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RAG will trotz "Kohlestreit" an Börsengang 2007 festhalten

Der Streit zwischen SPD und CDU um einen Ausstieg aus der Kohleförderung in Deutschland gefährdet nach Ansicht des RAG-Vorstandschefs Werner Müller den für Juli 2007 anvisierten Börsengang der Ruhrkohle AG.

Während die SPD weiterhin an einem "Sockelbergbau" mit einer jährlichen Förderung von sechs bis acht Millionen Tonnen Steinkohle festhalten will, lehnt die CDU dieses Vorhaben ab. Eine schnelle Einigung in diesem Streit wird nicht erwartet.

Unterdessen erzielte der RAG-Konzern in den ersten drei Quartalen 2006 einen Vorsteuergewinn von 1,05 Milliarden Euro, 160 Millionen mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Steinkohle-Sparte ist in diesen Zahlen jedoch nicht enthalten.


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WebReporter: Ralph_Kruppa
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Börse, Börsengang, Kohle
Quelle: www.netzeitung.de

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13.12.2006 14:46 Uhr von Ralph_Kruppa
 
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Es geht um „Kohle“, im wahrsten Sinne des Wortes. Pro Jahr investiert der Bund immer noch Milliardenbeträge in die Förderung der weniger werdenden Zechen. Befürworter sprechen von strategischer Energiepolitik, Gegner von fehlender Effizienz. RAG-Chef Müller, übrigens ehemaliger Wirtschaftsminister, wird wohl auch die Kollegen der CDU bearbeiten müssen, damit der Börsengang seines Unternehmens nicht an der „Kohle“ scheitern soll.
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13.12.2006 18:28 Uhr von Troll-Collect
 
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Börsengang auf Kosten des Steuerzahlers: Dazu kam gestern ein passender Beitrag im ZDF - wie auch bei anderen Privatisierungen werden auch hier Erlöse zu den zukünftigen Aktionären geschoben, während der Steuerzahler auf den Lasten sitzenbleibt:

>>
Börsengang auf Kosten des Steuerzahlers

RAG-Chef Werner Müller hat ein großes Ziel: Er will den Essener Mischkonzern, die einstige Ruhrkohle AG, an die Börse bringen. Ein veritables Dax-notiertes Unternehmen soll entstehen - ohne den hochsubventionierten, verlustreichen Steinkohlebergbau.
...
Auch dank der Steuergelder ist die einstige Ruhrkohle AG zu einem großen und mächtigen Konzern gewachsen - mit lukrativen Töchtern, wie dem Kraftwerksbetreiber steag, der Degussa-Chemie und der Immobiliensparte - der so genannte weiße Bereich der RAG. Den will Müller nun unter neuem Namen an die Börse bringen.
Abspaltung der Steinkohle
Der schwarze Bereich aber, der verlustreiche Kohleteil des Unternehmens, soll abgespalten werden und in eine Stiftung des Landes Nordrhein-Westfalen übergehen. Aus dem Subventionsempfänger RAG würde so ein gewinnbringendes Unternehmen entstehen, unter Führung des ehemaligen Wirtschaftsministers Werner Müller.
...
Die Experten sind sich einig: Das Geld aus dem Börsengang wird die Ewigkeitskosten nicht decken. Eine Zerschlagung der RAG, also der separate Börsengang der einzelnen profitablen Unternehmensteile des weißen Bereichs, könnte deutlich mehr Geld einspielen als der von Müller geplante Börsengang des Mischkonzerns. "Die drei Teile getrennt veräußert dürften nach Einschätzung aller Analytiker, die ich je dazu gehört habe, deutlich mehr bringen", sagt Professor Schmidt. "Wenn das so ist, dann kann die Politik eigentlich gar nicht anders, als auf einen Einzelverkauf zu drängen."

Unterstützung aus der Politik
Doch der ehrgeizige RAG-Chef Werner Müller hat für seine Pläne namhafte Politiker eng an sich gebunden - zum Beispiel Bundestagspräsident Norbert Lammert. Er sitzt im RAG-Aufsichtsrat. Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder berät die RAG beim Börsengang. Und schließlich Friedrich Merz. Der CDU-Politiker ist Anwalt der RAG für alle Börsenfragen.
...
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http://www.zdf.de/...

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