03.12.06 19:40 Uhr
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Sind Lehrbeauftragte an Berliner Hochschulen "Betteldozenten"?

Mies bezahlt werden Lehrbeauftragte an Berliner Hochschulen. Früher haben sie das festangestellte Lehrpersonal ergänzt, inzwischen ersetzen sie es. 60 von 100 befragten Dozenten sagten, dass sie monatlich weniger als 1.000 Euro verdienen.

Pro Stunde erhält ein Lehrbeauftragter 21,40 bis 30 Euro. Für die zeitaufwendige Vorbereitung und anschließende Bearbeitung wird kein Honorar gezahlt. Immer noch gilt diese Tätigkeit als Voraussetzung für eine Festanstellung.

Anders als das unbefristet beschäftigte Lehrpersonal bewirbt sich diese Berufsgruppe, ohne sicher planen zu können, von einem Lehrauftrag zum anderen. Ein Politikwissenschaftler bezeichnete die schlecht Bezahlten empathisch als "Betteldozenten".


WebReporter: ocalanews
Rubrik:   Freizeit
Schlagworte: Berlin, Hochschule
Quelle: www.taz.de

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4 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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03.12.2006 19:06 Uhr von ocalanews
 
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Ohne sie geht nichts an Berlins Hochschulen, und doch gehören sie zu den Empfängern von Niedrig-Lohn: Lehr-Beauftragte. In Berlin gibt es 83.000 finanzierte Studien-Plätze, aber 140.000 Studenten. Ist das der hauptsächliche Grund dafür, dass Dienstleistungen in der Lehre so schlecht entlohnt werden?
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03.12.2006 22:52 Uhr von DorianArcher
 
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Quatsch mit Soße: Was die meinen, sind Dozenten die einfach einen akademischen Titel haben, und viele hängen halt in der Warteschleife und warten auf ihre Professurstelle...
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03.12.2006 23:01 Uhr von mäckie messer
 
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Dorian: Glaub ich kaum... Schon mal anner Uni gewesen? Es ist gängige Praxis, wegen Geldmagels immer mehr auf HiWis, Studenten als Tutoren und Lehrbeauftragte aller Art (einschließlich Lehrern von öffentlichen Schulen) zurückzugreifen, anstatt offene Lehrstellen mit festem Personal zu besetzen. Manche Dozenten haben auch zwei halbe Stellen an zwei verschiedenen Unis. Was leider 150% der Arbeit einer normalen Vollzeitstelle bedeutet, aber nur 75% Bezahlung. In Berlin ist das Problem noch um einiges dramatischer, da das Land Berlin praktisch pleite ist, aber Kreti und Pleti aus allen Bundesländern an seinen Mega-Universitäten ausbilden soll.
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11.12.2006 10:45 Uhr von zenon
 
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Nur in Berlin? Der Trend ist an vielen deutschen Unis unverkennbar. Die ahmen nur die Wirtschaft mit ihren Praktikantenstellen nach!

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