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Deutsch-französisches Internetprojekt Quaero ist gescheitert

Noch im Januar dieses Jahres waren die Initiatoren des Internet-Projekts Quaero zuversichtlich (ssn berichtete). Mit Rückendeckung von höchster Stelle machten sich die deutsch-französischen Projektpartner an die Entwicklung der neuen Plattform.

Nun scheint das Projekt endgültig gescheitert, zu groß sind die Differenzen der beteiligten Unternehmen empolis (deutsche Bertelsmann-Tochter) und Thomson (Frankreich). Ein weiteres Problem waren die geschätzten Investitionen von 400 Millionen Euro.

Zwar wird Quaero offiziell weitergeführt, aber nur von französischer Seite. Die deutsche Seite nennt ihren Teil des Projekts inzwischen Theseus. Sie will mit semantischen Operatoren die Suchmaschinenfunktion weiterentwickeln.


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WebReporter: Ralph_Kruppa
Rubrik:   High Tech
Schlagworte: Deutsch, Internet
Quelle: www.spiegel.de

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6 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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20.12.2006 10:59 Uhr von Ralph_Kruppa
 
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Immer, wenn Staaten von oben herab Projekte ankündigen und dabei Zielvorgaben machen, heißt es „Luft anhalten!“. Der Streit um die richtige Strategie bei „Quaero“ hat wohl nun dazu geführt, dass die deutsch-französische Partnerschaft in Sachen Internet-Suchmaschinenentwicklung endgültig gescheitert ist. Dass die EU mit ihren strengen Vorschriften zur Subventionierung von Unternehmen sich selbst einen „dicken Knüppel“ in die Speichen geworfen hat, sei nur am Rande erwähnt.
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20.12.2006 11:29 Uhr von no_trespassing
 
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Besser so! >>Der Streit um die richtige Strategie bei „Quaero“ hat wohl nun dazu geführt, dass die deutsch-französische Partnerschaft in Sachen Internet-Suchmaschinenentwicklung endgültig gescheitert ist.
>>

Ja, wobei man auch als Laie feststellen kann, daß die Strategie der Franzosen völliger Humbug ist. Wie will man den Branchengiganten Google in seinem Metier übertrumpfen? Geht nur mit Milliardensubventionen. In Frankreich ist sowas vielleicht möglich, aber auch wenn wir hier viel Geld verplempern, so weit sind wir dann doch nicht.

Es ist wirklich sinnvoller, eine intelligente Alternative zu entwickeln, bei denen man praktisch ein neues Produkt bietet und keinen aufgewärmten Abklatsch eines anderen.
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20.12.2006 13:25 Uhr von OldWurzelsepp
 
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Was fürn Schwachsinn: Das ist doch nur wieder typisch Nationalismus. Die Franzmänner ertragen es nicht, dass eine amerikanische (englischsprachige) Suchmaschine Marktführer ist. Dann müsste man ja die verhasste Sprache verwenden, denn das meiste im Internet ist ja englisch. Die Wirtschaft schafft es auch allein, gute Suchmaschinen zu entwickeln, zudem würde nur eine vollkommen staatliche Organisation ohne Gewinn (also ohne Werbung und ohne Bevorzugung gut zahlender Firmen) und damit am besten für den User arbeiten können. So gesehen ist das ganze einfach vollkommen sinnlos. Wenn die Franzosen aus übertriebenen Nationalstolz hunderte Millionen versenken wundert mich das nicht, aber die deutsche (Pleite) Regierung scheint krampfhaft Möglichkeiten zur Geldverschwendung zu suchen.
Anders kann man das ja nicht mehr erklären.
Ständig werden wichtige staatliche Unternehmen (Post, Energieversorger, usw.) privatisiert und dann muss man um Unmengen von Geld eine unnötige weitere Suchmaschine schaffen, die sowieso keine Chance gegen Google hat.
Mfg
OldWurzelsepp
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20.12.2006 14:23 Uhr von Sentinel2150
 
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400 Millionen für nen Suchalgorithmus: Mit dem Geld könnte ich wesentlich mehr als 1 Suchmaschine entwickeln.
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20.12.2006 17:48 Uhr von Sentinel2150
 
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der wurde: aber nicht für 400 Millionen erstellt. Naja typisches deutsches Chefsachenprojekt ala. Maut etc.
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21.12.2006 14:17 Uhr von ocalanews
 
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400 millionen: euro sind doch ein klacks gegenüber dem, was in vier fünf jahren nach start in die kassen fließen würde...

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