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Die Römer bauten Gefängnisse, die Häftlinge psychologischem Terror aussetzten

Wie Ausgrabungen nun belegen, haben schon die Römer die Idee eines idealen Gefängnisses, das die Probleme der Gefangenenüberwachung einzig durch seine Architektur lösen soll, in einem Steinbruch am Toten Meer nahezu verwirklichen können.

Eine solche Architektur zeichnet sich dadurch aus, dass die Gefangenen einem andauernden psychologischen Terror ausgesetzt sind. So besaß der Steinbruch beispielsweise Aussichtspunkte, von denen aus die Wachen die Insassen jederzeit im Blick hatten.

Die Häftlinge sahen die Wachen aber nicht. Das Gefängnis verfügte auch über Einzelschlafplätze, die den Kontakt und vor allem die Sicht zwischen den Häftlingen stark einschränkten. Nur der Blick nach oben war frei. Dort verbargen sich die Wachen.


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WebReporter: Reggie31
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Terror, Gefängnis, Häftling, Psychologie
Quelle: www.spiegel.de

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9 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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07.12.2006 09:08 Uhr von geburah
 
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Irgendwo muss es ja her kommen. Muss schon hart gewesen sein... aber so gibt es ja heute noch... siehe Großer Bruder...

Naja, gut das ich damals noch nicht gelebt habe...
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07.12.2006 10:23 Uhr von hawk74
 
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Es gibt auf Tasmanien ein Gefängniss indem die Insassen jahrelang (!!!!) niemanden (Mitgefangene,...) gesehen haben.

Habe mal einen bericht darüber gesehen. Beeindruckend/Erschreckend wie präzise die Abläufe dort waren, damit sich die Gefangen nicht auf dem (z.B.) Flur begegnen. Die Wärter trugen Filzpantoffeln, damit keine Geräusche entstanden.
Die Häftlinge waren also "alleine" vollkommen isoliert eingesperrt.

Bis dann..
HAWK
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07.12.2006 10:59 Uhr von ManuelDoninger
 
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@hawk: sowas gab es bis vor 16 jahren auch in der ddr, im ehemaligen stasi-gefängnis berlin-hohenschönhausen. ich war da vor ein paar wochen, und es ist beängstigend und zugleich beeindruckend, dass es soetwas noch im jahr der wiedervereinigung gegeben hat.
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07.12.2006 11:04 Uhr von lostscout
 
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Wieso Terror? Einzelschlafplätze sind doch angenehm und wenn ich die Wachen nicht sehe, komme ich mir auch nicht immer so beobachtet vor!

Psychologischen Terror stelle ich mir anders vor!
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07.12.2006 11:12 Uhr von geburah
 
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@lostscout: Wie würdest du es finden wenn du immer das bedenken hast, das die dich gerade beobachten und du nichts machen kannst ohne vielleicht gesehen zu werden, z.B. immer die hände über der Bettdecke ;)

Außerdem bist du so abgeschirmt, das du ja nicht mehr mitbekommst, vielleicht hatten die ja auch Angst das durch einen krieg oder so alle befreit worden sind, und nur du vergessen worden bist. Ich fände das gar nicht so toll. Ein mensch braucht Kontakte. Seh dir doch an wie schnell man irre wird wenn man alleine ist.

Selbstgespräche, gespaltene Persönlichkeiten und und und...

Ich finde es schon hart.
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07.12.2006 11:47 Uhr von SWH
 
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@geburah: "Außerdem bist du so abgeschirmt, das du ja nicht mehr mitbekommst, vielleicht hatten die ja auch Angst das durch einen krieg oder so alle befreit worden sind, und nur du vergessen worden bist."

Sicherlich ist Isolationshaft schlimmer als normale Haft.
Aber die Angst niemand wär da - ein kleiner Denkfehler!

Wenn man täglich sein Essen bekommt, kann man nicht den Gedanken bekommen, man wäre wirklich allein. Hätten alle "wegen eines Kriegs" das Gefängnis verlassen, würde man ja nicht Tag für Tag Verpflegung bekommen. ;-)
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07.12.2006 11:57 Uhr von geburah
 
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@SWH: Das machen ja dann die kleinen heinzelmännchen und Elfen, die nicht wollen das du zu Grunde gehst :D
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07.12.2006 12:07 Uhr von hawk74
 
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Isolationshaft: schaut mal hier:

http://de.wikipedia.org/...

Sehr interessant sind die AUSWIRKUNGEN !!

Bis dann...
HAWK
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07.12.2006 14:02 Uhr von mages
 
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würde mich nicht stören: "immer die Hände über der Bettdecke?"

nö! warum auch. ich werde doch jetzt auch schon überwacht. wenn die regierung mir zusehen wollte oder ein nachbar, dann kann er/sie/es das gerne tun. wenn ihm dabei einer ab geht .... wegen mir. ist doch nicht mein problem.
es kommt schon sehr darauf an, was man sich selbst zum stress macht. es gibt auch leute, die sagen das es keinen stress gibt und ich kann ihre meinung gut verstehen.

die schlimmste haft ist doch die, bei der man nicht merkt, dass man in haft ist. und die haftanstalt ist so groß, dass man nicht in der lage ist ihr größe zu erkennen. weiterhin ist es schlimm, wenn man nicht weiß wer die wächter sind und wer die gefangenen. DAS würde mir mehr sorgen machen!

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