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Krankenkasse: Ermittlerteam der KKH deckte auch 2006 Betrügereien auf

Die Kaufmännische Krankenkasse (KKH) hat im Jahr 2001 eine Soko Abrechnungsmanipulation ins Leben gerufen (seit 2004 Pflicht). Diese Soko ist auch wieder im Jahr 2006 fündig geworden. 846 Betrügereien konnten aufgedeckt werden (+ 116 Fälle zu 2005).

1.331 Fälle werden von der Soko zurzeit bearbeitet. Die KKH-Soko-Leiterin äußerte sich: "Am häufigsten bedienen sich Ärzte, Sanitätshäuser, Krankengymnasten und Pflegedienste bei den Krankenkassen."

Der Schaden für die Kasse belief sich im Jahr 2006 auf rd. eine Million Euro, davon konnten 610.000 Euro zurückgefordert werden. Die Arbeit der KKH-Soko läuft weiter, um den Schaden für die Kasse so gering wie möglich zu halten.


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WebReporter: Streetlegend
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Krank, Krankenkasse, Betrüger, Ermittler
Quelle: www.kkh.de

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5 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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30.12.2006 21:49 Uhr von Streetlegend
 
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Die Soko sollte aufgestockt werden, damit noch mehr Fälle aufgedeckt werden können und den Betrügern das Handwerk gelegt wird. Ich kann überhaupt nicht verstehen, wie zum Beispiel Leistungen an längst verstorbenen Patienten überhaupt abgerechnet werden können. Hier gibt es wohl große Lücken in der Kontrolle, zum Nachteil der Kasse und damit zum Nachteil der Patienten. Unser Gesundheitssystem lahmt, Beitragserhöhungen greifen und andere machen sich die Taschen noch voller, als sie eh schon sind.
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31.12.2006 12:24 Uhr von tiezdriwse
 
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Familienangehörige, von hier arbeitenden Türken und Jugoslawen sind per deutsche Gesetz seit ca den 60ern , in ihrem Heimatland mit versichert.Überprüft da auch jemand was da so an Rechnungen nach good old Germany geschickt werden.
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31.12.2006 13:37 Uhr von chrmohr
 
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Leistungen bei verstorbenen Patiente Abgerechnet wird bei Niedergelassenen Ärzten immer zum Quartalsende. Behandelst du also einen Patienten am 2. Januar und er stirbt am 3.1, rechnest du deine Behandlung 3 Monate nach dem Tod ab - und zwar zu Recht. Das mit den Leistungen für Tote ging ja vor einigen Jahren mit großen Schlagzeilen durch die Yellow Press, aber der überwiegende Teil der Fälle war auch damals rechtens - siehe obiges Beispiel !
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31.12.2006 13:46 Uhr von Sipo M
 
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wir sollten erst: mal Karten mit Foto ö,ä rausbringen, damit nich die
ganzen Polen ewig mit ihren schwarzerstandenen
30€ Karten rüber kommen...
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31.12.2006 17:42 Uhr von Troll-Collect
 
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Milliarden-Korruption und Betrug: Die Wirtschaftskriminalität im Gesundheitswesen ist zwar nicht so populistisch ausschlachtbar wie angebliche Sozialbetrüger a la Arbeitslose und Sozialhilfeempfänger - mit denen gerne abgelenkt wird, dafür werden hier aber weit größere Beträge verbrannt.

So wird der Abrechnungsbetrug bei Ärzten auf rund 10% geschätzt (im Gegensatz zu unter 5% Betrug bei ALG)
"Die Staatsanwaltschaften gehen davon aus, dass sie pro Fall von Abrechnungsbetrug in der Größenordnung von 500.000 Euro rechnen müssen. Falls das zutrifft, muss man fragen, wie häufig ist das. Nun, neunzig Prozent der Ärzteschaft - die große Mehrheit - sind ehrlich. Wenn zehn Prozent betrügen, dann bedeutet das aber immerhin, dass fünf Milliarden Abrechnungsbetrug im System verkraftet werden müssen."
http://www.zdf.de/...

Mafiöse Strukturen von Apothekergilden drängen durch Schikanen günstigere Wettbewerber vom Markt
http://www.stern.de/...

Während in einigen Bereichen Überversorgung herrscht, gibt es in anderen eine Unterversorgung. Besitzstandswahrer verhindern eine bessere Effizienz:

"Milliarden-Einsparungen dank "Integrierter Versorgung". So nennt man das, wenn Klinik-Ärzte und ihre niedergelassenen Kollegen in einem Netz zusammenarbeiten. Doch das Erfolgsmodell "Integrierte Versorgung" hat einen mächtigen Gegner: die Kassenärztliche Bundesvereinigung, die Standesvertretung und Lobby der Kassenärzte."
http://www.wdr.de/...

Fatale Konsequenz:

"Die Anti-Korruptions-Organisation Transparency International hat das deutsche Gesundheitswesen unter die Lupe genommen und kommt zu einem vernichtenden Schluss: Durch Misswirtschaft, Betrug und Korruption gingen jedes Jahr bis zu 24 Milliarden Euro verloren. "
http://www.handelsblatt.com/...

Nicht zuletzt die Verhinderung struktureller Verbessererung, da CDU,CSU,FDP und SPD als Marionetten an den Fäden von privaten Versicherungen, Pharmaindustrie und Lobbyorganisationen von Ärzten und Apothekern hängen und somit jede wirkliche Reform im Ansatz verhindert wird.

Statt hier das System grundsätzlich zu Hinterfragen, nimmt Otto-Normal-Michel weitere Leistungskürzungen und Beitragserhöhungen hin, läßt sich am Nasenring auf der Straße zur Klassenmedizin führen und drischt zur Kompensation frustriert auf den Arbeitslosen von nebenan ein.

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