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Gesundheitsreform: Protesttag der Ärzte und Apotheker

Heute bleiben viele Apotheken und Praxen geschlossen. Ärzte und Apotheker protestieren so gegen die Gesundheitsreform. Es ist mit nur sehr eingeschränkten Dienstleistungen zu rechnen. Auch Krankenhäuser wollen sich anschließen.

Mit dem Protest wollen die Ärzte und Apotheker aufzeigen, mit welchen Einschränkungen nach der Reform langfristig zu rechnen ist.

Es wird zu massiver Teilnahme an dem Protest aufgerufen. Es wird aber gleichermaßen zugesichert, dass eine Notversorgung aufrecht erhalten wird.


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WebReporter: C&T
Rubrik:   Gesundheit
Schlagworte: Gesundheit, Arzt, Protest, Apotheke, Gesundheitsreform, Apotheker
Quelle: www.tagesschau.de

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14 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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04.12.2006 09:51 Uhr von _BigFun_
 
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Man kann sie verstehen. Immer mehr Leistungen werden gekürzt, immer mehr Geld für Krankenkassen-Prunk-Bauten und Manager-Gehälter verschwendet - die ordentliche Versorgung der Patienten ist immer mehr gefährdet - und der eigene Wohlstand ist auch immer mehr in Gefahr.
Ich kann Ärzte und Co verstehen - das Gesundheitssystem im Deutschland wird immer mehr Kontraproduktiv.

Noch besser finde ich es Allerdings, das man sich endlich beginnt aufzulehnen gegen den Unsinn der Politik in den Vergangenen 20 Jahren - und noch besser finde ich es, dass die Akademiker damit beginnen und nicht das "dumme" Volk - hoffentlich haben sie Erfolg - und hoffentlich erkennt nun auch der "kleine" Mann, dass er nicht alles schlucken soll - sondern auch mal gegen die Obrigkeit angehen muss.
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04.12.2006 12:57 Uhr von ArrowTiger
 
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Dazu passend: Zensur in Deutschland: Hoffentlich bringt der Protesttag ein wenig Verstand in die aktuelle Gesundheitspolitik. Ich fürchte nur, daß die uns regierenden Betonköpfe gar nicht mehr mitbekommen, was sie mit ihrer Politik für ein Feuer entfachen.

Eine hochpikante Sache im Zusammenhang mit den Ärzteprotesten ist übrigens, wie weit es bei uns in D bereits wieder mit der staatlicher Zensur gekommen ist:

In Schleswig-Holstein wollte die KV zusammen mit der Ärzteschaft über einen gewissen Zeitraum eine Info-Werbesendung über einige private Radiosender ausstrahlen, um der Bevölkerung ihre Sicht der Gesundheitsreform nahezubringen, und den Leuten klar zu machen, auf was diese sich einlassen, wenn sie diese "Reform" stillschweigend hinnehmen.

Vor einigen Tagen mussten die angesprochenen Sender die Ausstrahlung der Info-Spots leider absagen, da diese kurzfristig von der Landesrundfunkanstalt _verboten_ wurde!!!

Wann hatten wir doch nochmals das letzte Maulverbot für gegen die Pläne der Politik gerichtete Meinungen und Informationen?

Na ja, gegen Merkel und Co. liegen ja schon einige Klagen wg. versuchtem Verfassungsbruch vor. Man kann nur hoffen, daß dabei nicht wieder Ämterpatronage und "Vetternwirtschaft" eine Strafverfolgung vereiteln, sonst haben wir hier schon bald wieder ein totalitäres System. 8-(
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04.12.2006 13:59 Uhr von Austin_Powers
 
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Stasibananenrepublik: Jede Maßnahme wie Demonstrationen im kleinen Stil etc. die auf die Vernunft der Politiker abzielt ist verschwendete Zeit...
Das einzige was noch helfen kann sind Massenproteste, Klagen(die bis vors Verfassungsgericht kommen...verlieren wird man trotzdem, weil wir keinen gerechten Rechtsstaat mehr haben(siehe Mannesmann) aber dann ist die Medienaufmerksamkeit höher und vielleicht, vielleicht sind wir uns irgendwann mal nicht mehr zu bequem gegen diese Verbrecher vorzugehen...(à la Montagsdemos DDR)
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04.12.2006 14:20 Uhr von ArrowTiger
 
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@Austin_Powers: -- "Jede Maßnahme wie Demonstrationen im kleinen Stil etc. die auf die Vernunft der Politiker abzielt ist verschwendete Zeit..."

Magst Du recht haben - was daran liegen könnte, daß die verantwortlichen Politiker so etwas wie Vernunft überhaupt nicht besitzen. Und das meine ich nicht polemisch, sondern wirklich ernst. Gut - vielleicht sind sie auch "nur" sehr korrupt...

-- "Das einzige was noch helfen kann sind Massenproteste, Klagen(die bis vors Verfassungsgericht kommen..."

Yep! Die "Massen" werden aber erst auf die Straße gehen, wenn der Druck so extrem ist, das sich nix mehr bewert, und es eigentlich schon zu spät ist. Oder die Leute gehen wieder massenhaft für einen Bauernfänger auf die Straße. Auf den Plebs geb´ ich inzwischen nichts mehr...

-- "verlieren wird man trotzdem, weil wir keinen gerechten Rechtsstaat mehr haben(siehe Mannesmann)"

Naja, das mit Mannesmann ist noch relativ übliche Handhabe in der Rechtssprechung. Da gibt es aber weitaus üblere ungeahndete Rechtbeugung und Rechtsbrüche, und das liegt vor allem an der jahrzehntelangen Ämterpatronage in Deutschland, die leider auch bis in die BVerfG-Ränge vorgedrungen ist. Zudem ist die ministerielle Weisungsgebundenheit unserer Staatsanwälte einer Strafverfolgung oft hinderlich. Das ist alles schon lange so eingefädelt und zementiert. (Lies hierzu gerne mal "Das System" von Herbert von Arnim. Unser System ist inzwischen ein so ausgeklügelter und abgesicherter Selbstläufer, daß da eigentlich kaum mehr etwas dagegen zu machen ist.)

-- "aber dann ist die Medienaufmerksamkeit höher und vielleicht, vielleicht sind wir uns irgendwann mal nicht mehr zu bequem gegen diese Verbrecher vorzugehen...(à la Montagsdemos DDR)"

Das ist sicher richtig. Allerdings sollte man nicht unterschätzen, daß auch die Medien starkt eingebunden sind. Fast alles ist durch Bertelsmann, Springer, etc. ideologisch eingeschworen. Ich habe z.B. bis heute nichts in der breiten Presse von der oben genannten Zensur seitens der Landesrundfunkanstalt gelesen...
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04.12.2006 23:53 Uhr von DorianArcher
 
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Maulkorb: Meiner Ansicht nach ist es in gewisser Art ein Maulkorb, aber auch in gewisser Weise nicht. Einstweilige Verfügungen kann man ja schnell erwirken...
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05.12.2006 06:00 Uhr von marshaus
 
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das wird eh nichts, die politiker haben narrenfreiheit und sind gut abgesichert...also warum sollten die sich sorgen machen um andere.
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05.12.2006 17:50 Uhr von borgir
 
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diese reform: wird nicht nur uns früher ins grab bringen sondern auch das gesamte gesundheitswesen. die reform hilft keinem, nicht mal den kassen. alle wirklichen experten sind dagegen, frau merkel kann sich aber den fehler nicht mehr eingestehen, dafür ist die reform zu weit und sie würde sich lächerlich machen. schade dass sie nicht merkt, dass sie schon die lächerlichste person deutschlands ist, noch vor dieter bohlen.
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05.12.2006 19:11 Uhr von marshaus
 
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nicht nur: in deutschland...hier gehen sie aehnliche wege und es ist nur eine frage der zeit wenn einer an diesen reformen stirbt...hoffe mal das man sie dan strafverfolgen kann...fuer den mist den sie baut
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05.12.2006 21:06 Uhr von Nessy
 
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Den: Protest hab ich bemerkt...
So ein Notarztzimmer hat was. Bin lieber gegangen, so voll war das
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06.12.2006 09:07 Uhr von zenon
 
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Ärzte sind auch nur Menschen Ich weiß gar nicht was viele Menschen von Ärzten zu denken scheinen, aber für mich gehen die Proteste vollkommen in Ordnung da sich auch Ärzte nicht alles gefallen lassen müssen.
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07.12.2006 17:31 Uhr von borgir
 
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es müsste: regelrechte volksbegehren geben. massenproteste gegen die verlogene politik von denen da oben. da braucht man auch keine partei oder keinen politiker auszunehmen. die denken nur an sich. das volk ist denen egal. bundestag stürmen und putschen...klappt in anderen ländern doch auch :o)
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07.12.2006 23:14 Uhr von md2003
 
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also meiner Ansicht nach, sollte man das System mal durchleuchten und NEU entwickeln - es ist doch abzusehen, dass die Verschlimmbesserungen nur 1 - 3 Jahre halten.........

Nach dieser Zeit wird das Geld knapp - und es wird wieder verschlimmbessert.......

und was das Schlimmste ist - diese Verbesserungen sehen eigentlich immer nur eine Beitragserhöhung vor......

aber um zu dem Schluss zu kommen - wenn mir 3 Euro in der Kasse fehlen, dann erhöh ich halt die Beiträge so, dass 3 Euro mehr reinkommen.......

dazu braucht man keine Politiker - denn Politiker sollten ja zu einer politischen Lösung fähig sein, und das bedeutet für mich.... Beitragssenkungen bei gleichzeitig höheren Leistungen der Krankenversicherungen + man BEKOMMT 10 Euro bei jedem Arztbesuch:-)

Das alles ist möglich, wenn man ein INTELLIGENTES System ausarbeiten würde - also müssen unsere Politiker anscheinend komplette Nebelschlussleuchten sein:-(
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08.12.2006 13:30 Uhr von ArrowTiger
 
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@md2003: -- "meiner Ansicht nach, sollte man das System mal durchleuchten und NEU entwickeln - es ist doch abzusehen, dass die Verschlimmbesserungen nur 1 - 3 Jahre halten........."

Na ja, das System muss eben immer an die aktuellen Gegebenheiten angepasst werden. Das ist eigentlich normal. Etwas statisches ist da eher nicht möglich. Das ist aber auch weniger das Problem.

-- "und was das Schlimmste ist - diese Verbesserungen sehen eigentlich immer nur eine Beitragserhöhung vor......"

Wenn das System mehr Geld benötigt, als vorhanden, um weiterhin so wie bisher zu funktionieren, ist das eine logische Schlussfolgerung. Alternativ könnte man natürlich eine höhere Zusatzfinanzierung über Steuern andenken, wie in vielen anderen Ländern üblich, oder eben Leistungsstreichungen oder kostensenkende Maßnahmen. Aber bitte nicht voll auf Kosten der Leistungserbringer - hier Ärzte und Krankenhäuser - wie es jetzt geplant ist. Die mussten bei der letzten Reform schon eklatante Einbußen hinnehmen (ging bis zu Praxisschließungen). Vom immens gestiegenen, meist völlig unnötigen Verwaltungskram auf Kosten der Patienten mal ganz abgesehen (der im übrigen auch noch schlimmer werden dürfte).

-- "dazu braucht man keine Politiker - denn Politiker sollten ja zu einer politischen Lösung fähig sein, und das bedeutet für mich.... Beitragssenkungen bei gleichzeitig höheren Leistungen der Krankenversicherungen + man BEKOMMT 10 Euro bei jedem Arztbesuch:-)"

*ggg* Ist leider unrealistisch, weil das System einfach einen bestimmten Betrag kostet. Krankheit ist eben nicht planbar oder gar markwirtschaftlich betrachtbar. Irgendwoher muss das Geld ja kommen.

-- "Das alles ist möglich, wenn man ein INTELLIGENTES System ausarbeiten würde - also müssen unsere Politiker anscheinend komplette Nebelschlussleuchten sein:-("

Oder massiv korrupt! Wenn man bedenkt, daß eigentlich Beitragserhöhungen nötig wären (wenn man Steuerzuschüsse als Möglichkeit mal außen vor lässt), um eine ausreichende Finanzierung sicherzustellen, diese aber gemieden werden wie der Teufel, man aber andererseits mehr _private_ Zusatzabsicherung fordert - dann stimmt da was nicht. Diese Lösung wäre einerseits deutlich teurer als Beitragserhöhungen, und würde zudem Niedrigverdiener ausschliessen. Die einzigen, die von dieser Lösung profitieren würden, wären die Privatversicherer selbst und die Unternehmen, die dann um ihren durchaus sinnvollen Pflichtanteil herumkämen.

Korruption ist hier insofern nahmeliegend, weil fast alle Politiker, die derzeit das gesetzliche System madig machen, und nach privater Absicherung rufen, einen netten Posten (meist im Aufsichtsrat oder als "unabhängiger" Berater) bei einer der großen Privatversicherer haben. Star ist hier sicherlich Friedrich Merz...

Das stinkt gewaltig!
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08.12.2006 14:08 Uhr von md2003
 
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@ArrowTiger: na du hast den Zynismus meines Posts glaube ich nicht richtig verstanden?!?

Mir geht es in erster Linie darum:

Wenn irgendwo Geld fehlt z.B. in der Rentenversicherung, in der Krankenversicherung u.s.w. dann ist das einzige Mittel unserer HOCHINTELLIGENTEN und GUTBEZAHLTEN Politiker eine Steuer- oder Beitragserhöhung........(wie man es auch immer nennen will - meinetwegen eine Schnippel di Dippel di Dapp Erhöhung - völlig wurscht!!!)

und nun meine Frage:

Wenn man nun absolut unterbelichtete Menschen mit einem IQ unter 80 einstellen würde, könnten diese es dann schlechter machen?!? NEIN - denn auch sie würden nur diese eine Möglichkeit entdecken.....

es fehlt Geld - na dann sorgen wir mit Steuer- oder Beitragserhöhungen für Mehreinnahmen......


ich hoffe, ich konnte es dir jetzt anschaulich erklären:-)

Fazit: Für was brauchen wir dann Politiker, wenn man von Ihnen keine politische Lösung erwarten darf? Für was brauchen wir Politiker, wenn auch unterbelichtete Vollidioten zum selben Gedankengang fähig wären?!? Könnten wir nicht Millionen, wenn nicht sogar Milliarden Euro einsparen, wenn wir diese Politiker gegen irgendwelche Knalltüten ersetzen würden?!?


Meiner Meinung nach brauchen wir teure Politiker doch nicht für die Erkenntnis, dass bei Mindereinnahmen einfach die Beiträge so weit erhöht werden, dass es halt wieder passt......

diese Rechnung beherrschen schon manche 1 1/2 jährigen Kinder aus der Krabbelgruppe:-)

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