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Physik: Schritt auf dem Weg zur "Insel der Stabilität"

In den Physical Review Letters berichten die Mitglieder eines internationalen Forscherteams über den Erfolg ihrer Arbeit. Sie brachten die Suche nach einer "Insel der Stabilität" im Bereich der superschweren Atomkerne einen Schritt nach vorn.

Superschwere Atomkerne sind bislang üblicherweise extrem instabil, sie "überleben" nur Sekundenbruchteile, bevor sie sich zersetzen. Das Nuklid Hassium-270 zeigt nun im Laborversuch eine deutlich höhere Lebensdauer.

Die Wissenschaftler um Alexander Yakushev von der Technischen Universität München konnten eine Halbwertszeit von fast 30 Sekunden bekannt geben. Hassium-270 besteht aus 162 Neutronen und 108 Protonen.


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WebReporter: Schellhammer
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Weg, Insel, Physik, Schritt, Stabilität
Quelle: www.scienceticker.info

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12 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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16.12.2006 19:39 Uhr von Schellhammer
 
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Ein beeindruckender Erfolg, der nicht nur den Physikern sondern auch Kernchemikern künftig ihre Forschungen erleichtern sollte.
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16.12.2006 21:50 Uhr von CHR.BEST
 
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Cool: Vielleicht gibt es doch superschwere Atome, die stabil sind. Laut Quelle benötigte man allerdings mehrere Wochen Zeit um den Zerfall von nur 4 Hassium-270 Atomen nachweisen zu können.
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16.12.2006 23:25 Uhr von hainz
 
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mal ne blöde frage und was bringt das? :P
klingt ja alles wirklich interessant, aber was macht man mit superschweren atomkernen? oder kann man da wieder dinge über die entstehung des universums erfahren?

greez =)
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16.12.2006 23:49 Uhr von JayAge
 
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evtl: ist es ja für teilchen beschleuniger interessant oder für die herstellung von antimaterie
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17.12.2006 00:30 Uhr von Shedao Shai
 
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@vorredner: stabil wird keiner der irgendwann gefundenen superschweren atomkerne sein. das lässt sich schon daran sehen, dass es diese elemente nicht frei in der natur gibt, obwohl sie wie alle elemente über eisen bei einer supernova wenigstens zu einem geringen teil entstanden sein müssten. sollten sie aber für fast eine ganze minute stabil sein können, reicht das um chemische eigenschaften zu erfahren, was dem allgemeinen verständnis der elemente zugute kommt und außerdem lassen sich die prozesse in einer supernova oder dem urknall besser nachvollziehen.
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17.12.2006 05:28 Uhr von Korbin
 
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Außerdem: ist Grundlagenforschung die Quelle jeden Fortschritts, auch wenn dabei zunächst nichts sinnvolles erkennbar ist oder man das eine oder andere Mal tatsächlich in der Sackgasse landet.
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17.12.2006 11:42 Uhr von _neo_cortex
 
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@JayAuge: Unsere Weltwirtschaft hat gerade genug Enerie um Protonen zu beschleunigen, da wird man kein Superschweres Element nehmen um Erkenntnisse zum Urknall, etc rauszuholen, dafür fehlt uns einfach der Strom.

Der selbe Grund ist auch für die Erzeugung von Antimaterie uninteressant, das macht man mit Gammaphotonen, wenn man überhaupt genug Energie hat solche herzustellen.
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17.12.2006 13:29 Uhr von GLOTIS2006
 
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gammaphotonen herstellen? ähm...du meinst wohl gammastrahlen, die man als photonen begreifen könnte. aber die muss man garnicht herstellen. die "entstehen" immer wenn man sensibles radioaktives material hat. das ist ja auch gerade das, was so nützlich ist - hochenergetische teilchen/wellen, die wasser stark erhitzen können.
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17.12.2006 15:16 Uhr von CHR.BEST
 
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@Shedao Shai: Das erinnert mich an das PC Spiel UFO, in dem Elirium 305 (oder so ähnlich) als Reaktorbrennstoff verwendet wurde ;-)

Hm, was ich mich frage, wo liegt die Obergrenze von Neutronen und Protonen, aus denen ein Atomkern bestehen kann? Gibt es überhaupt eine Obergrenze?
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17.12.2006 16:29 Uhr von Shedao Shai
 
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@CHR.BEST: das spiel hatte wirklich was für sich^^

eine wirkliche obergrenze gibt es bis jetzt nicht. fakt ist aber, dass große atomkerne radien erreichen, die an die grenze der reichweite der starken kernkraft kommen. die elektrische abstoßung hat dagegen eine unendliche reichweite, also spürt zum beispiel ein proton am "rand" eher die abstoßung durch das proton auf der anderen seite, als seine anziehung. so wird klar, dass nicht irgendein superschweres neues element auf einmal wirklich stabil werden könnte. andererseits bestehen sie trotzdem für mehrere mikrosekunden, genau wie elektron und positron erst ein zusammengesetztes teilchen bilden, bevor sie sich vernichten. eine obergrenze müsste auch solch super instabile zustände ausschließen.
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17.12.2006 16:55 Uhr von soereng
 
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das hört sich doch: echt mal interessant und echt vielversprechend an. Wenn nun mal eine Grenze erreicht wird, an denen die Kerne wieder komplett Stabil werden bzw. eine sehr große Halbwertszeit besitzen, kommt man möglichwerweise an komplett neue Materialen mit mannigfaltiger Verwendungsweise und komplett neuen Eigenschaften. Man kann echt gespannt sein, was da die Zukunft noch bringen wird.
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17.12.2006 19:11 Uhr von JayAge
 
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@_neo_cortison: so schwer is mein name nicht oder?

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