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Argentinien: Oberstes Gericht legitimiert Zwangsumstellung von Dollar-Guthaben

Das Oberste Gericht Argentiniens hat einen vorläufigen Schlussstrich unter die Staatskrise im Jahr 2001 gezogen. Das Gericht befand die Zwangsumstellung für rechtens. Die betroffenen Sparer müssen aber entschädigt werden, lautet das Urteil.

Im Jahr 2001 zwang die damalige Finanzkrise den argentinischen Staat zu drastischen Maßnahmen. So wurden damalige Dollar-Guthaben gesperrt und zwangsweise zu einem festgelegten Umtauschkurs in argentinischen Pesos angelegt.

Zugleich gab der damalige Präsident den Wechselkurs des US-Dollars zum Peso frei, wodurch viele Guthaben innerhalb weniger Tage deutlich an Wert verloren. Die Maßnahme führte 2001 zu mehrtägigen Massenprotesten und bislang 50.000 Gerichtsverfahren.


WebReporter: Ralph_Kruppa
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Gericht, Dollar, Argentinien, Zwang, Guthaben
Quelle: www.ftd.de

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30.12.2006 13:20 Uhr von Ralph_Kruppa
 
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Man stelle sich folgendes Beispiel in Deutschland vor. Die deutsche Wirtschaft (und mit ihr die europäische) gerät in akute Zahlungsschwierigkeiten, die Währung verliert drastisch an Wert, weil Tausende Anleger ihr Geld in Dollar umtauschen. Dann legt die Bundesregierung einen festen Wechselkurs fest, sämtliche Eurokonten werden zu diesem Kurs in Dollar getauscht und zwei Tage später wird der Euro um 50 Prozent abgewertet. Jeder, der seit 20 Jahren ein Sparbuch hat, weiß, was gemeint ist.

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