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Bolivien verstaatlicht Erdgassektor

Evo Morales, amtierender Staatspräsident von Bolivien, hat ein Gesetz zur Verstaatlichung der Erdgasreserven seines Landes unterzeichnet. Auch für die Erdölindustrie gibt es seit Ende Oktober 2006 eine ähnliche Regelung.

Das Gesetz verfügt, dass 82 Prozent der Erlöse aus der Exploration der Gasvorkommen im Land der bolivianischen Staatskasse zufließen. Die restlichen 18 Prozent verbleiben bei den Unternehmen.

Bolivien gilt als das ärmste Land im südamerikanischen Subkontinent. Die geschätzten Reserven an Erdgas sind jedoch beträchtlich und die zweitgrößten in ganz Südamerika.


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WebReporter: Ralph_Kruppa
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Erdgas, Bolivien
Quelle: www.dw-world.de

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12 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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04.12.2006 10:15 Uhr von Ralph_Kruppa
 
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In Südamerika erlebt der Sozialismus eine neue Blüte. Auch sein Amtskollege Chavez setzte sich in Venezuela für mehr Staat zugunsten der ärmeren Bevölkerungsschichten ein, mit Erfolg, wie die Wahlen vom Sonntag zeigen. Ich bin aber mal gespannt, was die US-Regierung dazu sagt. Immerhin sind einige der größten Ölkonzerne US-amerikanische. Die dürften von dieser Regelung wenig begeistert sein.
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04.12.2006 10:38 Uhr von bockwurstsauger
 
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Die Maßnahme scheint zwar sozialistisch zu sein, aber das muss man nicht auf den "Linksruck" in Südamerika schieben. Ist doch eigentlich klar, das solche Entwicklungs- bzw. Schwellenländer die Ausbeutung durch globale Märkte auch irgendwie stoppen müssen,. damit sich ihr Land auch entwickelt und es ist meiner Meinung nach richtig, dass man da Versuche unternimmt.
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04.12.2006 10:44 Uhr von vst
 
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völlig richtig: daumen hoch für die beiden präsidenten (bolivien, venezuela)

wann sind wir soweit, dass wir von der privatisierung als allein seligmachende abgehen?
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04.12.2006 10:45 Uhr von mäckie messer
 
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Hauptsache man muss sich nicht von Morales "hirnficken" lassen, um dann auch an der sozialen Sicherung partizipieren zu dürfen. Traditionell tendieren derart zentralistische und restriktive Regierungen ja schnell dazu, auch ein bisschen repressiv und diktatorisch zu werden...
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04.12.2006 10:51 Uhr von mäckie messer
 
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@autor: nächstes Mal bitte statt "Exploration" "Ausbeutung" benutzen. Bin kein Deutschvokabel-Fanatiker, aber wir müssen ja nicht existente, verständliche und kurze Wörter durch Fremdwörter zweifelhaften Ursprungs ersetzen, die keinen Deut besser sind... ;)

(Davon abgesehen ist "Exploration" in diesem Kontext sowieso falsch, denn die eigentliche Übersetzung dafür lautet "Erschließung", und für die Erschließung von Vorkommen gibt´s noch kein Geld. Was du meinst, ist wohl eher "Exploitation"... </klugshicing>)
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04.12.2006 10:59 Uhr von Mario78
 
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mäckie messer: wir werden genauso von unseren Spitzen-Politikern Hirngefickt,die machen vieles gegen das ,was das eigene Volk selbst will und eben nurnoch für die Wirtschaft,weil die ist ja so arm die brauchen wieder eine Neue Reform bzw Steuersenkung(umverteilung). Und es muss auch wieder soviel Privatisiert werden was nur geht. Das was das Volk von den eigenen Steuern bezahlt hat(Bahn,Straßen,Telefonleitung usw)wird zu Schleuderpreisen verkauft ums dann vom Steuerzahler nochmals bezahlen zu lassen. Dann diese ewige Unterschichtenhetze gegen Arbeitslose usw. Ist doch eigentlich Volksverhetzung,aber die Rewichen und Politiker können sich ja überall freikaufen!
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04.12.2006 11:02 Uhr von mäckie messer
 
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Mario78: Ein wahres Wort gelassen ausgesprochen... ;)
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04.12.2006 11:27 Uhr von Johnny Cash
 
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Mein: Vorredner Mario hat die Situation in Deutschland ziemlich gut dargestellt

Die Achse Bolivien - Venezuela - Kuba scheint sich durch solche Maßnahmen weiter auszuweiten. Das am Ende nichts richtiges dabei rauskommt ist auch klar.
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04.12.2006 11:41 Uhr von Muta
 
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@mäckie messer: "Traditionell tendieren derart zentralistische und restriktive Regierungen"
Ist die Regierung denn tatsächlich zentralistisch und restriktiv?
Die Regierung ist z.B. dabei die Rechte der Bürger auszuweiten (auch bereits Wahlen zur Verfassunggebenden Versammlung abgehalten), insbesondere die der vorher brutal unterdrückten Indios (welche übrigens die Mehrheit der Bevölkerung in Bolivien ausmachen).
Eine illegale, nur unter Korruption zustande gekommene Privatisierung, unter der das rohstoffreiche Land so leidet, mit vorheriger Ankündigung rückgängig zu machen ist ja nicht besonders restrikitv (es wurde hier ja nichtmal unentgeltlich irgendwelcher Firmeneigentum z.B. Raffinerien enteignet, sondern lediglich der wichtige Rohstoff Gas in öffentliche Hand begeben).

Auch mit dem "Zentralismus" sieht es anders aus. Die bolivianische Regierung ist eher dabei die Basisdemokratieprogramme aus Venezuela zu kopieren (sihe dazu auch z.B. ier bei shortnews http://shortnews.stern.de/... ). Anders würde eine Umgestaltung auch nur verschwert funktionieren, da in den Behörden ja teils noch immer die alten Kooruptionsbeziehungen bestehen.
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04.12.2006 11:53 Uhr von mäckie messer
 
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Muta: Das klingt verdammt gut. Eigentlich zu gut, der innere Pessimist stachelt den Skeptiker an. :( Obwohl ich gerne glauben möchte, dass es in Bolivien und Venzuela nicht so läuft wie in Argentinien, wo man auch offiziell die Stadtteilräte und die Piqueteros unterstützt hat, und inoffiziell hat man einfach nur versucht sie "aufzukaufen" oder ihre Mitglieder durch Erpressung abspenstig zu machen.
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04.12.2006 12:05 Uhr von Muta
 
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Gutes Beispiel: In Argentinien war die Regierung in Teilen wesentlich nur daran interessiert die Piqueteros einzubinden statt ihre Bewegung zu unterstützen.
Hier wurde aber das Geld ohne Zwang zur Verfügung gestellt. Die Basisbewegungen haben sich gut organisiert und haben die kritische Beobachtungsgabe nicht verloren.
Bisher eine interessante gegenteilige Bewegung als in Argentinien (wobei es regional einige Karrieristen immer gibt und die Gefahr natürlich daher weiter besteht).
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04.12.2006 15:11 Uhr von kuemmel1
 
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Daumen hoch! Ein Schritt in die richtige Richtung, vielleicht ziehen jetzt andere arme Länder nach.

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