17.12.06 22:00 Uhr
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Einladung Schäubles an Muslimen-Verbände sorgt für Irritationen

Die Einladung des Innenministers Dr. Wolfgang Schäuble zum Besuch der Opernvorstellung von "Idomeneo" wurde von sechs der 15 Teilnehmer an der Islamkonferenz ausgeschlagen. Der Besuch der Opern war ursprünglich für Montagabend geplant.

U.a. hatten der Vorsitzende des Islamrats Ali Kizilkaya und der Generalsekretär des Zentralrats der Muslime Aiman Mayzek den Opernbesuch abgesagt. Sie fühlen sich "politisch instrumentalisiert", so die Begründung für die Absage.

Die Mozart-Oper "Idomeneo" war im September dieses Jahres abgesetzt worden (SSN berichtete). Zwar gebe es keine konkreten Anzeichen für eine Gefahr. Doch bei der morgigen Aufführung werde es trotzdem starke Sicherheitsvorkehrungen geben.


WebReporter: Ralph_Kruppa
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: Wolfgang Schäuble, Muslim, Moslem, Verband, Einladung, Irritation
Quelle: www.welt.de

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15 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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17.12.2006 21:45 Uhr von Ralph_Kruppa
 
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Ich befürchte, die durchaus nachvollziehbaren Gründe für eine solche Absage werden der Integrationsdebatte nicht gerade förderlich sein. Mit einer Absage wird immerhin auch Zeichen gesetzt, das hätten die Verantwortlichen der sechs Verbände bedenken müssen.
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17.12.2006 22:46 Uhr von ishn
 
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Was für Irritationen ? Im Gegenteil jetzt dürfte es endlich klar sein. Sie wollen uns nicht und wir wollen sie nicht. Schön das endlich mal Einigkeit herrscht. Jetzt heisst es nur noch dies auch Konsequent umzusetzen.
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17.12.2006 22:49 Uhr von StArGiAnT
 
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Laut Quelle ist die Absage ausreichend begründet: Nach dem Vorsitzenden des Islamrats, Ali Kizilkaya, will auch der Zentralrat der Muslime auf den für Montagabend geplanten gemeinsamen Opernbesuch verzichten, wie der „Tagesspiegel am Sonntag“ berichtete. „Ich gehe sehr gern in die Oper und war und bin entschieden gegen die Absetzung von Idomeneo“, sagte der Generalsekretär des Zentralrats, Aiman Mazyek. In diesem Falle fühle er sich aber „politisch instrumentalisiert“. „Ich gehe in die Oper, um mich zu entspannen und nicht, um Religion, Kunst und Politik in einen Topf zu werfen“, sagte Mazyek weiter. „Als Vertreter einer Religionsgemeinschaft bin ich weder Kunstkritiker noch zuständig für Geschmacksfragen. Auch für Politiker ist das übrigens nicht der richtige Job.“

Kizilkaya kritisierte den Vorschlag zuvor, die Mitglieder der Deutschen Islam-Konferenz sollten geschlossen die Aufführung besuchen, als „ein bisschen populistisch“. Dadurch werde die Teilnahme zum Gradmesser für Integration umgedeutet. „Jetzt läuft es nach dem Motto: Nur wer zur Oper geht, ist integriert. Die anderen sind noch nicht so weit.“
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17.12.2006 22:50 Uhr von Rollo-Ralf
 
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also da sieht man ganz klar den unwillen der Muslime sich Integrieren zu wollen! Aber in linken Kreisen werde sicherlich wieder einmal alle anderen dafür verandwortlich gemacht. Kann aber auch sein, daß die Damen und Herren kaum ein Wort von dieser Aufführung verstanden hätten, da bei dieser Oper wohlmöglich Deutsch gesungen wird. Mann kann ja schließlich nicht verlangen das die Damen und Herren, auch nach Jahren, der Deutschen Sprache soweit mächtig sind, um der Darbietung zu folgen! Ich frage mich wann wir endlich so Schlau werden die Unwilligen aus diesem Land zu werfen!
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17.12.2006 22:51 Uhr von Mi-Ka
 
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Es scheinen doch nicht genug: Leute auf diese Farce reingefallen zu sein.

"Es gibt noch einige Restkarten, eine weitere Aufführung findet am 29. Dezember statt."
Wie es aussieht, werden wohl mehr Reporter, Politiker, Fernsehleute anwesend sein als Besucher.

Und ich denke dass Herr Kizilkaya erkannt hat, um was es bei der Einladung wirklich geht.
"Kizilkaya kritisierte den Vorschlag zuvor, die Mitglieder der Deutschen Islam-Konferenz sollten geschlossen die Aufführung besuchen, als „ein bisschen populistisch“. Dadurch werde die Teilnahme zum Gradmesser für Integration umgedeutet. „Jetzt läuft es nach dem Motto: Nur wer zur Oper geht, ist integriert. Die anderen sind noch nicht so weit.“
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17.12.2006 23:00 Uhr von Atatuerk1881
 
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@tablette666: [zitat bereits editiert]
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17.12.2006 23:06 Uhr von Mi-Ka
 
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Strafanzeige? Der Kommentar von Tablette666 sollte doch dafür ausreichen.
Der nächste natürlich von Atatuerk1881 auch.

Ishn & Rollo-Ralf
Genau welchen solchen Kommentaren habe diejenigen Recht, die die Instrumentalisierung dieser Oper verurteilen.

Wieso hat man eigentlich nicht den Papst eingeladen.
Soweit ich richtig informiert bin, war die katholische Kirche die einzige Institution, die offiziel Kritik geübt haben.

Was für ein Zeichen von Integration soll es sein, wenn man alles gut finden muss.
Mozart würde aus Protest nicht diese Veranstaltung sehen wollen.
Aber der ist ja auch eh so ein Ausländer.
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17.12.2006 23:19 Uhr von fanatiker
 
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Auch wenn ich oft gegen den Islam wettere, aber in diesem Fall haben die Muslime einfach gut begründet recht.
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17.12.2006 23:26 Uhr von jesse_james
 
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@Autor @all: "Ich befürchte, die durchaus nachvollziehbaren Gründe für eine solche Absage werden der Integrationsdebatte nicht gerade förderlich sein. Mit einer Absage wird immerhin auch Zeichen gesetzt, das hätten die Verantwortlichen der sechs Verbände bedenken müssen."


Was heißt hier bitte die Absager hätten etwas bedenken müssen ?

Der schwarze Peter den man hier den Verbänden zuzuschieben versucht entstammt doch wohl eindeutig aus der Feder Schäubles.


Nur weil die Vorsitzenden der Verbände sich diese Oper nicht anschauen wollen heißt das noch lange nicht das sie deswegen etwas gegen diese Oper hätten oder das sie deshalb zum Protest dagegen aufrufen würden.
Es heißt einfach nur das sie es sich nicht anschauen wollen.


Das was Herr Schäuble damit auslöst, ja der Herr Dr. Schäuble und nicht die Verbände, ist wieder eine Diskussion die zu ungunsten eben dieser Verbände und aller ihrer Mitglieder geführt wird.

Denn wer diese Diskussion nicht will müsste sich sozusagen fügen, also erpressen lassen !
Denn so wirkt diese Einladung, entsprechend dessen das wer nichts dagegen hat MUSS es sich anschauen um allen zu zeigen das man keine Probleme damit hat.
Und das ist Erpressung/Zwang !



Dieses hin und her hätte man wesentlich besser und mit mehr Taktgefühl umsetzen können !

Aber offenbar nicht in der dt. Politik.
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18.12.2006 09:55 Uhr von Korbin
 
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Ja zur Instrumentalisierung: Es geht doch nicht darum, ob man die Oper gut findet oder nicht. Es geht darum, dieses Land auszuhalten, und zwar in Sichtweite. Das wäre mal ein längst fälliger Beweis. Aber nein, wieder mal wird Ablehnung und Abgrenzung zur Schau gestellt und propagiert.

Anpassung und Integration ist eben für die "wahren Gläubigen" nur eine Einbahnstraße in ihre Richtung.
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18.12.2006 11:31 Uhr von real.stro
 
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Und wenn du nicht zu: mir in meinen Sandkasten spielen kommst, dann magst du mich nicht, so, und ich mag dich dann auch nicht. Ätsch.....
Dem Schäuble gehören ordentlich ein paar auf die Finger geklopft. Das Ganze grenzt ja schon an Demogagie. Der sollte seinen Hut nehmen, es sei denn......Das Ganze ist so gewollt. Aus welchen Gründen auch immer?
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18.12.2006 12:15 Uhr von Johnny Cash
 
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Schließe: mich Korbin an. Integration soll immer nur von einer Seite ausgehen. Gesten wie sie von "unserer" Seite ausgemacht werden werden nicht erwidert und gelten als Beleidigung.
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18.12.2006 13:08 Uhr von normalo78
 
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Meine Güte erstens hat man mit dieser Einladung den Teilnehmern der Islamkonferenz die Pistole auf die Brust gesetzt. So sollte man sich schon aus Prinzip nicht erpressen lassen. Zweitens wenn man etwas nicht mag, es aber toleriert, dann muß man so eine Veranstaltung noch lange nicht besuchen. Wenn ich einen Rapper nicht mag, gehe ich schließlich auch nicht auf sein Konzert, trotzdem kann ich tolerieren, das andere Leute das mögen und würde nie verlangen, ihn nicht mehr auftreten zu lassen.

Von wegen, Toleranz geht immer nur in eine Richtung. An der Diskussion hier sieht man doch, wer intolerant ist. Die Begründung für die Absage war jedenfalls vollkommen nachvollziehbar.

Gruß
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18.12.2006 13:08 Uhr von CeKKo
 
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was hat diese: Oper denn bitte mit Integration zu tun holt halt die Juden zu diesem Spektakel und reisst mal euren Mund dagegen auf ne das traut ihr euch ja nicht ist antiisemitismus und euer werter Papst der kann sie doch auch besuchen ne ausgerechnet wieder der Islam weil auf dem Kamel kann man zur Zeit am besten reiten armes deutschland diese Kommentare hier erklaeren das PISA Ergebnis voll und ganz
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18.12.2006 15:42 Uhr von legionaer
 
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Eine Einladung ist ja kein Zwang zur Teilnahme und eine Ablehnung der Einladung noch lange kein Indiz, dass dies gleichzusetzen ist mit einer Ablehnung unserer christlich-europäischen Gesellschaft.

Ich würde eine solche Einladung auch ablehnen aus den verschiedensten hier schon oft genug diskutierten Gründen.

Ich persönlich kann jeden Moslem verstehen, der diese Inszenierung nicht beiwohnen möchte, es langt völlig, wenn er eine solche toleriert bzw. wenn er sie kritisiert,dies im Rahmen unserer Gesetze tut.


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