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Haste: Witwer muss 9.000 Euro zahlen, nachdem seine Frau Selbstmord beging

In Haste/Niedersachsen beging eine Frau bereits im Mai des letzten Jahres Selbstmord, indem sie vor einen Zug sprang. Ein Gericht entschied jetzt, dass der verwitwete Ehemann eine Geldsumme an den Lokführer zahlen muss.

Der 55 Jahre alte Lokführer, der seit dem Vorfall aufgrund einer psychischen Erkrankung nicht mehr arbeitet, erhält 9.000 Euro Schmerzensgeld und Schadenersatz vom Witwer.

Sowohl der Witwer als auch der Lokführer akzeptieren das Urteil, so heißt es von Seiten des Landgerichts Bückeburg.


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WebReporter: german_freak
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Frau, Euro, Selbstmord, Witwe
Quelle: www.netzeitung.de

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12 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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08.12.2006 13:14 Uhr von german_freak
 
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Ist schon krass, dass der Mann nicht nur den Verlust seiner Frau hinnehmen muss, sondern auch die Geldsumme bezahlen muss.
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08.12.2006 13:39 Uhr von Animal Farm
 
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lokführer: kann in solchen fällen ein sehr harter job werden....

habe mal gelesen, dass jeder lokführer durchschnittlich einmal in seiner karriere einen suizid miterleben muss.

es gibt durchaus bessere wege, sich umzubringen (wobei der beste weg natürlich weiterleben heisst)

die 9000€ sind absolut angebracht, auch wenn sie das trauma des zugführers sicherlich nicht werden beheben können.
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08.12.2006 13:48 Uhr von sluebbers
 
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einmal im lokführerleben?! kommt mir zu wenig vor, da jede nacht irgendwo in deutschland eine/r vor den zug hopst. ein kumpel von mir arbeitet wie schon sein vater bei der bahn und kennt viele lokführer. einem ist sogar zweimal in einer nacht jemand vor die lok gesprungen (man darf weiterfahren wenn man möchte, muss natürlich nicht).
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08.12.2006 13:51 Uhr von exzar44
 
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Unsinniges Urteil: Weshalb macht man nun den Witwer der Selbstmörderin für das Leid des Lokführers verantwortlich? Wie kann ein Mensch für die Taten eines anderen, eigenständigen Individuums belangt werden?
Wenn man dieser Rechtsauffassung logisch folgte, würde man den Witwer auch bestrafen, wenn seine Frau vor ihrem Suizid auch noch einen anderen Menschen tötete bzw. lediglich eine andere Straftat beging.
Äußerst seltsam...?!
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08.12.2006 14:01 Uhr von SeraphicFeather
 
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lokführer kenne ich genug und ich kann euch da ja mal ein paar Fakten zu erzählen. Fakt ist, dass sich pro Tag im Durchschnitt 7 Menschen auf die Gleise werfen, vorzugsweise in der Nähe von Offenburg (warum auch immer. Bahn spekuliert schon über Umfahrung des Bahnhofs).

Tatsache ist auch, dass einmal im Leben ziemlich unwahrscheinlich ist. Mein Freund ist zwar nur Restaurantleiter auf ICEs aber selbst er hat schon keine Ahnung wie viele Selbstmordidioten mitgekriegt. Während der WM war es am schlimmsten.

Womit wir dann dahin kommen, dass auch desshalb die Bahn öfter mal (bis immer) zu spät kommt. Achtet mal auf Ansagen im Bahnhof von wegen "...aufgrund Personen im Gleisbett" u.ä.
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08.12.2006 14:19 Uhr von Johnny Cash
 
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Abgesehen: davon das das eine schlimme Erfahrung für den Lokführer war verstehe ich nicht das der Witwer dafür haften muß. Man kann doch nicht die Konsequenzen für andere übernehmen. Auch wenns die Ehefrau war.

Ich wohne in der Nachbarstadt von Bückeburg und kenne den Fall.
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08.12.2006 14:24 Uhr von carry-
 
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@exzar & johnny: ich nehme mal an, dass es rechtlich so aussieht, dass das schmerzensgeld aus dem vermögen der frau bezahlt wird. nur das dieses eben jetzt dem mann gehört. - oder so ähnlich.
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08.12.2006 14:28 Uhr von Troll-Collect
 
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"Man kann doch nicht die Konsequenzen für andere übernehmen. Auch wenns die Ehefrau war."

Wird daran liegen, dass er als Erbe auch deren Vermögen geerbt hat - und somit auch die Verpflichtungen. Hätte er das Erbe ausgeschlagen, müßte er nicht zahlen. Hier geht es nicht um Strafe im strafrechtlichen Sinne, sondern um zivilrechtlichen Schadenersatz.

"es gibt durchaus bessere wege, sich umzubringen "
tja, wer in der Situation ist, sich aus Ausweglosigkeit/Verzweiflung das Leben zu nehmen, wird sich kaum Gedanken machen á la "wie gehe ich anderen am wenigsten auf den Keks". Häufig wollen die Leute, wenn sie etwa einsam, isoliert waren mit ihrem Tod noch ein letztes Zeichen setzen "seht her, es gibt/gab mich".

"(wobei der beste weg natürlich weiterleben heisst)"
klar, der Tod macht das Leben auch nicht leichter.
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08.12.2006 15:06 Uhr von Troll-Collect
 
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@wok: "So ist das dem Lokführer jetzt zum dritten Mal passiert, weshalb er schwer psychisch erkrankt"

Ist die Frau ihm also 3 mal mit Selbstmordabsichten vor den Zug gesprungen? Falls nur ein mal, kann man ihr (bzw. dem Erben) die anderen beiden Fälle nicht anlasten.

"Die Frau hatte bekannterweise eine Psychose und Depressionen. Somit ist das Ganze mehr als angemessen, da dem Witwer die Selbstmordgefahr bekannt war "
Wenn Suizidalität vorlag ist es Verschulden des Arztes. Und nicht jede Ausprägung der Krankheiten bedeutet Gefährdung für sich oder andere, in den meisten Fällen sind die Betroffenen entsprechend stabil eingestellt. Aber dazu müßte man die Krankengeschichte kennen, um das beurteilen zu können.

"dass immer wieder Leute ihren Selbstmord nicht alleine zu Hause machen können,"
Genau. Am besten sind so Selbstmordzellen wie in Futurama. Oder noch besser: Vorher Organspendeausweis ausfüllen und die Transplantationszentren rechtzeitig informieren, dann können die Freaks sich wenigstens noch nützlich machen.
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08.12.2006 15:14 Uhr von delauer
 
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Zu wenig: Wer den "Unfallort" gesehen hat, weiß dass es zu wenig war. Die ganze Straße war voll mit Blut da.
Wohne ja nicht weit weg von Haste und an dem Tag sind wir grad vom See wieder gekommen. 6h nach dem Unfall war da immer noch ein riesen Blutfleck!
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08.12.2006 16:41 Uhr von styxxx
 
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Wir wissen nicht Wir wissen ja nicht, wieviel Geld der Witwer hat. Vielleicht ist es gar nicht viel für ihn? Vielleicht hat sie auch eine Erbe hinterlassen, von dem das gezahlt wird.
9000 Euro werden aber nicht viel helfen, wenn der Mann nicht mehr arbeiten kann...
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11.12.2006 13:46 Uhr von Sternschnuppe01
 
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Warum muss Witwer zahlen? Das dachte ich zuerst auch, aber mal anders gesehen. Wenn jemand einen schweren Autounfall verursacht, Menschen bei sterben der Verursacher selber auch, dort müssen die Nachkommen auch für aufkommen. Wie Schmerzensgeld etc.. Dafür geht man eine Beziehung ein für einander da zu sein. Schießlich hatte die Frau ja auch Geld was der Mann jetzt besitzt. Und wenn die Frau krank war, dann hätte man Sie gar nicht mehr in den öffentlichen Verkehr lassen dürfen. Sie hätte ja auch auf die Autobahn laufen können, was hätte da alles passieren können? Ich arbeite selber bei der Bahn mein Freund ist Lokführer, es reicht schon eine Leiche zu sehen geschweige denn jemanden vor den Zug zuspringen sehen.

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