27.11.06 21:09 Uhr
 509
 

Schach: Deep Fritz gewinnt Runde zwei gegen Weltmeister Kramnik

Nach dem Unentschieden im ersten Kampf zwischen Schachweltmeister Wladimir Kramnik und seinem Softwaregegner Deep Fritz (ssn berichtete) fand am heutigen Montag die zweite Partie statt. Rund 180 Minuten benötigte die Maschine, um zu gewinnen.

Etwa die erste Hälfte der Partie lief ausgeglichen ab, danach konnte Kramnik seine Stärken hervorbringen, die ein erneutes Remis, diesmal in Form einer "endlos weiterlaufenden Partie" möglich scheinen ließen.

Der Weltmeister fixierte sich jedoch zu sehr auf seine Strategie und wurde von dem Programm binnen weniger Züge matt gesetzt, Kramniks König hatte auf einmal keine Zugmöglichkeit mehr. Am kommenden Mittwoch startet um 15 Uhr das dritte Spiel.


Videoplayer auf dieser Seite ausblenden
WebReporter: Schellhammer
Rubrik:   Sport
Schlagworte: Weltmeister, Runde, Schach
Quelle: www.spiegel.de

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

DFB: Sperre für Augsburgs Kapitän nach beleidigender Geste
Fußball: Toni Kroos verließ FC Bayern München wohl wegen Karl-Heinz Rummenigge
Fußball: Augsburg-Spieler empört mit Masturbier-Geste gegen Leipzig-Trainer

Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
27.11.2006 21:24 Uhr von terrordave
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
sehr interessant: dieses mensch - maschine duell. ich bin kein großer schachspieler und daher besonders beeindruckt von kramniks leistung, ein unentschieden zu erspielen. repekt!
Kommentar ansehen
27.11.2006 23:21 Uhr von yes-well
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Errinert mich an Enterprise: Das gab es eine Folge, wo Data mit so nem Typen so ein Komisches Speil gespielt hat und Data verloren hat, weil er zu sehr auf seine Ich muß Gewinnen Strategie geachtet hat. Nachher hat er gewonnen weil er nur noch auf gleichstand gespielt hat anstatt auf gewinn.
Kommentar ansehen
28.11.2006 00:20 Uhr von Gunny007
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
tja: da werden wir menschen nur noch darauf achten müssen daß wir immer noch die möglichkeit behalten den stecker ziehen zu können.
schach ist ein agressives spiel, und wenn der weltbeste spieler nur noch auf unentschieden spielt hat der computer gewonnen.
Kommentar ansehen
28.11.2006 02:31 Uhr von metzner
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
bei 2001 Odyssee im Weltraum laesst der Computer den Bowman ab und zu gewinnen, weil er sonst keine Lust mehr haette weiterzuspielen...

Vielleicht muss man das bei Deep Fritz 12 auch einbauen, damit in 5 Jahren die menschlichen Schach-Weltmeister ueberhaupt noch mitmachen...
Kommentar ansehen
28.11.2006 08:21 Uhr von lucky strike
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Schach ist auch "einfach": es sind einfach nur Berechnungen. Nach jedem Zug Rechnet der Computer tausende folge Züge aus und wählt dann den Strategisch besten.
Ich als Schachweltmeister, hätte es mal mit "Unlogik" probiert und völlig unkonventionelle Züge gemacht, womit der Computer nicht "gerechnet" hat :)
Kommentar ansehen
28.11.2006 09:34 Uhr von bingo`
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@lucky strike: diese Züge sind aus gutem Grund unlogisch ;)
Kommentar ansehen
28.11.2006 09:57 Uhr von ted1405
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@LuckyStrike: Letztendlich sind dem Computer vollkommen unlogische Züge schnurz-piep-egal, denn die Software schaut sich mit Sicherheit lediglich den IST-Zustand an und berechnet die besten Möglichkeiten daraus.
Ein Blick zurück (auf die bereits ausgeführten Züge) kann lediglich zum Finden von "klassischen Kombinationen" genutzt werden ... und dieser Blick zurück ist wenig effizient.

Für alles andere fehlt einer Software schlichtweg die Intelligenz ... die merkt noch nicht mal, das ein Zug unlogisch war oder ist. ;)
Kommentar ansehen
28.11.2006 10:47 Uhr von metzner
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@lucky strike @ted Unlogische Zuege sind im allgemeinen Fehler, daher die Bezeichnung unlogisch in einem absolut logischen Spiel...

Was der menschliche Spieler machen kann, und das hat Kramnik in der ersten Partie auch getan: er hat eine relativ unbekannte Variante gewaehlt, damit der Computer nicht auf eingefahrenen Gleisen sein Eroeffnungsspiel die ersten 25 Zuege fehlerfrei durchziehen kann.

Aber diese Sitte haben Schachspieler auf diesem Niveau sowieso auf dem Kasten...

Der letzte der da was wirklich Geniales machte, war Bobby Fischer, bei dem nach einer Eroeffnungsvariante, die bisher als nachteilig galt, er eine Loesung gefunden hatte, bei der diese eben Vorteil brachte. Aber das hat er nicht in der Partie erfunden, sondern in monatelangen Studien davor, und dann genuesslich gewartet, bis ein Gegner genau diese Variante und Entgegnung mitwaehlte...

PS: spiele seit zig Jahren nicht mehr Schach, aber hatte einmal den "Genuss", von einem Grossmeister auseinandergenommen zu werden...
Das ist schon ein ganz, ganz anderes Niveau als Landesliga-Schach.

Refresh |<-- <-   1-8/8   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


Copyright ©1999-2017 ShortNews GmbH & Co. KG

Die News auf dieser Website werden eigenverantwortlich von Nutzern erstellt. Die Shortnews GmbH & Co. KG nimmt keinen redaktionellen Einfluss auf die Inhalte.

impressum | agb | archiv | usenet | zur mobilen Ansicht
SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Asylbewerber klettert auf Hohenzollernbrücke
Christian Müller (Pogida): Dingfest gemacht
VG München: Wahlplakate der NPD müssen hängen bleiben


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?