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Bundesagentur für Arbeit: 11,2 Milliarden Euro Überschuss

Die Nürnberger Bundesagentur für Arbeit meldete am Freitag ein Rekordergebnis. Mit 11,2 Milliarden Euro war der erzielte Überschuss so hoch wie noch nie. Vor allem gesunkene Arbeitslosenzahlen und Mehreinnahmen sind für das Ergebnis verantwortlich.

Damit schließt die Nürnberger Behörde erstmals seit 1985 wieder ein Jahr mit positivem Ergebnis ab. Im vergangenen Jahr musste der Bund die Arbeitsagentur mit 400 Millionen Euro unterstützen, 2004 betrug der Verlust sogar 4,2 Milliarden Euro.

BA-Chef Frank-Jürgen Weise machte zwei Drittel an der Entwicklung der Rahmenbedingungen fest, den Rest schreibt er seiner Behörde zu. Die hatte jedoch zum Ende des Jahres wieder eine Computerpanne, die bundesweit rund 400 Jobcenter betraf.


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WebReporter: Ralph_Kruppa
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Euro, Arbeit, Milliarde, Bundesagentur für Arbeit
Quelle: www.ftd.de

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13 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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29.12.2006 19:30 Uhr von Ralph_Kruppa
 
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Ein Schelm, wer dem BA-Chef Böses unterstellt. Ob man überhaupt eine Verteilung des Erfolgs unternehmen kann, ist ohnehin fraglich. Die Computerpanne zum Jahresende deutet es bereits an. Die Arbeitsbehörden in Bund, Ländern und Gemeinden sind noch weit davon entfernt reibungslos zu funktionieren. Alleine aus diesem Grund sollte der BA-Chef etwas zurückhaltender sein, wenn es um den Erfolg seiner Behörde geht. Denn eines ist auch klar: Eigenlob stinkt!
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29.12.2006 20:43 Uhr von artefaktum
 
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Wann geht die BA an die Börse? 11,2 Milliarden Überschuss? Wann geht die BA an die Börse? Ich würde sofort zeichnen. ;-)
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29.12.2006 20:45 Uhr von artefaktum
 
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Aber jetzt mal im ernst: Ist jetzt auch die BA im Renditefieber?
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29.12.2006 20:51 Uhr von intruder1400
 
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die sind darauf noch Stolz: das jetzt soviele Menschen in Armut leben.Aber unglaub-
würdig sind die Zahlen schon,wenn man bedenkt,das die
meisten Jobs und 1 € Jobs die von der Agentur vermittelt
werden nicht steuerpflichtig sind.Die ca.1 Millionen die
angeblich in Arbeit vermittelt wurden können doch nicht plötzlich einen so hohen Überschuss erzeugen.
In 2 Monaten heißt es wieder die haben Milliarden an Misen.Das ganze sieht schon nach Geldwäsche aus.
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29.12.2006 21:51 Uhr von Troll-Collect
 
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Auf Kosten der Arbeitslosen: Der Überschuß kommt zum weitaus größten Teil von Kürzungen auf Kosten der Arbeitslosen:

- Die Bezugsvoraussetzungen wurden verschärft, somit bekommen weniger Leute als früher ALG1 und rutschen direkt ins ALG2

- Die Bezugdauer wurde drastisch verkürzt, also fallen die Betroffenen früher ins ALG2.

Und dann die Einführung von Hatz4 - ALG2 kommt aus einem anderen Topf, dieses hat zur Folge, daß die BA ihre (begrenzten) Möglichkeiten einseitig auf ihre eigenen "Kunden" konzentriert und ALG2-Bezieher ausgrenzt (schwer vermittelbare besonders)

Filter gegen ALG2-Bezieher
"Dem Gutachten zufolge hängen die Überschüsse mit der sich weiter öffnenden Schere zwischen den Kurzzeitarbeitslosen (ALG-1, von der BA zu zahlen) und den Langzeitarbeitslosen (ALG-2, vom Bund zu zahlen) zusammen. "Jeder abgebaute ALG1-Bezieher wird teuer mit zwei ALG2-Beziehern erkauft, und das sind die wesentlich teureren Arbeitslosen - nur eben nicht für die BA", heißt es in dem Gutachten, das sich auf eine Auswertung der Statistikdateien von 12 Städten stützt.
...
Und zwar keineswegs, weil es die Menschen nicht gäbe, sondern weil die BA nur eine Liste von 100 Bewerberprofilen anzeigt, der größte Teil der ALG2-Bezieher also den Sprung in diese Liste gar nicht schafft und damit auch nicht gefunden und mit Stellenangeboten kontaktiert werden kann."
http://www.heise.de/...

"Agentur benachteiligt bewusst Arbeitslose
Als schwierig geltende Arbeitslose werden von den Arbeitsagenturen bei Fördermaßnahmen offenbar bewusst benachteiligt. "
http://www.ftd.de/...

"Sparen bei Arbeitslosen - Fordern, ohne zu fördern
Sparkurs mit schlimmen Folgen: Für die Qualifizierung Arbeitsloser gibt es weniger Geld."
http://www.sueddeutsche.de/...

Der Überschuß resultiert also mitnichten aus "greifenden" Reformen (im Sinne von Verbesserungen), er resultiert einzig und alleine aus Kürzungen und dem Umstand, das große Teile der Arbeitslosen, statt sie zu fördern, aufs Abstellgleis geschoben werden.

Aber BA-Chef Weise sagte schon, dass die BA keine Jobs zu vermitteln habe und die BA keinen sozialen Auftrag hat.
Wichtiger als den Opfern des Arbeitsmarktes zu helfen scheint zu sein, durch Senkung der Beiträge Arbeitgebern mehr Gewinne zu verschaffen.
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29.12.2006 23:35 Uhr von virtualnonsense
 
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schöner Comment @ Troll-collect ..
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29.12.2006 23:40 Uhr von alter.mann
 
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das: unterschreib ich , troll.

auch die neueste meldung, das die "politik" 100 000 arbeitsplätze für langzeitarbeitslose schaffen will, ist unsinnig
-nicht die politiker schaffen arbeitsplätze, sondern die wirtschaft.
und eben die tut das gegenteil.

gruss
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30.12.2006 00:15 Uhr von intruder1400
 
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bei den 100 000 Jobs: die bisher genannt wurden,Altenpflege,Laubharken und in
Fabriken Montagearbeiten ausführen,ist genau das,was
Peter Hartz und sein Busenfreund Schröder erreichen
wollten.Das ist genau das,was es in den 40 er Jahren schon mal gab;Zwangsarbeit.
Bleibt nur zu hoffen,das bei neuen Wahlen eine richtige
Partei gewinnt und man die alte Regierung wegen der
Zwangsarbeit verklagen.Aber könnte man das eigentlich
nicht jetzt schon tun ? In einem scandinavischen Land
Asyl suchen und die Regierung von dort aus wegen der
Verletzung der Menschenrechte und Sklaverei verklagen.
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30.12.2006 01:05 Uhr von kirschholz
 
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Zensiert: bis SSN diese Meldung merkt. Schön zu lesen, dass der ´Staat´ Überschüsse erntet, während die Bürger hungern. Wählen sollte man dieses Pack aber nicht. So, SSN verbiete mich BITTE!
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30.12.2006 07:00 Uhr von alfaromeo_52
 
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tja da wurde wieder auf kosten der ärmsten und der arbeitslosen wieder profit gemacht. wird sicher dann dem staatssäckel wieder zukommen, damit sich politiker wieder mehr geld in ihre eigenen taschen einstecken können.

vielleicht wird es mal in paar jahren so sein:
jeder muß seine obligatorische arbeitslosenversicherung (ev. mal 1%) bezahlen, bekommt 2 monate alg und dann gehts sofort in hartz IV. und bis dahin wird auch hartz IV sicher weiter verschärft und die leistungen gekürzt. dann dürfte sich die lage wesentlich verschärfen. vielleicht werden erst dann die, denen das alles am a*** vorbei geht, wach.
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30.12.2006 08:10 Uhr von _BigFun_
 
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@ troll: full Ack...


Es ist ne Sauerei, das hier Überschuss erwirtschaftet wird - auf kosten derer die beschissen dran sind. Sicherlich wird da der ein order andere Oberboss - nen paar Milliönchen als "Bonus" in seinen fetten Arsch geschoben bekommen.
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30.12.2006 09:21 Uhr von StanS
 
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@intruder1400: Merkst Du eigentlich noch irgendwas? Keiner wird gezwungen zu arbeiten (das war in den von Dir angesprochenen 40er Jahren deutlich anders ... bitte unterlasse deshalb solche Vergleiche!). Dann gibt es allerdings auch kein Geld vom Staat. Ich zahle sehr viel Lohnsteuer, und ich erwarte deshalb vom Staat, daß er sorgsam mit meinem Geld umgeht.Und die getroffenen Maßnahmen gehen aus meiner Sicht zumindest in die richtige Richtung.

Eine Frage noch: Welche Partei kann denn Deiner Meinung nach die Probleme in diesem Land besser lösen? Laß mich raten: eine linksradikale Partei? In diesem Fall empfehle ich zur Beurteilung der Auswirkungen einen Blick auf den Ostblock anno 1990.
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30.12.2006 09:28 Uhr von Runeblade
 
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@intruder100: äääähm, irgendein problem mit montagearbeiten in fabriken? die sind genauso gut oder schlecht wie andere arbeiten irgendwo in einem gut beheizten büro. gott ich liebe büroidioten die sich selbst als maßstab setzen und "unwürdige" arbeit als nicht gesellschaftsfähig deklarieren. war selbst bis vor kurzem bandarbeiter und muss sagen, klar, es ist nicht einfach, klar, es ist monoton, aber es ist arbeit und es ist verdammt nochmal gut bezahlt. besser als die meisten bürojobs, zumindest wenn man "normal" nach leistung bezahlt wird.
ach ja, p.s.: bin seit Kurzem Ausbilder und daher kenn ich beide Seiten. Aber diese herablassende Art der "besseren" Gesellschaft geht mir gehörig auf den Wecker.

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