher werden, wenn das Land generell Probleme mit der "Vereinfachung" an sich hat?
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07.01.2007 13:58 Uhr von kleinschreibung.ch
 
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Gründliche neuregelung: Danke für die "meinung des autors!" Aber bitte nicht nur auf irgendwelche "einsichtige menschen" hoffen, sondern selbst etwas tun:
http://www.kleinschreibung.ch
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08.01.2007 09:35 Uhr von Garviel
 
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@christi: Sehr guter Kommentar. Wenn ich da so an die Versuche einer "Verwaltungsvereinfachung" oder "-verschlankung" denke, da braucht man auch immer eine Ausführungsverordnung zur sechsten VErordnung des Gesetzes zur Abschaffung der Verordnung des siebten Gesetzes, zuletzt geändert durch das dritte Gesetz zur vierten Aufhebungsverordnung der relativen Mondfeuchtigkeitsmessung....
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08.01.2007 09:49 Uhr von pippin
 
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@stellung69: Das ist ganz meine Meinung!
Nur weil einige Leute nicht in der Lage sind, die deutsche Sprache zu Papier zu bringen, muss man doch nicht die Sprache anpassen?

Okay, einige Regeln waren schon ziemlich abgefahren, aber bisher hat sich doch auch alles mit der Zeit gegeben.

Am Unsinnigsten finde ich ja auch immer noch die "Verwurstung" von Fremdwörtern wie Portemonnaie, das jetzt "Portmonee" geschrieben wird.
Was bitte hat die deutsche Sprache an anderssprachigen Wörtern rumzufummeln??
Nichts.

Ich weiß nicht genau von wem der Ausspruch stammt: "Wer nicht in der Lage ist Restaurant zu schreiben, der soll eben Speiselokal benutzen!" aber der ist mehr als zutreffend.

Die Reform der reformierten Rechtschreibreform ist totaler Mumpitz und im Grunde nur eine Verschlimmbesserung. Mit all den Ausnahmeregelungen, die es immer noch gibt ...
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08.01.2007 10:48 Uhr von Garviel
 
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@pippin: "Wer nicht in der Lage ist Restaurant zu schreiben, der soll eben Speiselokal benutzen!"

So isses. Ich erinnere mich da an eine Aufgabe im Kunstunterricht, mit speziellem Knetwachs eine weiße Kerze mit einem mehr oder weniger passenden Spruch zu verzieren. Ich wollte "Si tacuisses, philosophus mansisses" anbringen und fragte (sicherheitshalber) unseren Lehrer nach der korrekten Schreibweise. Antwort: Wenn du´s nicht selbst weißt, dann solltest du es auch nicht draufschreiben.

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