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Deutsche Top-Manager warnen vor Ausverkauf einheimischer Industrieunternehmen

Deutsche Spitzen-Führungskräfte warnen vor einem Ausverkauf deutscher Industriekonzerne. "Es kann nicht in unserem Interesse sein, dass Deutschland eines Tages konzernfreie Zone ist", gibt Allianz-Finanzvorstand Paul Achleitner zu bedenken.

Heinrich von Pierer, Aufsichtsratsvorsitzender von Siemens, sieht die Gefahr, dass deutsche Konzerne leichte Übernahmebeute werden, falls sie nicht global wettbewerbsfähiger werden.

"Deutsche Industriepolitik wird zunehmend in Spanien, Frankreich und New York gemacht. Dort sitzen die großen Banken", meint Matthias Graf von Krockow von Sal. Oppenheim. Auch Private-Equity-Firmen investieren immer höhere Milliardenbeträge.


WebReporter: no_trespassing
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Deutsch, Manager, Top, Industrie, Ausverkauf
Quelle: www.spiegel.de

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10 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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27.11.2006 10:40 Uhr von no_trespassing
 
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Die Deutschen haben nach der T-Aktie die Schnauze von Firmenbeteiligungen voll und investieren wenn es hoch kommt, nur noch in Fonds.

Dadurch schwindet deutscher Einfluss in Konzernen. Gleichzeitig drängen die Ausländer auf höhere Rendite und damit Arbeitsplatzabbau und Jobverlagerung.

Der Vorstoß des Investivlohns ist deshalb wichtig, obwohl dies auch nur ein Tropfen auf den heißen Stein ist.

Wir müssen wirklich aufpassen, dass unsere Firmen nicht zerlegt und verscherbelt werden.
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27.11.2006 11:23 Uhr von luthienne
 
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Richtige Sorge-: - falsche Begründung.
Um wieviel "international wettbewerbsfähiger" muss man den Exportweltmeister mit explodierenden Konzerngewinnen denn noch machen?
Wichtig wäre jetzt, den Binnenmarkt wieder zu stärken.
Das scheint sich aber leider niemand auf die Fahnen geschrieben zu haben.
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27.11.2006 11:38 Uhr von usambara
 
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das ist Kapitalismus wobei ich es gut finde, das deutsche Topmanger Angst vor Arbeitlosigkeit haben müssen und die Billigmanger aus Fernost sie ersetzen könnten.
Vielleicht Lohnverzicht könnte auch diese Jobs retten...
Nein im Ernst, andere europäischen Regierungen schützen ihre Wirtschaftsinteressen besser mit Verstaatlichung anstatt weiterer Privatisierung.
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27.11.2006 11:40 Uhr von Bjoern68
 
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Lächerlich Wir sind Exportweltmeister und unsere Manager wollen nur noch mehr Geld haben. Selber Schuld wenn ein deutsches Unternehmen sich von eine Ami leiten lässt. Wer war denn so blöde ?

Die sollten mal wieder weg von der Börse und sich damit nicht anfällig machen von anderen...siehe Ferrero(keine AG und läuft TOP)...nur das traut sich keiner weil se zu feige sind und nur noch an ihre Amtsperiode denken !
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27.11.2006 11:41 Uhr von frietz
 
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nachdem man erst: die mangelnde wettbewerbsfähigkeit deutscher unternehmen im internationalen wettbewerb, dann die zu geringe eigenkapitalquote der konzerne als ausrede gebrauchte, um tausende arbeitsplätze zu streichen, hat man schon einen neuen grund gefunden, um weiter stellen zu streichen oder das gehalt zu kürzen. bin schon gespannt, was denen als nächstes einfällt.
ach ja, nicht zu vergessen, die 8 mia., die durch die neueste unternehmenssteuerreform verloren gehen. nicht dass die "regierung" schon vor jahren z.b. die kapitalertragssteuer abgeschafft hat (brachte ca 30 mia. pro jahr).
aber das macht ja nichts, durch die kürzung der sparzulage, die kürzung der pendlerpauschale, die mwst-erhöhung etc. wird das schon wieder reingeholt. halt nicht bei den unternehmen, sondern bei denen, die keine lobby haben und sich alles gefallen lassen.
leider gibt es eine bestimmte organisation von vor 30/40 jahren nicht mehr. heutzutage hätte die sehr viel mehr zulauf und unterstützung bei der bevölkerung. da wäre kein ackermann mit siegerzeichen und grinsen aus dem gerichtssaal gegangen. da hätte kein koch irgendwas von brutalstmöglicher aufklärung bei der spendenaffäre gesprochen. da hätte kein schäuble nichts von geldkoffern gewusst.
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27.11.2006 11:42 Uhr von dragono
 
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@luthienne: Es gebt ja nicht nur allein um unsere Exporte, sondern auch um die anderen Zweige der Wirtschaft wie Stahlbau, Chemie, Agrar, Investitionsgüter oder Dienstleistungen.
In Deutschland kann man einfach nichts erreichen weil, unser komplettes System zu unflexibel.
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27.11.2006 11:51 Uhr von luthienne
 
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@ dragono: Sieh dir die Zahlen an.
Die Konzerne fahren massig Gewinne, es wird an die Aktionäre bzw die Banken ausgeschüttet, statt innovativ tätig zu werden. Das zieht sich quer durch alle Branchen.

Ausbaden dürfen das die (Ex-) Arbeitnehmer. Mittlerweile auch immer häufiger die Kunden.
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27.11.2006 13:05 Uhr von Tyfoon
 
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@luthienne: "Wichtig wäre jetzt, den Binnenmarkt wieder zu stärken"

Stimmt! Nur leider wird der Binnenmarkt immer unattraktiver für die Industrie da das große Geld nur über den Export gemacht wird.
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27.11.2006 13:08 Uhr von Tyfoon
 
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@usambara: "Nein im Ernst, andere europäischen Regierungen schützen ihre Wirtschaftsinteressen besser mit Verstaatlichung anstatt weiterer Privatisierung."

Nur in Deutschland geht man leider genau den entgegengesetzten Weg. Da müssen staatliche Institutionen mit aller Gewalt privatisiert werden.
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27.11.2006 13:14 Uhr von luthienne
 
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@Tyfoon: Mit den derzeitigen Methoden ist nur das schnelle Geld zu machen, aber kein langfristig tragbares Konzept. Manche Firmen haben vielleicht nicht den Privatmenschen, sondern ebenfalls wieder Konzerne zum Kunden, aber letzten Endes landet alles irgendwann wieder beim Endverbraucher irgendwo auf der Welt.
Wenn man weiterhin meint, seine Arbeitnehmer, die ALLE Endverbraucher sind, weltweit gegeneinander auszustechen zu müssen, kann das nicht funktionieren.
Selbst wenn man irgendwo ein Land findet, wo man ohne Lohnkosten produzieren könnte- füttern muss man die Sklaven dann immer noch. Und wenn keiner mehr geregeltes Einkommen hat, sich bis auf eine verschwindend kleine Minderheit niemand mehr "Luxus" (die "", weil das sehr subjektiv ist...) kann auch keiner mehr kaufen. Die Spirale kann also nicht endlos ins Bodenlose weiterführen.

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