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Schulbildung spiegelt sich in den Arbeitslosenzahlen wieder

41,9 Prozent der insgesamt fast vier Millionen arbeitslosen Deutschen haben einem Bericht der "Bild"-Zeitung zufolge einen Hauptschulabschluss. Der Personenkreis mit diesem Bildungsstand stellt damit den Hauptanteil der Arbeitslosen.

28 Prozent der Arbeitslosen hätten dem Bericht zufolge die mittlere Reife absolviert, 7,7 Prozent Abitur, 4,3 Prozent die Fachhochschulreife und 17,1 Prozent hätten überhaupt keinen Schulabschluss.

Die Zeitung beruft sich bei ihrem Bericht auf eine interne Auswertung der Bundesagentur für Arbeit.


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WebReporter: teledealer
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Arbeit, Arbeitslosenzahl
Quelle: www.ln-online.de

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21 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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01.12.2006 10:58 Uhr von HHAG
 
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wer hätte es gedacht? Diese Entwicklung wird sich noch verschärfen, denn einfache ausführende Tätigkeiten, für die Hauptschüler in erster Linie qualifiziert sind, sind immer weniger gefragt. Sie werden von Maschinen übernommen oder in Billiglohnländer verlagert.

Abitur und Studium sind zwar kein Job-Garant, aber machen doch einen erheblichen Unterschied, wie man sieht.

Bleibt die Frage, warum das Schulsystem sich darauf nicht einrichtet, warum die Hauptschule in dieser Form überhaupt noch angeboten wird.
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01.12.2006 11:06 Uhr von 666leslie666
 
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@ HHAG: Zitat:
Bleibt die Frage, warum das Schulsystem sich darauf nicht einrichtet, warum die Hauptschule in dieser Form überhaupt noch angeboten wird.

Weil das so sein soll.

Da werden zukünftige Sündenböcke geschaffen.

Kapitalist muss ja was zum argumentieren haben.. ;-)
>>http://shortnews.stern.de/...

Mlg jp
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01.12.2006 11:18 Uhr von ceza
 
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HHAG: "einfache ausführende Tätigkeiten, für die Hauptschüler in erster Linie qualifiziert sind" -- "Sie werden von Maschinen übernommen oder in Billiglohnländer verlagert."

Ich denke mal es hat sich in den 8 Jahren nichts geändert. In der Schule strebt man eine schulische Qualifikation an. Die berufliche Qualifikation.. naja. bla bla. Ich denke du weißt worauf ich hinaus will.
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01.12.2006 11:26 Uhr von Iceman05
 
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@HHAG: "Bleibt die Frage, warum das Schulsystem sich darauf nicht einrichtet, warum die Hauptschule in dieser Form überhaupt noch angeboten wird."

Was willst du machen? Jetzt alle Hauptschüler in die Gymnasien stecken nur weil da der Bildungsstand besser ist?

Man muss jeden einen Schultyp anbieten der seinen Fähigkeiten entspricht. Das soll jetzt keine Abwertung der Hauptschule sein!!! Aber du kannst nicht einfach den guten Bildungsschnitt der Gymnasiasten nach unten ziehen indem du die einfach mit Schülern anderer Schultypen mischst. Das führt nämlich dann zu einer Abwertung des Abis und nicht zur Aufwertung der Hauptschüler!
Das Problem ist früher nicht Aufgetaucht weil es genügend Handwerkliche Berufe gab in dem Leute mit niedrigeren Bildungsabschlüssen Arbeiten konnten. Diese Berufe sind heute aber vielfach Automatisiert oder ins Ausland verlagert. Handwerk ist hier in DE einfach zu teuer!
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01.12.2006 11:29 Uhr von mages
 
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is doch klar: da Bürger ja auch eine minderquallifizierte Arbeit annhemen müssen, gibt es eben mehr Klinkenputzer mit Abitur als Chefärzte mit Hauptschulabschluss.
Was übrig bleibt sind Menschen mit geringer Bildung.
Ich glaube, wir können noch froh sein das es nur 17% ohne Abschluss sind. Dieser Wert wird sich zunehmend ändern. Leider!
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01.12.2006 11:45 Uhr von Heinrich1871
 
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Falsche Statistik durch Vereinfachung ! Was bedeutet denn die Zahl 41,9 % Hauptschüler?
Meines erachtens ist dies eine Falschaaussage, denn hierin sind sicherlich auch die Volksschüler der früheren Jahre (50er, 60er, 70er) enthalten.
Diese sind aber unter zwei Aspekten zu sehen:
1.) In diesen Jahrzehnten war die Volksschule DER STANDARD, d.h. nur ein kleiner Teil ging auf weiterführende Schulen.
2.) Diese ehemaligen Volksschüler haben sicherlich in der Regel eine gute Lehre absolviert. Aber durch den Wandel sind heute viele Berufe nicht mehr gefragt. Weiterhin kommt hinzu, das hier das Alter eine Rolle spielt. Denn diese Volksschüler sind über 50 Jahre. Von allen über 5ojährigen gleich welcher Qualifikation (auch Ing. etc.) sind 55% arbeitslos.

Es wäre interessant hier eine entsprechende Aufschlüsselung nach Volksschule, Alter, Qualifikation und Arbeitslosigkeit zu erhalten.
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01.12.2006 12:02 Uhr von jesse_james
 
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Soso ein interner Bericht ?!? "Die Zeitung beruft sich bei ihrem Bericht auf eine interne Auswertung der Bundesagentur für Arbeit."

Diese Daten gehen doch kein Schwein etwas an außerhalb der Behörde und das damit diese "Unterschicht"-diskussion noch mehr angeheizt wird merken die Journalisten wohl nicht mehr.
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01.12.2006 12:03 Uhr von DOMM
 
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SOSO: so isses
Also sollte sich man mal doch in der SChule bemühen um nen akzeptablen aabschluss zubekommen.

Wie heißt es doch
Man lernt fürs Leben und nicht für die SChule
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01.12.2006 12:28 Uhr von George Taylor
 
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Hmmm - entweder haben die selbst in der Schule gepennt, oder da fehlt ein Prozent. Ich komme nur auf 99%.

Wo ist den der letzte Prozentpunkt?
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01.12.2006 12:49 Uhr von moddey
 
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Und ihr glaubt das wenn alle Abitur haben, die Arbeitslosenzahl um 75% sinkt??

*Pruuuust*
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01.12.2006 12:52 Uhr von DoktorChaos
 
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@George: >Wo ist denn der letzte Prozentpunkt?

Der wird wohl in der Rundung untergegangen sein, denn der Einfachheit halber sagt man eben "Die Hälfte" und nicht "50,24 Prozent"...
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01.12.2006 13:07 Uhr von mages
 
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@George Taylor & @DoktorChaos: @George Taylor => 1% wusste nicht was sie für einen Abschluss haben. *lol* ne, is wirklich komisch. hab´s erst nicht glauben wollen, doch jetzt frag ich mich das auch. danke für den hinweis ;-)

@DoktorChaos => erst lesen, dann denken/verstehen, dann reden/schreiben
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01.12.2006 13:23 Uhr von johagle
 
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urks <<<41,9 Prozent ... arbeitslosen Deutschen ..... einen Hauptschulabschluss>>>

Ohhh.. welch hochintelligente Untersuchung! Kann nur von der Bild und der BA kommen! Was sollen wir daraus lernen? Das wir nur zu dumm sind? Du bist Deutschland?

Wie viele Deutsche haben denn Hauptschulabschluss? Etwa 30%..40%? Daraus kann ich nur schliessen das die Chancen in ALLEN Bildungsschichten zumindest annähernd GLEICH sind! Nix anderes!

Stell ich 100 Leute in einen Kreis.. 70 Chinesen und 30 Europäer und werfe einen Ball rein.. wie gross ist die Wahrscheinlichkeit dass ein Chinese den Ball fängt? Kann ich aber darauf schliessen das Chinesen besser fangen können? Oder ist es normal wenn die Chinesen 2x so oft den Ball fangen? Stell ich mehr Europäer rein... werden dann mehr Bälle geworfen?

Wie viele Akademiker arbeiten denn in ihrem Beruf den sie wollten? Wie viele sind Taxifahrer und Kellner? Ich hab gerade einen Lehrer in der Produktion am Fliessband beschäftigt! Was lernen wir daraus? Nur das Spektrum vergrössert sich mit zunehmender Bildung! Man kann im Lader UND als Lehrer arbeiten! Mehr nicht! Subba...

@moddey

Ich geh davon aus das dann 100% der Arbeitslosen Abitur hat. (bevor du dich jetzt aufregst, ich hab die Ironie verstanden)
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01.12.2006 13:24 Uhr von Jimyp
 
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@moddey: Nein, denn viele werden das Abi ebend nicht schaffen und auf einem niedrigen Abschluss sitzen bleiben.
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01.12.2006 13:32 Uhr von xtrive
 
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Verschiedene Ansatzmöglichkeiten: Man sollte versuchen die Schulabschlüsse zu erweitern. Das was man derzeit in den Schulen lernt, besonders in einer Hauptschule reicht auf keinen Fall aus um bei Betrieben eingestellt zu werden. Es wird immer mehr Praktikanten und immer weniger festangestellte geben. Ich persönlich gehe Studieren. Ich habe keine Lust als ausgebildeter dann doch keine Festanstellung nach der Ausbildung zu kriegen damit der ganze Driss von vorne losgeht. Ich stell mich auf eine Position in der man bessere Chancen hat eine Einstellung zu finden.

Zudem ist der Ausbildungspakt eine Farce. Diese Jugendlichen erhalten eine Ausbildung, aber danach werden Sie nicht übernommen und stehen wieder auf der Straße ohne Arbeit und sonstigem.

Meiner Meinung nach muss zuerst das Schulsystem bearbeitet werden. Ich musste nach meinem Abschluss fast 1 Jahr aussetzen wegen eines Praktikums in dem ich sowieso nur Briefe stempel die mir offiziell aber weitreichende Berufliche Kenntnisse bescheinigt.

Diese ganze Praktikumsmist für eine Hochschule muss total abgeschaft werden.
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01.12.2006 14:16 Uhr von Johnny Cash
 
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Ich: schließe mich der Aussage von Heinrich1871 komplett an. Eine Person mit Volksschulabschluss war so ziemlich jeder in den 60ern und 70ern. Das das heute als Hauptschulabschluss gewertet wird vereinfacht die Statistik nur und lässt die Arbeitslosen als unqualifiziert dastehen.
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01.12.2006 14:23 Uhr von Cenor_de
 
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Die Zahlen sind doch unerheblich: Arbeitslos ist nicht gleich arbeitslos.
Wenn ich im März gekündigt werde und erst im Oktober ne neue Stelle bekomm, dann bin ich 3 Monate arbeitslos, dafür zahlt man ja Beiträge zur Arbeitslosenvericherung.

Kellner & Bauarbeiter "überwintern" schonaml 3-5 Monate in der Arbeitslosigkeit.
Arbeitslose strecken Ihre Zeit bis zur Verrentung (Sozialplan auf dem Rücken des Steuerzahlers)

Welche Zahlen wir also brauchen sind:
Gesunde Arbeitslose unter 58, die länger als 18 Monate arbeitslos sind.
Alle anderen Zahlen sind Schnickschnack.

Zur Bildung. Sie dient nicht nur dem beruflichen Fortkommen, sondern ist ein persönliche Bereicherung, sie erschliesst den Weg zu neuen Ideen und Konzepten, schärft den Blick für Kultur und bietet Orientierung.

Warum wir so wenig Bildung bekommen bzw. so wenige?

Sehen wir uns an, wie die Politik sich verändern würde, wenn die Abiturienten die absoute Zahl der Wahlberechtigten bilden würde:

CDU & SPD hätten kaum eine Chance die 5% Hürde zu überspringen. Die NPD Läge unterhalb 1%
Auch die PDS bedient sich ausserhalb der Funktionäre klassisch bei den Niedriggebildeten, vorallem im Osten, käme aber wohl gelassen über 20%

Würde man das von heute auf morgen einführen müssten sich die Grünen zwischen Grün-Rot und Grün-Gelb entscheiden.
Langfristig würden sich wohl alle 3 Blöcke aufspalten und könnten die verbliebenen Wähler der SPD und die wertkonservativen und neoliberalen Teile der Union binden.
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01.12.2006 16:01 Uhr von Mannpferd
 
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andere frage und wieviel prozent aller abiturienten besitzen die entsprechende bildung (abseits diverser zalen auf papier)?
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01.12.2006 16:44 Uhr von moddey
 
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@cenor: Wenn Du und nun sagen willst das gebildete Leute Die Grünen wählen, dann muss ich leider feststellen das Bildung wohl auch nur relativ ist.
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01.12.2006 18:22 Uhr von Leeson
 
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Was will man machen Schulbildung ist nunmal einiges und wenn der Arbeitsmarkt nichts mehr hergibt an Berufen die nur einen Hauptschulabschluß benötigen.
Deutschland wird eine Dienstleister und das sicher auch im IT-Bereich und da braucht man nunmal "meist" ein Studium.

Berufe sterben auch aus und da die Menschheit sich Technologisch weiterentwickelt werden neue anspruchsvollere Berufe entstehen.

Man muß das Volk doch irgendwie dazu bekommen Bildung ernster zunehmen.
Aber bei der Perspektivlosigkeit!
Alle Probleme Deutschlands sind irgendwie miteinander verketten und das ins gleichgewicht zu bringen äusserst schwierig(wie man sieht :))
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01.12.2006 19:42 Uhr von Ralph_Kruppa
 
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da kann man nur raten: dass jeder Arbeitnehmer sich darum bemüht, sich weiter zu bilden. Stehen bleiben heißt in der globalisierten Welt über kurz oder lang, dass sich der dumm gebliebene Arbeitnehmer als schwer vermittelbarer Arbeitsloser wiederfindet. Dass zu wissen, heißt also sich privat weiter zu bilden. Auf geht´s!

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