30.12.06 16:30 Uhr
 206
 

RWI-Studie bestätigt Befürchtungen über Kostenverteilung der Gesundheitsreform

Das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) in Essen hat in seiner jüngsten Studie die Konsequenzen der Gesundheitsreform durchkalkuliert. Die Folge wäre eine deutlich stärkere Belastung der "reichen" Bundesländer.

In der Untersuchung ging es vor allem um den für 2009 geplanten Gesundheitsfonds. Abhängig von der Berechnungsmethode würde nach derzeitigem Stand aus NRW, Bayern und Baden-Württemberg jeweils bis zu 142 Millionen Euro abfließen.

Andere Studien hatten zuvor Milliardenabflüsse prognostiziert. Das Bundesversicherungsamt bezifferte die Nettoabflüsse aus den "Südländern" auf maximal 60 Millionen Euro. Auftraggeber der RWI-Studie war die nordrhein-westfälische Landesregierung.


Videoplayer auf dieser Seite ausblenden
WebReporter: Ralph_Kruppa
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Studie, Gesundheit, Kosten, Gesundheitsreform, Befürchtung
Quelle: www.welt.de

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Spanien: Festgenommener deutscher Schriftsteller Akhanli kommt frei
Innenministerium: Keine Beweise, dass Flüchtlinge in Heimatländern Urlaub machen
Barcelona: Eva Högl (SPD) hat es in die internationale Presse geschafft

Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
30.12.2006 16:14 Uhr von Ralph_Kruppa
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Wer in Fragen der Gesundheitsreform noch halbwegs durchblickt, möge sich melden und seinen Beitrag abgeben. Ich für meinen Teil habe bei meinen Recherchen längst das „Handtuch“ geworfen. Als Freiberufler muss ich ohnehin in Vorleistung treten und alles selbst bezahlen. Den besten Tipp habe ich letztens in einer Fernsehsendung gehört: Am besten bleibt jeder gesund ! Na Bravo....
Kommentar ansehen
30.12.2006 16:37 Uhr von Bibip
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Hallo Ralph_Kruppa: dass Du das Handtuch wirfst, ist verständlich. Habe ich als einer der täglich damit zu tun hat schon einige Probleme.
Doch Dein Hinweis, dass Du als Freiberufler in Vorleistung treten musst, kann nicht stimmen. Denn: wärst Du GKV-Versichert, wäre es wie bei Arbeitnehmern, bist Du aber privat versichert, hat man dich falsch informiert.
Als "privater" musst Du nur die Medikamente vorleisten. Arztrechnungen zahlst Du erst, wenn die Versicherung Dir das Geld geschickt hat.
Die dritte Möglichkeit ist, dass Du überhaupt nicht versichert bist. Dann bist Du allerdings selbst schuld (um es mal ganz brutal zu sagen). Dann wird es allerhöchste Zeit, dass Du Dich privat versicherst.
Grüße
Bibip.
Kommentar ansehen
30.12.2006 16:40 Uhr von 666leslie666
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Eine Belastung: für die reichen Bundesländer... :-/
Aha...
Man muss den Reichen ja noch mehr in Arsch schieben.
Geht doch nicht das man die belastet..tztztz
-->http://www.wsws.org/...
In der Gesundheitspolitik gilt dies:
Gibs der Pharmamafia und nimms den Bürgern.
-->http://www.mdr.de/...

Robin Hood mal andersrum.. ;-)
Wo sind die Robin Hoods bloss geblieben...
Die kriechen in Georgies Arsch rum..
-->>http://www.united-mutations.org/... ;-)

Mlg jp
Kommentar ansehen
30.12.2006 16:51 Uhr von Bibip
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Hallo 666leslie666: heute wohl zu viel gekifft, hmmm?
Erstens sind die reichen Bundesländer nicht reich, sondern stehen besser da als die "armen Bundesländer, die halt keine so gute Regierung haben.
2. Müssen diese "reichen" Bundesländer sowieso schon genügend für die anderen abdrücken. Es gibt auch noch andere Aufgaben für ein Bundesland als die sog. armen Bundesländer über Wasser zu halten. Bayern, BW,... können nicht aus dem großen Solitopf schöpfen. Sie müssen es sich erarbeiten, nicht erbetteln.
Grüße
Bibip
Der die Gesundheitsreform zu 100 % ablehnt. Ein Machwerk von ahnungslosen Dilettanten zu Förderung ihrer kommunistischen Experimente mit dem Volk.
Kommentar ansehen
30.12.2006 16:57 Uhr von 666leslie666
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@ Bibip: gestern.. ;-))
Aber sowas wirkt nach.
Kennt man ja vom Alkohol...

Mlg jp
Kommentar ansehen
30.12.2006 18:30 Uhr von artefaktum
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@Bibip: "Ein Machwerk von ahnungslosen Dilettanten zu Förderung ihrer kommunistischen Experimente mit dem Volk."

Na, wenn ich so deine Kommentare lese werd ich das Gefühl nicht los, das du aber auch zuviel kiffst ;-)
Kommentar ansehen
30.12.2006 19:07 Uhr von Bibip
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Hallo artefaktum: Ich habe damit beruflich zu tun. Deswegen weiß ich auch, welchen Blödsinn die Schullehrerin da mit ihren kommunistischen "Fachleuten" zusammengebastelt hat. Hier geht es ausschließlich darum die privaten auszuschalten. Das aber auf Kosten der Allgemeinheit.
Aber lassen wir das Thema.
Es ist hier bei weitem nicht der Platz dazu das auszudiskutieren. Geh einfach mal davon aus: dieses Gesetz wird zwar kommen...aber sofort von Karlsruhe wieder aufgehoben werden. Denn an mehreren Stellen ist es schlicht Verfassungswidrig.
Aber unsere Politiker, trotz Jura, haben wenig Wissen über unsere Gesetze.
Grüße
Bibip
Kommentar ansehen
30.12.2006 20:35 Uhr von Ralph_Kruppa
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@bibip: Danke für Deinen Kommentar samt Prognose.

Ich denke ebenfalls, dass es im großen und ganzen so kommen wird und möchte dem noch eine philosophische Note hinterherschieben.

Demokratie definiert als "Herrschaft der Vielen" lebt vom Kompromiss. Schon die Griechen der Antike (hier vor allem Platon in seiner Politeia) wussten, dass diese Herrschaftsform maximal die zweitbeste ist. Die beste war ihrer Meinung nach die des "guten Alleinherrschers".

Doch leider zeigte die Geschichte der Griechen - insbesondere die Nachfolger von Perikles -, dass der "gute Monarch" schnell zum "Tyrannen" mutieren konnte, der sein eigenes Wohl über das der Allgemeinheit stellte (Ein Zyniker, wer das mit der deutschen Geschichte vergleich will.....)

Also kam Platon zu diesem salomonischen Urteil, dass der "Natur des Menschen", die im späten Mittelalter aus dem "natürlichen Überlebenstrieb des Menschen" heraus erklärt wurde, die Demokratie oder i.S. des modernen "Realismus" als System von "checks and balances" doch das beste aller möglichen Systeme ist.

Was das alles mit Gesundheitsreform zu tun hat: Eine Menge, liebe Politikwissenschaftler !
Auch die Gesundheitsreform stellt einen Kompromiss zwischen den verschiedenen Akteuren dar, leider schaffen es die institutionalisierten Lobbyisten immer wieder, ihr eigenes Wohl zuungunsten anderer (z.B. Verbraucher-)Interessen in den Vordergrund zu stellen.

Eine Sache möchte ich zum Abschluss aber trotzdem mahnend hervorheben. In Deutschland ist es möglich, dass ein von mir hoch eingeschätzter Herr Merz, seines Zeichens Volksvertreter im Nebenjob (hauptberuflich Senior Partner einer großen internationalen Anwaltskanzlei...), als aktiver Lobbyist und Abgeordneter die von ihm beeinflussten Gesetze auch noch selbst abstimmt. Das viel gescholtene US-amerikanische System ist hier um Einiges rigoroser, was die Trennung von Lobby (übersetzt als Vorhalle des Parlaments) und Volksvertreter angeht. Hier ist das deutsche System inkonsequent und bedarf m.E. dringender Korrektur. Ob das den Kompromiss im Streit um die Gesundheitsreform zugunsten der Versicherten verändert hätte, lasse ich einfach mal unbeantwortet. Aber ein kleines Stück nachvollziehbarer wäre die Entscheidung schon gewesen......

So das war´s zu dem Thema. Ich geh jetzt erst mal Kaffee machen..... ;-))

Refresh |<-- <-   1-8/8   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


Copyright ©1999-2017 ShortNews GmbH & Co. KG

Die News auf dieser Website werden eigenverantwortlich von Nutzern erstellt. Die Shortnews GmbH & Co. KG nimmt keinen redaktionellen Einfluss auf die Inhalte.

impressum | agb | archiv | usenet | zur mobilen Ansicht
SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Vprbesteller erhalten die neue Xbox in der "Project Scorpio Edition"
Spanien: Nach Terroranschlag in Barcelona - Vermisster Junge ist tot
Baden-Württemberg: Illegales Autorennen mit 20 Wagen


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?